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RENTENANGST

DL – Tagesticker 11.10.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 11. Oktober 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Und die sich selbst ernannten Werte – Demokratien wie Deutschland antworten mit dröhnenden Schweigen da sie in Angst vor wirtschaftlichen Folgen, – vor den USA,  in Angst erstarren.

Völker der Welt, hört endlich zu :

1.) Julian Assange ist ein politischer Gefangener

Der Fall Julian Assange ist kein Prozess. Er ist ein Fuck-up. Wenn Assange an die USA ausgeliefert wird, ist der investigative Journalismus tot. Eine Wutrede. Dies sollte einmal ein Prozessbericht werden. Es ging nicht. Einmal wegen Corona und auch weil letztlich aus London nie eine Akkreditierung kam. Der Prozess gegen Julian Assange ist ein Unfall mit Ansage. Ein vorsätzlich herbeigeführter Unfall. Und deshalb ist dies ein Unfallbericht. Gerade läuft in London ein Jahrhundertprozess. Gut, es ist wenigen aufgefallen, denn viel berichtet wird nicht. Es passiert nicht häufig, dass in der westlichen Welt ein Journalist vor Gericht steht, der seit Jahren Informationen über Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Massenüberwachung, Korruption und sonstige Missstände von öffentlichem Interesse veröffentlicht – und dafür angeklagt ist. Das sind Dinge, die eigentlich in Zeitungen gehören. Es sind Dinge, die hin und wieder auch mal in Zeitungen standen oder stehen, so wie die Enthüllungen von Daniel Ellsberg über die Pentagon Papers, die Missstände des Vietnamkriegs oder die Snowden-Enthüllungen. Doch das könnte bald Geschichte sein, sollte Assange verurteilt werden. Der Preis für die Veröffentlichung von wahren Informationen –  – wird zu hoch sein. Momentan beläuft sich der Preis auf 175 Jahre Haft. Assange soll in die USA ausgeliefert werden, wo er wegen Spionage angeklagt ist, gestützt auf ein , dem Espionage Act. Es wäre ein Präzedenzfall, eine Überschreitung sämtlicher Grenzen.

Berliner-Zeitung

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Fällt es nicht auf, das sich ausgerechnet herrschende Regierungen vielfache Ratschläge von Institutionen einkaufen, welche aus den dunkelsten Zeiten ihres Landes plötzlich im strahlenden Licht aufleuchten ?

Ärztevertreter warnen bei Corona vor „falschem Alarmismus“

2.) Trotz mehr als 4700 Neuinfektionen

Wirtschaft und Virologen kritisieren undurchsichtige Corona-Regeln. Ärztevertreter Gassen stellt gar den Sinn mancher Auflagen infrage. Die Infektionszahlen in Deutschland steigen weiter – Ärztevertreter sehen aber keinen Grund zur Panik und werfen dem Robert Koch-Institut (RKI) vor, die Bürger mit Warnungen in die Irre zu führen. Der Chef des Kassenärzte-Verbandes, Andreas Gassen, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir müssen aufhören, auf die Zahl der Neuinfektionen zu starren wie das Kaninchen auf die Schlange, das führt zu falschem Alarmismus“, sagte Gassen. „Selbst 10.000 Infektionen täglich wären kein Drama, wenn nur einer von 1000 schwer erkrankt, wie wir es im Moment beobachten.“ Im Frühjahr habe es bei 4.000 Neuerkrankten täglich bis zu 150 Corona-Tote gegeben, erläuterte Gassen. „Das ist vorbei. Jetzt sind es einstellige Sterbezahlen. Solange das Verhältnis so bleibt, sind Neuinfektionen im fünfstelligen Bereich kaum relevant.“ Eine Überlastung des Gesundheitssystems sei auch in Herbst und Winter nicht abzusehen, sagte der Mediziner. Am Donnerstag hatte RKI-Chef Lothar Wieler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) davor gewarnt, die Lage in Deutschland drohe außer Kontrolle zu geraten. „Durch den Wust an nicht nachvollziehbaren Regelungen verlieren wir aber eventuell die Akzeptanz für die Maßnahmen, die wirklich etwas bringen“, sagte Gassen. „Die Reisebeschränkungen sind zur Pandemiebekämpfung überflüssig und auch nicht umzusetzen.“

Tagesspiegel

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Ist es nicht vollkommen gleichgültig wer vor seinen Nationalistischen Fahnen sitzt? Ob sie nun Steinmeier, Merkel,  Kim, Trump, oder Ping-Pong heißen? Sie alle möchten ihren Bürger-Innen  etwas verkaufen, was die wenigsten wirklich brauchen. Denn deren Werte können sie sich dorthin stecken, wo sie einen entsprechenden Platz finden. Die persönliche Freiheit ist es mit Sicherheit nicht. Diese fängt auch in Corona Zeiten für allzu viele erst mit dem Tod an !

