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Ein Linkes Wahlkollektiv !

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 21. Januar 2013

Linke schrumpft zur Ostpartei

Da ist die Partei DIE LINKE nach der erneuten Wahlschlappe aber arg ins wanken gekommen. So wurden denn heute auch gleich neue Stützen einbezogen und verkündet den Bundestagswahlkampf gleich auf acht Schultern zu verteilen. Sechzehn Beine, da wird es natürlich noch schwerer bei einem erneuten Versagen einen Schuldigen auszumachen.

Vier Personen aus dem Westen, sowie vier aus dem Osten. Vier mal weiblich, sowie auch männlich. Die eine Hälfte Realos und der Gegenpol aus den verschiedenen Splittern. Auch Nicole Gohlke, eine Trotzkistin, Aktivistin des Netzwerk Marx 21, wird nun für einen enormen Stimmenzuspruch sorgen.  Na, vielleicht gelingt es ihr wirklich die 400 Mitglieder dieser Gruppierung zum wählen zu mobilisieren. Motto: Wer hat noch nichts und will einmal.

„Acht Köpfe für einen Politikwechsel“, verkündete Parteichefin Katja Kipping, oder meinte sie vielleicht: „Acht Köpfe müssen rollen für den Sieg?“ Sie selbst und ihr Co-Chef Bernd Riexinger werden nicht dabei sein. „Wir haben bewusst betont, dass es sich um ein Team handelt“, sagte Riexinger während Kipping von einem neuen Führungsstil sprach. Das war auch sicherlich der Grund warum diese Personen überwiegend nicht gewählt, sondern bestimmt wurden.

Die ersten Bedenken gegen diesen Kompromiss werden auch schon laut. Der Berliner Landesvorsitzende Klaus Lederer meint, innerparteiliche Beruhigung könnte wichtiger sein als politische Aussagen. „Ich weiß nicht, was das soll“, meldete sich auch Bundesschatzmeister Raju Sharma bei SPIEGEL ONLINE. Es sei schwierig, ein Team von acht Kandidaten wahlkampftechnisch umzusetzen. Auf ihn wirke diese Lösung „wie ein mathematisch zusammengebasteltes Team“. Welches aber laut Gysi durchaus ein zweistelliges Wahlergebnis erreichen kann.

Hier ein Bericht aus dem Spiegel:

Linke schrumpft zur Ostpartei

Es ist ein großes Zusammenrücken bei der Linken für die Fotografen, in Mannschaftsstärke sind die Genossen am Montagnachmittag angetreten, die meisten lächeln artig in die Kameras: Gleich acht Spitzenkandidaten will die Linke für die Bundestagswahl aufstellen. „Unsere Köpfe für einen wirklichen Politikwechsel“, sagt Parteichefin Katja Kipping und lächelt, als sie das Team im Verlagshaus der parteinahen Zeitung „Neues Deutschland“ vorstellt.

Gregor Gysi verzieht hingegen keine Miene. Der Fraktionschef der Linken im Bundestag wollte eigentlich lieber alleiniger Spitzenkandidat sein. Er wehrte sich erfolgreich gegen eine Doppelspitze mit Parteivize Sahra Wagenknecht. Das passte wiederum Co-Parteichef Bernd Riexinger nicht.

Experten für Quotierung

Trotzdem spricht Gysi am Montag von einer „guten Lösung“, das Team sei eine spannende Idee: „Ich freu mich richtig drauf.“ Neben Gysi und Wagenknecht gehören dazu: Fraktionsvize Dietmar Bartsch, Ex-Parteichef Klaus Ernst, Parteivize Caren Lay und die Bundestagsabgeordneten Jan van Aken, Diana Golze und Nicole Gohlke.

Quelle: Spiegel online >>>>> weiterlesen

Kommentar

Das Wahlkampfteam der Linkspartei ist armselig.

Gregor und die sieben Zwerge

Für die Linkspartei ist das Ergebnis in Niedersachsen ein Menetekel. Sie ist im Westen, jenseits der Stadtstaaten, zu schwach, um dauerhaft eine parlamentarische Rolle zu spielen. Nach Nordrhein-Westfalen und Schleswig- Holstein war es das dritte Scheitern in Folge in einem Flächenstaat. Im Südwesten der Republik fristet sie ohnehin nur eine Randexistenz. Woran liegt das? Ist es ein Ergebnis falscher Taktik?

In Niedersachsen war es offenbar ein Fehler, die SPD in eine Double-Bind-Situation zu bringen: Einerseits feuerte die Linkspartei unverdrossen auf die SPD, gleichzeitig machte sie ihr Koalitionsangebote. Und: Sahra Wagenknecht funktioniert im Westen nicht annähernd so wie Oskar Lafontaine vor fünf Jahren. Die Partei hat keine Strahlkraft mehr auf enttäuschte SPD-Wähler. Ein Drittel der Linksparteiwähler ist einfach nicht mehr zur Wahl gegangen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Walter Fürstenau

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

8 Kommentare zu “Ein Linkes Wahlkollektiv !”

  1. AntiSpeichellecker sagt:

    Für die Bundespolitik ist die Linke von unverzichtbarer Bedeutung.
    Wer den Wunsch nach einer anderen Politik hat, muss die Linke wählen. Auf Bundesebene ist dieser Wunsch stärker ausgeprägt als auf Landesebene.

