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Kampfdrohnen sind anders

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 21. August 2012

Kampfdrohnen sind anders

Seit Jahren mahnen Friedensforscher international an die Kampfdrohnen genau so wie die Landminen entsprechend zu ächten. Nun denkt auch die Bundeswehr über die Anschaffung von Kampfdrohnen nach. Dieser Entscheidung soll aber eine „breite Diskussion“ in der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit der umstrittenen Waffensysteme vorausgehen. So hört man es aus dem Verteidigungsministeriums.

Bislang setzt die Bundeswehr Drohnen nur zur Aufklärung ein – etwa in Afghanistan. Über bewaffnete Drohnen verfügt sie angeblich nicht. Solche bewaffneten Systeme nutzen zum Beispiel die USA häufig in Afghanistan und Pakistan, aber auch im Jemen, um mutmaßliche Terroristen zu töten. Die Waffensysteme sind sehr umstritten da sie immer wieder Opfer in der Bevölkerung fordern.

Hier ein Kommentar von Oliver Meier:

Kampfdrohnen sind anders

Der Verteidigungsminister will die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen ausstatten. Nach langem Zögern hat de Maizière nun auch öffentlich dargelegt, warum er den Einsatz solcher Kampfdrohnen für sinnvoll hält. Bewaffnete Drohnen seien besser, weil zielgenauer und zum Schutz von Soldaten im Feld unerlässlich, so der Minister.

Über diese Argumente lässt sich trefflich streiten. Von großer Ignoranz – oder schlimmer noch: Arroganz – zeugt allerdings de Maizières Versuch, der längst überfälligen Debatte den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem er das Vorhaben bagatellisiert. Der Einsatz einer bewaffneten Drohne sei nichts Neues und unterscheide sich nicht vom Einsatz etwa einer Pistole. „Ethisch ist eine Waffe stets als neutral zu betrachten“, so der Minister.

„Höhere Form“ des Tötens

Diese Sichtweise, dass die Legitimität und Legalität von Waffen an den Umständen ihres Einsatzes oder an der moralischen Integrität des Besitzers gemessen werden sollte, wurde spätestens mit dem Ersten Weltkrieg zu Grabe getragen. Der Erfinder des Giftgases, Fritz Haber, versuchte damals noch zu argumentieren, der Einsatz von Chemiewaffen sei „eine höhere Form des Tötens“. Schließlich müssten die Opfer weniger leiden, als wenn sie durch Säbel, Patronen oder Granaten verstümmelt würden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen   :   Die Anschaffung der europäischen Version EuroHawk der amerikanischen RQ-4B Global Hawk seitens der Bundeswehr ist gescheitert.

5 Kommentare zu “Kampfdrohnen sind anders”

  1. Gilbert Kallenborn sagt:

    Die Bundeswehr benutzt -unbewaffnete Version -israelische Drohnen.
    Diese sind in der Oringalversion präzise Waffe zum gezielten Töten von Einzelzielen, meist Terrorleader in derer Fahrzeuge. Angriff auch bei Nacht oder frühmorgens, oder auf Wüstenpisten -um eben Zivilopfer zu vermeiden, die genau diesen Zielen, den Terrorwarlords der Hamas, der Hisbollah, des Dijahd-al-Islami und wie sie alle heissen und sich ständig Iran-bezahlt, neu gründen,
    selber scheissaegal sind, die schicken die eigenen Kinder mit umgebundenden Bomben los, wer das Video des 13-jährigen aus Gaza will, der sich einer Givati-Einheit nähert, seinen Kittel hochhebt und weinend die Sprengsätze zeigt, die er nicht zünden sondern weiterleben will und wie dann ein Israeli unter Einsatz des eigenen Lebens diese Handy-zündbare Bombe am Kind entschärft, möge sich an die isr. Botschaft wenden -oder CNN, die sendeten es auch.
    Der Vergleich des Massenmordmittels Gas aus WW 1 -Senfgas, hier vor Ort nicht weit von der Saar ist VERDUN, Moselle, dazu zu besichtigen das je nach Windrichtung sogar die Benutzer tötete, unkontrolliert von Mann bis Zugpferd, Meldehundund, Brieftaube grade mit Instrumente des 1.Weltkrieges -mit einer high-tec Kampfdrohne hinkt und stinkt. Giftgas war der Massenmordknüppel von Barbaren mit Chemiekenntnissen. Kampfdrohnen sind die Skalpelle im Modern Warfare. Die Islamisten haben dieser Waffe absolut NICHTS entgegenzusetzen, sie fürchten Kampfdrohnen, nicht das sinnlose Geschwätz eines Guido Westerwelle oder Kofi Anann (noch noch eine „…scharfe Verurteilung gegen Syrien“ als würde ein Regime, das Babys mit Gewehrkolben totschlagen lässt und das eigene Volk mit Kampfjets angreift, einen feuchten Furz auf die Diplomaten-Laberer geben )
    Sie töten islamofaschistisch die eigene arabische, muslimische Bevölkerung genauso wie die verhassten Juden im selbsterklärten Djihad.

