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Ein Fest im Regen

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 20. Juni 2012

Sie sah griechisch aus,
wie eine lebendig gewordene Statue: Sahra Wagenknecht

File:2014-09-11 - Sahra Wagenknecht MdB - 8301.jpg

Puuh, gibt es denn das auch noch? Die Junge Welt wird kritisch gegenüber den Genossen im Westen. Sie werden sich wohl einmal ihre Verkaufszahlen angesehen und dabei festgestellt haben das die meisten der Leser im Osten sitzen?

Dabei ist der erste Satz der beste. „Da stand sie. Geschützt unter einem Regenschirm führte sie ein Interview. Und sah dabei tatsächlich griechisch aus, wie eine lebendig gewordene Statue: Sahra Wagenknecht. Und ganz ohne Oskar.“

Eine Statue? Erinnerungen werden eher im Vergleich mit den Ikonen der griechisch- oder russisch -orthodoxen Kirchen, oder auch dem Lenin im Mausoleum auf den Roten Platz in Moskau wach! Wie singt man in einer Operette: „Immer nur lächeln und immer vergnügt…..Aber wie es darunter aussieht, geht niemand was an.“

Ja, wo Linke sich versammeln gibt es natürlich auch Musik und viel tamm, tamm und das alles sozialistisch eingepreist, so richtig für Hartz 4 – und sozial -Empfänger, fast wie auf dem Oktoberfest in Münschen.

Die Rostbratwurst kostete 2,50 Euro, das Bier im Plastebecher mit Pfand 3 Euro.

Fest im Regen

So nah also konnte man ihr kommen. Und sie war bei weitem nicht die einzige: Auch andere linke Prominenz ließ sich blicken auf diesem nd-Pressefest/Fest der Linken (meint: der Partei) am Samstag auf dem Gelände der Kulturbrauerei im mittlerweile arg beschaulichen Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Wären Dresden oder Chemnitz nicht ein besserer Ort gewesen? Hat die Linkspartei überhaupt noch einen Ort, eine Hochburg in Berlin, fragte man sich. Oder lag es an dem miesen Wetter, daß das Gelände insgesamt eher mau besucht wirkte?

Quelle: Junge Welt >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen:

Wagenknecht —

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, Büdingen

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Mausoleum Lenin außen/ Wikipedia / Alex Zelenko – „Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ in Version 2.0 (abgekürzt „CC-by-sa 2.0“) veröffentlicht.

9 Kommentare zu “Ein Fest im Regen”

  1. ichbins sagt:

    in Blieskastel gab sie sich leger

  2. ichgreifmirandenkopf sagt:

    Was mir stinkt, dass die „Prominenz“ OBEN thront und das Proletariat unten hockt, schweigend, zuhörend, andächtig oder auch nicht. Ich mag solche Feste nicht und muss auch noch Pfand bezahlen. Dann kann ich mich in Massen nicht bewegen oder auf `ner harten Bank mir die schlauen Reden anhören….mecker, mecker.
    Dann mag sie stehen, die Statue. Ich geh lieber in die Disco, da bewegt sich wenigstens was. ähhh!

  3. Diogenes sagt:

    Nun macht mal bitte halblang! Auch DIE LINKE darf und soll ihre öffentlichen Feste feiern – mit und ohne Sahra oder andere Parteigrößen – was sollte an Sommerfesten anstößig sein? Ausgenommen vielleicht, dass es angesichts reihenweiser Wahldebakel und innerer Zerwürfnisse – eigentlich – nur wenig Grund zum Feiern gibt. Und eine innere Kehrtwende – wie der legendäre Wandel von Saulus zu Paulus – ist auch nicht in Sicht. Ärgerlich erscheint mir dieses schlichte „weiter-so“, als ob es nie ein reinigendes Gewitter – das Göttinger – gegeben hätte.

    Und ärgerlich erscheint mir auch die merkwürdige Nähe zu den ex-kommunstischen Blättern nd und jw, die ihre Vergangenheit – auch personell – nicht verleugnen können und wollen. Das wird wohl jeder bestätigen können, der das nd-Haus am Alexanderplatz in Berlin besucht hat. Mein Wochenend-Abo der jw habe ich 2011 gekündigt wegen der Kommunismusveranstaltung der jw, unterstützt von Gesine Lötzsch, und der gespenstisch unverfrorenen Danke-Titelseite wegen des Mauerbaus. Als ob es nie eine – jetzt geistige – Wende 1989/90 gegeben hätte.

    Bei allem Verständnis für das den damals überzeugten und/oder angepassten DDR-Bürgern so adhoc verloren gegangene Weltbild – schließlich betrachtete sich die DDR als sozialistischer Nationalstaat mit Ewigkeitsanspruch – und bei allem Verständnis für die so oft berechtigte Kritik am westdeutschen Wunderland sollte man doch eine tiefergehende Verarbeitung der Ereignisse erwarten dürfen. Die Ewiggestrigen bereiten mir Sorge. Dazu gehören auch einige (fünf) NRW-Spitzen-LINKE, die in einem Interview 2010 nur ungereimte Sprechblasen von sich gaben auf FRagen, wie sie denn zur ex-DDR stünden.

    Es ist daher das unreflektierte „Weiter-so“, das mir tiefes Unbehagen bereitet.

  4. amore mio sagt:

    Ein Fest – zwei Feiern. Das gab es bei der Wahlparty 2009 im Nauwieser Viertel in Saarbrücken. Die Promis und gewählten MdLs hatten (kein Witz) VIP-Status mit Kärtchen und kaum wussten sie das Ergebnis, wurde getrennt gefeiert. Das niedere Fußvolk, das die Arbeit erledigte im Wahlkampf, durfte im Zelt weiterfeiern und den Geldbeutel öffnen. Und für die Sendeanstalten sollten sie auch noch jubeln.
    Jetzt kommt Gysi am 7.7. und will mit Lafo die Saar auf einem Schiff erkunden, wieder so eine Jubelveranstaltung, bei der das Fußvolk als Klatscher notgedrungen akzeptiert wird.

  5. Advocatus Diaboli sagt:

    Demo organisieren!!!

  6. Siebenpfeiffer sagt:

    Damit Mitglieder in Jubel ausbrechen, gibt es vielleicht auch Freibier!?

  7. Elke sagt:

    22. Juni 2012
    DIE LINKE auf dem Stadtfest Neunkirchen mit MdB Thomas Lutze

    Neunkirchen, Stadtfest, Stand der LINKEN, 22.-.24. Juni

    MdB Thomas Lutze ist am 24. Juni von 15-18 Uhr am Stand ansprechbar

    Nachzulesen unter Termine auf der Homepage des Landesvorstandes Saar.

    Und wieder gibt es ein Fest.
    Alle sind besoffen , nur T. Lutze ist ansprechbar.

  8. Bussi sagt:

    Schon wieder, die Partei der Festimitäten – zumindest überall mit Stand vertreten. Parteigelder gesponsert – LAG Brauereikultur??

    – Kinderarmut
    – Arbeitslosigkeit
    – Hartz IV
    – ständig steigende Gebühren EVS
    – Zeitarbeit usw usw.

    Was soll ich denn mit Lutze sprechen? Über Bahnfahrten oder Bier?

  9. aldibe sagt:

    Zu 7: Herrlich, was Elke da ausgegraben hat.
    Bei dem Stand handelt es sich laut Homepage der Linke Saar um einen Bierstand.
    Und Lutze ist von 15-18 Uhr am Stand ansprechbar, das ist sprachlich nicht mehr zu toppen

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