DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Intrige bei der Linken

Erstellt von IE am Dienstag 20. Mai 2014

Intrige bei der Linken

Von einer Intrige in der Linkspartei berichtet der Spiegel innerhalb seiner Druckausgabe vom Montag und reagiert damit auf die skandalösen Vorfälle bei der Abwahl des langjährigen Schatzmeister Raju Sharma. Die Vermutung liegt nahe das im Führungsbunker der Partei zuvor das angeblich aus Bayern stammende Pamphlet „Analyse der Gegenkräfte“ ausgiebig studiert wurde.

In der Vorschau auf den Artikel lesen wir auf Spiegel – online folgendes.

Der ehemalige Schatzmeister der Partei Die Linke, Raju Sharma, hat sein Amt offenbar durch eine Intrige der Parteiführung verloren. Der Jurist unterlag Anfang Mai auf dem Bundesparteitag in einer Kampfkandidatur dem brandenburgischen Bundestagsabgeordneten Thomas Nord. Laut einer internen Vorlage für die Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger hatte die Parteiführung schon vor geraumer Zeit ein Szenario entwickeln lassen, wie Sharmas Wiederwahl auf dem Parteitag „im Falle einer konfliktorischen Auseinandersetzung“ verhindert werden soll.

Das Papier dokumentiert auch einen Fahrplan, wie Nord durchgesetzt werden solle, obwohl Rajus Ruf in der Partei relativ gut sei, wie es darin heißt. Zum Beispiel sollten „unverdächtige Landesschatzmeister“ dazu gebracht werden, gegen Sharmas Kandidatur Widerspruch zu erzeugen. Tatsächlich kam es dann auf dem Parteitag in Redebeiträgen zu mehreren rufschädigenden Andeutungen über den gebürtigen Hamburger.

So sprach der frühere stellvertretende Vorsitzende Jan van Aken in Bezug auf Sharma vor den Delegierten von „schmutziger Politik“. Nach seiner Abwahl warf Sharma Kipping in einem Schreiben „Stil- und Kulturlosigkeit politischen Handelns“ vor. Weiter heißt es in dem Schreiben, er werde das „insbesondere von dir gestreute und genährte Gerücht eines wie auch immer gearteten Vergehens meinerseits“ nicht akzeptieren.

Quelle: Spiegel online

Das der Parteitag wieder einmal als große Schummelparty gefeiert wurde spricht für sich. In unseren Rückblick haben wir uns ausführlich damit beschäftigt und sind auch auf den Brief von Sharma an Kipping eingegangen. Das diese immer eingegangenen Kompromisse mit den verschiedenen Randgruppierungen auf Dauer keinen Erfolg bringen, wird man einfach lernen müssen. Das dieses für Einige so schwierig ist war für uns zuvor unvorstellbar.

Man kann einfach nicht „Zwei Herren dienen“, haben wir schon im Elternhaus gelernt. Und das eine zu starke Kompromissbereitschaft vielfach in Erpressungen enden, ist auch eine uralte Regel. Aber die Partei ist ja, wie wir immer wieder lesen können noch sehr jung. Sicher, die Kindersterblichkeit war früher wesentlich größer, aber bei einer Partei heißt es dann schon einmal „shit happens“.

Auch innerhalb des neuen Vorstand wird es langsam unruhig und wir machen hier auf eine Äußerung aus dem Vorstand aufmerksam welche uns zugestellt wurde.

Das sind schlimme Vorwürfe. Katja Kipping und Bernd Riexinger sollen den Schatzmeister Raju Sharma mit einem detaillierten Plan aus dem Weg geräumt haben. Heute ist Pressekonferenz und ich kann nur hoffen, dass dieser Bericht nicht stimmt. Alles andere wäre eine Rückfall in allerschlimmste Zeiten, passte nicht zum von Kipping ausgerufenen „neuen Sound“, wäre widerlich und müsste Konsequenzen haben.

