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Kästen für Linke Flaschen?

Erstellt von IE am Montag 22. April 2013

Nauwieser Viertel: Stadt untersagt Pfandkisten-Aktion

Diese Aktion mit den Pfandkisten war doch einmal eine wirklich gute Idee in der Stadt Saarbrücken, wobei hier sicher auch die Kritiker eingestehen müssten, dass Flaschen letztendlich in Kisten gehören. Das jetzt der Behörden Klüngel mit dieser freien Auslegung des Bürgertum nicht zurechtkommt ist wieder einmal „echt typisch Deutsch“. Behördenstuss, immer gleich Amtsstuben Gehabe eben.  Bestes Beispiel das bayrische Gerichtsverhalten im NSU Prozess.

Dabei, diese Kisten sollten an und für sich über das ganze Land verteilt werden, denn leere Flaschen gibt es nicht nur in Saarbrücken. Dieses hat einst ein Fußballtrainer treffend ausgedrückt als er sagte: „ Struuuunz, hat gespielt wie volle Flasche leer“. Wir sollten aber auch immer daran denken dass, wenn eine Flasche leer ist, meistens auch jemand abgefüllt ist. Ein klein wenig kommt es dabei natürlich auch auf den Inhalt an.

Hat schon einmal jemand daran gedacht leere Kisten an den Parteizentralen, Land- oder auch am Bundestag aufzustellen? Auch die Rat- und Kreishäuser dürften sich ruhig an dieser Art der Entsorgung beteiligen. Trägt doch die mangelhafte  Ausführung der Arbeit in diesen Häusern mehr und mehr zu den Entsorgungsproblemen bei. Leere Flaschen verstecken sich heute nicht nur in verdreckten Mülleimern, nein, die laufen sich vermehrt in aller Öffentlichkeit über den Weg.

Da ist es nur allzu unverständlich wenn der „Stadtpressesprecher“ Thomas Blug die Aufhängung der Kisten in Kopfhöhe bemängelt. Benutzt doch im besonderen der „Normalbürger“  seinen Kopf zum Denken und Sehen! Es wäre doch schlimm wenn derartige Kisten in Fußhöhe aufgestellt würden. Man könnte sie doch viel leichter übersehen. Oder mag diese Sichtweise vielleicht bezeichnend auf den Unterschied zwischen den Bürgern und seinen  von diesen bezahlten „Amtsdienern“ hinweisen?

Die Kisten stören den Amtsschimmel also in Kopfhöhe und die leeren Flaschen auf den Boden. Gefährdung der Verkehrssicherheit heißt es da noch in einer versöhnlichen Tonart um dann aber ohne Übergang im für den in Behörden üblichen Sprechquark umzuschlagen und von Duldung zu reden.  Die Stadt dulde eine Leergutentsorgung in dieser Form nicht ! Sagt die Obrigkeit ! Wären die Kästen in Form einer Parkuhr, für leere Flaschen eingerichtet und die Stadt könnte daran verdienen sähe die Sache schon ganz anders aus. Dann würde auch sicher bald eine Zählperson für Leerflaschen eingestellt. Wäre doch einmal eine LINKE Idee, oder ?

Darum liebe Mitbürger, Behörden lassen sich nur nach vorheriger Absprache überzeugen. Erst einmal gilt es den Nutzen eines Vorhaben für einen Beamten oder Politiker begreifbar machen. Mit anderen Worten: Es muss erst klimpern und knistern, dann versteht er. Nicht umsonst lesen wir in den Artikel von faulen Bananenschalen oder klebrigen Kaugummis im Müll. Auch sollte an jeden Kasten ein Zettel angebracht sein auf welchen steht: „Die leeren Flaschen immer mit den Kopf nach unten einstellen, damit keine Reste in den Flaschen stehen bleiben. Leere Flaschen könnten unangenehme Gerüche erzeugen.

Nauwieser Viertel: Stadt untersagt Pfandkisten-Aktion

Zwischen faulenden Bananenschalen, klebrigen Kaugummis und Glasscherben im Müll zu wühlen – und das alles nur in der Hoffnung, zwischen dem Dreck eine Pfandflasche zu finden – ist nun wirklich kein Vergnügen. Verletzungsgefahr inklusive. Doch gibt es genug Menschen, die in Saarbrücken eben genau dies tagtäglich tun. Um den Pfandsammlern das Wühlen im Müll zu ersparen, haben bislang Unbekannte im Nauwieser Viertel vor Kurzem Getränkekisten an Laternenmasten befestigt.

Flaschen in die Kiste

Leser-Reporter Michael Dochnahl hat an der Ecke Försterstraße/ Cecilienstraße in Saarbrücken eine solche Pfandkiste entdeckt und findet diese „neue Art von Leergutentsorgung toll“, wie er an die Saarbrücker Zeitung schreibt.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotquelle: Wikipedia / Allgemeinfrei

Author Photograph: Frank C. Müller, Baden-Baden

3 Kommentare zu “Kästen für Linke Flaschen?”

  1. HenningM sagt:

    Pfandflaschen sollte man NICHT ins Geschäft zurückbringen – zumindest, wenn man sich das leisten kann, denn: einfach mal an die Seite eines Bürgersteiges oder vor/in dem Hbf stellen, dann wird sich (früher oder später) ein Hartz4er diese Flasche greifen und das Pfand sichern.
    Das ist jetzt wolhgemerkt KEINE Ironie und ist auch NICHT zynisch gemeint, sondern als Selbsthilfe im Kleinen, sozusagen. 25 oder 50 Cent kann praktisch jeder auf diese Art „spenden“.

  2. emschergenosse sagt:

    Zitat aus FB:
    Vick Blau hingegen schreibt: „Find ich nicht gut. Ich empfinde das eher als Frechheit von denen. Lieber mal Arbeit suchen als Pfandflaschen! Und jetzt sind sie noch zu faul dafür. Tzzz…“
    Auch Jutta Ontherun lässt kein gutes Haar an den Pfandkisten: „Die Flaschensammler, die ich kannte, haben sich alle samt und sonders totgesoffen. Da bestand das Leben schon darin, die Zeitspanne bis zum nächsten Bier/Kräuterschnaps, was auch immer, zu überstehen beziehungsweise genug Pfandflaschen zu finden, sich das leisten zu können. Sofern sonst kein edler Spender da war, nachdem der monatliche staatliche Obulus innerhalb kürzester Zeit weg war. Insofern finde ich das Ganze eher traurig als gut.“

    Dazu fällt mir eigentlich nur ein und genauso pauschal:

    Arschlöcher
  3. Gabriel van Helsing sagt:

    Ich gebe es zu,

    auch ich sammele Pfandflaschen!

    Ich bin immer erstaunt, was die Leute an Geld wegschmeißen.
    Einigen scheint es noch zu gut zu gehen.

    Wenn ich Unterwegs in den Fußgängerzonen, Parkplätzen,
    etc. Leergut sehe, nehme ich dieses mit.
    Aber in Abfalleimer danach suchen, überlasse ich anderen.
    Die Umwelt freut sich

    und nebenbei, mein Enkel freut sich auch über ein zusätzliches Taschengeld.

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