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RENTENANGST

DL – Tagesticker 22.09.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 22. September 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Welch eine Macht Anmaßung des kleinen Experten in seiner Kriese ! „Wir“ kann immer nur Merkel ! Hat sie sich doch Extra einen Influencer gesucht, welche ihr als Esel den Corona Karren zieht. Dazu waren die eigenen Leute doch nicht einmal fähig, gleichwohl sie auf einen Karren zur Arbeit gefahren werden müssen. Ach ja ! Nur Jemand welcher von sich glaubt, auch Gott zu sein, wird  entsprechend  angerufen !

Christian Drosten im Interview

1.) „Wir alle sind die Welle“

Herr Drosten, lange haben Sie keine Interviews mehr gegeben, aber jetzt, wo die täglichen Neuinfektionen wieder auf bis zu über 2200 steigen, der höchste Wert seit April, haben Sie den NDR-Podcast wieder begonnen. Ein Zeichen, dass wir am Beginn der zweiten Welle stehen?
Also diese ganze Wellendiskussion. Eine Welle erkennt man erst im Nachhinein. Und sie ist ja nichts Unausweichliches, etwas, was von alleine über uns schwappt. Wir alle sind die Welle. Das ist genau wie bei einem Stau, von dem jeder Autofahrer ein Teil ist…

… aber ja nur wenig Möglichkeit hat, sich zu entscheiden, wie er sich verhält!
Natürlich kann nicht jeder Einzelne immer das Ganze beeinflussen. Aber wer schon früh gewarnt wird, dass sich in 80 Kilometern Entfernung ein Stau aufbaut, kann jetzt schon mal überlegen, ob er einen Umweg nimmt. Das ist etwa unsere Situation: Wir sehen, dass in Frankreich, Spanien und England die Infektionszahlen wieder steigen, noch sind es vor allem Jüngere, die seltener schwer erkranken, aber dennoch laufen dort jetzt schon wieder die Kliniken und zum Teil auch die Intensivstationen voll. Das muss man ernst nehmen.

Tagesspiegel

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Hallo ! Jetzt kommt erst einmal der Winter, da friert selbst der Merz am Hintern ?

Friedrich Merz wegen Äußerung zu schwulem Kanzler in der Kritik

2.) Homosexualität

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz hat Homosexualität und Pädophilie in einen Zusammenhang gesetzt, dafür wird er kritisiert. Er selbst hält das für „bösartig“. Der CDU-Politiker Friedrich Merz ist nach seiner Äußerung über Homosexualität kritisiert worden. Er hatte in einem Interview mit dem Internetformat Bild live Homosexualität mit Pädophilie in Verbindung gebracht. Er sagte über einen möglichen homosexuellen Bundeskanzler: „Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht –, ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion.“ Merz, der sich um den CDU-Parteivorsitz und damit indirekt als Kanzlerkandidat der Union für 2021 bewirbt, wurde dafür von vielen Seiten kritisiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der mit einem Mann verheiratet ist, sagte: „Wenn die erste Assoziation bei Homosexualität Gesetzesfragen oder Pädophilie ist, dann müssen Sie eher Fragen an Friedrich Merz richten.“ SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil forderte Merz zu einer Entschuldigung auf. „Schwule immer in den Verdacht zu rücken, dass da etwas mit Kindern sei, zeigt ein rückständiges Denken“, sagte Klingbeil der Bild. „Da ist eine deutliche Entschuldigung fällig.“

Zeit-online

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Kann es schönere Beispiele über das Clan-Verhalten unter den Uniformierten geben? Alles ein Pack – alle in einen Sack ! Im ernst: Bestätigt sich nicht einmal mehr, dass der Untergebene keinen Mehrwert gegenüber seinen Vorgesetzten erheben kann? Auch unter den Dümmsten wird die Rangfolge eingehalten ! Wir müssen von Seehofer ausgehend –  hinunter blicken.

