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Ja, wo sind sie nur geblieben

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 28. Februar 2013

Linke verliert überall Mitglieder

Wollen wir heute einmal die Demut der Berichterstatter, der kleinen Schreiberlinge ein wenig beiseite schieben? Wäre der heutige Tag, der 28. 02. 2013 einmal ein Tag auf die Entstehung von DL hinzuweisen, so ein wenig außerhalb der sonstigen Bescheidenheit? Warum gerade heute werden sich viele fragen. Heute lesen wir über den neuesten Stand der Mitgliederzahlen der Partei DIE LINKE!

Fast auf das Niveau vor der Fusion im Jahre 2007 seien sie zurückgefallen, so lesen wir es in der Zeitung ND. Dort lesen wir auch über die 16 prozentigen Verluste in NRW und den stärksten Landesverband Sachsen. Die Vergleiche, an Hand der verlinkten, öffentlichen Zahlen sind sehr einfach auch selber nachzuvollziehen und lassen schon interessante Rückschlüsse zu. Auch lassen sie reichlich Raum für die Erstellung persönlicher Bilanzen.

Der Fluch folgte den bösen Taten, so sollte man meinen und wir blicken einmal zurück auf das Beispiel von NRW.  Nach der Vereinigung im Jahre 2007 fanden am 30. 08. 2009 die Kommunalwahlen und am 09. Mai 2010 die Landtagswahlen statt. Die Partei hatte ihren Mitgliederhöchststand im Jahr 2009.

Rechtzeitig vor den Kommunalwahlen wurde am 23. 09. 2008 der erste Artikel auf DL geschrieben.  Als Zeitung der Partei des KV Warendorf gegründet um interessierten Lesern im ländlichen Bereich von Westfalen Linke Politik nahezu bringen. Zu der Zeit zogen von der Landesführung gesteuert, die  ersten Gruppen durch NRW, um die Kreisverbände unter die Fittiche der beherrschenden Gruppierungen AKL oder SL zubringen. Es war das Ziel die Mandate auf diese Art und Weise in die eigenen Reihen zu bekommen.

NRW wurde politisch aufgeteilt und jeder welcher sich nicht schnell genug einer der Gruppierungen anschloss wurde auf diese Art ruhig gestellt oder beiseite geschoben. Zu der Zeit wurde in Versammlungen des Landesverband schon auf Personen hingewiesen welche finanziell abzusichern wären. So musste eine Ingrid in den Bundestag, um ihr abrutschen in Hartz 4 zu verhindern! Auf meine Nachfrage hin, wurde mir die Wichtigkeit von Posten Besetzungen mit erfahrenen Leuten erklärt. „Wir brauchen welche, die sich nicht über den Tisch ziehen lassen.“

Als Gründer der WASG im KV schon zu Vereinszeiten. Zum Sprecher derselben und Ersten Vorsitzender der neuen Linken gewählt, stand ich wohl zu vielen Karrieristen im Weg und wurde am 18. 04. 2009 von der BschK aus der Partei ausgeschlossen. U.P. folgte aus Solidarität.  Dieses hier sollte nicht als Eigenlob verstanden werden. Ich möchte keine anderen Namen nennen und stelle mich somit selber an den Pranger.

Aber das lief so, und nicht anders im Westen der Republik ab. Dieses soll als Beispiel gelten und nicht mehr. Dieses ist auch eine Erklärung wo die Mitglieder und vor allen Dingen wie sie abhanden gekommen sind. Das Ganze beruhte auch weder auf politische Meinungsverschiedenheiten noch ist dieses eine reine Auseinandersetzung zwischen den ehemaligen WASG oder PDS Mitglieder. Viele Gegner der Vereinigung verließen schon mit Ankündigung des Zusammenschluss die Partei.

Dieses ist Beispielhaft wie Leute reagieren welche nach Macht gieren. Menschen welche in ihren Leben zuvor überwiegend nichts auf die Beine gebracht hatten und plötzlich den Geruch des Geldes in die Nase bekommen. Sie sehen die Möglichkeit ohne große Mühen in die Versorgung zu gelangen. Genau dieses Bild wird auch heute in der West Partei sichtbar.  Ohne Fundamente, ohne Strukturen, ohne Bindung an die Bevölkerung lassen sich eben nicht mehr als drei Prozent bei Wahlen erzielen. Wo sollen die Wähler denn herkommen wenn nicht aus der Bürgerschaft?

So wurde das Zeitfenster im Jahr 2007 zwar geöffnet aber nicht dafür Sorge getragen die Leute auch entsprechend zu halten. Es wurde ganz schlicht und einfach nicht entsprechend und sauber gearbeitet. Die Mandatsträger sahen sich versorgt und an der Basis kann ein Interesse an entsprechende Mitarbeit nicht mehr geweckt werden, da es vor Ort vielfach an Ideen fehlt. Auch ist das angesprochende Zeitfenster lange wieder verschlossen. Eine Partei welche nach so langer Zeit immer noch die soziale Gerechtigkeit einfordert, weist auf ihr Versagen hin. Denn wenn nicht in schlechten Zeiten, wann denn sonst sollen sich Gesellschaften verändern lassen?  In einer LINKEN Partei ist das Duckmäusertum und nicht die Zivilcourage eingezogen und es stellt sich nur noch die Frage wer im Westen die Tür als letzter schließt.