—————————————————————————————————————————–

Fotoquelle:
Screenshot: TAZ / Foto Jens Jeske

49 Kommentare zu “Intrige bei der Linken”

  1. E. Tiz sagt:

    Jung auf dem Papier. Beim Tricksen aber ganz wie die Alten.

  2. Patty sagt:

    Die Partei ist doch nicht „jung“!

    Zitat: “ Ich möchte marxistische Positionen in der Krise wieder präsenter machen“, sagt sie (Janine Wissler) nach ihrer Wahl.

    Nur zu! Bitte mehr von Marxismus reden.

    Das und die „stalinistischen“ Intrigen kommen beim Volk bestimmt voll gut an!!

  3. Habiba sagt:

    Mein Blutdruck steigt mal wieder!
    Der verstorbene Landeschef der Linken hatte für Unfähigkeit und unprofessionelles Arbeiten auch immer die Ausrede parat „wir sind noch eine junge Partei“.
    Wenn es darum ging beide Hände aufzuhalten, war von Unfähigkeit nichts zu bemerken.

  4. AntiSpeichellecker sagt:

    Der ehemalige Bundesschatzmeister Raju Sharma hat den westlichen „Geldverbrennungsverbänden“ ein wenig zu genau auf die Finger gesehen?!
    Für „Intrigen“ gibt es mehrere Spezialisten aus der IG-Metall.
    Möglich, dass K + B sich von diesen „Spezialisten“ haben „beraten“ lassen.

  5. Maiglöckchen sagt:

    Ja klar, wer sich kritisch äußert und damit populär wird, stellt eine Gefahr dar und muss abgesägt werden. Ist ja nicht der erste Fall in der sogenannten Linken.

  6. Rotes Soeckchen sagt:

    Facebook
    S.H. 12. Mai

    Ich danke Raju Sharma ausdrücklich für diese Initiative zur Aufklärung. Für alle, die nicht beim Parteitag waren und somit auch die Fürsprachen für Raju nicht verfolgen konnten, hier von mir einige Anmerkungen: Einstimmig wurde von allen Fürsprechern dargelegt, das Raju seine Aufgaben nicht nur gewissenhaft ausgeübt hat. Stets war er zuverlässiger Partner, mit dem man Probleme und Fragen jederzeit erörtern und klären konnte. Lösungen, etwa bei der Entwicklung eines Finanzierungsmodells bei den Zusammenschlüssen usw nach der Bundestagswahl hat er nicht im Alleingang sondern in ausführlichen Diskussione mit den Beteiligten erarbeitet. Ich habe den allerhöchsten Respekt vor ihm, seiner Arbeit und vor allem seiner Dienstauffassung. Denn für Raju war „Bundesschatzmeister“ nicht einfach eine Funktion, die er ausübte. Sie war für ihn Berufung und er erfüllte sie stets mit Leidenschaft, Genauigkeit und Respekt vor seinem Gegenüber. Ich habe am Wochenende mit vielen Genossinnen und Genossen aus den unterschiedlichsten Ebenen der Partei, aus den unterschiedlichsten Regionen und Strömungen gesprochen. Immer wieder wurde betont, mit welcher Sachlichkeit, Offenheit und Fairnes er anstehende Probleme besprochen und Lösungen erarbeitet hat. Ich finde es beschämend, dass ihm dieser Respekt nicht auch von allen anderen entgegengebracht wurde. Und ich wünsche mir sehr, dass er irgendwann wieder für ein politisches Amt kandidiert!

  7. Rotes Soeckchen sagt:

    I.M.
    Wenn aber unter „Vertrauensverhältnis“ gemeint sein sollte, dass der SM keine berechtigte Kritik, insbesondere bei finanziellen Fragen mehr üben darf, wird es sehr problematisch.

