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DL – Tagesticker 22.08.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 22. August 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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An der gleichen Demo-Veranstaltungen würden sich doch sowieso nur Politiker-Innen beteiligen um dumme Sprüche loszuwerden und ihre Uniformträger politisch aufzuhetzen. Was soll es also – bis zum heutigen Tag hat noch kein Politiker wegen Corona die Kurve kratzen müssen ! An Corona denken alle – an die Opfer von Rassismus niemand ?

Hanau sagt Demonstration zum Gedenken an Anschlag ab

1.) Corona-Fallzahlen :

Tausende wollten am Samstag in Hanau der neun Opfer gedenken. Die Stadt hat die Demo überraschend abgesagt – wegen steigender Corona-Fallzahlen. Vor sechs Monaten hat ein Rassist in Hanau neun Menschen erschossen. Tausende wollten am Samstag der Toten gedenken. Doch die hessische Stadt hat die geplante Demonstration nun abgesagt – wegen einer „stark steigenden Zahl“ von Corona-Infektionen. Nach Angaben der Stadt meldete der Main-Kinzig-Kreis, dass die Zahl der Neuinfizierten in Hanau je 100.000 Einwohner im Sieben-Tage-Rückblick auf 49 hochgeschnellt sei. Damit sei die Schwelle für konsequente Beschränkungen erreicht.  „Sobald die Infektionsfälle wieder deutlich zurückgegangen sind, holen wir diese Trauerbekundung selbstverständlich nach“, sagte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Er und das Kreisgesundheitsdezernat seien schockiert über „die rasante Infektionsentwicklung“. Es sei mit einem weiteren Anstieg der Infiziertenzahl in den kommenden Tagen zu rechnen. Daher sei es nicht zu verantworten, mit einer Demonstration von 3.000 bis 5.000 Menschen womöglich zur weiteren Ausbreitung der Pandemie beizutragen.

Zeit-online

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Vielleicht ersetzt er den in der letzten Woche verstorbenen Sänger mit seinen Song: „If i hat a Hammer“ ? Aber einmal Spaß beiseite, wer betreibt denn nun die Panik,  -Regierungslaien oder Verschwörung -Theoretiker ? Letztendlich immer die Wirtschaft ? Mir hängt immer noch ein völlig entsinnt Er Plapperer aus Bielefeld  im Kopf.

Ifo-Präsident Fuest über Infektionszahlen:

2.) „Kein Grund zur Panik“

Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts, erklärt, warum ihn steigende Infektionszahlen noch nicht beunruhigen und wie die Wirtschaft durch die Krise kommt. „Hammer and Dance“ – mit diesem Ansatz zur Corona-Bekämpfung ist Tomas Pueyo weltbekannt geworden. Monate nach dem Hammer-Shutdown befindet sich Deutschland nun auf immer rutschigerem Parkett im „Tanz“ mit dem Virus. Die Infektionszahlen steigen dabei. Wie schätzen Sie derzeit Deutschlands Taktgefühl ein?

Clemens Fuest: Die steigenden Infektionszahlen müssen wir im Auge behalten, sie sind aber meines Erachtens kein Grund zur Panik. Es kommt darauf an, lokale Ausbrüche, die wir in den kommenden Monaten immer wieder sehen werden, schnell unter Kontrolle zu bringen. Außerdem ist es wichtig, die Risikogruppen zu schützen.

Spanien und Teile Kroatiens sind erneut Risikogebiet. Ist es wieder schwieriger geworden, „unsere Wirtschaft zu retten“?

Ifo-Präsident Fuest über Infektionszahlen: „Kein Grund zur Panik“
Fuest: Es war zu erwarten, dass es lange dauern wird, bis die Pandemie überwunden ist. Deshalb betone ich in meinem Buch, dass wir lernen müssen, in Gegenwart des Virus zu leben und zu wirtschaften. Wir können nicht warten, bis das Virus verschwindet.

Augsburger-Allgemeine

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Hieß es nicht schon immer : „Dummheit und Stolz blühen auf gleichen Holz“ – dem der Politiker – eben?