Vier führende Covid-Impfstoffkandidaten sind in China entwickelt worden

3.) Pekings aktionistische Impfstoff-Diplomatie

Obwohl die Produkte noch in der Testphase sind, werden sie bereits hunderttausenden Chinesen verabreicht. Nun will das Land auch die weltweite Corona-Impfschutzallianz Covax unterstützen. Wer sich in China durch die sozialen Medien klickt, bekommt den Eindruck, dass die Zulassung eines Impfstoffs unmittelbar bevorsteht. Auf einem Handyvideo meldet sich etwa der Student Zhu Aobing zu Wort: „Ich bin Nummer neun der ersten Freiwilligengruppe. Bereits am 19. März habe ich einen Impfstoff injiziert bekommen“, sagt der Chinese aus Wuhan, dem einstigen Epizentrum der Pandemie. „Nach sechs Monaten mache ich nun den letzten Bluttest. Ich habe weder Fieber noch Erkältung.“ In den Kommentaren hagelt es Beifall. „Wer Zweifel an dem Impfstoff hat, soll abwarten, bis er im Ausland erprobt wurde“, schreibt ein Nutzer, „aber ich denke, wenn China nicht wirklich etwas Erfolgreiches erschaffen hätte, würde es nicht solche Behauptungen aufstellen.“ Die Behauptungen der Regierung klingen in der Tat vielversprechend. Wu Guizhen vom chinesischen Zentrum für Seuchenprävention kündigte an, im November oder Dezember werde eine Impfung bereitstehen. Dabei handelt es sich um zwei Produkte des Unternehmens Sinopharm aus Schanghai, die derzeit in den Arabischen Emiraten, Bahrain, Peru und Argentinien getestet werden. Quantitativ steht China damit vorn: Von weltweit rund einem Dutzend Impfstoffkandidaten, die für finale Feldstudien zugelassen wurden, sind vier in China entwickelt worden.

TAZ

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Wo war denn der Titel je mehr Wert, als das – was die Politik daraus gemacht hat ? Überwiegend ein Sprachrohr dümmlicher Möchtegern-Politiker-Innen. Haben redliche Bürger-Innen nicht immer schon an diesen Bäumen zu rütteln versucht ? Egal ob von ihnen nun der Apfel, eine Birne, oder gar eine Zitrone herunterfiel. Was zählte war allein das diese Frucht nicht faul  – und der Regierung wohlig auf der Zunge lag ?

Professor vergreift sich in der Wortwahl – und wird der Uni verwiesen

4.) Rassismus in den USA

Gary Shank, Professor an der Duquesne-Universität in Pittsburgh, wird gefeuert, nachdem er im Unterricht rassistische Sprache verwendet hat. Pittsburgh – Ein Professor der katholischen Duquesne University Pennsylvania wurde beurlaubt, nachdem Filmmaterial aufgetaucht ist, das beweist, dass er im Unterricht das N-Wort nutzt und seinen Studenten nahelegt, es sei in Ordnung, den rassistischen Begriff „im pädagogischen Sinne“ zu verwenden. Bis eine Untersuchung aufgrund seines angeblichen Gebrauchs rassistischer Sprache während seines virtuellen Unterrichts abgeschlossen ist, bleibt der Hochschullehrer beurlaubt. USA: Gary Shank ermutigt seine Studierenden, das „N-Wort“ zu nutzen. Ein Video des Vorfalls, das auf Twitter veröffentlicht wurde, zeigt, wie Professor Gary Shank seinen Studentinnen und Studenten die „Erlaubnis“ gibt, das N-Wort in seinem Unterricht zu verwenden. Schließlich sei es in seinen eigenen jungen Jahren ein sehr häufig verwendetes Wort gewesen. Außerdem gibt er an, dass der Begriff „N***** Rich“ seinerzeit genutzt worden sei, um Leute aufziehen, die etwas mehr Geld hätten. Er fragt seine Studierenden, ob dieser Begriff heute noch verwendet wird. Antwort: Nein. Das entlarvende Filmmaterial hatte seinen Weg in die sozialen Medien gefunden, nachdem es ein vermeintlicher Student in Gary Shanks per Zoom-Meeting abgehaltener pädagogischer Psychologieklasse aufgenommen und auf Twitter veröffentlicht hatte. Das Video zeigt einen Tablet-Bildschirm, auf dem eine Folienpräsentation zu sehen ist. Ihr Titel: „Rasse (aus kultureller Sicht“). Untertitel: „Basierend auf wahrgenommenen körperlichen Unterschieden. Die der Rasse zugewiesenen Werte sind kulturell und nicht physisch.“

FR

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Hat von den Animateuren der Politik irgend jemand das bekommen was ihm eigentlich zustand oder auch versprochen wurde ? Stellten sich nicht die meisten der verabschiedeten Gesetze als verschwurbelte Gesetzesblasen heraus, deren Anwendungen nur wenige verstanden – oder verstehen sollten, da sie schon in voraus als Volksbetrügerisch angedacht waren ?