  8. Rotes Soeckchen sagt:

    S.M. 11. Mai

    Dieser Parteitag hat mich nicht nur Nerven, Schlaf und viel Kraft gekostet, sondern auch die letzten Illusionen und unglaublich viel Motivation geraubt. Diese Parteiführung wollte keine Wahlen gewinnen, sie wollte Menschen politisch vernichten und ihnen persönlichen Schaden zufügen. Ausgerechnet jene, die behaupten für Neuanfang und Aufbruch zu stehen, sind auf dem besten Weg Michael Schumann zu widerlegen. Ihr sprecht und handelt nicht in meinem Namen. Ich schäme mich für euch. Ich danke Dominic Heilig undRaju Sharma für die jahrelange Arbeit und dafür, dass ich sie zu meinen Freunden zählen darf.

  9. primavera sagt:

    So wie KK vor zwei Jahren Petra Schwabedissen als Aufstiegshilfe „benutzt“ hat, musste doch jedem klar sein, wie das doppelte K tickt.

  10. reliant sagt:

    kipping ist und war nur ein falscher fuffziger. hinter ihrem ach so offen sein für alles geht es ihr nur um die eigene karriere. nix neues – nur warum lassen sich leute weiter verarschen? buchholz, puskarev und wie all die anderen heissen machen das gleiche.

    das problem ist warum werden menschen so? und wie können wir die gründe dafür abschaffen? antwort: dezentrale, demokratische planwirtschaft mit IT und computern. da braucht dann niemand mehr bruder oder schwesternmord begehen, weil man sonst nicht überleben kann. da ist für alle genug da! weltweit!

  11. AfDler sagt:

    Ein bisschen Frieden, ein bisschen Hetze …

    Die linken Angreifer drohen im Internet indes unverhohlen weiter gegen Andersdenkende in Fürth. „Zieht ihr in den Stadtrat ein, brechen wir euch das Nasenbein!“, heißt es unverhohlen im Bekennerschreiben.
    http://www.der-dritte-weg.info/index.php/menue/1/thema/69/id/4161/anzeigemonat/01/akat/1/anzeigejahr/2014/infotext/Fuerth_Anschlag_von_Linksextremisten_auf_Rechtsanwalt/Politik_Gesellschaft_und_Wirtschaft.html

  12. [bremer] sagt:

    @ 11: Beim Link heisst es:
    „Es werden Wartungsarbeiten ausgeführt.
    Bitte besuchen Sie uns in wenigen Minuten erneut.“

    Basteln die noch an der Verschwörung ?

  13. Fingerhut sagt:

    „Falsche Fuffziger haben in der Linke die größten Chancen in Spitzenpositionen zu kommen (Skrupel und Charakter dürfen sie nicht haben)“.

  14. Dengmerter sagt:

    „Die Stalinisten sind mitten unter uns; immer offener, immer schamloser……“

  15. Schichtwechsler sagt:

    Schöne Schlange

    https://fbcdn-sphotos-g-a.akamaihd.net/hphotos-ak-prn2/v/t1.0-9/10352559_711739945535016_884879830342239346_n.jpg?oh=48cb193332905dd851349ca0fa18d8d4&oe=53E47496&__gda__=1407800703_e78eb71281e97211aafc4ea7854982e4

  16. Jessica sagt:

    Bildung schützt vor Dummheit nicht.

    http://blog.wawzyniak.de/wp-content/uploads/2014/05/Sofortinfo-PV-2014-05-25-26.pdf

  17. Lotti sagt:

    Kein Wunder, warum mir bei linken Gewerkschaftlern immer die Nackenhaare zu Berge stehen…

