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Gutti hält Hof in Kanada

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 22. November 2011

Comeback durch die Hintertür?

Datei:Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg - Eurofighter.jpg

Wenn wir in den letzten Tagen über das Erstaunen eines großen Teil der Presse und so ziemlich aller Politiker über das Ausmaß Rechter Gewalt in diesem Land lesen und hören, mag sich manch einer die Frage stellen wer hier denn außerhalb jeglicher Realitäten lebt. Seit Jahren wird aus den verschiedensten Organisationen und Verbänden immer wieder auf diese Gefahren hingewiesen und mit Beispielen aus dem täglichen Leben auf die Situation aufmerksam gemacht.

Die Verdrängung vorhandener Tatsachen und das nicht wahrnehmen wollen einer sich mehr und mehr kriminalisierenden Gesellschaft mag Teil einer immer noch vorhandenen deutschen Eigenschaft besonders in den „Oberen Etagen“ zu sein. Mag es vielleicht daran liegen das gerade in dieser „Oberen Etage“ die Kriminalität Teil der Tagesordnung und so bereits schon zur Normalität geworden ist?

Wie anders sonst ist es zu erklären, dass sich in den letzten Tagen mehr als zwei Dutzend Journalisten auf den weiten Weg nach Halifax machten um dort einen hier erkannten Betrüger eine  Aufmerksamkeit zu kommen zu lassen, welche ihm bei weitem nicht zusteht. Ja richtig, es geht hier um den Plagiator Karl-Theodor zu Guttenberg welcher jetzt fern seiner Heimat versucht seinen persönlichen Geltungstrieb zu befrieden.

Dazu schreibt zum Beispiel die Saarbrücker-Zeitung folgendes und wir zitieren:

Die Veranstalter kündigen Guttenberg als „angesehenen Staatsmann“ an. Und wie ein Staatsmann redet Guttenberg dann auf dem Podium. Zuerst etwas verhalten, dann läuft er zu Form auf. Da verteilt er eine Breitseite gegen Europas Politiker, die unfähig seien, die Krise zu lösen und den Menschen die Lage zu erklären. „Wir stolpern von einer Ad-hoc-Lösung in die nächste.“ Guttenberg führt Klage, dass sich die USA mehr Richtung Asien wenden und die Europäer dem tatenlos zusehen. „Die Verschiebung der Macht ist offensichtlich.“

Götterdämmerung in Kanada? Warum wagt keiner der anwesenden Journalisten diesen „sauberen Herrn“ einmal auf seine Vergehen anzusprechen? Weil solch ein Verhalten in den Kreisen des Adel und der Politik Normalität ist? In der Gesellschaft sind solche Herrschaften als Hochstapler bekannt.

Zu befürchten ist, dass ein aus der Journalisten Begleitung angekündigtes Guttenberg-Interview in einer großen Zeitung bevorsteht. So hat nur die Staatsanwaltschaft Hof noch zu erklären, ob Guttenberg wegen seiner gefälschten Doktorarbeit ohne Strafbefehl oder Anklage davon kommt. Das letztere ist aber zu befürchten da wie die Erfahrung zeigt vor dem Gericht eben nicht jeder gleich ist. Ein Prominenten Status macht manche gleicher.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :

Quelle originally posted to Flickr as Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg
Urheber Bundeswehr-Fotos
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Ein Kommentar zu “Gutti hält Hof in Kanada”

  1. UP. sagt:

    …aber hallo, schmuck sieht er aus mit seiner neuen Frisur, der Fallschirmspringer; oder war das Möllemann, und der Promokateur [1] hat immer nur so getan!? Oder war doch der Mann mit der Schimütze sein Vorbild? Hatte Gutti eigentlich ‚jedient‚?
    ________________________
    [1]
    Spass muss sein – im Zusammenhang mit Gutti sowieso. Im Sinne eines früheren DL-Gastschreibers erhebe ich Anspruch darauf, das Wort Promokateur als erster im Internet verwendet zu haben, weil ich es erfunden habe. Ich habe das Wort weder ‚plagiatiert‘ – so was Ähnliches wie: abgeschrieben – noch hat es mir jemand eingeflüstert.

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