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RENTENANGST

DL – Tagesticker 25.07.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 25. Juli 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Wo denn auf dieser Erde könnte sich ein als Experte ausgebende Person klüger als sein Auftraggeber zeigen? Chef-Innen dürfen ihren Glanz nicht verlieren ! Das gibt die  Hackordnung unter Krähen vor !

USA :

1.) Anthony Fauci lobt Donald Trump

Ihr Verhältnis galt als belastet: Nun aber lobt der Gesundheitsexperte den US-Präsidenten für die Absage des Parteitags der Republikaner und für das Tragen einer Maske. Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat sich positiv über die jüngsten Maßnahmen des US-Präsidenten Donald Trump in der Corona-Krise geäußert. Trumps Absage des Parteitags der Republikaner Ende August in Florida sei eine gute Entscheidung gewesen, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten dem Sender Fox News. Fauci begrüßte auch, dass Trump inzwischen zum Tragen einer Schutzmaske rate und sich selbst mit Maske zeige. „Das wird ein gutes Beispiel für den Rest des Landes abgeben“, sagte Fauci. Trump sei klar geworden, wie die Lage sei, und er habe sein Verhalten angepasst. Mittlerweile wurden in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als vier Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Zeit-online

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Ist das gezeigte Gehabe des „Nicht-Verstehens“, nicht Teil eines beginnenden  Alterungsprozess ? Schleppt er nicht schon zu viel Grün in seinen braunen Koffer ?

Über einen Bürgermeister, der sich nur schwer aus der Reserve locken lässt

2.) Warum nicht Kofferträger?

Boris Palmer kann man so gut wie gar nicht provozieren. Der Mann kann unvorstellbar lange ruhig bleiben. Wegen seines Langmuts ist er bei seinen Mitarbeitern sogar ein bisschen gefürchtet. Es muss schon viel passieren, bevor der Oberbürgermeister von Tübingen, Deutschlands wichtigstem Provinzkaff, sich als Chef der Ortspolizei aufführt und – wie 2018 – droht, dahergelaufene Studenten eigenhändig einzukerkern. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie sehr der Mann gereizt wurde, bevor er 2019 sein wütendes Facebook-Posting über die hohe Negerdichte im Online-Portal der Deutschen Bahn in die Tastatur hämmerte! Wie kann es sein, dass jemand mit so einer langen Hutschnur einen Brandbrief mit den Amtskollegen aus Gmünd und Schorndorf über das »Rotzbuben-Gehabe« von Asylbewerbern schreibt? Um das zu erklären, muss man länger ausholen. Palmer verfügt über eine göttliche Gabe. Er hat einen angeborenen Nafri-Radar, der es ihm ermöglicht, pöbelnde Flüchtlinge von ganz normalen betrunkenen biodeutschen Teenagern zu unterscheiden, die friedlich durch die Nacht marodieren. Er hat das einfach im Gefühl. Wenn er einen jungen Mann mit dunklem Teint sieht, der ein deutsches Mädel vergewaltigt, dann stellen sich seine Nackenhaare auf, es zieht ihm im rechten Knie und er denkt: »Aha, schon wieder ein männlicher Alleinreisender aus Syrien!«

ND

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Den Politiker-Innen wird einmal mehr aus der Bevölkerung die Narrenfreiheit gewährt ! Das hatten wir doch schon des Öfteren in der Vergangenheit. Das letzte Mal vor ca, 80 Jahren unter anderen Parteinamen.

Verfahren gegen CDU-Politiker eingestellt

3.) Weiße Privilegien für Amthor

Philipp Amthor kommt mit seiner Lobby-Arbeit für das Start-up Augustus Intelligence davon. Weil er weiß ist. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen den CDU-Politiker Philipp Amthor eingestellt. Es gebe keinen „Anfangsverdacht strafbaren Verhaltens“, ergab eine Prüfung. Ermittlungen wurden erst gar nicht aufgenommen. Gegen den Bundestagsabgeordneten lag eine Strafanzeige vor. Der Spiegel hatte Mitte Juni die diskrete Lobbyarbeit Amthors für das New Yorker Start-up-Unternehmen Augustus Intelligence aufgedeckt. Wenn man die Recherche liest, kann von diskret aber keine Rede mehr sein. Es geht darum, dass Amthor auf Kosten der umstrittenen IT-Firma – die eine Briefkasten-Adresse in der US-Steueroase Delaware besitzt und von der niemand weiß, was sie genau verkauft und – schöne Geschenke bezahlt bekommen hat: teure Flugreisen, Übernachtungen in Luxushotels, lecker Champagner und Aktienoptionen im Wert von bis zu einer Viertelmillion US-Dollar. Die Gegenleistung: für das Start-up bei der Bundesregierung ein gutes Wort einlegen.

TAZ

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So ist es : „Wo  es am Verstand fehlt muss die Uniform den Kopf tragen !

Bundeswehr will Freiwillige für den Heimatschutz anwerben

4.) SOZIALVERBÄNDE KRITISCH

Vor neun Jahren wurde die Bundeswehr von einer Wehrpflicht- in eine Freiwilligenarmee umgewandelt. Jetzt soll es ein zusätzliches Angebot für diejenigen geben, die nur mal kurz zur Bundeswehr wollen. Sie sollen eine spezielle Aufgabe bekommen.Berlin. Mit einem neuen Freiwilligendienst will die Bundeswehr ab April 2021 bis zu 1.000 zusätzliche Kräfte für Krisen- und Katastrophenfälle im Inland rekrutieren. Er soll aus einer siebenmonatigen militärischen Ausbildung und Reservisteneinsätzen in den folgenden sechs Jahren bestehen. Die Aufgabe der neuen Freiwilligen: der Heimatschutz, also Einsätze wie jetzt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) stellte den Dienst heute unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“ in Berlin vor. Sie will damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Ein Freiwilligendienst, „egal wie er geleistet wird, ist aus meiner Sicht der Kitt, der die Gesellschaft in schwierigen Zeiten zusammenhält“, sagte sie.