    AXEL TROOST SAGT:
    27. MAI 2014 UM 16:33

    Liebe Halina,
    es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich eine Diskussion im Parteivorstand und ihre Ergebnisse wahrgenommen werden können.
    Bevor ich meine Zusammenfassung der Debatte um die Wahl des Bundesschatzmeisters darstelle, möchte ich zunächst betonen, dass die Kritik an der methodischen Form der Zusammenarbeit zwischen Raju und dem alten GfPV nicht nur ein Konflikt zwischen den Vorsitzenden und Raju war, sondern zwischen ihm und weiten Teilen des GfPV – eine Kritik, die ich als stellvertretender Vorsitzender teilte.
    Zu diesem Teil der Vorstandssitzung: Bernd und Katja haben darüber informiert in welchen Gremien sie auch im Beisein von Raju offen darüber informiert haben, dass sie seine Kandidatur nicht unterstützen. Dies haben sie zuvor auch Raju gegenüber persönlich mitgeteilt. Sie haben den PV auch informiert, dass sie bereits vor mehreren Tagen Raju auf seinen öffentlichen Brief selbstverständlich gemeinsam geantwortet haben. Allerdings haben sie sich entschieden, ihm nur persönlich und nicht öffentlich zu antworten. Eine schriftliche Antwort der Vorsitzenden hätte einfach das Potential für weitere Medienberichte geliefert. Dies wollten sie – und wollten wir alle – auch angesichts des Wahlkampfendspurtes unbedingt vermeiden.
    Inhaltlich haben Katja und Bernd im Wesentlichen vorgetragen:
    • Wenn Vorsitzende und Schatzmeister gegeneinander arbeiten, kann das die Arbeit des Vorstandes effektiv blockieren. Deshalb musste der Parteitag informiert werden, wenn es Probleme in der Zusammenarbeit gibt. Das Vertrauensverhältnis war zerrüttet. Das drückte sich in wiederholten und willkürlichen Vetodrohungen – auch bei kleineren Beträgen – durch den Schatzmeister aus.
    • Als Thomas Nord seine Kandidatur erklärte, waren die Vorsitzenden froh, dass sich eine Alternative bot. Aufgrund langjähriger Erfahrung mit Thomas Nord gehen sie davon aus, dass mit ihm eine kooperative Führung möglich ist. Deshalb unterstützten sie Thomas.
    • Die von Raju in seinem Brief an die Vorsitzenden genannten Gerüchte entbehren jeder Grundlage und wurden von den Vorsitzenden auch nie erhoben. Er hat sich nichts in seiner Amtsführung zu schulden kommen lassen. So etwas wurde auch von niemandem behauptet.
    • Die Vorsitzenden haben keine weitere Zusammenarbeit mit Raju ausgeschlossen.
    • Es muss auch den Vorsitzenden erlaubt sein, für einen neuen Schatzmeister zu werben, wenn sie eine gute Zusammenarbeit mit dem Amtsinhaber nicht mehr als gegeben ansehen. Bei den Für-Reden für Thomas Nord wurden Raju keine Unterstellungen gemacht, die auf eine schlechte Amtsführung hindeuten. Benannt wurde nur, dass es Differenzen in der Methodik der Zusammenarbeit gab.
    • Die Gründe für das zerrütte Vertrauensverhältnis wurden in internen Runden, bei einem Treffen mit den Landesvorsitzenden und dem Bundesfinanzrat umfangreich dargelegt. Beim Bundesfinanzrat war Raju Sharma, aber auch ich selber anwesend. Er kann also nicht behaupten, die Gründe nicht zu kennen.
    • Die Gründe über das verlorene Vertrauensverhältnis sind in den Delegiertenberatungen nicht oder nicht hinreichend kommuniziert worden. Katja und Bernd hatten angeboten, selbst an Delegiertenversammlungen teilzunehmen, um die Gründe darzustellen. Leider gab es dazu nur wenige Einladungen. Die Vorsitzenden haben aber davon abgesehen, diese Gründe vor den Medien auszutragen. Das kann aber auch niemand wollen, denn solche Fragen gehören in interne Runden.
    Für uns alle sollte nach dieser Aussprache die ganze Angelegenheit jetzt zu Ende sein. Wir müssen uns endlich wieder unseren wichtigen politischen Aufgaben zuwenden.