Empathie für Täter

3.) Videos von Polizeigewalt

Zwei Videos übergriffiger Polizisten machen im Netz die Runde. In beiden Fällen nehmen die Vorgesetzten ihre Beamten in Schutz. Die Empathie der Polizei für mutmaßliche Straftäter kann erstaunlich weit gehen. In einem Fall, geschehen in Göttingen, schlägt ein Mann einem 19-Jährigen ins Gesicht und kassiert dafür zwar ein Ermittlungsverfahren. Der Leiter der örtlichen Polizeiinspektion bezeichnet die Tat aber als „menschlich verständlich“. Das Opfer habe schließlich seine Nachbar*innen genervt und den späteren Schläger als „Spacko“ beschimpft. In einem zweiten Fall, geschehen in Dresden, bedroht ein Mann einen anderen auf offener Straße mit dem Tod („Schubs mich und du fängst dir ’ne Kugel!“) und zieht dann kurz an seiner Pistole. Der örtliche Polizeipräsident rüffelt den mutmaßlichen Täter zwar („So ein Satz darf nicht fallen“), schließt aber Konsequenzen aus, da die Situation am Rande einer Demonstration sehr hektisch gewesen sei. Im Übrigen habe der Mann den Drohsatz zwar eingestanden, aber glaubhaft versichert, gar nicht gedroht zu haben. Beide Vorfälle ereigneten sich in den letzten Tagen. Beide wurden auf Video aufgezeichnet. Und, was die Milde der Polizeichefs erklärt: Beide Männer waren Polizeibeamte im Einsatz. Damit stehen die Fälle symbolhaft für eine Entwicklung der letzten Jahre und Monate: Durch den technischen Fortschritt können Bürger*innen heute sehr viel einfacher als noch vor zehn Jahren Polizeieinsätze filmen und die Aufnahmen verbreiten. Durch die öffentliche Debatte über Polizeigewalt nutzen Bürger*innen diese Möglichkeit heute wohl sehr viel häufiger als noch vor einem Jahr. Polizeibehörden geraten dadurch vermehrt in Situationen, in denen sie vermeintliche oder tatsächliche Grenzüberschreitungen ihrer Beamt*innen kommentieren müssen. Und mit dieser Aufgabe sind die Verantwortlichen nicht selten überfordert: Angesichts der Beweislage können sie, in Göttingen wie in Dresden, die Vorfälle zwar nicht leugnen. Und doch werben sie für Verständnis für ihre Untergebenen, liefern diesen im Nachhinein eine Quasi-Rechtfertigung für ihr Handeln.

TAZ-online

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Das Neueste von Hühnerhof der EU : Viele Hähne hacken jetzt auf ein Huhn herum ? Ein schönes Spielzeug für die Obertrolle ? Seitdem die EU hofft, von ihren eigenen Nationen respektiert zu werden werfen sie sämtliche  Grundlagen der Diplomatie über den Haufen ?

EU-Außenminister treffen Tichanowskaja

4.) Beratungen zur Lage in Belarus

Sie zeigten sich beeindruckt vom Mut der Menschen in Belarus: In Brüssel haben die EU-Außenminister mit der belarusischen Oppostionsführerin Tichanowskaja gesprochen – und über Sanktionen diskutiert. Das Frühstück mit der belarusischen Oppositionsführerin Svetlana Tichanowskaja brachte der EU schon im Vorfeld Kritik aus Moskau ein. Den europäischen Außenministern aber gab es Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Lage in Belarus zu informieren. Und sich anzuhören, was die Opposition erwartet. Tichanowskaja hatte – so berichtete es die spanische Außenministerin Arancha Gonzalez Laya hinterher – eine sehr klare Botschaft mitgebracht: Sie habe Europa gebeten, die Demokratie und die Menschenrechte in Belarus zu unterstützen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hatte Tichanowskaja nach Brüssel eingeladen. Er machte erneut klar, dass die EU Machthaber Alexander Lukaschenko nicht als legitimen Präsidenten anerkennt. Borrell – wie auch andere Außenminister – zeigten sich beeindruckt von dem Mut und dem Durchhaltevermögen der Menschen in Belarus. Vor allem die Frauen in dem Land zeigten echte Führungsstärke, fügte der Chefdiplomat hinzu. Die EU unterstütze einen umfassenden nationalen Dialog und das Recht der Bevölkerung auf freie und faire Wahlen.

Tagesschau

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Ist es nicht für Deutschland beruhigend zu lesen, wenn zumindest in Italien die Linken noch Erfolge vorzuzeigen haben. Wann haben wir hier das letzte mal gelesen, das Linke etwas abgewehrt haben ? Vielleicht bevor sie in die Parlamente einzogen – wo sie sich entsprechend Protestuierten ?

