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Ein warmes Politikernest

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 25. August 2013

„Hast du einen Opa, schick ihn nach Europa“ lauteten schon die Schlagzeilen vor vielen Jahren. Gilt es doch für die Parteien, ausgedienten Restbeständen ihre Pensionskassen zum überlaufen zu bringen, auf das die Ruhe in den eigenen Reihen erhalten bleibe. Auf das diese nicht mehr benötigten Protagonisten ruhiggestellt und nicht aus dem Nähkästchen plaudern.

Als ein Vater dieses berühmt gewordenen Satzes kann getrost der ehemalige FDPler Martin Bangemann herangezogen werden, dem dann aber sehr viele folgten, muss doch die Gilde der im Land vorzuzeigenden politischen Möchte gerne nach schwächeren Wahlergebnissen immer wieder einmal ausgedünnt werden. Die ganz schwer vermittelbaren setzen sogar zum Sprung über den großen Teich an, wie zum Beispiel der Schummeldoktor Von und Zu welcher in den USA weich gepolstert auf einen neuen Einsatz lauert.

In den folgenden Artikel werden aber nur einige Beispiele herangezogen und es ist gut vorstellbar das die Gedanken auf Versorgung in diesen Jahr besonders in der Scheinopposition aufgrund der nur sehr geringen Chancen ein Regierungsplätzchen zu erhaschen besonders intensiv kreisen.

Wohin zum Beispiel mit dem Dreigestirn aus der SPD? Die Karnevalszeit ist bekanntlich zu kurz um ein ganzes Jahr davon sorgenfrei leben zu können. Und so lustig sind die doch auch gar nicht. Auch wenn Einer eine weibliche Perücke tragen würde.

Und von den Grünen, der Jürgen Tritt-hin, oder die Künast? Ja auch die Claudia kommt so langsam in die Jahre. Da böte sich doch Brüssel wirklich als echte Alternative an. Ja und für die Linken, da wird gewiss in Berlin eine neuer Verschiebebahnhof gebaut werden müssen, da Brüssel als Stadt vor so viel Masse sehr schnell zu klein werden könnte. Für manch Einen vielleicht ein Pöstchen im Finanzministerium Griechenlands ? Denn nicht nur Linke Personal-Bilanzen weisen für gewöhnlich sehr viele Nullen auf.

Gedanken sollten wir uns aber auch schon einmal über unser aller Angela machen! Wo gibt es noch ein Neuland zu erobern? Denn, so wie ihr Vorgänger, ebenfalls einen lupenreinen Demokraten an zu baggern, wird auch nicht ganz einfach werden. Vor allen Dingen da dieser auch noch gut bei Kasse sein müsste, und die zuvor gelieferten Waffen, manches Land finanziell ausbluten ließen.

Warmes Politikernest

ABWRACKEN IN BRÜSSEL

Nach der Wahl locken wieder Jobs in Europa

Im wenigen Wochen findet die Bundestagswahl statt. Das haben viele Bürger noch gar nicht mitbekommen. Denn aus rührender Fürsorge um allzu strapazierte Wählernerven haben die Parteien diesmal darauf verzichtet, Wahlkampf zu führen. Spart ja auch Steuergelder in Krisenzeiten.

Doch hinter den Kulissen sind die Abgeordneten in Berlin äußerst aktiv, denn nach jeder Bundestagswahl beginnt das beliebte Parteienspielchen: „Wen schicken wir nach Brüssel?“ Wie ein schwarzes Loch saugt die Stadt seit jeher ausgediente Politiker auf und spuckt sie nur zu wichtigen Parteitagen wieder aus.

Dieses Jahr ist die Liste potenzieller Abwrackkandidaten lang. Allerdings wird sich nicht für jeden ein wärmendes Plätzchen an der Brüssler-Bürokraten-Sonne finden. Die Kompetenzkompetenz ist entscheidend, die nur Ausnahmepolitiker mitbringen, wie beispielsweise Edmund Stoiber, der allerdings seit mehreren Jahren als verschollen im Brüsseler Bürokratie-Dschungel gilt.

Wer sich aber auf den Fluren der EU-Kommission ganz leise verhält, hört manchmal ein verwirrtes Flüstern: „Wenn Sie vom Gebäude der EU-Kommission … mit zehn Minuten, ohne dass Sie noch mal ein Ticket lösen, dann starten Sie im Grunde genommen vom Büro aus … vom Gebäude der Kommission starten Sie Ihre Rückreise nach Berlin. Zehn Minuten.“ Allerdings bedeutet die Brüssler Resterampe in der Regel ein One-Way-Ticket in den Vorruhestand.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia: The inside of the European Parliament in Brussels in January 2006. Image by User.

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Ein Kommentar zu “Ein warmes Politikernest”

  1. Albert Sch. sagt:

    “Wen schicken wir nach Brüssel?”

    Ist das bereits ein Thema bei den Linken?

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