    Mit herzlichem Gruß aus Leipzig
    Axel Troost, Bundesparteitagsdelegierter und Stellvertretender Vorsitzender

    http://blog.wawzyniak.de/parteivorstandssitzung-nr-1ii/#comments

  18. Schichtwechsler sagt:

    Ein „U-Ausschuss“ zwecks Aufklärung „Dossiers, Auftrag, Gutachten“ in der Partei könnte Licht ins Dunkel bringen…

    Für unseren Arbeitskreis V „Demokratie, Recht und Gesellschaftsentwicklung“ suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt am Dienstort Berlin

    eine Fachreferentin / einen Fachreferenten
    zur Betreuung des 1. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses
    zum Thema „NSA“

    http://www.linksfraktion.de/ausschreibungen/fachreferentin-fachreferenten-betreuung-1-parlamentarischen-untersuchungsausschusses-thema-nsa/

  19. amadeus sagt:

    #18

    Da wird offenbar eine eierlegende Wollmilchsau gesucht.
    Befristet mit zeitlich unklarer Beschäftigungsdauer.
    Und die Kohle ist auch nur bei ausdrücklich tarifgebundenen (!) Bewerbern nach Haustarif, wenn gleich die Eingruppierung offenbar geheim ist.
    Das scheint ja noch schlimmer zu sein als bei einem Sklaventreiber, oder frei nach Erich I:
    Schlimmer geht’s nimmer!

    Das Tarifeinkommen nur für tarifgebundene Mitarbeiter gelten, ist Rechtslage und den Gewerkschaften geschuldet, aber ich habe noch keinen Arbeitgeber gesehen, der darauf pocht. Im Gegenteil, private Arbeitgeber zahlen einem ungebundenen Mitarbeiter gern einen Fuffi mehr als der Tarif.

  20. Alter Sachse sagt:

    # 18/19
    Ich war lange krank. Glaubte schon jemanden singen zu hören. Hatte aber wohl meine Aufgabe noch nicht erfüllt und las dieser Tage von der Qualität wissenschaftlicher Berater im Saarland.
    Das wäre doch ein Job für diese unerfahrenen Bengel. Könnten sie doch Erfahrungen sammeln. Das Anfangsgehalt würde natürlich dem eines Anfängers entsprechen. Aber ist doch normal, jeder fängt einmal unten an und leert die Aschenbecher der großen Zigarrenraucher aus. Sollten sie mehr können steigen sie auch auf. Besonders schnell in der Politik!

  21. Odenwälder sagt:

    Stimmt, einen Untersuchungsausschuss für die Linke in eigener Sache, dafür würde ich stimmen.
    Zwecks Aufklärung innerparteilicher Schweinereien.

  22. primavera sagt:

    @ schichtwechsler, das ist eine völlig normales und übliches Stellenangebot, wie sie jede andere Partei auch platzieren würde. An dieser Anzeige ist nichts was aus dem Rahmen fällt.

  23. Schichtwechsler sagt:

    #22
    Vordergründig geht es ja nicht um das Stellenangebot, sondern dass ein U-Ausschuss auch innerhalb der Partei Die Linke eingesetzt werden müsste…

  24. Amadeus sagt:

    @22

    PRIMAVERA sollte sich bewerben und ggf. zu den „dollen“ Bedingungen verdingen!!!

  25. primavera sagt:

    @Amadeus Ich habe nicht gesagt, dass eine „dolle“, sondern eine normale Stellenanzeige ist, wie man sie an jedem Wochenende in den vielen Stellenangeboten der großen Blätter wie FAZ,SZ,FAS, Welt etc zu finden kann. Befristungen kommen vor, vor allem bei öffentlichen Arbeitgebern. Bei Fraktionen enden die Arbeitsverhältnisse in der Regel am Ende einer Wahlperiode, was Sinn macht. D.h. in unserem Fall spätestens am Ende der laufenden Legislaturperiode oder wenn der Ausschuss seine Arbeit beendet hat.

