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DL – Tagesticker 15.10.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 15. Oktober 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Woran sehen wir denn noch die Unterschiede, wenn Merkel heute wie Trump oder Orban regiert ? Der Respekt oder Größenwahn wurde doch lange zuvor von Mutti  an die Wirtschaft mit Namen Corona verkauft. Eine Grippe welche wie gerufen des Weges kam. Wie sagte es unser Vater schon immer: “ Haltet euch aus der Politik heraus. Es ist das dreckigste Geschäft der Erde“. Bis auf Einen sind alle seine Kinder dieser Aufforderung gefolgt. Ich habe aber den Vorteil aus 30-jährieger Erfahrung zu reden und zu schreiben.

Coronavirus

1.) Die Krise der Krisenkanzlerin

Angela Merkel gelingt es kaum, die Länder zusammenzuhalten: Ihre Mahnungen haben sich abgenutzt. Auch deshalb mussten Regeln und Appelle schärfer werden – eine Spirale. Die politischen Fronten in der Corona-Krise verlaufen derzeit zwar weiter entlang bekannter Koordinatensysteme: Parteizugehörigkeit, Ost und West, Länder mit vielen Infektionen gegen solche mit wenigen, Föderalisten gegen Zentralisten – doch neuerdings entbrennen Konflikte entlang all dieser Brüche, und zwar gleichzeitig. Mitten drin die Bundeskanzlerin. Einzig ihre Autorität hält für den Moment den Betrieb zusammen. Aber selbst Angela Merkel hat für die Kompromisse vom Mittwochabend fast sieben Stunden Verhandlungsgeschick gebraucht.Zufrieden war sie nicht: „Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden. Dann sitzen wir in zwei Wochen eben wieder hier. Es reicht einfach nicht, was wir hier machen“, soll Merkel in der Runde geklagt haben. Ein Satz, den sie hinterher auf der Pressekonferenz nicht dementierte. Merkel kann ihre eigene Rhetorik nun kaum mehr steigern. Insofern ist es zumindest eine Erwähnung wert, worauf sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dann doch verständigt haben: Überschreitet die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern die Marke von 50, gilt eine Sperrstunde ab 23 Uhr. Private Feiern werden auf zehn Menschen beschränkt, beziehungsweise die Mitglieder zweier Hausstände. Schon ab 35 Neuinfektionen soll es eine erweiterte Maskenpflicht geben.

Zeit-online

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Sind diese Specknacken vielleicht zu fett ihre eigenen Koffer zu tragen und geben deshalb diese Empfehlungen  heraus ?

„Eigentlich müssten wir sagen: Bleiben Sie zu Hause“

2.) Reaktionen nach Corona-Gipfel  

Bund und Länder haben sich auf Einschränkungen angesichts steigender Corona-Infektionen geeinigt. Doch die Bundeskanzlerin ist nicht zufrieden. Und auch Ministerpräsident Söder spricht Warnungen aus. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hält die neuen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für noch nicht ausreichend. Deutschland stehe am Anfang einer sehr großen zweiten Infektionswelle, sagt Braun in der ARD. „Im Grundsatz ist eigentlich, was wir sagen müssten: Bleiben Sie zu Hause – so wie wir es im März/April hatten. Jetzt ist nicht die Zeit für Reisen.“ Eigentlich müssten jetzt alle Kontakte halbiert werden, um die Pandemie einzudämmen, ergänzt Braun. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich mit den Beschlüssen unzufrieden. „Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden“, sagte die CDU-Politikerin nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern. „Es reicht einfach nicht, was wir hier machen.“ Nach der Sitzung betonte Merkel, ob die Beschlüsse reichen oder nicht, werde man sehen. „Deshalb ist meine Unruhe mit dem heutigen Tag noch nicht weg.“  Merkel machte deutlich, dass sich ihre Unzufriedenheit vor allem auf die umstrittenen Beherbergungsverbote bezieht. Auch Söder skeptisch, ob Maßnahmen reichen

T-online

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Macht FFF nicht alles richtig ? Sollten wir unsere Kinder nicht allgemein zu mehr Widerstand erziehen ? Besonders wenn sie von Lehrer-Innen geschlagen werden – nicht auch noch die andere Backe hinzuhalten? Den Messdienern Mut zuzureden dem Priester seinen Messwein samt Wasser in das Gesicht zu schütten. Erst wenn auch der letzte Saaldiener in den Parlamenten den Redner-Innen das Wasser in ihre feisten Gesichter schüttet, beginnt das Volk damit, sein selbst gewähltes  Sklaventum abzuräumen !