Härtere Strafen für Rassismus

3.) Kampf gegen Rechts :

Der Bundesgerichtshof kassierte ein Urteil gegen einen Rechtsextremen. Beim Strafmaß müsse fremdenfeindliche Motivation stets berücksichtigt werden. Wenn ein Täter aus rassistischen Motiven handelt, muss er härter bestraft werden. Darauf wies jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) hin und hob ein Strafurteil aus Koblenz auf, das diesen Grundsatz missachtete.Konkret ging es um Vorfälle im Jahr 2011. Eine Gruppe junger Männer aus dem Umfeld des neonazistischen Aktionsbüros Mittelrhein besprühte vier Schulgebäude in Rheinland-Pfalz mit Graffitiparolen wie „Hitzefrei statt Völkerbrei“ oder „Die Deutsche Jugend wehrt sich“. Das Landgericht Koblenz wertete dies acht Jahre später in seinem Urteil gegen einen der Täter als gemeinschädliche Sachbeschädigung. Der Mann soll außerdem in Düsseldorf an einem Marsch der „Unsterblichen“ teilgenommen haben. Dabei zogen Nazis mit weißen Masken, dunkler Kleidung und Fackeln durch die Stadt. Der Aufmarsch unter dem Motto „Volkstod stoppen“ erinnerte an Fackelmärsche im Dritten Reich. Dabei habe der Mann gegen das Uniformverbot verstoßen, befand das Landgericht Koblenz.

TAZ

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Sieht so schon eine anstehende aktive Nachhilfe für eine angebende DR. Physikerin aus  ?

Man kann Belarus nicht umkrempeln

4.) Generation Greta und ich:

Meine Tochter ist 17 Jahre alt. Früher habe ich ihr die Welt erklärt. Seit einiger Zeit erklärt sie mir ihre Welt. Ich habe mich entschlossen, zuzuhören.

MUTTER: Ich bin echt gespannt, wie es in Belarus weitergeht. Im Moment ist die Lage total ungeklärt. Man weiß nicht, ob die Dinge eskalieren.

TOCHTER: Denkst du, man müsste was tun?

Ja, weiß ich auch nicht so genau. Im Moment ist das Volk dort jeden Tag auf der Straße und protestiert gegen Wahlfälschung. Es werden viele verhaftet und ins Gefängnis gesperrt. Ich glaube, die Zustände in den Gefängnissen sind ziemlich furchtbar. Ich habe eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, da hatten Angehörige direkt vor einem Gefängnis Tonaufnahmen gemacht und man hörte Schreie. Dann wurden Leute freigelassen und die haben dann erzählt, dass sie die ganze Nacht Menschen gehört haben, die vor Schmerzen geschrien haben. Was mich umtreibt, ist jetzt die Frage, was passiert, wenn Polizisten oder Soldaten auf Demonstranten schießen. Oder wenn Russland sich entschließt, Truppen zu schicken, um den Konflikt zu beenden. Was macht man dann als EU?

Sobald auf Menschen geschossen wird, muss die EU auf jeden Fall was tun. Man kann nicht zulassen, dass Demonstranten mit ihrem Leben bezahlen, die nur ihr Grundrecht einfordern, nämlich dass eine Wahl nicht gefälscht wird. Man kann keinen Krieg mit Russland oder den Truppen dort im Land anfangen. Daneben sitzen und nichts machen, geht aber auch nicht. Näher kann so ein Konflikt ja kaum noch rücken.

Berliner-Zeitung

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Ist das nicht genau das Thema welches wir seit langen an den Meinungs-Pranger hängen ? Wessen Hand mich füttert – dessen Hand ich nicht beiße ! Die Religionen nutzen die gleichen Vorteile zur Verbreitung ihrer Verschwörung -Theorien : “ Politisches Pack schlägt sich – und verträgt sich“ ! Hauptsache am Abend stimmt die Kasse.

