DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Eine Gefahr für die Linke?

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 18. April 2013

Gefahr von rechts

Über eine Gefahr von Rechts für die LINKE berichtet die MZ in ihrer Internetausgabe heute früh. 35 % aller Wähler der LINKEN sympathisieren mit der neuen Partei, der Alternative für Deutschland. Die MZ versucht ihre These an einigen Beispielen zu erläutern welche für Eingeweihte aus dem linken Lager als durchaus plausibel erscheinen.

So ist es durchaus richtig das die LINKE ihren Nimbus als Protestpartei in der Bevölkerung eingebüßt hat. Die hohen Verluste in den letzten Landtagswahlen sind dafür ein eindeutiger Hinweis und die vorgegebenen Behauptungen mit Hinweis auf innerparteiliche Querelen nur eine Verwischung der Tatsachen. Der Partei mangelt es am Arbeitswillen, vor allen Dingen an der Basis. Die vor den Wahlen gegebenen Versprechen stehen mit den erbrachten Leistungen nicht im Einklang. So ist die Partei nie eine Partei der Kümmerer, sondern eine der Selbstversorger gewesen.

Die Partei hat sich auf ein wohliges Ruhekissen zurückgezogen und erstickt in zufriedener Selbstgefälligkeit wobei die meisten Probleme welche die anderen Parteien heute den Neuen zuschieben, bei der LINKEN von Beginn an Gang und Gäbe sind. Denn alle die Merkmale welchen man den CDU / FDP Abweichlern in die Schuhe schieben will sind in der LINKEN Alltag. Das mit möglichst viel Dreck zu bewerfen ist ein Reflex der Angst. Die Angst an Macht, Geld und Einfluss zu verlieren. Da werden dann die eigenen Keller entrümpelt und es wird nachgesehen, wo man den eigenen Ehemaligen noch etwas unangenehmes nach werfen kann.

Rassismus, Nationalismus und selbst der Kapitalismus sind  Attribute welche auch in einer Linken von Beginn an vertreten waren. Sogar in einen viel auffälligeren Umfang als in anderen Parteien, da es gerade hier nicht vermutet wurde. Die Thesen von Westerwelle werden aus der FDP erwartet, die gleichen Thesen aus einer linken Ecke nicht.

So ist es einfach nicht normal dass sich die Linken Abgeordnete des saarländischen Landtag Ensch-Engel in eine Burschenschaft begibt, um dort um Wählerstimmen zu buhlen. So lange dieser, hier sogar offen gezeigte Hang zum Nationalismus, von Linken Kleinstgehirnen nicht verstanden wird, werden alle weiteren Argumentationen gegen Rechts aus der Partei heraus fruchtlos bleiben. Da hilft dann alles drumherum Gerede und auch die allgemein übliche Verharmlosung nichts. Entscheidend ist dass, was in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. In diesen Fall einfach nur naive Dumpfheit.

Informationsabend der KDStV Carolus Magnus Saarbrücken im CV

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Gefahr von rechts

Im vorigen Jahr hat die Linke ganz schön Substanz eingebüßt. Das hatte nicht nur mit den internen Querelen zu tun, die in Wahlschlappen bei Landtagswahlen mündeten, sondern auch mit der Piratenpartei. Letztere versinkt bundespolitisch nun langsam in der Bedeutungslosigkeit. Doch die neue Konkurrenz steht längst auf der Matte: die Alternative für Deutschland (AfD).

 

So wählten einer Umfrage zufolge 35 Prozent der AfD-Sympathisanten bei der Bundestagswahl 2009 die Linke. In der Bundestagsfraktion heißt es, 20 Prozent der eigenen Anhänger seien prinzipiell bereit, das Kreuz beim Wettbewerber zu machen. Bei Umfragewerten für die Linke, die gesamtdeutsch zwischen sechs und acht Prozent liegen und im Westen bei bloß drei Prozent, ist das keine gute Nachricht. Entsprechend hat Parteichefin Katja Kipping reagiert. „Die AfD propagiert nationale Enge und soziale Kälte“, sagte sie gestern der MZ. „Wir brauchen eine soziale Alternative zu Merkels Euro-Regime. Wenn die Opposition am Donnerstag geschlossen gegen das Zypernpaket stimmen würde, gäbe es wirklich die Chance, Merkels Euro-Regime zu stürzen.“

Quelle: Mitteldeutsche-Zeitung >>>>> weiterlesen

Fotoquelle / Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz. Beruht auf einem Inhalt unter www.projektwerkstatt.de.

3 Kommentare zu “Eine Gefahr für die Linke?”

  1. Waldschrat sagt:

    Die größte Gefahr der Linken besteht in ihrem Führungspersonal, die Lafontaine für den lieben Gott halten.

  2. HenningM sagt:

    Sehr guter Artikel!
    Zitat: „Die Partei hat sich auf ein wohliges Ruhekissen zurückgezogen und erstickt in zufriedener Selbstgefälligkeit wobei die meisten Probleme welche die anderen Parteien heute den Neuen zuschieben, bei der LINKEN von Beginn an Gang und Gäbe sind.“
    Stimmt genau! Die Politiker*innen der LINKEN sind bürgerlicher als bürgerlich, haben mit dem System längst ihren Frieden gemacht und sich achselzuckend mit den Missständen arrangiert. Und haben inzwischen ordentlich was zu verlieren!
    Anscheinend gibt es aus dieser selbstmörderischen Sackgasse nur einen Ausweg: erstmal aus alle Landtagen rausfliegen, aus dem BT auch, aus den wichtigsten Stadtparlamenten auch – und dann alles auf Null, mit neuen Gesichtern, neuen Ideen, unverbrauchten Teams. Mit Leuten, die sich nicht zu schade sind, mit denen RICHTIG in Kontakt zu kommen und zu bleiben, die die Verlierer des kapitalistischen Systems sind und deshalb eigentlich die „Kernklientel“ jeder echten linken Partei sind!

  3. Dirk Scholl sagt:

    Offen gesagt kapiere ich die Intention dieses Artikels nicht: Meiner Meinung nach wird hier Kuchenbacken mit Arschbacken verglichen. Da werden LINKE undifferenziert mit AfD und Burschenschaften in einen Sack gesteckt, wobei der direkte Zusammenhang zwischen AfD und Burschenschaften mir auch nicht ersichtlich ist. Gut, Frau Ensch-Engel wird den Unterschied nicht ganz kapieren, weil sie ja selbst über keinerlei Ideale zu verfügen scheint. Aufgrund meiner nach wie vor vielfältigen Kontakte zu LINKEN in ganz Deutschland komme ich aber keineswegs zu der Überzeugung, dass bei einem nennenswerten Anteil nationalistisches, kapitalistisches und/oder rassistisches Gedankengut auf Sympathien stößt. Das Gegenteil ist der Fall: Es überwiegt in großen Teilen – wie auch bei mir selbst – eine antifaschistische, antirassistische und antikapitalistische Grundeinstellung. Die oben dargestellte Bildmontage dagegen empfinde ich als gelungen: Es zeigt, auf welchem geistige Tieffliegerniveau sich Oskar und seine Jünger(-innen) bewegen.

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