  26. primavera sagt:

    Nachtrag: Ich kenne zwar den erwähnten Haustarifvertrag nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass der unwesentlich unter dem liegt, was man früher BAT3 nannte. So wurde in den Neunzigern z.B.die Geschäftsführung der Bündnisgrünen im Landschaftsverband Westfalen Lippe bezahlt. Da kann und darf man einiges verlangen.

  27. Amadeus sagt:

    @26

    Du vermutest also das Gehalt eines Einsteigers als Grundschullehrer, oder einer studierten Kindergartentante.
    Vielleicht findet sich ja eine „Spitzenkraft“ aus der ehemaligen FDP-Fraktion.

  28. Jessica sagt:

    Bei den Linken im KLH möchte ich nicht arbeiten.

  29. Little Pete sagt:

    Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung
    05.07.2011 – BT-Drucksache 17/6436 (Thomas Nord)

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/064/1706436.pdf

    Es war eine gute Entscheidung aus der Partei auszutreten.

  30. primavera sagt:

    Sauberer Link, Little Pete. Für nähere Informationen zur Stasiverstrickung der PdL kann ich die Bücher von Hubertus Knabe empfehlen. Der ist bei den trauernden Hinterbliebenen der DDR so was wie der Staatsfeind Nr EINS. Die kriegen Hautausschlag, wenn sie diesen Namen hören.

  31. Friitzje sagt:

    @29

    Der Quintessenz ist eigentlich nichts hinzu zu fügen.
    Ich komme zur gleichen Erkenntnis.

    Wurde als ehemaliges Mitglied der WASG auch „Zwangsmitglied der Linken, ohne gefragt worden zu sein.
    Als ich bemerkt wo der Hase läuft, bin aber schon vor Jahren ausgetreten.
    Je länger das her ist, um so mehr werde ich in dieser Entscheidung bestätigt.

    Wer nach fast 25 Jahren nach dem Untergang der DDR, immer noch alter Kater und MfS-Mitarbeiter für unverzichtbar hält und in Positionen wählt, stellt alles zur Disposition.

  32. Peter Müller sagt:

    @ Fritzje

    Hast vollkommen Recht mit den alten Kadern und dem, dass gerade einige der ehemaligen dotierten Stasimitarbeiter einfach nicht in der Defensive bleiben können. Dass sie ohne Politik nicht leben wollen und dann noch vollkommen in die falsche Richtung mutieren.
    Dann werden sie sicher noch von den Westkommunisten und Antikapitalisten in ihrem Wirken unterstützt. Siehe Parteitag!
    Das war der größte Fehler der Linken, diesen Schatzmeister zu wählen.
    Aber „Frizje“, man muss auch ehrlich sein, vor vier Jahen entwickelt sich die WASG in Teilen des Westens auch nicht gerade zu einer vorbildlichen Vorkämpferpartei. Ausgetreten sind auch viele gerade wegen dieser Machenschaften!!!!!!

    @ Primavera

    Die Stasi war überall. Selbst in ihren eigenen Reihen und immerhalb der SED war sie fleißig. Es gab dort kleine Lichtchen, die denunzierten, weil sie damit wer waren. Es gab die etwas höheren Kontrolleure, die schon was waren. Es gab die ganz hohen Tiere und es gab die, die zur Unterschrift gezwungen wurden. Die Stasi war immer da und überall.
    Nur, nach der Wende hatten viele die Schnauze voll von dem System auch von denen, die gespitzelt hatten.

    Wer heute meiner Meinung nach, dieses System wieder aufleben lassen will hat ……, das schreib ich nicht.