Wenn es um Corona Maßnahmen geht, hilft der Koran

3.) Die Nafrichten von Mohamed Amjahid

Der Islam ist die Lösung!“ So zumindest behauptete es ein nerviger Schulkamerad von mir auf dem Gymnasium in Marokko andauernd. Jedes Mal, wenn wir eine neue Lektion im Bio-, Mathe- oder Physikunterricht gelernt hatten, sagte er trocken: „Steht exakt so im Koran!“ Er zitierte dann eine Stelle aus dem heiligen Buch der Muslim*innen, um seine Behauptung zu unterstreichen. Menschliche Fortpflanzung, Trigonometrie, ja selbst bei der Relativitätstheorie sagte er einen passenden Vers auf. Ich weiß nicht mehr, welchen er jeweils angeführt hat und ärgere mich, dass ich und der Rest der Klasse ihm eigentlich nie wirklich zugehört haben. Wie sehr würde ich heute bei Debatten in Almanya gerne spontan passende Koranverse aus dem Hut zaubern! Ich bin mir sicher, der Möchtegern-Imam aus meiner Schule hätte im Deutschland der Gegenwart großen Spaß. In Zeiten lebensrettender Coronamaßnahmen werden immer mehr Regeln aufgestellt und diskutiert. Alle – würde mein ehemaliger Mitschüler sagen – stehen exakt so im Koran: Alkoholverbot, Gesichtsbedeckung, regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Senior*innen ehren und schützen, die Schwächsten in der Gesellschaft solidarisch unterstützen, auf die Wissenschaft hören … Ich war neulich in einem Schulgebäude für einen Vortrag und auf einem Zettel stand dort folgender Satz: „Wir respektieren uns und geben uns nicht die Hand!“ Oh! My! Allah! Sogar gegen die in Europa grassierende Schweinepest kennt der Koran die beste Lösung. Mein Frühstück ist zumindest seit 1988 Schweine(pest)-frei (siehe: Sure Die Kuh, 2:173). Take that, Clemens Tönnies!

TAZ-online

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Alle Reden helfen nicht wenn Politiker-Innen dafür die geistigen Erklärungen ihrer Experten-Innen benötigen ! Womit wir wieder auf einer Höhe mit Trump lägen ? Wir sollten auch die Presse, den Funk, sowie das Fernsehen nicht danach messen was sie Schreiben oder erzählen, sondern daran, wie sie sich auszudrücken verstehen. Was wir als letztes benötigen ist eine sogenannte Hofberichtserstattung! Was einst der Adel bedeutete,  wurde von der Politik samt ihren Parteien nahezu nahtlos übernommen.

„Wir sind in einer Phase der Pandemie, die ernst ist“

4.) Corona-Gipfel bei Merkel

Die Kanzlerin ringt mit den Bundesländern lange um eine gemeinsame Linie gegen die Pandemie. Beim Beherbergungsverbot gibt es keine Einigung Die Nachricht passt zum Treffen. Mehr als 5000 Corona-Neuinfektionen und 43 neue Todesfälle an einem Tag in Deutschland – und Europa hat Donald Trumps USA bei den täglichen Neuinfektionen je eine Million Einwohner nun wieder überholt. Es ist Eile geboten, sonst ist bald halb Deutschland Risikogebiet. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat größte Mühe, die anfangs noch starke gemeinsame Linie mit den Bundesländern wieder zu beschwören. Viele Bürger wollen wieder etwas mehr von der alten Normalität zurück, Schulen und Kitas sollen offen bleiben, ebenso Geschäfte; Hoteliers warnen vor Insolvenzen, genauso wie Künstler, Clubs, Veranstalter, Schausteller und tausende Unternehmen. Das macht es so schwierig, die richtige Balance zu finden. „In diesen Tagen entscheidet sich die Frage, ob wir in Deutschland die Kraft haben, den Anstieg der Infektionszahlen wieder zu stoppen“, heißt es eindringlich im Bund/Länder-Papier beim Corona-Gipfel am Mittwoch im Kanzleramt. „Diese Aufgabe hat auch eine historische Dimension: Die Staaten, denen es gelingt, die Infektionskontrolle zu erhalten, werden wirtschaftlich und sozial besser durch die Krise kommen.“

Tagesspiegel

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Wäre es nicht angebrachter an die Trümmerfrauen, nach dem Ende des Krieges zu erinnern? Man brauchte nur ein Denkmal von Mutti zu erstellen und Fänge damit zwei Fliegen auf einen Schlag.  Was die Einen in relativ kurzer Zeit aufbauten, zerschlug Mutti schließlich schon innerhalb von 16 Jahren. Diese Gesellschaft war selbst vor den Krieg nicht so zerstritten wie Heute. Das alles obwohl wir das Gas nur noch zum Heizen benutzen. Als Ersatz lassen wir Heute im Mittelmeer planschen.

