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Eine lustige Bootsfahrt?

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 8. Juli 2012

Ihren festen Boden unter den Füßen haben schon manche Politiker verloren

Wenn Gysi und Lafontaine dokumentieren wollen wieder in einen Boot zu sitzen, laden sie zu einer Reise durch die Saar-Schleife ein. Wie oft noch, fragen sich die Zuschauer, jetzt jede Woche einmal? Doch das wichtigste dieser Reise vorweg: Schiffbruch haben sie nicht erlitten, und mit den „Gottesteilchen Higgs“ welche im Kernforschungszentrum Cern in der letzten Woche entdeckt wurden, wurden die Beiden von dem Alten auch nicht beworfen.

Die Steuerung dieses Ausflugsschiffes musste natürlich einem Fachmann überlassen werden und könnte vielleicht schon als Zeichen gesehen werden das auch die beiden Friedensschiffer bereits ihrer Macht enthoben wurden? Haben wir doch noch in der letzten Woche lesen können wie energisch einem Lafontaine der Griff nach Mitbestimmung im kommenden Wahlkampf entrissen wurde. Gehen wir einmal davon aus das Matthias Höhn eine Unterstützung durch Dietmar Bartsch allemal sympathischer erscheint als die Hilfe von Oskar. Da sägt ihm zumindest keiner am Stuhlbein herum.

Sprudel und Schorle wurde laut Presse den 300 Mitreisenden auf dieser in Parteikreisen gewerteten „Versöhnungsfahrt“ serviert und von dem versprochenen Kaffee mit Kuchen ist auf den verbreiteten Foto wenig zu sehen. Da aber scheinbar bei „Eingefleischten“ keine Verkaufsangebote unterbreitet wurden, wollen wir hier auch nicht von einer Butterfahrt schreiben.

Ein Boot als Symbol für die soziale Gerechtigkeit anzuführen, wie von Lafontaine geschehen, ist allerdings schon als ein Hinweis auf die marode Situation der Partei zu werten. Ein Boot ist bekanntermaßen, egal wie groß, in seiner Aufnahmefähigkeit begrenzt. Ein gewollter Hinweis von Lafontaine? Auch wurde das später berühmt gewordene Foto von Lafontaine und Schröder  1997 ebenfalls an dieser Saarschleife gemacht. Ein erneutes Omen für einen Anfang vom Ende?

Die Beiden dürften gezielt diese Schiffstour geplant haben, um den Medien die Meldung „Gysi und Lafontaine in einem Boot“ nahezulegen. Es wird aber eher der Eindruck eines Neben- statt Miteinanders hinterlassen. Beide stellen die vorherrschenden „Differenzen“ nicht in Abrede, welche   in der Politik angeblich zum Alltag gehören. Auch dass diese Differenzen längst nicht völlig aus der Welt sind, lässt ein Nebensatz Gysis erahnen: Beide hätten über die Differenzen gesprochen, „so offen es geht“.

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Fotoquelle:  GK

16 Kommentare zu “Eine lustige Bootsfahrt?”

  1. Ichbins sagt:

    So ein Boot kann aber auch mit Mann und Maus untergehn… siehe Titanic oder die Costa. Wenn der Steuermann oder Kapitän Fehlentscheidungen treffen gehts schief. Sinnbildlich. Hier werden sie zwar gefahren von einem externen Schiffslenker, welch Glück – aber lenkten sie es selber, so wie sie die Geschicke des Landesverbandes und Kreisverbände lenken, schwant mir Ungemach… Die gehn längst mit zerbrochenen Krügen zum Brunnen und das Kind “ DIE LINKE SAAR “ ist nicht nur reingefallen, es ersäuft grad, wo bei wir wieder beim Anfangssatz sind.

