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Katja’s Besuch an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 18. April 2013

Ein Besuch im Zoo  der Linken an der Saar

Datei:Katja Kipping Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 04.jpg

Das war aber ein Aufmarsch in der Linken Szene gestern im Saarland. Die Parteichefin Katja Kipping schaute extra aus Berlin zu einem Besuch bei Yvonnchen Ploetz herein und die Massen strömten in Scharen um die Linke Chefin zu sehen.

Stellen wir uns vor. Der SPD Gabriel kommt ins Saarland, vor ca. sechs Wochen so geschehen und der SPD Chef der Landes Maas, glänzt durch Abwesenheit. Gibt es nicht, wird hier ein jeder sagen und das vor den Wahlen. Doch, nicht in der SPD, aber in der LINKEN. Jetzt alle wieder einmal singen: „Nichts ist unmöglich -DIE LINKE“. Welch eine Blamage, welch eine Brüskierung! Das in der Politik, welche ansonsten so Zeige freudig ist. Liegt Opa das junge Gemüse plötzlich zu schwer im Magen, oder wurde er nur nicht entsprechend Hofiert ? Der Termin war lange zuvor angekündigt.

Ein paar Zeilen war dieses Großereignis der Saarbrücker-Zeitung dann auch Wert, obwohl die einladende Ivonne Ploetz in den Artikel nicht mit einer Silbe Erwähnung fand. Auch über die Erinnerungsgeschenke, welche ansonsten auf Silber präsentiert werden lesen wir nichts. Dafür aber wurde dem Gastgeber ein großer Sack mit politischen Forderungen überreicht. Daraus lesen wir dann folgendes:

Mit Blick auf die Vorkommnisse am Bostalsee und bei Höll forderte Kipping flächendeckende Beratungsstellen für Migranten und eine Nachweispflicht für Unternehmen dafür, dass keine Scheinwerkverträge vorlägen. Nötig seien ferner mehr Personal beim Zoll, höhere Strafen für Hintermänner bei Rechtsverstößen und ein Verbandsklagerecht der Gewerkschaften.

Als Beratungsstellen ließen sich doch auch die Bürgerbüro der LINKEN einrichten? Oder dienen die nur zum Kaffee trinken der Mitglieder? Ach ja, die Bezeichnung Crémantstübchen war ja schon in Saarlouis geläufig, auch Bier nach alter Kultur soll dort ausgeschenkt worden sein. Wurde dann, wie auf dem Foto sichtbar in Plastiksäcke verpackt.

Ansonsten bewegte sich das Gesprächsthema wohl um Steinbrück und die SPD, welche Beide mit einen Schwall von allseits bekannten Vorwürfen bombardiert wurden, obwohl diese zu Katjas Ehren nicht erschienen waren. Dabei die SPD, die alte gegenseitige Hassliebe – ist doch eigentlich kein Thema, oder? Vielleicht aufgrund der neuen Partei doch wieder? Dann aber wird die Linke  unter fünf Prozent bleiben, da die Wähler übergelaufen sind.

Wenn also die CDU verliert ist die neue Partei so stark geworden und die Linke bleibt unter fünf Prozent. Oder die CDU gewinnt da Steinbrück ehe alles versemmelt hat. Also bleibt als Ergebnis für die Linke doch nur, ihre Überflüssigkeit festzustellen, da sie in keinen Fall benötigt wird. Denn Hilfsstimmen wird es nicht geben.

In diese Stimmung passt dann auch die Einladung des KV Saarlouis zu einer Podiumsdiskussion in Bous, zu der nur Parteimitglieder geladen sind. Sinn dieser Veranstaltung soll es sein, die Kandidaten der Landeswahlliste für die Bundestagswahlen den eigenen Mitgliedern vorzustellen. Man achte hier auf die Feinheiten: „Nicht den Wählern stellt man die Kandidaten vor, sondern den eigenen Leuten.“. Zu dieser Veranstaltung werden mehr als 350 Mitglieder erwartet da diese alle ihre Partei Kandidaten kennenlernen wollen.

Innerhalb einer Öffentlichen Erklärung heißt es:

Antwort auf die nun schon mehrfache Anfrage, warum die Podiumsdiskussion in Bous (Kooperation KV Saarlouis, OV Bous) “nur” parteiöffentlich ist…
1. Die Fläche ist endlich, wir haben 350+ Mitglieder im KV, Genossinnen und Genossen aus anderen KVs werden auch erwartet. Wir wollen schon im Vorfeld dafür Sorge tragen, dass für jede Genossin/jeden Genossen ein Platz vorhanden ist und somit jeder den persönlichen Kontakt zu den drei Kandidaten suchen kann.
2. Die Veranstaltung dient dazu Genossinnen und Genossen unserer Partei die Möglichkeit zu bieten, die drei Kandidaten besser kennen zu lernen. Jeder soll die Möglichkeit haben seine/ihre Fragen zu stellen. Es ist eine Veranstaltung als Service für unsere Mitglieder.
Gibt es denn nicht doch die Möglichkeit…- aber selbstverständlich! Die Mitgliedschaft in der Linken steht jeder Frau und jedem Mann offen (http://bit.ly/ZwR7v9).
Mit solidarischen Grüßen
Phelan Andreas Neumann
Kreisgeschäftsführer DIE LINKE. KV Saarlouis”
(Zitat Kreiswebseite Die Linke Saarlouis)