Linke wehrt bei Wahlen in ihrer Hochburg Toskana Angriff der Rechten ab

5.) Italiener stimmen für deutliche Verkleinerung des Parlaments

Bei den in ganz Italien mit Spannung verfolgten Regionalwahlen in der Toskana haben die Sozialdemokraten ihre jahrzehntelange Macht gegen einen Angriff der rechtsradikalen Lega verteidigen können. »Dies ist ein außergewöhnlicher Sieg«, sagte Spitzenkandidat Eugenio Giani von der linksliberalen Demokratischen Partei (PD) am Montagabend. Eine Niederlage gegen seine Lega-Widersacherin Susanna Ceccardi hätte auch die Regierung in Rom in Bedrängnis bringen können. Giani verwies bei seiner Sieges-Erklärung auf die Hochrechnungen in Fernsehsendern, die ihn im Laufe des Abends zunehmend vor Ceccardi sahen. Die Europaabgeordnete von der rechtsradikalen Lega gestand in einer Textnachricht an Giani ihre Niederlage ein und forderte ihren Gegner auf, nun »zum Wohle der Menschen in der Toskana zu regieren«. Die Region ist seit Jahrzehnten eine Hochburg der Sozialdemokraten. Wäre sie tatsächlich von der rechtsradikalen Lega erobert worden, hätte dies vermutlich ein politisches Erdbeben bis in die Hauptstadt Rom ausgelöst: Der Urnengang galt als erster Stimmungstest für die Mitte-Links-Regierung von Italiens Ministerpräsidenten Giuseppe Conte seit dem Beginn der Corona-Krise und der damit verbundenen monatelangen strengen Ausgangssperre mit ihren schweren Folgen für die Wirtschaft. Bei den Regionalwahlen galten strenge Corona-Schutzregeln.

ND

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Wer den öffentlichen Lobhudeleien dieser Regierung noch Glauben schenkt, trägt selber die Hauptlast an der Schuld. Schenkt denn Niemand den Sklavenberichten aus grauer Vorzeit Beachtung ? Warum eigentlich sollten heutige Staatdiener anders behandelt werden ? Wie die Herren – so ihr Geschirr ? Wer sich ruhig  einsperren lässt – schreit auch bei anderen Benachteiligungen nicht.

Das Märchen von den 2,4 Millionen Helden

6.) TARIFSTREIT IM ÖFFENTLICHEN DIENST

Die Gewerkschaften wollen mit Warnstreiks höhere Gehälter im öffentlichen Dienst durchsetzen. Die Corona-Helden müssten mehr Geld bekommen, heißt es. Doch Zahlen zeigen, dass viele der Mitarbeiter keineswegs in den Helden-Berufen arbeiten. Vorangekommen ist in den Tarifgesprächen am Wochenende wenig, umso größer ist jetzt die Aufregung. „Die öffentlichen Arbeitgeber haben sich zwei Runden lang eingemauert. Damit sind Warnstreiks unvermeidlich“, sagte der Ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Er will 4,8 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Schon am Dienstag starten in den ersten Regionen die Arbeitsniederlegungen. Doch um welche Beschäftigten geht es eigentlich – und ist das Mittel des Streiks mitten in der Corona-Krise angemessen? Schließlich treffen die ausgerechnet die Bürger, die in den letzten Monaten ohnehin mit großen Beeinträchtigungen zu kämpfen hatten. Und öffentlicher Dienst ist nicht gleich öffentlicher Dienst: Viele Beschäftigte waren in der Krise nicht besonders gefordert, argumentieren Kritiker.

Welt

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Neu entdeckt: 

7.) Der Nationaltanz

Man hat mich mit einer großen, in der Geschichte unseres Landes einmaligen Aufgabe betraut. Etwas Niedagewesenes soll ich ins Werk setzen: Ich bin auserwählt, den Nationaltanz zu entwickeln. Von Natur aus habe ich überhaupt nichts mit Tanz im Sinn, vermutlich ist deshalb die Wahl auf mich gefallen. Aus tiefstem Desinteresse heraus sind noch stets die größten kulturellen Lei­stungen unseres Volkes erbracht worden. Daß wir zum Beispiel auf so einer komischen, dreieckigen Insel leben, hat bloß den Grund, daß es immer allen egal war. Und denken Sie an die vorgelagerten schrundigen Steinkolosse auf der Vorderseite: kein Mensch hat sich je dafür interessiert. Aber genau das macht uns groß.

Ich persönlich bin entschieden fürs Sitzen. Fürs Sitzen und fürs Liegen. Also muß ich den Nationaltanz im Sitzen bzw. Liegen entwickeln. Selbst wenn ich wollte, ginge es nicht anders. Ich habe nämlich den lieben langen Tag Elektro­den mit Kabeln am Kopf, weil die Hündin meiner Lebensgefährtin an ihrem Computer eine neue Superrasse errechnet, die weit über Hund und Mensch hinausgehen soll, und dazu braucht sie meine brachliegenden Hirnareale als Speicher für ihre immensen Datenmengen. Mir macht das nichts aus.

Zweimal am Tag geht meine Lebensgefährtin mit ihrer Hündin spazieren, wobei beide gemeinsam zu singen pflegen. Da ich mit Gesang ebenfalls nichts im Sinn habe, bleibe ich immer zu Hause liegen. Ich kann auch nicht müßig in der Gegend herumlaufen, denn ich habe den Nationaltanz zu entwickeln. Vielleicht wird er, wenn er fertig ist, über unser derzeitiges Volk und dessen Möglichkeiten weit hinausgehen, und erst die von der Hündin meiner Lebens­gefährtin entwickelte neue Superrasse wird ihm gerecht werden? Es kümmert mich absolut nicht, und das läßt seine Größe ahnen.

Titanic

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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