DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

DL – Tagesticker 23.10.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 23. Oktober 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

*********************************************************

Der letzte Versuch eines Oberhirten von seiner schweigenden Schafherde, noch ein wenig an Präsentabler Aufmerksamkeit  zu erheischen, um vor seinen Gott eines Tages wenigstens noch ein As aus den Ärmel ziehen zu können ?

Oberster Chaot vor dem Herrn

1.) Papst Franziskus

Das klingt nach einer Weltsensation: Das Oberhaupt der katholischen Kirche befürwortet gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Ändern wird das aber wenig. Es klingt nach einer Weltsensation, nach der von vielen geforderten und nicht mehr für möglichen gehaltenen Rundumerneuerung der katholischen Sexualmoral: Papst Franziskus befürwortet Lebenspartnerschaften für Homosexuelle. Und ja, der Papst hat das tatsächlich gesagt. „Wir müssen“, fordert er in dem Dokumentarfilm Francesco, der am Mittwoch in Rom uraufgeführt wurde, „ein Gesetz zur eingetragenen Lebenspartnerschaft aufsetzen. Auf diese Weise sind sie rechtlich abgesichert. Dafür habe ich mich eingesetzt.“  Die Worte wirken engagiert, authentisch, sympathisch, auch wenn die Frage unbeantwortet im Raum stehen bleibt, wer dieses „wir“ eigentlich ist, das der Papst meint. Ähnlich authentisch und engagiert hat Franziskus sich in der Vergangenheit immer wieder zum Thema Homosexualität geäußert. Bereits 2013 machte er sich im Flugzeug in seiner ersten Pressekonferenz als Papst für die Anerkennung Homosexueller stark: „Wenn eine Person homosexuell ist und Gott sucht und guten Willens ist“, sagte er damals, „wer bin ich, um über ihn zu richten?“   Das Problem jedoch ist: An der katholischen Lehre änderte das überhaupt nichts. Nach der, genauer gesagt nach der gültigen Fassung des Katechismus der Katholischen Kirche (KKK), gilt die „homosexuelle Neigung“ nach wie vor als „objektiv ungeordnet“. Für viele Betroffene stellt sie demnach eine Prüfung dar, weshalb man als guter Katholik Homosexuellen (vor allem, wenn sie ein Leben in Keuschheit geloben) mit „Achtung, Mitgefühl und Takt“ zu begegnen hat.

MSN

*********************************************************

So hat denn, nach den Papst auch Trump auf dieser Erde seine letzte Change in die zweifelhafteste Gewalt einer Illusionen gelegt ?

Und dann erklärt Trump  Biden für korrupt

2.) US-Wahl 2020

Mit recht haltlosen Vorwürfen versucht der US-Präsident in der zweiten und letzten TV-Debatte mit Joe Biden wieder in die Offensive zu kommen. Doch auch sein Herausforderer teilt aus. Die Frage ist eigentlich, was US-Präsident Donald Trump in einer zweiten Amtszeit dagegen unternehmen will, dass ausländische Kräfte wie Russland und Iran sich in US-Wahlen einmischen. Trump aber hat in dieser zweiten und letzten TV-Debatte zwischen ihm und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden in Nashville, Tennessee, anderes im Sinn. Er glaubt, endlich etwas in der Hand zu haben gegen Biden. Etwas, das helfen könnte, Bidens Reputation als anständiger Politiker in Frage zu stellen. Trump also sagt: „Joe hat 3,5 Millionen Dollar von Russland bekommen.“ Später meint er noch, Biden solle sich nicht als Moralapostel aufspielen, er sei nichts anderes als „ein korrupter Politiker“. Das klingt erst mal ungeheuerlich. Wenn es denn wahr wäre. Es gibt da ein paar Dinge geradezurücken. Es geht bei den Vorwürfen nicht um Joe Biden, sondern um dessen Sohn Hunter. Der soll nach einem Bericht der Republikaner im Senat Finanzbeziehungen zu Jelena Baturina, gehabt haben, der Witwe des früheren Moskauer Bürgermeisters Juri Luschkow. Was Hunter Bidens Anwälte allerdings bestreiten. Von Baturina sind 2014 angeblich 3,5 Millionen Dollar geflossen. Allerdings wohl nicht an Joe Biden. Und auch nicht an Hunter Biden. Sondern an eine Beratungsfirma, die Geschäftsbeziehungen zu Geschäftspartnern von Hunter Biden gepflegt haben soll. Joe Biden kommt ins Spiel, weil der 2014 Vizepräsident unter Barack Obama war. Die Republikaner versuchen, aus diesen losen Enden den Verdacht zu konstruieren, Biden habe sich seine Vizepräsidentschaft vergolden lassen.

Sueddeutsche-Zeitung

*********************************************************

Warten nicht schon viele Surfer auf die Dritte und vierte Welle und geraten in größte Ektase, wenn das Wasser über ihnen zusammenschlagt? Es mag auch sicher nicht wenige Bürger-Innen geben, welche gerne diesen Drecksstaat, mitsamt den korrupten Politiker-Innen  auf immer den Rücken kehren möchten ? Wie auch immer ?