    Für mich ist die Linke heute eine Partei, die man nicht wählen sollte, denn, ob ehemalige WASG oder PDS, oder DIE LINKE., sie ist nicht glaubwürdig durch ihre Machenschaften ob im Osten oder im Westen. Im Osten grenze ich dies ein, da man sich in den Kommunen kennt und die Linke auf kommunaler Ebene sehr aktiv ist. Aber auch dies wird sich mit der Zeit ändern, so wie sich alles im Leben ändert.

  33. [bremer] sagt:

    @29 Little Pete: die die es öffentlich machen, sind m.E. nicht das Problem, sondern „ominöse Personen“ a la Ruth Kampa.

  34. primavera sagt:

    @ Peter Müller Völlig richtig: Die Stasi war überall, selbst Familienmitglieder wurden bespitzelt und ans Messer geliefert. So heißt es: „sie ist sich der Gefährlichkeit ihrer Aufgabe bewusst,…dass der zur Strecke bringende Feind mit der Todesstrafe zu rechnen hat.“ Der „Feind“ war der eigene Vater, sie half mit ihn aus der BRD zu entführen. Der“Feind“ verlor seinen Kopf unter dem Fallbeil. Schreiber: „Die Stasi lebt“, S.13ff, München 2009
    Die DDR strebte ja immer nach Weltniveau. Was die Stasi angeht, hatte sie Weltniveau, kein anderes Land hatte und hat eine solche Spitzeldichte. 190.000 offizielle und inoffizielle Mitarbeiter bei etwas über 16 Millionen Bewohnern. Macht einen Spitzel auf rundgerechnet 80 Einwohner. Letztlich hats nix genutzt. Das andere Gebiet auf dem die DDR Weltniveau hatte, war der Sport. Ansonsten….
    @ Bremer So ists, was dabei erschreckt, ist die Tatsache, dass dabei noch immer die gleichen Zuschreibungen wie im realen Sozialismus verwendet werden. Kann man im Blog des ND nachlesen. Ein Blick darein ist sehr aufschlussreich. Wohlgemerkt im Blog, nicht im ND selbst, dass sich in mir unverständlicherweise oft von diesen Ewiggestrigen anpinkeln lässt, dass es seine Art hat.

  35. Kamenzer sagt:

    # Bremer und Primavera

    bedenkt bitte bei Euren Analysen aus der Westsicht, dass es in der ehemaligen DDR auch Bürger gab, die zu dieser Zeit frei und nüchtern gedacht haben und die Wende herbei führten. Diese kommen in Geschichtsaufarbeitungen immer zu kurz.

  36. primavera sagt:

    @ Kamenzer Natürlich gab es die von dir beschriebenen Bürger, sonst hätte ja die Stasi so viele „Mitarbeiter“ nicht gebraucht. Um die geht es aber weder Bremer noch mir, sondern es geht um die, die diese Bürger bespitzelten, zersetzten, einsperrten.

  37. [bremer] sagt:

    @ Kamenzer: Ich habe nie alle DDR-Bürger gleichgesetzt. Auch bei den westdeutschen „Linken“ sollte man diffenzieren. Ich finde nur komisch, das die Leute, die damals (vor 1989)uns hier die Errungenschaften des „real-existierenden Sozialismus“ schmackhaft machen wollten,(z.B. „Sozialistische Kernkraftwerke sind sicher“), sich hier jetzt hinstellen und die Leitlinien der Politik vorgeben wollen(natürlich als MdB, MdL etc.).

  38. Kamenzer sagt:

    @ Bremer

    Ich versteh Euch ja, was ihr aussagen wollt. Bin ja der gleichen Meinung. Diese Immer- DDR- ler können genau so wenig zurückstecken wie viele Immer- Politiker im Westen Deutschlands.

    Ich schaute mir gerade auf MDR über Mitteldeutschland eine Sendung an, in der man die Geschichte der Stadt Riesa erzählte. Stahlindustrie, Seife, Nudeln, Zündhölzer, der erste Fernzug Deutschlands…(vor der DDR und zu DDR- Zeiten)
    Empfehlenswert.