Linke verliert überall Mitglieder

Zahl der Genossen fällt fast auf das Niveau vor der Fusion 2007 zurück

Die Linke ist im vergangenen Jahr weiter geschrumpft. Wie jetzt veröffentlichte Zahlen zeigen, zählte die Partei Ende 2012 bundesweit nur noch 63.761 Mitglieder. Der Verlust an der Basis ist länderübergreifend: Die Zahlen der Genossenkartei waren sowohl im Osten als auch im Westen im Minus. Deutliche Abgänge hatte zum Beispiel der Landesverband Nordrhein-Westfalen (um 16 Prozent) zu verbuchen, die Berliner Linke büßte rund sieben Prozent ein. Die meisten Mitglieder zählt der Landesverband Sachsen, die wenigsten gibt es in Bremen.

Quelle: Neues Deutschland >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :     DL –  Foto – privat

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10 Kommentare zu “Ja, wo sind sie nur geblieben”

  1. Bremer sagt:

    Ich meine auch, der Irrglaube vieler Bürger_innen ist, das sie glauben. bei die Linke ginge es um Politik, (weil sie den Parolen mehr oder minder Glauben schenken).

    Schaut man sich einmal Anspruch und Wirklichkei an, dann ist das eine „Riesen-Volksverarschung“. Beispielsweise hat die Linksfraktion 67 Minijobber in der Bundestagsfraktion und beschwert sich in der Öffentlichkeit über Minijobber. Man könnte noch unzählige Beispiele aufführen.

  2. frans wagenseil sagt:

    Mitgliederzahlen „DIE LINKE-LV Saarland“ per 31.12.2012:

    2.247 insgesamt

    712 weiblich

    31,7 % Frauenquote

  3. AntiSpeichellecker sagt:

    oder man schaut sich die westlichen Möchtegern-Politiker mal genauer an. In ihren Ursprungs-Parteien kleine Mitläufer, welche mit „Gerissenheit, twl. Niedertracht“ in der Linke an den staatlichen Futtertrog kamen.

  4. Gilbert Kallenborn sagt:

    Fusion -Fusion? Welche Fusion?

    Die Gelder der PDS verschwinden zu lassen,die Karteileichen-Mitglieder hochfälschen zwecks Delegiertenzahlen –

    was für eine Fusion soll das sein?

    Es gab nie eine rechtmäßig Fusion- sondern einen Mega-Betrug,Produkt: Die Linke.

  5. Flavio sagt:

    2.247 Mitglieder abzüglich 20-30% Nichtzahler.

  6. Rosalie Fuhrmann sagt:

    Die SPD ist zahlenmäßig so klein wie nie zuvor. Die Partei hat die geringste Mitgliederzahl seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article113893266/Mitgliederzahl-der-SPD-sinkt-auf-Rekordtief.html?wtmc=nl.wdwbaufmacher

  7. Kassandra sagt:

    Der Verlust an der Basis ist länderübergreifend

    … und wenn die Basis erfährt, was im Saarland in Kürze (Mai) abgeht, werden weitere Mitglieder diese Partei verlassen.

  8. Gilbert Kallenborn sagt:

    5:

    2.247 ist eine unbelegte Zahl.
    Erst der BPT Göttingen war das Ende der falschen West-Zahlen, weil durch sie Riexinger gewählt wurde, diese Nummer ist vorbei. Ich habe selber erlebt, wie im KV Saarlouis sogar Tote einfach weitergeführt wurden.

  9. Frühspätaufsteher sagt:

    Tote als Karteileichen?
    Döring als Landesgeschäftsführerin bereinigte diesbezüglich nicht die Mitgliederdatei im Saarpfalz-Kreis.
    Ob das kürzlich verstorbene Mitglied Matthias Pollak in der Mitgliederdatei schon gestrichen wurde?

    http://www.pfaelzischer-merkur.de/sz-berichte/homburg/Homburg-Stadtratsmitglied-Matthias-Pollak-gestorben;art2802,4653167

  10. Gabriel van Helsing sagt:

    Nicht nur Tote,

    sondern auch Jugendliche (natürlich ohne Ausweiß,) wurden älter gemacht. Das diese Jungen und Madel schon seit zig Wochen in der PDS aufgenommen wurden, geschenkt. Ebenso wie Brüderlein, und Schwesterlein, oder angbl. Nachbarn konnte man auch schriftlich belegen.

    Das diese (Mitglieder-)Aufnahmen in irgend einer Schublade vergessen wurden, bis zu eben diesen Wahlen, auch geschenkt.
    Für einige (Familien-)Miglieder wurden dann von 2 zukünftige Mandatsträger, Monate später, nachträglich Mitgliedsbeiträge en block entrichtet.

    Die Landesschiedskommission NRW erkannte das Recht von Nichtmitgliedern auf Aufnahme höher ein, wie das Recht des Vorstandes bis zu dieser Wahl, auf Ablehnung zur Mitgliedschaft.

    Die damalige Bundesschiedskommission hatte sich dem weisen Spruch der Landesschiedskommission NRW angeschlossen.

    So gab es bei dieser gefakten Wahl ca. 50 Prozent Karteileichen mit Wahlberechtigung.
    Wie hoch die Anzahl der zahlenden Mitglieder heute ist, interessiert mich nicht mehr.
    Aber Hauptsache der Clan ist bis zur nächsten Wahl gut versorgt.

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