Hamburger-Abendblatt

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Untersuchungsausschüsse gut, aber treffen hier nicht einmal mehr die ansonsten Parteiabhängigen-Vorteilskassierer aufeinander und beginnen ihr makabres Spiel vor den Augen naiver Wähler ?

„Olaf Scholz will gerade von vielen Dingen ablenken“

5.) Finanzausschuss-Vorsitzende Hessel:

Diese Frau wird Olaf Scholz grillen: Vor der Sondersitzung zu Wirecard spricht die Vorsitzende des Finanzausschusses Katja Hessel mit Chefredakteur Beat Balzli über das Versagen der Bafin und die Verantwortung des Finanzministers. Der Wirecard-Skandal zieht weiter Kreise: Die Vorsitzende des Finanzausschusses des Bundestags hält einen Rücktritt von Felix Hufeld, Chef der Finanzaufsicht BaFin, für angebracht. Wenn sich die Versäumnisse bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) bestätigten, „dann denke ich, dass Herr Hufeld seinen Posten räumen muss“, sagte Katja Hessel (FDP) im WirtschaftsWoche-Podcast „Chefgespräch“. Sie sei zwar vorsichtig mit schnellen Rücktrittsforderungen, so Hessel weiter, aber schon jetzt könne man feststellen, dass die BaFin ihre Rechte gegenüber Wirecard nicht vollumfänglich genutzt habe. Nächsten Mittwoch trifft sich der Finanzausschuss zu einer Sondersitzung, um zu klären, wer die politische Verantwortung im Bilanzfälschungsskandal trägt. Dann müssen sich der für die BaFin zuständige Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), in dessen Ressort die Aufsicht der Wirtschaftsprüfer liegt, den Fragen der Abgeordneten stellen.

Wirtschats-Woche

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Keine Niete, kein Versager – Verkehr verkehrt, das ist mein Schlager !

CSU-Minister Andreas Scheuer  

6.) Jetzt wird es eng für ihn

Wenn Verkehrsminister Andreas Scheuer auffällt, dann mit gescheiterten Projekten. Die Opposition fordert seinen Rücktritt, auch sein Rückhalt in der Union bröckelt. Muss er bald gehen? In diesen Tagen greift Verkehrsminister Andreas Scheuer schon mal selbst zum Telefonhörer, um sich im Radio zu verteidigen: Am letzten Dienstag um kurz nach 12 Uhr wird im Bayerischen Rundfunk gerade diskutiert, ob Scheuer noch der richtige Mann für sein Amt ist. Unter anderem, weil ihm kürzlich ein grober Fehler bei der Reform der Straßenverkehrsordnung unterlief. Plötzlich erklärt die Moderatorin verdutzt, jetzt sei ja offenbar „Andreas Scheuer in der Leitung“. Tatsächlich, Scheuer ruft an, und Scheuer ist sauer. Ja, da sei eben ein „Formfehler“ passiert bei der Straßenverkehrsordnung, erklärt er kurz angebunden.

T-online

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7.) „Zu Hause bleiben ist keine Lösung“

Heute, Montag, der 20. Juli, geht das Leben endlich weiter, wenn auch vorsichtig, Schritt für Schritt. Heute ist Roland Kerbels erster Arbeitstag, seit über vier Monaten. Der frisch rasierte 43jährige rutscht auf seinem Küchenstuhl hin und her. Der Geruch fremder Hausflure, das Knarzen alter Dielen, das Adrenalin … voller Vorfreude zieht an seinen knochigen Langfingern, bis sie knacken. Roland Kerbel ist Wohnungseinbrecher, seit siebzehn Jahren, spezialisiert auf höhere Stockwerke und Fassadenkletterei im Raum Uelzen. Das Geschäft lief super, jahrelang. Cash Money ohne Ende, Schampusbäder in fremden Appartements. Von Totalausräumung in den Skiferien über Vormittagsdelikte bis zu spontanen Gelegenheitstaten war alles dabei. Und noch Anfang März, als sich halb Uelzen in Ischgl verlustierte, hat Kerbel fortgeschafft, was ging. “Reingehen, einstecken, rausgehen”, verrät er seine Methode. “Ich bin eben ein Erfolgsmensch”, lächelt er. Gangsta-Rap vs. Dieb Purple. Dann kam der 13. März. Corona. Kerbels Lächeln erstirbt. Die Leute machten keine Skiferien mehr, fuhren nicht mehr zur Arbeit. Hockten wochen-, gar monatelang daheim, auf ihrem Geld, ihrem Schmuck, ihren elektronischen Geräten. Roland Kerbel konnte nicht mehr arbeiten gehen. Anfangs hat er es noch versucht, um 21 Uhr, während die Bürgerschickeria den Krisenhelfern vom Balkon applaudierte, doch nach drei Wochen tat auch das keiner mehr. Nicht mal vereinsamte Omis machten mehr die Tür auf, wollten ihre “Enkel“ sehen: “Jungchen, komm nächstes Jahr wieder!” riefen sie durch die Tür. Auch bei Telefonanrufen (“Omma, ich brauch‘ Hilfe, ich hab‘ Corona!”) legten sie vor Schreck (“Das ist ja widerlich!”) rasch auf. Lediglich kleinere Einstiege in Wochenendhäuschen und dauerparkende Autos waren noch drin, aber Kaffeebecherhalter und Tote-Hosen-CDs aus dem Handschuhfach konnten das Finanzloch nicht stopfen.

Titanic

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

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