  2. Takhisis sagt:

    Ich kann sehr gut damit leben wenn die Linken und die Piraten im September erneut draußen bleiben müssen… Die Linken haben teils tolle Politiker, aber fast durchweg eine untolle Politik.

  3. RosaLux sagt:

    „Neben Gysi und Wagenknecht gehören dazu: Fraktionsvize Dietmar Bartsch, Ex-Parteichef Klaus Ernst, Parteivize Caren Lay und die MdB Jan van Aken, Diana Golze und Nicole Gohlke.“ – „Sie selbst [Katja Kipping] und ihr Co-Chef Bernd Riexinger werden nicht dabei sein.“ – „Nicole Gohlke, eine Trotzkistin, Aktivistin des Netzwerk Marx 21, …“

    Kommentar:
    – Ein „Rennachter ohne Steuermann“ oder ein „Rennachter mit gleich 8 Ruderern/Steuerleuten? Klingt neu und überraschend, aber wie soll das gehen, terminlich, inhaltlich, „chemisch“? – Nein, solch ein Team kann nicht funkktionieren.

    – Mit Gregor Gysi als einzigem Spitzenkandidat hätte die LINKE gute Chancen, noch zuzulegen. – Warum sollte genau das nicht sein? Wer hat ein Interesse, G.Gysi „gleich zu machen“ oder klein zu machen?

    – Die Parteispitze nicht ins Team aufzunehmen, ist fast ein Affront gegen die beiden Parteivorsitzenden. – Wie wurde denn das begründet? Am Proporz kann es ja nicht gelegen haben.

    – Dann die seltsame Zusammensetzung. Was macht der zu Recht abgehalfterte Chaos-Rennfahrer in diesem Team, der Ersatz-Schumi, Linken-Steinbrück, Bayern-Diktator? Wer hat für ihn die Strippen gezogen? Warum nicht auch Gesine Lötzsch, die sich so stark für Kommunismus-Nostalgie eingesetzt hatte? Und wer hat Nicole Gohlke ins Team gelobt, die per Netzwerk Marx-21 dem linken Image bei den Wahlbürgern nur das nötige Kraftfutter liefern kann? – Nein, hier wurden erneut Fäden gesponnen, die mit einem linken Parteiinteresse nichts zu tun haben.

    Ich denke, dass auch diese Vereinbarung/Festlegung irgendwie stinkt, wie das Meiste bei den LINKEn.

  4. Thomas A. Bolle sagt:

    Wenn – ich jetzt also die Linke wählen würde welche Strömung würde ich dann wählen?
    Setzt sich dann eine Strömung durch die ich gar nicht will?
    Wer garantiert das alle Strömungen auf demokratischem Weg eine Richtung finden?
    Und ist es dann die welche ich eigentlich wählen wollte?
    Und wenn jemand die Partei nicht führen konnte was qualifiziert den denn dann dafür?
    Ich kann mir nicht vorstellen Steinbrück zu wählen, diese Linke aber auch nicht.

  5. AlternativerLinker sagt:

    Die Linke sind ein wandelndes Personalproblem. Wenigstens ist Gysi ein guter Redner.

  6. AlternativerLinker sagt:

    Ich bin auch für Mindestlöhne, höhere Steuersätze für Millionäre und Vermögenssteuer aber dazu brauche ich keine Systemveränderer, Enteigner, Sozialisten, Stalinisten und Fans der ehemaligen DDR oder Rosa Luxemburg.

  7. franz wagenseil sagt:

    @3

    Man hätte statt der 8 Spitzenkandidaten 12 nehmen können.
    12 ist eine der magischen Zahlen:
    12 Monate hat das Jahr, 12 sind ein Dutzend, 12 Dutzend sind ein Gros, 12 Jünger hatte Jesus, ….

    Bei 12 Spitzenkandidaten hätte man die beiden Vorsitzenden locker ebenfalls ins Team aufnehmen können.
    Und es wären immer noch 2 Plätze frei gewesen für das Dreamteam aus dem Saarland:
    Olaf und Rolfi.

  8. EXMITGLIED sagt:

    Ein Abkassierer hochzujubeln – einfach unmöglich.
    Nennenswerte Projekte der bayrischen Linke? Nichts. Die Freien Wählern in Bayern nutzen die Gunst der Stunde und initiieren ein Volksbegehren gegen die Studiengebühren.
    Seehofers CDU zeigt Bereitschaft, aber die Brüderle-Partei stellt sich quer.

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