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Frauen im Schilderwald

Erstellt von IE am Mittwoch 15. Mai 2013

Nie wieder Streifenluder
Was führt die Straßenverkehrsfrau im Schild?

Da hat es die Stadt Ahlen doch endlich wieder einmal geschafft in die bundesweite Presse zu kommen. Bedanken kann sie sich vielleicht dafür bei einer weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten linken Persönlichkeit und einem einfachen Fahrrad. Hatten wir nicht noch am 01. 05. über die Fahrrad schiebende Alt-Kommunisten-Diva aus Ahlen berichtet, welche ihr Rad in früheren Zeiten vielleicht sogar schon einmal bis nach Moskau geschoben hat.

In Verbindung mit der Aktion: „So Umfairteilt die Linke des KV WAF“ haben wir gesehen und berichtet und noch zusätzlich im Kommentar gelesen, wie wichtig doch Trennstriche im täglichen, gesellschaftlichen Umgang miteinander sind. Fast so wichtig wie die unsichtbaren Schranken in den Amtsräumen unserer Behörden. Wobei zwei nebeneinander laufende Linien das Gehen schon erleichtern. Ist es doch weitaus schwieriger den ganzen Tag auf einen Stricht zu balancieren,  geschweige denn darauf zu gehen.

Und dann noch mit einem Fahrrad welches laut Zeitungsartikel „geführt werden will“. Die Linken sollten sehr schnell die so wichtige Frage klären, ob denn das Rad mit der Linken oder doch eher mit  der rechten Hand geführt werden soll. Oder sollten hier Unterschiede zwischen einem Herren- und Damenrad eingehalten werden müssen?  Vielleicht stellt hier jemand einen Antrag zur Änderung des Wahlprogramm? Obwohl, so aus der entsprechenden Distanz betrachtet, ist die korrekte Zuordnung der  Geschlechter heute schwieriger denn je. Darum lautete ja auch die Überschrift in der Ahlener-Zeitung folgerichtig: „Neue Schilder haben kein Geschlecht“!

So wird denn innerhalb dieses Artikel auch von einem Streifenluder geschrieben und selbst die Bild-Zeitung wollte dieses „Zebra-Flittchen“ angeblich irgendwie entsorgt wissen. Am einfachsten wäre es doch die gesamten Linierungen von den Straßen zu verbannen. Aber andersherum, die beiden Striche vor diesen besagten Info-Stand lassen die Person natürlich erst wichtig erscheinen.

Das die Einführung der neuen Schilder ausgerechnet von dem Bayer Peter Ramsauer, einem CSU Mitglied eingeführt wurde ist nicht weiter erstaunlich und macht deutlich dass das Ganze nur als eine Übergangslösung zu sehen ist. Es kann hier folgerichtig nur ein Ziel geben, alle auf den Schildern zu sehenden Personen haben eine Lederhose zu tragen.

Nie wieder Streifenluder
Was führt die Straßenverkehrsfrau im Schild?

Der Geschlechterkampf ist in eine neue Phase getreten: „Neue Schilder haben kein Geschlecht“ meldet die Ahlener Zeitung kategorisch. Das stimmt so noch nicht ganz, aber die seit 1. April geltende neue Straßenverkehrsordnung (StVO) stürmte sprachlich schon einmal voran und beschwor hölzern „die Erfordernis der sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern.“ Leider schickt sie ihre Leser dazu auf eine schlaglochgepflasterte Nebensatzstrecke. Ein Fußgänger wird in der StVO zu einem nebulösen „wer zu Fuß geht“ und aus dem Fahrradfahrer wird „jemand, der ein Fahrrad führt“. Müsste das nicht „jemand, der/die ein Fahrrad führt“ heißen? Warum die genderpolitischen Hilfstruppen Ramsauers nicht schlicht von Fußgängern und Fußgängerinnen sprechen, bleibt im Sprachgestrüpp des neuen Schilderwaldmeisters verborgen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle:

Author Bernd Sluka. Original uploader was Bernd.sluka at de.wikipedia
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Ein Kommentar zu “Frauen im Schilderwald”

  1. ichgreifmirandenkopf sagt:

    So ein Käse aber auch :-)

    Da wird einem ganz wirr. Haben die da Oben nichts Besseres zu tun, als sich um DER, DIE, DAS von mir auch mit ESZETT, zu kümmern. „Geschlechtslose Straßenschilder“ DAS UNWORT DES JAHRES – Presse juhuuuu, bitte aufnehmen!!!
    :-)

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