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Droge und Dealer

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 6. November 2011

Der Banker Bernd Nolte spricht über das Pack

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Es scheint sie also doch noch zu geben, die vernünftigen Banker. Im folgenden Interview erfahren wir sehr viel hintergründiges über die Art und Weise des Bankenwesens. Wenn der Banker Bernd Nolte hier von Gesocks spricht  hat er absolut recht wenn er damit den kompletten politischen Laden anspricht. Regierung wie Opposition. Ob Merkel, Ackermann, Steinbrück, Lafontaine oder auch Sommer es ist alles das gleiche Pack. Genau so wie schon zu meines Vaters Zeiten immer über Politiker gesprochen wurde: „Pack schlägt sich Pack verträgt sich, alle in einen großen Sack und mit dem Knüppel drauf“.

Herr Nolte, wir kriegen immer häufiger den Rat, uns einen Kartoffelacker zuzulegen, um nach dem Crash noch etwas zu beißen zu haben. Raten Sie auch zum Erdapfel?

Das ist hilfreich, aber nicht ausreichend. Wenn Sie auf den Kartoffelacker setzen, müssen Sie ihn fußläufig erreichen können. Andernfalls brauchen Sie ein Auto, Benzin oder zumindest ein Fahrrad. Und alles kostet Geld, und dafür brauchen Sie wieder eine Bank.

Die unser Geld auf den Cayman Islands verjuxt.

Der derzeit diskutierte Vorschlag, zur alten Sparerbank zurückzukehren, bei der Tante Emma und Opa Fritz ihr Geld abliefern, kommt ja nicht von ungefähr. Er funktioniert, solange sich die Banker mit bescheidenen Gewinnspannen zufrieden geben. Aber die Zeiten sind vorbei. Heute geht es darum, sexy zu sein.

Da ist es schon vertrauenerweckender, wenn die Kanzlerin mit den Großbankiers Geburtstag feiert.

Über den ökonomischen Sachverstand von Politikern will ich lieber schweigen. Aber was die Geburtstagsparty anbelangt, will ich doch von einem absoluten Frevel sprechen. Das ist genau das Bild, das der Normalbürger von dieser Welt hat. Am Ende der Entscheidungskette hocken immer die Gleichen beieinander. Mein Vater guckt mich dann an und sagt: Das ist doch ein Gesocks.

Ihnen ist offenbar entgangen, dass die Banker nach dem Lehman-Crash demütig sein wollten.

Das geht mir, ehrlich gesagt, auf die Nerven. Was soll die Floskel, mit der man sich zum Gutmenschen machen will? Im Banking reicht es nicht, dass jemand demütig ist, christlich, sozialdemokratisch oder grün daherredet. Ich will, dass der Banker mit dem Geld anderer Leute solide und sauber arbeitet, und wenn er es nicht tut, dafür bestraft wird. Und dafür brauchen wir klare Regeln. Manche Menschen beeindrucken Sie nur mit Freiheitsentzug. Die Zumwinkels am Gardasee zum Beispiel.

Quelle: Kontext: >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle    :

Relief Ludwigs Erbe by Peter Lenk, close to Zollhaus and tourist information, Hafenstraße 5, Ludwigshafen am Bodensee, Bodman-Ludwigshafen in Germany: Right-hand part of the triptych: Josef Ackermann

Ein Kommentar zu “Droge und Dealer”

  1. Thomas A. Bolle sagt:

    Zu diesem Artikel kann man eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. Außer der Großteil dieser Banker sind sittlich verkommen. Aber auch viele Bürger in ihrer Gier haben mit dafür gesorgt. Ein jeder frage sich selbst nach seinem Handeln und seiner Verantwortung. Ich werde bei meiner Genossenschaftsbank bleiben. Und mit der „City-Targo Bank“ hat der Mensch völlig recht.

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