  2. Diogenes, der berühmte Mann in der Tonne sagt:

    Mir kommt das Kotzen! Was soll dieser Unfug? Typisch LaFo: wenn´s brennt, veranstaltet er publikumswirksam, ist Gastgeber, macht Geschenke, zelebriert Einheit, gibt sich lammfromm (auch dieser Wolf frisst Kreide), versöhnt die streitmüde Anhängerschaft. Und Gregor? lässt sich einlullen, macht gute Miene zum bösen Spiel, versaut die gute Wirkung seiner Göttinger Brandrede, indem er es zulässt, dass banaler Zuckerguss die scharfe Mahlzeit übertüncht, indem er sich äußerlich verbiegt. Warum hat er nicht abgesagt? Einen gemeinsamen „Plisch+Plum“ wie 2009 wird es nie wieder geben!

    Die Bootsfahrt bedeutet, dass OLaf immer weiter macht, hinterlistig immer neu an die großen Töpfe der Macht strebt, sich verstellt und verkleidet – der Teufel muss halt auch mal Fliegen fressen – um der staunenden Welt seine Wandlungsfähigkeit zu beweisen – und seine Allkompetenz.

    Nein, so geht es nicht. In Göttingen wurde klar, dass OLaf Glaubwürdigkeit und Einfluss verloren hat, dass seine Zeit als Spitzenpolitiker abgelaufen ist. Das sollte nicht nur er selbst akzeptieren, sondern auch Gregor Gysi und auch die Saar-LINKE, indem sie OLaf allmählich „auf Eis“ stellt. Der Übergang zum Abgang ist jetzt zu gestalten, noch vor der nächsten Wahl.

    P.S.: wer hat teilgenommen und kann selbst berichten?

  3. REWE sagt:

    Schau auf die Seite vom Yvonnche, da sind Fotos und man kann viele erkennen.

    http://www.yvonne-ploetz.net/

  4. Piratenköpfchen sagt:

    neben dem Oberschleimi nur den Ehemann der „Chinesenficker-Lady“ „erkannt“.

  5. Terminator sagt:

    Olaf hatte mal wieder seinen medienwirksamen Auftritt.
    An den Gesichtern kann man unschwer erkennen, dass es sich hier nur um eine Volkstrauerveranstaltung handelte, die politisch aber auch gar nichts bringt.
    Wo sind denn die Ergebnisse der Partei, die er in den Letzten Jahren heraus posaunt hatte, zum Beispiel: Abschaffung von Hartz IV, Rente mit 67 und raus aus Afghanistan? Hier wird dem Wahlvolk ein Schauspiel der Einigkeit vorgelogen, die es in dieser Partei nie gab und niemals geben wird.
    Diese angebliche Einigkeit glaubt nach Göttingen kein Mensch. Zu viel wurde gelogen und vorgegaukelt in der Linken (Saarland), dass man nichts mehr glauben kann.
    Bundesweit ist innerhalb der Partei teilweise schon erkannt worden, dass Olaf zerstört und nicht vereint. Liebe Genossen in den neuen Bundesländern, Nepper, Schlepper Bauernfänger sind am Werk, deshalb steht zu Euren Idealen!
    Olaf war nie gut für die Partei, ist es nicht und wird es nie sein!

  6. Pälzer sagt:

    Wer sang: Hossa, Hossa, Hossa?
    Oskar oder Gregor?

  7. Schichtwechsler sagt:

    Die besten Schauspieler gehen in die Politik, der Rest zum Film.

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Wieder-ziemlich-beste-Freunde;art2814,4358453

  8. Schichtwechsler sagt:

    Von der „Cremant-Königin“ keine Fotoaufnahmen entdeckt!

