DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Ist die Linke am Ende ?

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 11. Mai 2012

Eine sehr treffende Analyse über die LINKE

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ac/Oskar_Lafontaine_and_Gregor_Gysi_election_poster.jpg/800px-Oskar_Lafontaine_and_Gregor_Gysi_election_poster.jpg

im Freitag. Eine sehr gute Beobachtung von Lafontaine welcher heute sehr gut mit dem Paternoster der BILD verglichen werden könnte wo es heißt: „Wer mit dem Aufzug der Bild nach Oben fährt,….

Sehr interessant auch die dazugehörigen Kommentare, bei deren lesen einem das komische Gefühl überkommt, mitten in eine Sekte geraten zu sein, welche den Oskar entweder als Heilsbringer von Oben oder als roten Teufel von Unten regelrecht anbeten. Wußte gar nicht das der Satanskult in diesem Land so verbreitet ist.

So lesen wir unter anderen:

Mit anderen Worten: Das Lebenswerk von Oskar Lafontaine steht vor dem Scheitern. Es ist dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden nicht gelungen, eine Partei links von den Sozialdemokraten bundesweit zu etablieren. Das war sein erklärtes Ziel – auch um jener Partei, aus der er 2005 unter anderem wegen ihrer Agenda-Politik ausgetreten ist, in einer Art Rachefeldzug maximal zu schaden. An dem Aufbau der westdeutschen Landesverbände allerdings hat er sich nie beteiligt. Er dachte, sein Name würde für sich sprechen. Und so verdanken die Linken zwar einerseits ihre Höhenflüge niemandem so sehr wie Oskar Lafontaine. Andererseits trägt keiner mehr Schuld an ihrem Absturz als er.

Lafontaine hat sich die Partei gnadenlos untertan gemacht. Sie musste sich allein seinen politischen Zielen unterordnen. Auf ihre Genese als ostdeutsche Volkspartei hat er dabei nicht geachtet; die Seele war ihm egal, ebenso wie die dortigen Akteure. Lafontaine hat den Linken ein Programm verordnet, das mit der Forderung nach einer Verstaatlichung der Banken und der Einführung einer 30-Stunden-Woche mit gleichzeitigem Ausbau des Öffentlichen Dienstes streng auf einen fundamentalen Oppositionskurs gebürstet ist. Und nicht zu den östlichen Landesverbänden passte, die bereits in der Regierungsverantwortung waren oder darum kämpften. Er und Fraktionschef Gregor Gysi haben mit Gesine Lötzsch und Klaus Ernst zwei Vorsitzende erkoren, die erkennbar nicht mehr als die Funktion von Statthaltern ausüben sollten, damit sie selbst die Zügel weiterhin in der Hand halten konnten.

Ach, wenn es doch nur so schön wäre: Über dem Schreibtisch von Bodo Ramelow hängt ein Plakat, auf dem unter dem Kopf von Karl Marx jener Satz geschrieben steht, mit dem die Geschichte des Kommunismus vor mehr als 160 Jahren begann. Ein Gespenst würde in Europa umgehen, heißt es da. Und man fragt sich: Wirklich? Und wieso geht es der Linkspartei dann so schlecht? Warum wählt man sie im Westen des Landes aus fast allen Parlamenten raus? Aber vielleicht ist dieser Satz bloß eine Art zynischer Kommentar von Bodo Ramelow. Weil der Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag das inzwischen selten gewordene Glück hat, die Krise seiner Partei aus der Provinz mit Frohlocken beobachten zu können. Wie von einer Insel der Glückseligen aus. Der momentane Niedergang jedenfalls geht nicht auf sein Konto.

Und so hat der Mann an jenem Morgen in der letzten Woche ziemlich gute Laune. Die Umfragen sagen den Linken bei der Wahl in Schleswig-Holstein zwar nur unglaublich magere 2,6 Prozent voraus, aber in seinem eigenen Ländle haben es gerade vier Frauen in die Stichwahlen für das Amt der Oberbürgermeisterin und Landrätin geschafft. In Eisenach. Und: im Ilm-Kreis, im Landkreis Nordhausen, im Altenburger Land. Nun sitzt Ramelow, den man, wäre er in der CDU, wahrscheinlich als Landesfürst bezeichnen würde, in einem beigefarbenen Anzug, mit beigefarbenen Socken und einem beigefarbenen Hemd – was irgendwie ziemlich viel beige auf einmal ist – in einem schwarzen Ledersessel und ruft: „Ich bin mit meinem Landesverband sehr zufrieden, mit der gesamten Partei nicht. Aber die Landtagsfraktionen spielen faktisch keine Rolle.“ Und das klingt eher verbittert als zynisch.

Quelle: Der Freitag >>>>> weiterlesen

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10 Kommentare zu “Ist die Linke am Ende ?”

  1. Schichtwechsler sagt:

    Die Linke ist tot. Die Karrierehengste wollen es nur noch nicht wahrhaben!

  2. GillaSchillo sagt:

    Ich hoffe, die NRW-Wähler lassen sich morgen nicht vom Gefühl leiten, sondern vom Verstand.

  3. Schichtwechsler sagt:

    Entscheidet Mensch aus dem Bauch heraus müsste er heute DIE LINKE wählen. Angeblich ist sie ja die Partei des „kleinen“ Mannes und weil die Linke in ihrer kurzen Amtszeit in NRW immens viel GUTES getan hat für den „kleinen Mann“
    Der Verstand sagt: DIESE LINKE ist nicht wählbar!!!
    Eine richtige und kluge Entscheidung.

