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Eiserne Ü-Eier in Kundus

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 1. Juli 2011

Eiserne Ü-Eier

Gleichwohl die Bundesrepublik seit 2011 den Vorsitz bei der UNO Arbeitsgruppe „Kinder in bewaffneten Konflikten innehat, „zeige die Regierung nicht die nötige Konsequenz wenn es um Minderjährige und Streitkräfte geht“. So kritisierten die Grünen im Laufe der letzten Woche.

Anlass dieser Kritik war die Auskunft des Kriegsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen, dass Minderjährige in der Bundeswehr weiter eingesetzt werden können. „Unter 18 jährige werden ausschließlich in die Bundeswehr aufgenommen, um eine militärische Ausbildung beginnen zu können.“

In diese Kritik wurde auch die Werbung im Rahmen des Freiwilligendienstes einbezogen, „welche gezielt junge Menschen ansprechen sollen“. In der Werbung würden die Gefahren bewusst ausgeblendet.

Hier könnte schon der Eindruck entstehen, dass auf diesem Wege die Ballerspiele auf den Computern überflüssig gemacht werden sollen. Ein Training an echten Waffen wäre ja auch wesentlich effizienter  um die Gewaltbereitschaft bei den Jugendlichen zu erhöhen. Wie heisst es doch so schön im Handwerk: „Übung macht den Meister“.

Noch vor kurzem hatten wir über einen Tag der „Offenen Tür“ in einer Bundeswehrkaserne in Bad Reichenhall berichtet, bei dem Minderjährige mit Waffen hantieren durften.

Heute nun fiel uns der Bericht über ein fiktives Trainingscamp in Kundus auf, welchen wir hiermit empfehlen:

Eiserne Ü-Eier

Kevin kriecht keuchend aus einem schmalen Erdtunnel im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet und klopft sich den Sand aus der Uniform. Als Erstes säubert er nach dem Einsatz sein Waffenarsenal, vom Nahkampfmesser bis zum Sturmgewehr, erst dann kommt seine Zahnspange an die Reihe. Kevin ist erst zwölf Jahre alt – doch mit seinen zahlreichen Einsätzen in dem Höhlensystem von Tora Bora zählt er schon zu den alten Hasen seiner Einheit.

Die „Tabalugas“, wie sie von den älteren Soldaten genannt werden, sind die Kinder-Elitetruppe der Bundeswehr. Oberstleutnant Hermann Sachtleben erklärt ihre Bedeutung für den Afghanistan-Einsatz: „Es gibt hier immer öfter Gefechtssituationen, bei denen unsere großgewachsenen Soldaten einfach nicht mehr durchkommen. Denken Sie nur an die engen Tunnelröhren hier, da haben diese Schweinebacken aus Mecklenburg-Vorpommern doch keine Chance. Mit unserer Kindertruppe haben wir da ganz andere Möglichkeiten.“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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