  9. Gilbert Kallenborn sagt:

    Nochmal:
    Dies Boot war zu 95 % mit linken Abnickern und Amtsträgern besetzt, inclusive Schumacher, während C.Bonner oder Erik Lenhardt (Kreisschatzmeister 2007- 2011, KV Die Linke Saarlouis) oder Sandra Sproetke (Kreisschatzmeisterin nach E.Lenhardt) oder Thomas Lutze nicht zu erblicken waren.
    Nichts dazu gelernt? Plumpe Kaffefart mit linken Rentnern drauf, anstelle konkreter politischer Aktionen.
    Und nochmal: WER BEZAHLT DIESE UNSINNIGE UNPOLITISSCHE SCHIFFSTOUR ? Unter welchem Posten wird sie abgerechnet -Wahlkampf etwa? Die Verschwendung von Mitgliedergeldern ist genauso angreifbar wie die Verschwendung von Steuergeldern.
    Notfalls per Strafanzeige. Auf dieser Tour waren Amtsträger, die die eigenen Finanzen manipuliert und unterschlagen haben und anstelle Parteirauswurf kriegen sie Kaffe und Kuchen, oder Bier von Oskar spendiert.
    Prost Politmafia. Dies Schiff wird untergehen.
    Und dass Sarah Wagenknecht fehlte, hat noch keiner geäußert. Das ist der HASS von dem Gysi sprach. Sie wollte mit aller Macht Gysis Job, doch der konterte in Göttingen.
    Die Göttinger Botschaft Gysi wurde verstanden und da ändern auch keine blödsinnigen Lustfahrten was drann.

  10. Ichbins sagt:

    Die wollten Einigkeit demonstrieren, da hätte Sahra werbewirksam abgelenkt und alle Blicke nebst Sonne auf sich gezogen und die beiden Herren in den Schatten gestellt. Frau Plötz war hüsche Weiblichkeit und Schirmherrin genug, selbst sie hätte können Sonne abziehn… Es sollte ja gezeigt werden – kuckt Ihr Leut, wir haben kein Krach, nur rauf auf Die Klöf gehn wir omenbehaftet lieber nicht. Ist heute unser Tanz und die Sahra die hätt uns die Show eventuell zurecht geklaut weil Blickfang usw… dat geit nit… Wir müssen schliesslich hier repräsentiern wie gut wir alten Wölfe entgegen aller Unkenrufen fette Kröten schlucken können ohne ( sichtlich ) zu würgen… da ist alles Hübsche verpönt… Ja okay Frau Plötz… aber die hat es ja innitiiert ( warum eigentlich? ). Saarländisches ( fast ) Heimspiel… Und damits besser wirkt, der Gregor dann auch im Alleingang an der Uni… ohne den Oskar.. PR pur.

  11. Ichbins sagt:

    Der SPK war auch ziemlich unterbesetzt, ausser der jungen Frau aus Blieskastel als Schirmherrin meine ich nur eine andre Frau aus dem SPK entdeckt zu haben auf den Photos. Oder wurden deren Bilder nicht gezeigt, oder eben falsche Blickwinkel?

  12. aldibe sagt:

    Wagenknecht (Lutze, Spaniol, Georgi) waren nicht auf dem Schiff.

    Wen ich auch nicht auf den Fotos entdecken kann:
    Linsler, Bierbaum, Schindel, Sandy Stachel, den Landesschatzmeister.

    Die Fotos sprechen Bände:
    Vom gastgebenden Ortsverband Mettlach war immerhin Ewa Tröger zu sehen, der Kreisverband Merzig-Wadern hat sich mit einer Handvoll Mitglieder aufs Schiff verlaufen.

  13. Diogenes sagt:

    Wenn die o.g. Abwesenheiten alle so zutreffen, dann war die Fahrt eben kein Erfolg. Dann glaube ich auch nicht an 300 Teilnehmer, vielleicht an 150, die Hälfte. Ohne Teilnahmepflicht für Saar-Promis. Zweck war nicht Versöhnung, sondern nur deren öffentlichkeitswirksame Demonstration! Diesem Zweck diente wohl auch der am Anlass gemessen überdimensionale Bildbericht von Daniel Kirch in der heutigen Saarbücker Zeitung (Landesseite B2), eine unkritische Lobhudelei. OLafs wegen?