Umgang mit zweiter Corona Welle

3.) Nur Mut!

Albtraum Vokabeln können zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Was es braucht, sind aufbauende Worte und der Mut zur Differenzierung. Der Gesundheitsminister höchstpersönlich hat Corona. Der Bundespräsident ist in Quarantäne. Die täglichen Infektionszahlen in Deutschland sind auf einem neuen Höchststand. 11.287, wow. In Berlin brennt auch noch ein Lagerhaus voller Klopapier ab, das bald beim Hamstern fehlen könnte. Uff. Alles Probleme, um die uns die meisten anderen Länder aber noch beneiden, denn bei ihnen ist die Lage schon viel schlimmer. Kurzum: Die zweite Welle ist zweifellos da, in ganz Europa. Wer ruhig und locker bleiben will, muss gute Nerven haben, Corona leugnen – oder den Nachrichtenkonsum einstellen. Was vielleicht helfen könnte, wären aufbauende Worte von patenten Regierungsmenschen, denen man Schutz und Tatkraft zutraut. Als besonders kräftig gilt weiter Markus Söder, doch was tut der zweifellos fleißige, aber auch besserwisserische Bayer, der gern das Berliner Feiervolk und andere Laschis belehrt? Söder sagt, er wolle „keine Endzeitstimmung propagieren“ – und schürt sie genau mit solchen Worten erst, denn Albtraum­vokabeln bleiben natürlich in den Ohren und werden leicht zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung – wenn vor lauter Sorgen irgendwann der Mut ausgeht. Das darf nicht passieren. Also Mut zur Ehrlichkeit: Ja, dieser Winter wird hart. Um ein gesundheitliches Desaster zu verhindern, müssen jetzt alle viel Disziplin aufbringen. Aber es ist nicht alles hoffnungslos. Im Gegenteil, die übergroße Mehrheit hat längst bewiesen, dass sie zu nötigen Einschränkungen bereit ist. Deshalb nur Mut: Denkt positiv – auch wenn sogar dieses schöne Wort gerade negativ besetzt ist.

TAZ

*********************************************************

Es viel den Menschen immer schon sehr schwer sich ihrer, sich selbst gemalten Götter wieder zu entledigen. Ganz gleichgültig, wo immer sie auch auftauchen: Sie setzen sich fest gleich piesackende Schmeißfliegen. Niemand hätte doch je daran  gedacht das wir auch schießen wollen, wenn jemand diese politische Corona-Mauer überwinden will ! Der Speck sucht und findet immer seine Fliegen!

Angela Merkel versucht das Corona-Bündnis direkt mit den Bürgern

4.) Weil die Landesfürsten zaudern

Aus ihrer Unzufriedenheit über den Corona-Gipfel machte die Bundeskanzlerin kein Geheimnis. Am Tag danach geben ihr die Wissenschaft und aktuelle Zahlen Recht. Angela Merkel erinnert an Udo Lindenberg, genauer gesagt an sein Lied „Mein Ding“, darin heißt es: „Ich mach mein Ding, Egal was die anderen sagen. Ich geh meinen Weg, Ob gerade ob schräg, das ist egal. Ich mach mein Ding.“ Es gab bei den fast achtstündigen Beratungen im Kanzleramt nicht den einen großen Gegenspieler unter den Ministerpräsidenten, aber die Summe der Einzelbedenken und der Schlupflöcher-Suchenden führten am Ende gegen 21 Uhr zu ihrem schonungslosen Fazit, als das Gesamtpaket weitgehend stand: „Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden. Es reicht einfach nicht, was wir hier machen.“ Und der Tag danach gibt Merkel Recht. Sie wusste natürlich, dass das sofort nach draußen dringt, so wie die Warnung im CDU-Präsidium vor „Öffnungsdiskussionsorgien“ in der ersten Welle oder ihre Rechnung mit täglich 19.200 Neuinfektionen bis Weihnachten. Die Kanzlerin hat in der Endphase der Kanzlerschaft nichts mehr zu verlieren, und macht gar nicht mehr den Versuch, Ärger und Frust zu kaschieren – in der Hoffnung, dass einige aufwachen. Am Donnerstag springt ihr auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina bei, das Beschlossene sei nicht ausreichend: „In den kommenden Tagen und Wochen kann die Eindämmung der Pandemie nur noch dann gelingen, wenn die Bundesländer verpflichtende und einheitliche Schutzmaßnahmen vereinbaren und durchsetzen“, sagt Präsident Gerald Haug.

Tagesspiegel

*********************************************************

Waren nicht vielleicht doch Schweine immer schon die besseren Menschen in der Politik ? Zumindest von ihren, für jede Gesellschaft wichtigen  Charakter her ?

