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Dreht Angie den Hahn zu?

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 4. Juni 2013

Gummistiefel und Geschenke

Ohne Wasser geht gar nichts! Wasser ist das Lebenselixier für die Natur. Ohne Wasser kein Leben. So haben wir es einmal in der Schule gelernt. Und seltsam es ist in der Politik genau so.

Oder wie sonst ist es zu erklären das Katastrophen wie Hochwasser regelmäßig vor Wahlen auftreten. So wie bei Schröder im Jahre 2002 als dieser sich schnellstens aufmachte die Ost-Länder in Gummistiefel vor den rauschenden Wasserfluten zu schützen. Indirekt spülte das Wasser die Hindernisse für die Einführung von Hartz IV aus dem Weg und damit bei ihm auch die letzten Hemmungen zum zerstören seiner Partei weg? Geschenke wurden wohl auch verteilt – auf Kosten der Steuerzahler.

Als Fluthelfer präsentierten sich aber auch einst die politischen Ikonen wie die Helmutigen Schmidt und Kohl in grauen Vorzeiten. Nun macht sich auch Merkel auf den gleichen Weg. Dieses wurde dem normal Bürger auch schon einmal unter der Bezeichnung Sensationstourismus untersagt. In Köln zum Beispiel wurden die Gaffer vor Jahren von der Polizei bei den Frühjahrsüberschwemmungen ausgesperrt. Ja, aber die wollten ja auch nicht gewählt werden und brachten keine Geschenke von 100 Millionen mit. Also, Gaffen ja, aber erst Eintritt bezahlen, wie im Zoo.

So bringt also auch der unkontrollierte Fluss das Wassers manche Vorteile für die Macht mit sich. Wäre es vielleicht möglich das die immer bei solchen Besuchen versprochenen Vorsorgemaßnahmen anschließend so zögerlich angegangen werden, da Macht sich damit einen ansonsten sehr willigen Wahlhelfer selber ausschalten würde?

Da sind doch auch schon einmal Politiker durch die Flüsse geschwommen, um mit einer solchen Aktion auf die neue Sauberkeit des Wassers aufmerksam zu machen. Werden wir von Merkel jetzt auch so eine Aktion bewundern können, oder hat sie ihren Bikini im Urlaub auf der Insel  zurückgelassen? Vielleicht steht eine Sänfte bereit mit welcher sie durch die Fluten getragen wird, von Ein-Euro Jobbern welche somit unter Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen verbucht werden kann. Ist doch allgemein bekannt das in diesem Land nichts mehr unmöglich ist.

Fehlt an für sich nur noch der König der Herzen, der welcher sich dieser Tage zumindest den halben Traum schon einmal erfüllen konnte. Das bestaunen einer Krone aus nächster Nähe, der holländischen Königskrone.  Hätte er ja auch eigentlich  schon  haben können, doch die Angebotene wollte er nicht. War wohl mit zu vielen Dornen bespickt. Zu stachelig für weiche Birnen?

Insgesamt erinnert uns das ganze an die Feuerwehr. Die ist zu meist auch als erstes an der Brandstelle. Manchmal auch bevor der Brand ausgebrochen ist. Wer weiß, vielleicht warten je demnächst die Politiker schon im voraus auf die nächste Flut, vor Ort. Ach ja, was machen jetzt die Sozis Gabriel und Steinbrück? Nach Merkels Bad in der Menge gehen die nun richtig baden?

Stuttgarter Zeitung: Leitartikel zu Wahlkampf/CDU/Merkel:

Gummistiefel und Geschenke

Jetzt auch noch solche Bilder: die Kanzlerin als Deichgräfin. Am Dienstag besucht Angela Merkel Hochwassergebiete. Die Visite bei den Opfern der Fluten soll zeigen, dass sie sich um wirklich alles kümmert – Merkel als Mutter der Nation. Die Politik des Kümmerns hat viele Facetten. Unlängst überraschte sie die Republik mit einer Wundertüte voller Wahlgeschenke, die sich Sozialdemokraten kaum schöner ausgedacht haben könnten.

Gegen diese Wohlfühlpolitik lässt sich zwar manches einwenden, doch die meisten werden höheres Kindergeld, einen Rentenbonus für Frauen und mehr Investitionen nicht anrüchig finden. Die rot lackierte CDU-Kampagne ist ein weiteres Beispiel für Merkels taktische Finesse – aber auch für ihren Mangel an Prinzipientreue, ihre politische Beliebigkeit. Mit milliardenteuren Wahlversprechen nimmt die Kanzlerin der SPD den Wind aus den Segeln. Sie ist bei deren Anhängern ohnehin populär. Nun gibt es für diese noch weniger Argumente, sie nicht zu wählen.

Prinzipiell muss Angela Merkel sich allerdings die Frage gefallen lassen, ob sie mit einer Wahlkampagne, die ein bisschen an das Märchen „Tischlein deck dich“ erinnert, nicht das Pfund verscherbelt, mit dem sie bisher wuchern konnte: ihren soliden Ruf. Das wichtigste Kapital in der Politik ist nämlich nicht die Summe der Wahlversprechen, sondern die Glaubwürdigkeit. Bisher speiste sich diese aus einer sehr schwäbischen Finanzpolitik – Angela Merkel, die Frau mit den vielen Gesichtern, war ja auch einmal in der Rolle der schwäbischen Hausfrau angetreten. Nun tut die fabulöse Frau Merkel gar so, als könne sie gleich beides auf einmal: weiterhin verlässlich sparen und doch auch Geld ausgeben – Angela im Wunderland.

Quelle: OTS -Presseportal

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