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RENTENANGST

Hexenjagd

Erstellt von Gast-Autor am Sonntag 7. Juli 2013

Es geht los: Die Hexenjagd beginnt.

Vorangetrieben durch eine hagebüchene Betrachtungsweise der Politik und der willfährigen selbsternannten Blockwarte.

Das ist absolute Hammer! Fristlose Kündigung der Wohnung gegen einen über 70-jährigen Mann, den neu eingezogene Nachbarn beim Vermieter angeschwärzt haben, der Rauch ziehe durch die Flurtür ins Treppenhaus.

„Es lebe die neue Blockwart-Kultur“: Es gibt immer mehr sich einschleimende Zeitgenossen nach dem Motto: Herr Lehrer, ich weiss was, auf dem Scheisshaus brennt Licht.

Wenn bei uns im Haus zwei türkische Familien ihre Friteuse anheizen, ziehen Wolken von Fett-Geruchsschwaden durch das Haus.
Mir kam dabei nie der Gedanke, die Leute abmahnen zu lassen, obwohl dieses (alte) Fett einen penetranten Geruch verbreitet.

Mir scheint die Version schlüssig, das ‚Vermieter‘ den seit 40 Jahren dort Wohnenden draussen haben will. Aus den von ihm angeführten Gründen, die Wohnung neu zu vemieten und mehr Kohle damit zu machen. Mutmasslich bekommen die Denunzianten eine „Killerprämie“?

Dazu ein Bericht in der RP:
Fristlose Kündigung als gerechtfertigt eingestuft: Richter gegen Rauchen in eigenen vier Wänden
http://www.rp-online.de/…/richter-gegen-rauchen-in-eigenen-vier-waenden

Die Bevormundung des Bürger nimmt immer abstrusere Formen an, und man muss sich ernstlich fragen, ob bspw. die ROT-GRÜNen in NRW noch „alle Tassen im Schrank“ haben. Denn BAYERN erarbeitet bereits Lockerungen des Rauchverbotes in Kneipen, weil sich bairische Wirte scheinbar nicht so leicht entmündigen lassen. Es ist sowieso absonderlich, dass das Rauchverbote Ländersache sein sollen. (Wie auch der Kultus-Sektor – aber das ist eine andere Geschichte.)

Wäre das ein nächster Schritt, das „stinkende“ Autofahren zu verbieten? Oder den Genuss von Knoblauch, weil man die entsprechende Fahne hat? Vorschriften über Vorschriften – Gängelei der Politik! Den Kühen sollte das Furzen verboten werden; das zerstört die Ozon-Schicht, und den Menschen sollte das sowieso verboten werden. Und wenn wir schon bei den Bauern sind: Verboten werden sollte das Ausbringen der Gülle in Unmengen – diese Sauerei! Schwemmmiste und Schweine-Massentierhaltung – diese Stinkerei. Aber jeder will das billige Schweinefleisch.

Menschenskinder – dieses bisschen Kaltrauch, welcher unter der Tür hervorkriechen soll – weit vom aktiven „Passivrauchen“ entfernt. Dieser Richter, der die Prozesskostenhilfe verweigert, hat Ahnung wie die Kuh vom Sonntag.

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Grafikquelle     :      Eine als Hexe verkleidete Statuette reitet auf ihrem verzauberten Hexenbesen im tschechischen Hradištko durch die Luft (2012)

Ein Kommentar zu “Hexenjagd”

  1. Ingo Engbert sagt:

    Typisch für den Deutschen Michel, welcher nicht in der Lage ist über den eigenen Gartenzaun zu blicken. Langsam, Stück für Stück verschenkt er alle Errungenschaften welche einst mit Blut und Tränen erstritten wurden an Politiker für die solche Gesetze als reine Alibi Beschäftigungen gelten. So lässt sich diese Gesellschaft mehr und mehr in Grüppchen zersplittern, welche dann leichter von Oben zu dressieren sind.

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