Das Verkehrsministerium scheitert erneut bei dem Versuch, Seenotretter zu behindern

5.) Verordnungstricks für’s Ertrinken

Im August setzte das Bundesverkehrsministerium erneut zwei Schiffe des Vereins Mare Liberum e. V. fest. Um das zu ermöglichen, hatte es eigens die Schiffsicherheitsverordnung geändert. Der Verein legte Widerspruch ein und gewann vor Gericht. Mitte August sollten die Schiffe »Mare Liberum« und »Sebastian K« unter deutscher Flagge aufs Mittelmeer auslaufen. An der Seegrenze zwischen der Türkei und Griechenland wollten Ehrenamtliche des Vereins Mare Liberum e. V. die menschenrechtliche Situation von Flüchtenden beobachten. Deutsche Behörden verhinderten diesen Einsatz nach Anweisungen aus dem von Andreas Scheuer (CSU) geführten Bundesverkehrsministerium und setzten die Schiffe wochenlang in ihren Häfen fest. Die Begründung: Anfang des Jahres war eine vom Ministerium veranlasste Änderung der Schiffssicherheitsverordnung in Kraft getreten, wodurch die Schiffe nicht mehr über die nötigen Sicherheitszeugnisse verfügen. Der Verein stellte daraufhin einen Eilantrag beim Hamburger Verwaltungsgericht und erzielte Anfang Oktober einen ersten Erfolg: Das Ministerium habe die Europäische Kommission dem Gericht zufolge nicht vorschriftsgemäß über die Änderung in Kenntnis gesetzt, weshalb diese rechtswidrig sei. Die Schiffe des Vereins durften daher vorläufig auslaufen. »Der Sicherheitszweck war ein vorgeschobener Grund. Dem Ministerium geht es um eine Beschränkung von ziviler Seenotrettung auf dem Mittelmeer.« Nassim Madjidian, Juristin

Jungle-World

*********************************************************

Da zieht sich der Staats-Funk aber auch immer die richtigen Flachpfeifen aus der politischen  Mottenkiste nach oben. Sind es denn nicht gerade diese politischen Versager welchen viele Jahre ihre Möglichkeiten gehabt, aber nicht genutzt hatten, um jetzt ihr Nicht-wissen, meistbietend auf dem Markt verscherbeln zu können? Einstiege Versager als die letzter Retter ihrer Art ?

Trump greift „deutsche Souveränität hart an

6.) Sigmar Gabriel zur US-Wahl

Nach der letzten TV-Debatte vor der US-Wahl liegt Biden weiter vor Trump. Doch welche Folgen hätte der jeweilige Ausgang für Deutschland und die EU? Sigmar Gabriel im Interview..

Nach dem letzten TV-Duell vor der Präsidentschaftswahl in den USA zwischen Donald Trump und Joe Biden liegt der Demokrat Biden in den Umfragen weiter vorne. Doch würde ein Präsident Biden das Verhältnis zu Europa und Deutschland merklich verbessern?

Unter anderem dazu hat der ehemalige Bundesaußenminister und derzeitige Vorsitzende der Atlantik-Brücke, Sigmar Gabriel, im ZDF Stellung genommen.

Gabriel zur letzten TV-Debatte zwischen Trump und Biden
„Das war die Rückkehr zur Zivilisation“, bewertet Sigmar Gabriel die letzte TV-Debatte zwischen Trump und Biden. Es sei endlich eine normale Diskussion gewesen, während man bei der letzten „am besten seine Kinder weggesperrt hat“, so der ehemalige Bundesaußenminister.

Jedoch glaube er nicht, dass das Duell wirklich Wähler bewegt habe. Vielmehr wären auf beiden Seiten die Überzeugungen gestärkt worden. „Dass sich jemand umentscheidet, vermute ich nicht“, so Gabriel.

ZDF

*********************************************************

Wer trifft sich schon mit solch einen Versager welcher nur Kontakte sucht, um möglichst viele andere anstecken zu können ? Spahn würde dann wie Nahles einst – nur mit „Hätschi – Bätschi“ antworten !

Jens Spahn möchte Corona Leugner erstmals persönlich zum Gespräch treffen

7.) Starke Geste!

Hut ab! Mit Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich erstmals ein deutscher Spitzenpolitiker zu einem persönlichen Treffen mit Coronaleugnern und Querdenkern bereit erklärt. „Mein Angebot an alle Skeptiker gilt für die nächsten 10 Tage“, so ein hörbar heiserer Jens Spahn hüstelnd im Gespräch mit der ARD. „Lassen Sie uns gemeinsam über alles diskutieren.“ Die Idee zu der Einladung sei ihm spontan gekommen, so der Minister. „Ich habe derzeit beruflich nur sehr wenig zu tun und wollte die Gelegenheit nutzen, um auf meine schärfsten Kritiker einzugehen, bevor ich sonst die ganze Zeit nur zu Hause sitze.“

Postillon

*********************************************************

Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

*********************************************************

Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

——————————————————————————————————————

Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>