  2. RosaLux sagt:

    Kampfdrohnen bedeuten eine neue Qualität des Tötens: das unsichtbare Liqudieren einzelner „Feinde“ aus dem Verborgenen heraus, ohne dass der verantwortliche Schütze jemals erkannt werden kann. Dies unterscheidet den Kampfdrohneneinsatz z.B. vom Bombeneinsatz am 4.9.2009 bei Kunduz: man weiß, wer den Befehl gegeben hat. Der Kampfdrohneneinsatz gegen pakistanische Ziele durch US-Geheimdienste aber geschieht außerhalb des Völkerrechts – seit wann haben Geheimdienste einen Kampfauftrag? -. Bei CDU und CSU wird immer deutlicher, dass man die Grenzen zwischen Bundeswehr und Polizei und Geheimdienst lockern bis aufheben will, dass die Bundeswehr als Kampfpolizei auch im Ineren eingesetzt werden soll, dass die Bundeswehr einen unbeschränkten Auftrag zum nicht mehr nachfragbaren Töten hat. Das verändert ihren verfassungsmäßigen Auftrag zur Landesverteidigung und lässt sie zu einem neruartigen Machtinstrument der Bundesregierung, nicht mehr des Parlaments, werden. Bei den notwendigen Grundgesetzesänderungen wird sich die SPD – wie bisher – ihre verfasungsmäßigen Bedenken mit Geld abkaufen lassen. – Diese Entwicklung hin zu der Normalität von USA, Russland oder China verändert den Geist unserer Republik, ohne dass wir an diesem Mainstream konservativer Politik etwas werden ändern können, fürchte ich.

  3. bertablocker sagt:

    …diesem Mainstream konservativer Politik etwas werden ändern können, fürchte ich.

    REVOLUTION? AK ausgraben? Das macht der Michel nicht. Bereits 1848 hat der Michel versagt. Und das Schärfste, wie dumm der Michel ist, war die Tatsache, wie der braune „Fürst“ in 12 Jahren fast ein ganzes Volk umkrempelte. Durch Terror und Gedankenpolizei. Auf so einem Weg befinden wir uns wieder. Ich sehe deutsches Militär, welches auf deutsches Volk schiesst.
    „Ungeheuerliche Behauptung“ würde der Hosenanzug, Honeckers Rache, sagen.
    Schaumermal…

  4. Gabriel van Helsing sagt:

    Vor zwei-drei Tagen im MDR spätabends eine Sendung gesehen,

    „Sachsen von oben“.

    Gezeigt wurden Aufnahmen, gestochen scharf, aus einen kleinen Zeppelin. Dieser Zeppelin war ungefähr 8 Meter lang und sehr sehr leise. Der Bediener sollte lt. Aussage zwar Blickkontakt noch haben, ansonsten wurde alles per Monitor angezeigt und per Joystick an einer Fernbedienung geregelt.
    Mini-Kameras waren unzählige an diesem Gerät instaliert.
    Dieser Zeppelin fuhr auch rauf und runter in den Gassen, links oder rechts in die Straßenzüge, oder an Sehenswürdigkeiten vorbei, was vor Jahren noch als Unmöglichkeit galt.

    Transportiert wurde dieser Zeppelin mit einen PKW-Anhänger und brauchte nur bei den Startvorbereitungen 2-3 Leute als Aufbaumanschaft.
    Während dieses Filmbeitrages wurde auch gesagt, dass dieses Gerät, wegen seines Heliumauftriebes und Benzinmotor,
    zig Stunden in der Luft verbleiben könnte.

    Da dachte ich mir schon, umfrickeln das Ganze von der Y-Truppe
    und neue Möglichkeiten tun sich auf!

    Im Biergarten sitzen, ein Tablett-PC und Weizen vor sich
    und in Pakistan, beim Afghane oder anders wo in der Weltgeschichte, eine Drohne herum kreisen lassen.

    Weiterhin habe ich vor Wochen, mir mal Satelittenaufnahmen von 2004 bei Google-Maps von meinen/unseren Haus und die Straße davor angesehen.

    Dann das gleiche von 2010 der Microsoftochter Bing.
    Scharf, schärfer, am schärfsten!
    Wenn man will, sogar Dreidimensional.

    Bei letzteren kann ich nicht nur das Autokennzeichen an meinen PKW erkennen, sondern auch die einzelnen Bepflanzungen auf unserer Veranda.

    Was mögen denn unsere Freunde/Freundinnen in Oliv schon sehen?

  5. UP. sagt:

    die olivfarbigen Amis konnten bereits vor wenigstens 15 Jahren den Schriftzug PRAWDA der ‚gleichnamigen‘ Zeitung in Moskaus Strassen erkennen; natürlich musste die Zeitung annähernd rechtwinklig zur optischen Achse der Kamera liegen oder gehalten werden.
    Heute könnten sie dir höchstwahrschscheinlich sagen, dass du etwas gegen deine Schuppen tun solltest.

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