Das heißt also nichts anderes als, wird aber nicht gesagt, da die dooofen WählerInnen das so wie so nicht bemerken: „Wenn ihr euch aber zuvor als Mitglieder anmeldet und Beiträge bezahlt, – Ja, dann wird der Saal automatisch größer! Dann fasst der auch 500 Leute. Für das Kapital machen echte Sozialisten schließlich alles. Daran sehen wir wieder einmal wie viel an zweibeinige Intelligenz sich in dieser Partei zusammengefunden hat.

Kann sich denn eine Person vorstellen wie eine solche Truppe die Gesellschaft verändern will? Wie mag diese Gesellschaft nach einer eventuellen Regierungsübernahme dann wohl aussehen? Schon die heutigen Regierungstypen bringen weder einen Bahnhof, noch einen Flugplatz, geschweige denn eine funktionierende Kranken- oder Rentenversorgung in die Wege geleitet. Sollte die LINKE je an die Regierung kommen, müssen wir damit rechnen dass die Toilettenhäuschen gleich einen Pizza-Service auf Bestellung vorgefahren kommen, da die Einrichtung dieser diversen Plätze in den einzelnen Häusern nicht mehr möglich ist. .

Gute Nacht, träumt weiter, aber lasst uns zuvor gemeinsam singen:

[youtube qz4Fq9NXtzw]

Der Artikel aus der SZ >>>>> HIER <<<<<

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Grafikquelle    :

Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“.
Namensnennung: DerHexer, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

20 Kommentare zu “Katja’s Besuch an der Saar”

  1. nichtvorschnell sagt:

    Rolf Linsler und Oskar Lafontaine sind krank.

    Kipping wurde von Heinz Bierbaum begrüßt, mehreren Landtagsabgeordneten, Landesvorstandsmitgliedern und Mitgliedern verschiedener Landkreise und Ortsverbände. Es waren mehr Mitglieder gekommen als auf diversen Fotos zu sehen sind. Aber natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit sich tagsüber freizunehmen.

    Sowohl der SR als auch die SZ haben berichtet. In den nächsten Tagen wird es aber noch weitere Berichte geben (Wochen- und Monatszeitungen). Wer das für zu mickrig hält, darf es gerne besser machen…

  2. Helmut Kokoscka sagt:

    Was mir auffällt ist: keiner der Kommentatoren kann hier, im Forum, seinem richtigen Namen sagen. Das ist schon bedenklich.

  3. Gilbert Kallenborn sagt:

    Katja Kipping an der Saar und kein Oskar, kein Linsler keine Wagenkecht erschienen ? Alle erkrankt ? Linsler hatte Prostata-Krebs-PO. ok…aber: diese Linke ist krank und insbesondere der KV Saarlouis.
    Katja Kipping wurde nicht „begrüßt“ sondern geschnitten, sie gilt immer noch als Lafontaine unabhängig.

  4. Günter Obermeier sagt:

    Das ist richtig Helmut, aber als Noch – Parteimitglied gar nicht anders möglich, will man in dieser Partei noch etwas verändern. Du siehst es doch selber, sobald einmal Kritik aufkommt wird sofort versucht diese zu ersticken. Ich habe mir gestern auch einmal den Besuch der Kipping angesehen da ich Karotten liebe, das Ebenbild von der Saar, Huonker habe ich DORT, nicht wahrgenommen. Vielleicht war ich aber auch nur zum falschen Zeitpunkt vor Ort.
    # 1
    Bierbaum? Das ist wie bei einem LKW. Wir reden von einen Büssing, Mercedes oder MAN, also der Zugmaschine, der Anhänger (Nachläufer) ist uninteressant, vor allen Dingen wenn keine eigene Meinung vorhanden ist. Es passt schon mit den Fingern immer wieder in offenen Wunden zu graben. Das muss nur noch tiefer gehen. Krankheiten von „Politikern“ kommen immer wieder vor, wenn unangenehmes ins Haus kommt. Wären wichtige private Geschäfte zu tätigen, reichte eine Aspirin vielleicht schon aus. Auch der darauf folgende pawlowsche Reflex passt schon zur Partei. Also weiter so.

  5. Lupo sagt:

    Helmut K. hat das Bayern-Dossier und die intern praktizierten Stasi-Methoden vergessen! Eine fast total gesäuberte Basis …

    Die Parteivorsitzende Katja Kipping sagte der MAZ: „Niemand wird mit unseren Stimmen Kanzler, wenn er sich nicht auf ein Programm verpflichtet, das 100 Prozent sozial ist.“

    Was ist an der Linken sozial?