    Interessant: Oskar Lafontaine an Oberdeck sitzend, eher offensiv grinsend als lächelnd, ihm gegenüber Gregor Gysi, mit zugekniffenem Mund, eher verschlossen als lächelnd. Von Friedensschluß daher keine Spur. Was will die SZ nur wahrgenommen haben?

    Die Bootsfahrt durch sonnige Saarland als Geschenk der Saar-Linke – OLaf und ´s Yvonnesche – an feierlustige Parteigenossen als Geschenk, um die notwendige Kulisse zu bilden, an die Bundespartei als – verlogenes – Friedenssignal im Sinne „weiter-so“ statt Besinnung und Aufklärung.

    P.S. entdeckt habe ich: Astrid Schramm (im Schatten verborgen), Sigurd und Roswitha Gilcher (ganz groß im Foto), Erika Neumann (dann war Sohn Andreas nicht weit); vermisst habe ich u.a. W.Schumacher, auch alle Hausjuristen, W.Fieg, B.Huonker, HK.Hill, H.Kugler, A.Küntzer, um ein paar zu nennen.

    Ohne tiefstgehende Reinigung kann die Partei nicht wieder gesunden. Da helfen auch keine Sommerfeste.

  14. Ichbins sagt:

    Kugler und Schumacher sind auf den Rodena Bildern zu sehn…

  15. Gilbert Kallenborn sagt:

    Nun…my little sniper eye sah:
    Schumacher saß nicht oben zur Sonne, zur Freiheit empor–also Oberdeck;dafür unten, standesgemäß, wo die Dunkelmänner sitzen, mit Volkstrauertragmiene ,die verantwortlich sind für das Verschwinden von über 1000 Stimmzetteln und ca. 10.000 Euro alleine für 2009 an Mitgliedergeldern, und sehr leer waren die Sitze um ihn herum, nix mehr Bonner, nix mehr Lehnhardt, die Huonker wurde schon gar nicht mehr wahrgenommen in der Menge, Kugler war da, Hausanwälte in der Tat nicht vertreten -es wurde viel telefoniert um ja das Schiffchen vollzukriegen, damit die Presse nicht über leere PLätze berichten möge.
    Nochmal: Diese Boots-Nummer in Berlin, auf der Spree; und sie wären mit faulen Eiern und Tomaten beworfen worden. Aber weit weg an der französischen Grenze, da gibt es keine Anarcho-Blocks oder Spontis. Nur die Politrentner der Linken.
    Alle,die dort mitmachten, sind die Wählerverarscher der Nation.
    Soziale Gerechtigkeit der Millionärs-Sozialisten mit Stasigeschmack. Plus Wahlfälschers und Unterschlagungen. Die wollen keine „tiefstgehende Reinigung“, die sind schon so tief unter, die kratzen am Boden.
    Jetzt ist auch klar, was Gysi mit „Hass in der Bundestagsfraktion“ meinte -die Fürstengattin Sarah Wagenknecht die durch demonstrative Abwesenheit ihre Abneigung zu Gysi bekundete, was auf Gegenseitigkeit beruht. Oskar-Bartsch wegmobben (hat nicht so vollständig geklappt..)
    Sarah -Gysi wegmobben (hat noch viel weniger geklappt )

  16. ichgreifmirandenkopf sagt:

    Für Gysi war es sicher ein Erlebnis. Ich meine die Saar und ihre Schleife zu sehen, vollstes Verständnis!
    Aber unter politischem Tam Tam, ich weiß nicht, ob er sich da so richtig wohl gefühlt hat? Was hätte er reden sollen? Auf so einer Fahrt ist man lieber privat und genießt die Aussicht. Schöne Schiffahrt, aber was mich stört, dass immer welche on den Popo kriechen müssen. Sich dann auf Fotos postieren nach dem Motto: „Kuck mal, ich mit Gregor, ich mit Oskar… bin gewachsen… , Gunst… lechz…“
    Leistung entscheidet nicht eine Schleimspur. Aber bei manchen wirkt der Schleim, weil der Angeschleimte es erst später merkt, was dahinter steckt. Schuwidu!

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