    Manche glauben heute noch, was sie damals erzählt bekamen. Eine Ideologie mit dem Hammer eingehämmert von Kindesbeinen an. Viele glauben heute auch immer noch an den „Klapperstorch“. Dies ist doch ebenfalls in Religionen ähnlich oder? Nicht alles zu glauben und kritich zu hinterfragen ist ein Risiko auch heute.
    Viele bilden sich ein, ihre Meinung sei das Allheilmittel und versuchen es an den Mann oder Frau zu bringen.
    Wenn man dabei noch ein poltisches bezahltes Amt ausfüllen kann, um so lukrativer ist doch das Ganze.
    Was Mann/Frau wirklich denkt, ist oft eine andere Sache.
    Das Problem beim Verkauf einer Ideologie birgt die Gefahr, dass die Wahrheit auf der Strecke bleibt.

  39. Belladonna sagt:

    Wenn man Scheiße baut, kein Problem, kann jedem passieren. Echte Männer aber stehen zu dem was sie getan haben, Arschlöcher nicht. Das Gleiche gilt auch für Frauen.

  40. Fips sagt:

    Der neue Sound in der Partei ist offenbar „Intrigieren“ !

  41. Sonntag sagt:

    lesen

    http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/katja-kipping-zweifelhafte-methoden-a-972673.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=http://t.co/BysjwcRJ58

  42. Sandmännchen sagt:

    Vor und nach dem Göttinger Parteitag habe ich geäußert, dass Frau Kipping bei der Demontage von Dr. Bartsch „maßgeblich mitgeholfen“ hat, um nach oben zu kommen…

  43. Thüringer Kloß sagt:

    @ Sonntag

    Wenn das alles so stimmt,dann läßt Größenwahn grüßen.

  44. unwichtig sagt:

    Wenn ich das lese -und es stimmen sollte- wirds mir richtig schlecht. Angst und Bange wirds mir! Und um die Partei zu schützen, wird größtenteils geschwiegen. Halina macht Front dagegen, Bartsch sollte dem Folgen, alleine schafft die das nicht.
    Konsequenz: Die Linke wird immer unglaubwüriger, das wollen dann selbst Realos wie Halina oder Bartsch nicht. Ein Dilemma.

  45. Dr. Wilson sagt:

    # 43
    mitunter lässt auch die Dummheit grüßen.

  46. Waldschrat sagt:

    Der ehemalige Bundesschatzmeister kann sich glücklich schätzen nicht im hochgelobten Oskarländle oder in Bayern …..
    RLP ließe sich auch noch dazu zählen.

  47. Charly sagt:

    Aufmüpfige kaltstellen zwecks Machterhalt. Gibt es überall.

  48. Opa Fielmann sagt:

    Heute schon 😀

    KLAUS ERNST
    „Das ist Denunziation“
    Ein neuer Grabenkampf in der Linken: Ex-Parteichef Klaus Ernst verteidigt im Interview seine Nachfolgerin Katja Kipping gegen harsche Kritik. Er warnt vor neuen Intrigen.

  49. Herr Babbel sagt:

    Zitat aus Focus
    „Die Kommunisten sind eben was sie sind !
    Jedenfalls nicht die Wohltäter für den kleinen Mann. Damit dürften ja langsam jedem klar werden was die sogenannte Linke in Wirklichkeit ist. Die Söhne und Töchter des Herrn Mielke, gemixt mit Demagogen aus dem Saarland. Alles schiesst sich momentan auf die Rechte ein und verliert die eigentliche Gefahr aus den Augen…“

    Geheimpapier zur Ausschaltung von Kritikern

    http://www.focus.de/politik/deutschland/fragwuerdige-methoden-in-der-linkspartei-geheimpapier-zur-ausschaltung-von-kritikern_aid_705186.html

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>