Wie Unions-Politiker seriöse Medienpolitik zerstören

5.) RUNDFUNKBEITRAG

Politiker von CDU und CSU nehmen ein Satirevideo des öffentlich-rechtlichen Jugendangebots Funk zum Anlass, ARD und ZDF zu drohen. Sie wollen die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrages verhindern. Ihr Vorgehen ist gefährlich. Wenn sich Bürger über das Angebot von ARD und ZDF beklagen und dann mit Empörung auf den vielleicht bald wieder steigenden Rundfunkbeitrag verweisen, ist das ihr gutes Recht. Sie knüpfen ihre monatliche Zahlung an die Qualität der Sendungen, die sie sich anschauen oder anhören. Wenn Politiker das Gleiche tun, ist das allerdings höchst problematisch, sogar gefährlich. Denn Politiker können zwar durchaus Beiträge öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten kritisieren, wenn sie dazu einen Anlass sehen. Was sie aber tunlichst unterlassen sollten, ist inhaltliche Kritik am Programm an die Frage nach ihrer Zustimmung zu einer Beitragserhöhung zu knüpfen. Denn es gilt die Rundfunkfreiheit. Die Politik soll und darf keinen inhaltlichen Einfluss auf die Sender nehmen. Einen konkreten Anlass für diese Klarstellung, die eigentlich zum Einmaleins der Medienpolitik gehört, ist ein Video, das bei Funk lief, dem öffentlich-rechtlichen Jugendangebot im Internet. Der junge Comedian Aurel Mertz hat für Funk einen kurzen Film gedreht, in dem ein Mann, der Probleme hat, sein Fahrrad aufzuschließen, erst von zwei Polizisten und dann von einem Scharfschützen ins Visier genommen und darauf erschossen wird. Weil seine Hautfarbe nicht weiß ist und die Polizisten in ihm einen kriminellen Ausländer sehen, dem man Einhalt gebieten muss.„Racial Profiling“ heißt das Video, veröffentlicht wurde es bereits am 21. Juli. Politiker wie Thomas Strobl (CDU), der Innenminister von Sachsen-Anhalt, und dessen Amtskollege Herbert Reul (CDU) aus Nordrhein-Westfalen haben es scharf kritisiert; Reul sprach von „einem Schlag ins Gesicht jedes Polizeibeamten“. Der YouTuber Mertz sagte, er habe den Finger „in die Wunde legen“ wollen. Das ZDF wiederum teilte mit, der Beitrag sei „in seiner Überspitzung und Darstellung eindeutig als Satire erkennbar“. Tatsächlich ist das Video, anders als etwa der „taz“-Kommentar der Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah, in dem Polizisten auf den Müll entsorgt werden sollten, nicht nur vielleicht, sondern ohne Zweifel satirisch gemeint. Was von der Frage, ob es witzig oder gelungen ist, klar zu trennen ist. Zwei CDU-Politikern aus Sachsen-Anhalt genügte es allerdings nicht, den Videoclip wegen der Zuspitzung, die Polizisten letztlich als unbedarfte, schießfreudige Rassisten darstellt, abzukanzeln. Sven Schulz, Generalsekretär der CDU von Sachsen-Anhalt, twitterte, es sei wegen solcher Videos „richtig, dass die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrags nicht kommen wird“. Und weiter: „Die CDU in Sachsen-Anhalt wird das verhindern.“ Liest sich nicht nur, sondern ist so etwas wie eine offene Drohung.

Welt

Dieser Beitrag war beim Schreiben noch frei zugänglich !!

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Hat nicht eine Vorkriegsregierung die Massen ähnlich in Panik versetzt wie die Heutige ? Warten wir die neuesten Entwicklungen ab, vielleicht wird in Bälde ja schon wieder zurückgeschossen? Der Beginn wird von einigen Uniformierten schon angedeutet ? 

»Corona-Rebellen« und »Covid-Leugner«: Versuch einer Demaskierung.