ERINNERUNGSPOLITIK

5.) Die »Trostfrau« von Moabit

Eine Berliner Friedensstatue gegen sexualisierte Gewalt soll nach Protesten der japanischen Regierung abgerissen werden. Der euphemistische Begriff »Trostfrauen« steht für Verbrechen der japanischen Armee während des Pazifikkriegs (Juli 1937 bis September 1945), der in China und anderen asiatischen Staaten »Krieg des Widerstands gegen Japan« genannt wird. Das faschistische Japan hatte zunächst China angegriffen, weitete seinen Angriffskrieg dann auf ganz Südostasien und einen Großteil des Pazifiks aus: Thailand, Vietnam, Malaysia, Burma, die Philippinen, Singapur und eben Korea waren nur einige der besetzten Länder. Wegen der Ermordung von Millionen Zivilisten und Kriegsgefangenen – weitere Millionen starben in Zwangsarbeitslagern und durch vom Besatzungssystem verursachte Hungerkatastrophen – spricht man auch vom »asiatischen Holocaust«. Zwei Stühle.  Zu den Kriegsverbrechen gehört auch die systematische Zwangsprostitution von Frauen. Die Führung des faschistischen Regimes versprach sich von einer »organisierten« Prostitution vor allem eine bessere Moral der Soldaten. Zunächst versuchte man, berufsmäßige Prostituierte anzuwerben, dann ging die Militärpolizei der Marine, die berüchtigte Tokkeitai, dazu über, Töchter von Systemkritikern in Bordelle an der Front in China, Indochina und Indonesien zu zwingen. Vor allem aber wurden die »Trostfrauen«, die »Jugun ianfu«, in militärisch besiegten Gebieten wie China und Korea, aber auch Timor, Indonesien oder Burma zwangsprostituiert. Schätzungen gehen von 100.000 bis 400.000 Frauen aus, die vergewaltigt, geschlagen und gefoltert wurden, die meisten von ihnen aus Korea, China und Japan selbst.

Junge-Welt-online

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Wie es sich geziemt – Die traurigste aller Meldungen zuerst: „Noch ist kein Politiker aus der Regierung durch das Raster gefallen“! Sie hüpften alle immer noch, auf die bereitgestellten Notenpakete.

RKI: Zahl der Neuinfektionen so hoch wie noch nie

6.) Coronavirus in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag mit 6638 so viele Neuinfektionen an einem Tag wie noch nie seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. Bislang wurde der höchste Wert mit 6294 Fällen am 28. März erfasst. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 341 223. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich demnach auf 9710. Nie zuvor waren die Zahlen in Deutschland offiziell so hoch wie aktuell; allerdings sind die Werte nur eingeschränkt miteinander vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Das RKI schreibt zur momentanen Situation: „Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert.“

Sueddeutsche-Zeitung

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Daniel Kehlmann: „Wir müssen jetzt maßvoll durchdrehen“

7.) Abt. Millionäre zur Lage

Deutschlands einziger Weltschriftsteller macht derzeit mit Interviews in „Welt“ und „NZZ“ von sich reden: Die Corona-Maßnahmen hätten fast zu einer Diktatur geführt, mit dem Verzicht auf Restaurantbesuche breche die abendländische Zivilisation zusammen. Im Gastbeitrag für “TITANIC Online” erklärt Kehlmann, warum er noch immer ernstgenommen werden möchte. Gestern hatte ich Francis Fukuyama im Zoom-Call. Der bekannte Futurologe, ein wirklich bedeutender Mann, trug in unserem Gespräch eine Maske. Angeblich, weil er gleich noch zu Penny müsse. Da fragte ich mich für einen Moment schon, ob wir alle eigentlich noch unsere Vernunft (Kant) benutzen, oder nur ich. Ich, Daniel Kehlmann. Ich gebe zu: Im März bin ich ein bisschen durchgedreht. Die Aussicht, für ein paar Wochen mein Leben zugunsten des Allgemeinwohls einschränken zu müssen, hat mich sehr betroffen gemacht. Einschränkungen, das kenne ich nur aus totalitären Systemen. Und mit dem “Allgemeinwohl” wurde noch jedes Verbrechen gerechtfertigt: die Stasi, die Buchpreisbindung, die Straßenverkehrsordnung. Diese Position nehme ich mir heraus: Wenn ich als Schriftsteller nicht mehr für ein Wochenende spontan nach New York zum Shoppen kann, sind wir der DDR gefährlich nahe.

Titanic

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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