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Gewalt in ARGE Ffm

Erstellt von Gast-Autor am Donnerstag 19. Mai 2011

Auch das ist Hartz IV:

File:Frankfurt Am Main-Fay-BADAFAMNDN-Heft 26-Nr 308-1911-Bruecke von Frankfurt gesehen.jpg

Frankfurt/Main. Ein Streit um die Auszahlungsweise von Hartz-IV-Leistungen war offenbar der Auslöser der Randale in einem Frankfurter Jobcenter, bei der am Donnerstag eine 39-Jährige starb. Die Frau hatte einen Polizisten mit einem Messer angegriffen.

Ohne Zweifel kann man diese tätliche Gewalt nicht gutheissen! Und die Kollegin hat sicher richtig gehandelt im Rahmen der Notwehr, zum eigenen Schutz und dessen anderer.

Niemand jedoch redet von der mentalen Gewalt, die tagtäglich in ARGEn ausgesprochen und in Saktionen manifestiert wird. Das bedauerliche Ende der Geschichte hatte sicher ein Vorspiel, welches diese tragische Eskalation hervorbrachte. Die Täterin wird man nicht mehr fragen können.

Lt. BILD: Die Frau wollte ihre „Stütze“ (populistischer BILD-Jargon für das sogenannte ALG II) nicht mehr auf ihr Konto überwiesen bekommen, sondern in bar ausgezahlt haben. Weil das nicht möglich war, eskalierte die Auseinandersetzung.

Die BILD-Feststellung „Weil das nicht möglich war“ entspricht keineswegs der Wahrheit. Die Leistungen können in besonderen Fällen auch bar ausgezahlt werden.

weiterlesen >>> Der Westen

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Update >>> 20.05.2011 – 18.00 h

Im Besonderen hinsichtlich der bis dato aufgelaufenen 67 Lesermeinungen

Unter anderem wird dort die Frage gestellt, warum der Getöteten in den Bauch geschossen wurde.

An dieser Stelle soll über das dramatische Geschehen keine endlose Diskussion geführt werden. Kommentare dazu werden keine mehr veröffentlicht! Wir bitten um Verständnis.
/UP.

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Grafikquelle  :

Source
English: Carl Friedrich Fay (photographs), Carl Friedrich Mylius (older photographs), Franz Rittweger (legend issue 1–25), Fritz Rupp (legend issue 26): Bilder aus dem alten Frankfurt am Main. Nach der Natur. Verlag von Carl Friedrich Fay, Frankfurt am Main 1896–1911
Deutsch: Carl Friedrich Fay (Fotografien), Carl Friedrich Mylius (ältere Fotografien), Franz Rittweger (Bildtexte Heft 1–25), Fritz Rupp (Bildtexte Heft 26): Bilder aus dem alten Frankfurt am Main. Nach der Natur. Verlag von Carl Friedrich Fay, Frankfurt am Main 1896–1911
Author
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3 Kommentare zu “Gewalt in ARGE Ffm”

  1. Angela sagt:

    Ihr Sozis haltet zu den Arbeitermördern?
    Das ist ja historisch bedingt.
    Ihr seid das aller Letzte!

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Aber liebste Angela!

    Diese Polizisten sind doch auch nur Arbeiterkinder. Dramatisch genug, der Vorfall, als dass wir in die tiefe Analyse einsteigen, was wir sowieso nicht können. Du darfst das bitte nicht auf deine einfach gestrickte Denkweise reduzieren.

    Und es wird sowieso alles ganz anders, wenn endlich die dritte Welle der Weltrevolution, der ein Tsunami sein wird, die jetzigen Spülsäume der geistigen Küsten überrollt. Und wir haben dich auch lieb!

    Und “aller Letzte” kannst du fürderhin so schreiben: “Allerletzte”. Und ‚Sozis‘ sind wir doch gar nicht. Von denen distanzieren wir uns jeden Tag 2x

    Red.DL/UP.

  2. Dieter Carstensen sagt:

    Wie kann DL einen solchen Kommentar wie von Angela veröffentlichen?

    Die Frau ist bei der ARGE mit einem Messer auf einen Polizisten los, hat ihn schwer verletzt, die Kollegin von ihm hat in Notwehr geschossen.

    So berichten alle Medien übereinstimmend. Dass das ganze in einer ARGE geschah spiegelt sicher die gesellschaftliche Realität, da geht es rau zu in den ARGEn, ein Freund von mir arbeitet in der ARGE Oberhausen, ein anderer in der ARGE Gelsenkirchen, die haben da schon seit Jahren Wachmänner zum Schutz der Beschäftigten und meine beiden Freunde, die früher in Sozialämtern tätig waren, sind als Beamte in die ARGEn zwangsumgesetzt worden.

    Aber sie tun alles für die Hilfebürftigen, sonst wären es auch keine Freunde von mir und drücken auch schon mal ein Auge zu.

    Einseitige Betrachtungsweisen machen irgendwann blind und die junge Polizistin hat bestimmt nicht gerne geschossen, ich habe in meinem Freundeskreis auch zwei Polizisten und auch ich, als Sozialarbeiter habe viele gefährliche Situationen erlebt und habe auch schon mal einen Kollegen helfen müssen, den zwei unserer Jugendlichen zusammenschlugen und ich kam zufällig vorbei. Sein Glück!

    Da habe ich einen Stuhl genommen und zu geschlagen, die beiden waren mir körperlich überlegen, aber was hätte ich machen sollen? Er lag schon am Boden und die beiden traten auf ihn ein. Mit Worten war da nichts mehr zu machen.

    Wer einmal in seinem Leben in solchen Situationen war, betrachtet die Dinge anders, urteilt nicht vorschnell, sondern denkt erstmal nach.

  3. redaktion sagt:

    Nach Ratschlag haben wir uns entschlossen, Angelas „Relativierungtrotz des Jargons, den wir tlw. reduziert haben, offenzulegen.
    DL-Red./UP.
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    Angela sagt:

    Ich sehe ja ein, dass die Bullen sich wehren wollten.
    Doch haben die doch auch Schlagstöcke und Pfefferspray.
    Einen verzweifelten Menschen, der nur ein bischen Kohle braucht, […]
    Ich kenne auch privat Bullen als auch Jobcentermitarbeiter. Mit denen kann ich auch ganz vernünftig über die staatsterroristischen Aggressionen des B”R”D Regime gegen das pauperisierende Proletariat diskutieren.
    Doch an den gesellschaftlichen Zuständen ändert das natürlich nichts. Es ist nun einmal leider systembedingt, dass hier Menschen zur Verzweiflung getrieben werden […].

    Zu: * Gewalt in ARGE Ffm, 20.05.2011 um 22:12 Uhr