  4. Diogenes sagt:

    Ich muß das eigentlich gar nicht mehr begründen, denke ich:

    ————–die LINKE ist im Westen nicht länger wählbar.
    ————–die Linke ist heute in NRW nicht mehr wählbar.

    Oskar Lafontaine gehört abgewählt und ausgeschlossen.
    Ebenso seine Statthalter, angefangen bei Klaus Ernst.
    Letzteres ist notwendig, um die politische Kultur in der BRD ein kleines Stück gesunden zu lassen.

    Die parlamentarische Demokratie hat durch Oskar Lafontaines „Privatdiktatur“ an er Saar und in der West-LINKE – das Kommunismus-Geschwätz etc. war dagegen lediglich politisch unklug – bereits spürbar Schaden genommen, weil die mafiaartigen Prozesse in der LINKE im Zuge der Parteigründung besonders erkennbar waren, zugleich aber von den anderen Parteien (!) und von der Mehrheit der eigenen Mitglieder geduldet wurden. Man könnte diesen üblen Prozeß (eine politische Krankheit) in seiner Wirkung auch mit der Duldung von Korruption in Afrika vergleichen.

    Neu ist, daß Oskar Lafontaine seine Methoden – im Stile des Bayern-Dossiers oder eines Macchiavelli – m.W. ganz offizell als parteipoltisch „normal“ und „notwendig“ bewertet, wie wir es noch von keinem anderen deutschen Poltiker der Nachkriegszeit gehört haben. Diese Vorstellungen von Methoden und Wirkungsweise von Politik kennzeichnen ihn als einen total undemokratischen und juristisch „autonomen“ Menschen, kennzeichnet einen Charakter, der für eine parlamentariche Demokratie und für einen Rechtsstaat – eigentlich – schlicht unbrauchbar – weil krank – ist.

    Deshalb apelliere ich an die NRW-Wähler: wählt, wen ihr wollt, aber wählt die LINKE heute ab.
    Und an die Delegierten und Landesvorstände der LINKE: wählt Oskar Lafontaine noch in diesem Monat ab.
    Wählt notfalls auch die – von mir ansonsten sehr geschätzte – Sahra Wagenknecht ab, sollte sie länger zu ihrem Gönner halten.

    Einen schönen Sonntag wünsche ich.

  5. BaronRouge sagt:

    Au revoir LINKE, Au revoir LINKE, Au revoir LINKE,

    Au revoir LINKE, Au revoir LINKE, Au revoir LINKE,

    Au revoir LINKE, Au revoir LINKE, Au revoir LINKE,

    Au revoir LINKE, Au revoir LINKE, Au revoir LINKE,

    Au revoir LINKE, Au revoir LINKE, Au revoir LINKE,

  6. RoteSocke sagt:

    Die Wähler der Partei die Linke, die am 06.05. in Schleswig-Holstein nicht die vermeintliche einzige Partei der sozialen Gerechtigkeit gewählt haben, haben vor allem das Eine bewiesen:

    Dass sie sich nicht für dumm verkaufen lassen.

    Die Linke muss auch in NRW aus dem Landtag gefegt werden!!!

  7. UP. sagt:

    Wir werden fegen – mit eisernem Besen – wir werden …

    @ Diogenes
    Eine interessante Theorie:

    Wählt notfalls auch die – von mir ansonsten sehr geschätzte – Sahra Wagenknecht ab, sollte sie länger zu ihrem Gönner halten.

    Saara schiesst OLaf ab – so wie das 2. Kohl-Mädle gen. Hosenanzug ihren „Franz-Josef‘-Helmut abgeledert hat.

  8. ichbins sagt:

    Das Schlimme: Viele Saarländer haben sich mit ihrem/unsrem Oskar idendifiziert, das Unschöne daran so wie er derzeit agiert sind diese Menschen nur noch Mittel zum Zweck und es interessiert ihn nicht mehr. Das enttäuscht grad beim Heimspiel mit Heimvorteil der immer mehr ins Gegenteil abdriftet. Den schlimmen Ruf den er andernorts hatte „verdient“ er sich garde selber zunehmends. Zu Recht? Die Linke, ein gutes Projekt in der Theorie wird in der Praxis wie viel Gutes so oft destruktiv ad absurdum geführt und letztlich so unglaubwürdig und kaputt gemacht. Und das in kurzer Zeit relativ gesehn. Die Dummen, die Geschassten wieder das Volk, der Wähler, das Mitglied was Hoffnung hatte. Ich fürchte für unser Land – unsre Bundesländer wird es keine(n) Messias(e) geben. Der Karren steckt in der Gülle und daraus befrein sich nur die Privilegierten, die Eliten. Das Bereitet Sorge und Angst. Zukunft??? Welche? Die Bürger werden dem nie Einhalt gebieten werden. Der Krug geht solange zum Brunnen… aber beide sind bereits zerbrochen und unflickbar, da ist nichts unkapputtbar.

  9. Jana sagt:

    jaaaaaaaaaaaaaaaaaa sie ist am Ende.

  10. Thomas A. Bolle sagt:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lafontaine-contra-bartsch-linke-steht-vor-machtkampf-a-833081.html

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