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Ein Interview mit Kipping

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 10. Juni 2013

Rückkehr zum Nationalstaat wäre unmarxistisch

File:Katja Kipping BGE Berlin 2013.jpg

Das ist die große Frage hier: Wann wirkt ein Interview peinlich? Wenn der/die Befragte nicht bemerkt wenn sie denn auf die Schippe genommen wird. Auffällig auch die Einigkeit bei diesen Leuten: Sie treiben sich grundsätzlich dort herum wo sie am wenigsten gebraucht werden. Oh, wie gerne würden viele Wähler ihre Stimmen an Parteien vergeben welche sich ehrlich um die Bürger kümmern.

Die Aussage, eine Rückkehr zum Nationalstaat wäre unmarxistisch ist hier an Peinlichkeit schon nicht mal mehr zu überbieten. Wie sehr sich ein Großteil der Bevölkerung heute wohl noch um Karl Marx interessiert? Es ist immer wieder der monotone Singsang der Politiker welche da glauben auf den Rücken von Verstorbenen in eine erfolgreiche Zukunft reiten zu können. Mädel du bist noch jung, mache selber etwas anstatt dich auf Verwesten auszuruhen. Die große Flut in deiner Heimat ist scheinbar vollkommen unwichtig.

Wir haben uns sicher stabilisiert lautet eine ihrer Antworten und spricht damit wohl die Prognosen des letzten Wochenendes an, in denen die Linke Bundesweit mit sechs Prozent gehandelt wird. Ja gut wer sich selber um seine Zukunft nicht besorgt fühlt, brauch ja auf so eine Partei bei seiner Wahlentscheidung keine Rücksichten zu nehmen. Auf eine Frage an die Saarbrücker-Zeitung warum sie nichts über die LINKE im Saarland berichte wurdfe dem anfragenden geantwortet, da dort nichts passiere. Mit anderen Worten: Für Wagenknecht und Ploetz interessiert sich noch nicht einmal die saarländische Presse mehr.

Katja Kipping kritisiert Oskar Lafontaine

„Rückkehr zum Nationalstaat wäre unmarxistisch“

Linken-Chefin Katja Kipping spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über volkswirtschaftlich unvernünftige Argumente ihres Vorvorgängers Oskar Lafontaine sowie über sture Sozialdemokraten.

Frau Kipping, seit einem Jahr sind Sie Parteivorsitzende der Linken. Stresst Sie der Job oder macht er Sie glücklich?

Natürlich gibt es stressige Phasen, aber die glücklichen Momente überwiegen. Vor einer Woche war ich etwa bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt am Main. Da habe ich gedacht: Gut, dass es die Linke gibt und dass wir solch wichtige Proteste unterstützen können.

Haben Sie wirklich den Eindruck, etwas bewegen zu können?

Also wenn ich an die Blockupyproteste oder die Anti-Naziblockaden zum Beispiel in Dresden oder die Anti-Castortransporte denke, dann kann ich nur sagen, da war jedes Mal ein breites Bündnis unterwegs und wir sind dabei. Und ich stelle grundsätzlich in der Bevölkerung eine wachsende Besorgnis über soziale Fragen fest, etwa wenn die Mieten explodieren oder die steigenden Strompreise zur Schuldenfalle werden.

Sie sind junge Mutter. Noch immer sticheln Genossen gegen eine Anführerin, die nur bis 16 Uhr im Einsatz sei. Hat die Vereinbarkeit von Amt und Familie geklappt?

Von Not- und Ausnahmesituationen abgesehen, hat das gut geklappt. Ich habe von vielen positive Rückmeldungen bekommen, weil ich für ein anderes Verständnis von Arbeitsteilung werbe. Frauen sollen sich nicht mehr entscheiden müssen, ob sie Rabenmutter sind oder faul im Job. Man ist doch kein Held, wenn man 80 Stunden die Woche arbeitet. Auch Spitzenpolitiker sollten ein Leben jenseits der Politik haben.

Wie gut es Ihnen und ihrer Partei gelungen, sich von den alten Herren Oskar Lafontaine und Gregor Gysi zu emanzipieren?

Naja, so würde ich die beiden nicht bezeichnen. Wie denn? Gregor Gysi und Oskar Lafontaine sind immer noch die bekanntesten Gesichter der Linken. Mit Gregor Gysi, dem Fraktionschef stehen wir in einem regelmäßigen Austausch. Aber die neue Parteiführung hat auch klar eigene Akzente gesetzt, etwa bei der Frage, Reichtum zu begrenzen. Wir haben außerdem einen neuen Politikstil in der Führung etabliert: Es gibt jetzt viel mehr ein gemeinsames Beraten.

Quelle: Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle     :

Source Katja Kipping

Author stanjourdan from Paris, France

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Ein Kommentar zu “Ein Interview mit Kipping”

  1. Alternativer Linker sagt:

    Die Kandidaten sind unmenschlich geworden, dass ich keiner Partei mehr meine Stimme geben werde.

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