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RENTENANGST

Hilf uns bitte, Oskar!

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 7. April 2011

Flügelstreit bei der Linkspartei, der Ton wird schärfer

Jetzt wird er immer lauter, der Hilferuf nach Oskar Lafontaine. Ist dieses hilfreich nach den verlorenen Wahlen im Süd-Westen des Landes? Ist das der richtige Weg welcher die Partei eventuell wieder in die richtige Fahrspur bringen könnte? Nicht zu verleugnen ist jedenfalls folgendes: Unter Lafontaine hatte die Partei gute Ergebnisse erzielt, aber diese Ergebnisse wurden aufgrund einer gewissen Erwartungshaltung in diese Partei erreicht und genau die Erwartungen der Wähler wurden restlos enttäuscht.

Nun zu glauben mit einer Rückkehr von Lafontaine wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen wäre reine Augenwischerei und würde die Problem nur verdrängen. Auch wäre es ein Weg zurück und damit kaum für einen Blick in die Zukunft geeignet da gerade im Saarland, der Heimat von Lafontaine zur Zeit scheinbar mehr an ein Revival von Erich Honecker denn in die Zukunft gearbeitet wird. Der „gute Erich“ wird die Probleme in diesem Land mit Sicherheit nicht mehr lösen können.

Wie sagte noch vor nicht allzu langer Zeit eine bekannte Wuppertaler Unternehmerin: „Als Chef kann ich auch meinen Hund einsetzen, wenn die Qualität der Mitarbeiter entsprechend vorhanden ist“! Also Hundebesitzer in der LINKEN melden. Das besagt aber nichts anderes als dass der Austausch von zwei Führungspersonen alleine nicht hilfreich bei der Problemlösung ist. Die Arbeit wird in den Orts- und Kreis-Verbänden verrichtet und dort laufen die Mitarbeiter aufgrund nicht vorhandener oder verfehlter Strukturen davon.

Es ist ja auch kein Zufall wenn man sich nun einmal die Lafontaine Rufer näher betrachtet: Da wäre an erster Stelle ein Gregor Gysi welcher ob seiner seltsamen Demokratieauslegung selber in die Schusslinie geraten ist und Sahra Wagenknecht welche als MdB eher passiv tätig ist. Auch von dem Vorsitzenden der LINKEN Fraktion im Landtag von NRW Wolfgang Zimmermann mit seiner Truppe ist außer einigen agitatorischen Schriftzügen auf den Partei eigenen Webseiten nicht groß etwas zu hören. In der Politik ist es wichtig die Wähler und nicht die Mitglieder von der Richtig- und Wichtig – keit der Partei Arbeit zu überzeugen und genau dieses scheint die Linke bis heute nicht begriffen zu haben.

So lesen wir in der Presse von Heute unter anderen:

Flügelstreit bei der Linkspartei, der Ton wird schärfer

Linkspartei-Fraktionschef Gregor Gysi hat eine Rückkehr von Oskar Lafontaine ins Spiel gebracht. In einer Notsituation sei dies möglich, das sehe auch Lafontaine so. Der ehemalige Partei- und Fraktionsvorsitzende hatte sich vor einem Jahr krankheitsbedingt aus der Bundespolitik zurückgezogen.

Die Reformer in der Linkspartei sind weniger begeistert von dieser Aussicht. Der Berliner Stefan Liebich sagte der taz: „Es wäre ein ganz schönes Armutszeugnis für uns, jetzt wieder auf Lafontaine zurückgreifen zu müssen.“ Lafontaine solle „als wichtiges Mitglied Debatten forcieren“, jedoch nicht an die Parteispitze zurückkehren.

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Kommentar:

In Schockstarre

Es ist erstaunlich, wie parallel Aufstieg und Fall von FDP und Linkspartei verlaufen. Im Parteienspektrum markieren beide die Extreme in Bezug auf Sozialstaat und Verteilungsgerechtigkeit. Die Westerwelle-Liberalen reüssierten mit einer Art Sozialpopulismus von oben, die Linkspartei mobilisierte im Westen das abgehängte untere Fünftel der Gesellschaft und enttäuschte Sozialdemokraten.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :

Festo SmartBird kurz vor dem Start

Ein Kommentar zu “Hilf uns bitte, Oskar!”

  1. Mona sagt:

    Da hat Oskar aber viel zu tun und muß 1000x wiedergeboren werden, um Feuerwehrmann
    in vielen Städten und Kreisen zu spielen:

    „Die Linke sei auf der Überholfspur. Schreibt Andros.

    Wo bitteschön ? In den NRW-Stadtparlementen hat sie sich nahezu überall zerlegt: In Essen Zoff. in Herne Theater, in Gelsenkirchen gibt es keine Linke-Fraktion mehr, da sich diese komplett aufgelöst hat. In Hattingen versemmelt`s ein politischer Milchbubi, der von Honneckers und Ulrbichts Reden träumte und Gorbatschow als größten Verräter der SU bezeichnet. Im Landtag kriegt die Linke auch nicht die Kurve, weil postkommunistische Träumer eine vernünftige Realpolitik schlicht verhindern.

    Also wenn das die Überholspur sein soll, dann ist das Abstellgleis die Rennmstrecke: Dorthin gehört die SED-Nachfolgepartei, mit der wir uns nun im Westen umherschlagen müssen, weil frustrierte Schtröder-Sozen dem ewigen Hinschmeißer Lafontaine meinten folgen zu müssen und Gysi-Jünger wurden.

    Doch außer dumme Phrasen hat diese Partei bislang noch nichts zustande gebracht. Stattdessen schreit die Wagenknecht nach der alten DDR, träumt das Gesinchen vom guten alten Kommunismus und der Sozialist Ernst liebt die kapitalistische Dekadenz mit feinem Ferienhäusken und Porsche.

    Nur die Basis glaubt noch an die heißen Versprechungen, die allenfalls dialektische Demagogik der Systemveränderer sind, die schon zwischen Spree und Oder es nicht konnten und nun meinen noch einmal mit ähnlichem Murks einen Staat zu machen.

    Die Sprach entlarvt die „Genossen“, die große Ziele angeblich verfolgen. Aber schon in einem Rat wie Hattingen an sich selbst verzweifeln. Da zeigt sich, was die Linke immer nur war: eine politische Krabbelgruppe, die viel Unsinn vor sich herbrabbelt, aber wenn es ernst wird, die Kindergärtnerin braucht, damit sich die Akteure nicht mit ihren Schüppchen und Förmchen ganz zu ideologischen Krüppeln schlagen. “
    Quelle Autor „nie_wieder“ bei „DerWesten“: http://forum.derwesten.de/viewtopic.php?f=78&t=20078&sid=c8dce1a8dce42066eb577637b109641f&p=1086373#p1086373

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