6.) Paranoia, Taktik und Spektakel

Am 6. August 2020, als die Zahlen der neu mit Corona Infizierten wieder einmal deutlich angestiegen waren, gab ein Interview in einer Radio-Morgensendung die Zahl der hiesigen »Maskenverweigerer« mit 10 Prozent an. Ein Mittelwert, der verdeckt, dass es Gegenden und Milieus gibt, in denen fast alle eine Maske tragen – und andere, in denen sich fast jeder zweite diesem Ding verweigert, das beides zugleich ist: eine medizinische Maßnahme, mit der man wohl weniger sich selbst als andere vor sich schützt, und eine symbolische Geste, die besagt: Ich nehme eine erträgliche Beeinträchtigung in Kauf, weil mir das Wohl meiner Mitmenschen am Herzen liegt. Und ich würde selbst dann, wenn der medizinische Erfolg nicht vollständig belegbar ist, eine solche Maske tragen, als Zeichen von Solidarität. Vier Tage später erreichte uns die Meldung: »Laut einer Umfrage würden sich 35 Prozent der US-Amerikaner keiner kostenlosen Impfung gegen Corona unterziehen.« Unter den Anhängern der Republikaner sei die Zahl der Skeptiker »besonders groß«. I. Nun zeigten die »Krawalle« in Stuttgart und jene Großveranstaltung vom Juli in Berlin (auch wenn die Teilnehmerzahlen von Veranstaltern, Polizei und Medien in Trump’schem Maß auseinanderklaffen), dass die zehn Prozent der »Maskenverweigerer« das Zeug zu einem politischen Subjekt haben – mit einer vollständig widersprüchlichen, vergifteten und großteils anti-rationalen Agenda. Und der Überhang der Republikaner-Fans bei den potenziellen Impfverweigerern zeigt, wie eng politische Einstellung und ein hygienisches Verhalten verbunden sind, das dem wissenschaftlich-kritischen Weltbild so sehr zuwider läuft wie dem Grundwert der Mitmenschlichkeit. Sucht sich ein irrational-egomanisches Verhalten eine politische Rechtfertigung, oder erzeugt eine politisch-ideologische Gemengelage ein rücksichtslos soziophobes Verhalten? Dramatischer noch: Was mag aus dieser dialektischen Einheit entstehen?

ND

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7.) Die queere Seuche

Menschen wie er sind eine Seltenheit in Deutschland geworden: Männer mit Meinung. Der Tageszeitungs-Journalist und Schwulenaktivist Fun Jeddersen erkennt Sprechverbote und spricht über sie. In einem bewegenden Thinkpiece erklärt er, warum er Angst um sich und sein Land hat.

Meine Damen und Herren,

ich wende mich heute mit einem dringlichen Anliegen an Sie. Sie müssen wissen, wir sind im Begriff etwas zu verlieren, etwas so Besonderes und Seltenes wie das Maggikraut. Die Meinungsfreiheit des Mannes ist bedroht. Lachen Sie nicht! Wenn ich sage, dass ich froh bin, schwul und nicht ein Mann in Frauenkleidern zu sein, werde ich dafür gleich zur Rede gestellt. Nicht in den Zeitungen, in deren Redaktion ich sitze, oder den Vereinen, in deren Vorstand ich bin, aber da draußen. Sie sehen: Wer schwul ist, wird verfolgt. Genau wie damals, nur ist es jetzt Adolfa Hitler – sie verstehen, Mann in Frauenkleidern?!

Das mit den Queeren ist ein Problem. Neulich habe ich in einer bekannten deutschen Tageszeitung, für deren Leserschaft ich als Schwuler etwas Aufregendes und Verbotenes, ein linksliberaler Wohlfühlschauer bin, wie ein Joint oder die Straßenbahn, bereits gute Worte gefunden: „‚Queer‘ klingt parfümiert, uneigentlich. Sprachbereinigt insofern, als in ‚queer‘ etwas verloren geht: das für die meisten heterosexuell orientierten Menschen Faszinierende, Drohende. ‚Schwul‘ sind Leute, die die Nazis tausendfach töteten und die das deutsche Tätervolk gern an die Gestapo verpetzte.“ Guter Text von mir.

Ich möchte nicht parfümiert sein, nicht bereinigt. Ich gehe ungern duschen. Ich möchte ein Mann wie ein Wildschwein sein: Bepelzt, unparfümiert und glücklich in der Schlammpfütze. Das alles, das Parfümierte, die Fingernägel: All das ist nicht schwul. Schwul ist hart, männlich und macht mit öligem Oberkörper den Aufguss in der Bergwerkssauna oder spielt gedankenverloren Walther von der Vogelweide auf der Klampfe. Schwule werden von Nazis hingerichtet, während die Transgenderleute einfach an Armut oder Gewaltverbrechen sterben. Luschen.

Titanic

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :        DL / privat – Wikimedia

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