  6. TimmyTopas sagt:

    @ 2 Helmut Kokoschka

    Wer als Parteimitglied den Mut hat seinen Namen zu nennen, und sich kritisch äußert, muss bekifft oder betroffen sein! Denn feststeht, wer sich outet, wird völlig ungerechtfertigterweise von den Seilschaften des „Kleinen Gernegroß“ in eine bestimmte Ecke gestellt.

  7. Saarlouiser sagt:

    # 3
    Manche sollten sich im Netz erst mal schlau machen bevor sie was in die Tastatur hämmern…

    http://www.katja-kipping.de/topic/14.html?id=280

  8. Saarlouiser sagt:

    Yvonne Ploetz hat KK eingeladen.

    http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=17943&startvid=3

  9. H-Hallmann sagt:

    Wieder eine politische Bootsfahrt auf der Saar, dieses zahlt Lutze und Linsler nicht aus der Privatschatulle.
    http://www.dielinke-saar.de/politik/termine/detail/zurueck/termine/artikel/bootsfahrt-zu-stadtmitte-am-fluss-mit-rolf-linsler-mdl-und-thomas-lutze-mdb/

    Yvonne ist entschuldigt, diese macht Gegenveranstaltung
    http://www.dielinke-saar.de/politik/termine/detail/zurueck/termine/artikel/jugend-und-altersarmut-diskussionsabend-mit-matthias-w-birkwald-und-yvonne-ploetz/
    Das geht jetzt jeden Tag so weiter bis zum 5.Mai.
    Die müssen alle wirklich sehr verzweifelt sein…

  10. AntiSpeichellecker sagt:

    Ich finde die Berichterstattung höchst interessant.

  11. Piratenköpfchen sagt:

    @ 2 und 6
    Mir sind die anonymen Kritiker sympathisch.
    Sie beobachten, ihre Einschätzungen sind realistisch-nichts ist geheuchelt.

  12. Opa Fielmann sagt:

    @ Helmut Kokoschka
    Anonym zu posten, ist legitim. So legitim wie Dein Wechsel zu den Freien Wählern.

  13. Rügener sagt:

    Linke zeigt Steinbrück die kalte Schulter! Wielange???

    http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?SID=3178bbe0297764157cdc641043efc136&param=news&id=3748916

  14. tuttilinki sagt:

    # 2 Helmut Kokoscka

    jeder kanns machen, wie er will. Du labberst doch im Stadtrat auch gerade so, wie es dir in den Sinn kommt.
    Noch nicht mal eine Stellungnahme zu dem Artikel kannst du abgeben.

  15. Nischdel sagt:

    @ Helmut Kokoschka

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/192366.sollte-parteischaedigendes-verhalten-in-der-linken-per-satzung-geahndet-werden.html

  16. Dirk Scholl sagt:

    @ Allen, die zu Helmut Kokoschka etwas posten – anonym oder offen: Helmut betrachte ich nach wie vor als meinen Genossen, da sich unsere politische Grundeinstellung mit unserem jeweils verschiedenen Parteiwechsel nicht geändert hat. Was ihn – im Gegensatz zu den meisten pseudolinken Pappnasen vor Ort – auszeichnet, ist sein Mut, von seiner freien Meinungsäußerung Gebrauch zu machen und dazu auch persönlich zu stehen, wenngleich ich persönlich diese nicht immer geteilt habe. Im Übrigen muss ich der vielerorts hier geäußerten Auffassung widersprechen, dass DIE LINKE per se überflüssig geworden ist. Hier gilt es allerdings zu differenzieren zwischen der LINKEN Programmatik, die meinem Erachten nach notwendiger ist denn je, und dem LINKEN Personalangebot, das insbesondere an der Saar unnötiger denn je ist. Mit diesem Konglomerat an geistiger und moralischer Armut kann man sich aus meiner Sicht nicht länger mittels einer Mitgliedschaft solidarisieren.

  17. David sagt:

    Ich bleib noch bis CKK verhindert ist (was ich hoffe und erwarte) und Oskar sich endlich mal so richtig blamiert, dieses selbstgefällige Spielchen gewinnt er nicht.

    Wenn doch: Eh austreten, wenn nein: Auch.

    Erst wenn die diese unenendlichen Seilschaften der Nixkönner, die weder Solidarität kennen noch in irgendeiner Form linke Ideale haben, geschweige denn sonst was drauf und dazu auch noch faul sind, dann kann ich wieder in die Linke eintreten, wichtig ist eine Linke allemal!

  18. Dengmerter sagt:

    # 5
    Die Linken sind „100% sozial“, steht doch sogar auf dem Parteiprogramm! Ich freue mich sehr auf den 22.09. Da wird es viele verwunderte Gesichter geben.

  19. Oscars Liebling sagt:

    # 17
    Die Linke ist wichtig, aber ohne „Scheinkandidaten“

    http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-25317/heiko-maas-zur-saarland-wahl-lafontaine-betreibt-eine-einzige-scheinkandidatur_aid_726168.html

  20. Ichbins sagt:

    seltsam es wurden gar keine Fotos veröffentlicht? Sonst doch Usus???

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