Beim Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst bekommen die Arbeitgeber mediale Unterstützung

5.) Hass und Häme statt Applaus

Noch vor kurzem als »Coronahelden« beklatscht, sind die Beschäftigten im öffentlichen Dienst derzeit heftigen Angriffen von Politik und Medien ausgesetzt. Für »unverhältnismäßig« und »nicht hinnehmbar« hält die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) die Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst. Unterstützung bekommt sie dabei von manch prominentem Kommunalpolitiker wie dem Leipziger Oberbürgermeister und Präsidenten des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung (SPD), oder dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der die Streiks »schlicht für verantwortungslos« hält. Reiter führt in seiner Stellungnahme seine jahrzehntelange Gewerkschaftsmitgliedschaft ins Feld und reiht sich damit ein in die immer größer werdende Riege der Politiker, die ihre enge Verbundenheit mit der Gewerkschaftsbewegung nicht nur vor Wahlen und am 1. Mai zum Ausdruck bringen, sondern auch dann, wenn sie streikenden »Kolleginnen und Kollegen« in den Rücken fallen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber erklärte die Streiks im öffentlichen Dienst zum »Angriff auf die Allgemeinheit«. Besonders an den Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stört sich die VKA. Die Streikenden beschädigten »den öffentlichen Nahverkehr als wichtigen Pfei­ler für mehr Klimaschutz«. Tatsächlich hat die öffentliche Hand das mit ihrer Sparpolitik ganz gut selbst geschafft. So ist es beispielsweise für die Berliner, die auf den ÖPNV angewiesen sind, sicher ärgerlich, wenn Teile des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt lahmliegen. Das sind sie allerdings ohnehin gewohnt. Dank des kaputtgesparten ÖPNV sind Ausfälle ganzer Linien für viele Pendler Alltag. Wie die Berliner Morgenpost bereits Anfang 2019 berichtete, hatte sich in den vorangegangenen zwei Jahren die Zahl ausgefallener Fahrten bei den Berliner Trambahnen verfünffacht. Es herrscht schlicht Per­sonalmangel, was nicht nur in Berlin, sondern bundesweit ein Problem ist. Entgegen der Darstellung der VKA fallen weit mehr öffentliche Verkehrsmittel aus, weil man kein Personal mehr findet, das zu den herrschenden Konditionen schuften möchte. Die Streikenden wollen diese Arbeitsbedingungen verbessern.

Jungle-World

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Ist es nicht erstaunlich das es in Bayern noch eine Linke gibt ? Ich dachte dieser Ernste Klaus von Bayern wäre erst vor wenigen Tagen von Gerd Schröder beerdigt worden ? Muss ich wohl falsch gelesen haben und vielleicht hieß dieser Kerl ja auch Oskar ? Oder habe ich auch das falsch verstanden. Ja, ja – das Alter !

Neue Doppelspitze Bayerns Linker:

6.) Flach-Gomez und Gürpinar

Bayerns Linke hat eine neue Landesspitze: Die Nürnberger Kommunalpolitikerin und Lehrerin Kathrin Flach-Gomez und der Münchner Ates Gürpinar wurden am Samstagabend im fränkischen Erlangen zur neuen Doppelspitze gewählt. Dies teilte der Landesverband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Für Flach-Gomez stimmten 79,5 Prozent der Delegierten, für sie war es zugleich auch die erste Wahl zur Landesvorsitzenden, auf Gürpinar entfielen 75,6 Prozent, er hat das Amt bereits seit 2016 inne. Die langjährige Landeschefin und Ex-Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Der Parteitag fand unter strengen Corona-Auflagen statt. Nur rund 180 Personen waren für die Heinrich-Lades-Halle zugelassen, eigentlich fasst die Halle rund 1000 Personen. Bereits am Nachmittag hatten die Delegierten auch einen Leitantrag diskutiert und einstimmig beschlossen, der sich primär mit den sozialen Folgen der Corona-Krise auseinandersetzt. Darin fordert die Linke etwa, dass Kliniken ihre Aufgaben für die Gesundheitsvorsorge ohne wirtschaftlichen Druck verfolgen können. Zudem kritisiert der Antrag, dass das Corona-Krisenmanagement von Bund und Ländern zulasten der sozial Schwachen gehe, während Konzerne Milliarden-Hilfen bekämen.

Sueddeutsche-Zeitung

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heute-show vom 9. Oktober 2020

7.) Nachrichtensatire mit Oliver Welke

Oliver Welke berichtet über Trumps Corona-Infektion, Ungerechtigkeiten bei Corona-Hilfen, Menschen im Abseits, den Maut-Untersuchungsausschuss und Kulturkampf auf der Straße. Heute im Team: Tina Hausten, Christian Ehring, Ralf Kabelka, Martin Klempnow und Dietmar Wischmeyer.

ZDF

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

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