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Gewerkschaften+die Linke

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 28. Dezember 2012

Linke-Parteichef legt sich mit Gewerkschaften an

File:Bernd Riexinger Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 04.jpg

Gerade der – ohne Gewerkschaft und Partie hieße er Niexinger- Beitragsschmarozer

Dass DIE LINKE heute vielfach Probleme mit den Führern der Gewerkschaften bekommen, war eigentlich genau so vorauszusehen. Haben doch bei Gründung der LINKEN, viele ehemalige Funktionäre der Gewerkschaften für sich festgestellt, auf zwei Beinen finanziell besser zu stehen. Ihnen reichte es plötzlich nicht mehr, sich von ihren Arbeitern bezahlen oder gar Verrenten zu lassen und ein zusätzliches Frühstückspaket aus der Partei kam da sehr gelegen.

Heute fordern sie von ihren ehemaligen Verbündeten genau das ein was sie in ihrer Arbeit für ihre sie bezahlende Klientele unterlassen haben: Sich für diese entsprechend einzusetzen. Wir dürfen hier nie vergessen: Ohne die entsprechende Unterstützung von Gewerkschaftsfunktionären wäre die Einführung der Hartz-Gesetzgebung nie möglich gewesen. Die einfachen Mitglieder fühlten sich verraten und verkauft um so Scharenweise den Verbänden den Rücken zu kehren.

Heute könnten wir das Verhalten der „Ehemaligen“, in der Partei DIE LINKE mit einem Arzt vergleichen welcher seine Patienten zu Tode operiert hat, um anschließend zu versuchen diese wieder zurück ins Leben zu holen. Man kann den Menschen heute ja vieles verkaufen, aber ein zweites mal auf diesen Trick hereinzufallen? Da müsste der Bürger ja dümmer als die Funktionäre sein? Auch ist die erhobene Klage ein Zeichen dafür selber nicht in der Lage zu sein, Massen entsprechend zu mobilisieren!

Folgende Meldung lesen wir zu dem Thema auf t-online:

Linke-Parteichef legt sich mit Gewerkschaften an

 Die Linke geht auf Distanz zu den Gewerkschaften. Parteichef Bernd Riexinger warf ihnen im „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe) eine Mitverantwortung dafür vor, dass in Deutschland vergleichsweise wenig gegen die Auswirkungen der Finanzkrise protestiert wird. Die Krise komme in Deutschland „schleichender“ an. Lohnabbau, Rentenkürzung, Prekarisierung kämen scheibchenweise. Das mache organisierten Widerstand schwieriger. Dass aus den Protest-Bündnissen hierzulande keine Massenbewegung geworden sei, „liegt sicher auch an der Rolle der Gewerkschaften“, sagte Riexinger: „Sie müssten viel offensiver sein.“

Quelle: t-online >>>>> weiterlesen

Des weiteren ein Kommentar über die Probleme der Minijobber

Raus aus der Minijob-Falle

 Sie verdingen sich in Garderoben, in Toiletten oder dem Einzelhandel zu Spitzenzeiten. Rund eine Million Rentnerinnen und Rentner arbeiten inzwischen in den sogenannten Minijobs. Schon ihre Beschäftigungsorte zeigen, dass dies mit Selbstverwirklichung im Beruf wenig zu tun hat, sondern schlicht eine Notwendigkeit ist, um die karge Rente aufzustocken.

 Die Rentnerinnen und Rentner sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Insgesamt gibt es inzwischen rund 7,4 Millionen Minijobs, die überwiegende Anzahl der Beschäftigten sind Frauen. Zwei Drittel von ihnen müssen für einen Stundenlohn unter 7 Euro arbeiten, ein Drittel sogar für weniger als 4 Euro. Für 4,7 Millionen Menschen sind Minijobs die Haupteinkommensquelle, während 2,7 Millionen Beschäftigte diese Tätigkeit im Nebenjob oder als Schüler und Studenten ausüben.

 Minijobber stellen den Hauptanteil bei den sogenannten Aufstockern, das heißt den Arbeitnehmern, die zusätzlich zu ihrer Arbeit Hartz IV beziehen müssen, um überhaupt leben zu können. Dies bedeutet für die Steuerzahler, eine groß angelegte Subventionierung der Löhne zahlen zu müssen, für die Arbeitgeber ist es dagegen ein probates Mittel zur Personalkostensenkung.

 Noch mehr Minijobs

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia / Gemeinfrei

3 Kommentare zu “Gewerkschaften+die Linke”

  1. Penelope von Ithaka sagt:

    Das sind ja erfreulich neue Töne vom Bernd. Bislang wurden die für Verbündete eingeschätzten Gewerkschaften trefflich geschont. Gehörte wohl auch zu OLafs Topstrategie, „alle“ Gewerkschaften für die LINKE einzubinden, obwohl sich die nie einbinden ließen, nicht einmal im Saarland. Endlich liest ihnen jemand die „Leviten“, gemeinpolitisch, nicht nur Linkspolitisch. Die Gewerkschaftsbosse halten sich ebenso zurück wie die katholische Kirche. Motto: bloß nicht anecken. Lieber den Merkel machen. Oder?

  2. Bernd Höfler sagt:

    Im Interview in der jW liest sich das ganz anders:
    Zitat: „Dieser Satz ist so auch falsch, meine Partei geht keineswegs auf Distanz – die Gewerkschaften sind für uns nach wie vor die wichtigsten Bündnispartner.“
    Ihn nervt wohl nur, dass manche Gewerkschafter eine große Koalition zu bevorzugen scheinen.

  3. AntiSpeichellecker sagt:

    So wie den Gewerkschaften die Mitglieder wegbröckeln, dass sie kaum noch streikfähig sind, wird auch die Linke immer weiter wegbröckeln, weil sie keine Wählerschichten mehr erreicht.
    Wichtigste Bündnispartner … für den Weg in die Bedeutungslosigkeit?!

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