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DL – Tagesticker 10.02.18

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 10. Februar 2018

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Herrlich. Oh wie habe ich die Schmierenkomödie gestern genossen. Und das auch noch zu Karneval, Tage an denen die Narren den ganzen Tag Freigang haben, zwecks Resozialisierung. Da flogen die Masken und echte Gesichter wurden gezeigt. Sogar mit Haare im Gesicht. Dieses mal nicht Mainz – sonder Berlin, wie es sich küsst und sich wieder verkracht. Aber das genau ist Politik und es ist besonders amüsant ähnliche Erfahrungen gemacht zu haben. Nur mit mehr persönlichen Schmierereien. Dafür aber auch einige Stufen niedriger. Hauptakteur, ein linke Rechte  verurteilender Richter der Linken Bundesschiedskommission  – Hendrik Thomee aus Duisburg.

Chaostage bei der SPD

1.) Schulz‘ Sturz und Gabriels Beitrag

Neun Sätze, verschickt per Mail um 14.14 Uhr am Freitag – so schnöde geht die Karriere eines Mannes zu Ende, den die deutsche Sozialdemokratie vor nicht so langer Zeit als einen ihrer größten Hoffnungsträger feierte. Martin Schulz tritt ab von der großen politischen Bühne. Er, der zunächst „Gottkanzler“ und 100-Prozent-Vorsitzender war, dann gescheiterter Wahlkämpfer und zuletzt nur noch ein Hindernis auf dem Weg in die große Koalition. Am Ende gab es niemanden mehr, der ihn halten wollte.

Der Tagesspiegel

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Wer spielt jetzt Verwunderung? Bei solchen politischen Vorbildern ? Deutsche Werte.

Fehlverhalten in Hilfsorganisation

2.) Oxfam-Mitarbeiter sollen auf Haiti Partys mit Prostituierten gefeiert haben

Mitarbeiter der Hilfsorganisation Oxfam sollen während ihres Einsatzes nach dem schweren Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 Sexorgien mit Prostituierten veranstaltet haben. Oxfam ist eine der größten britischen Hilfsorganisationen. Nach dem Erdbeben in Haiti 2010 halfen Mitarbeiter beim Wiederaufbau des Landes. Doch einige Männer, darunter der Landeschef, beschäftigten offenbar in ihrer Freizeit Prostituierte.

Sueddeutsche-Zeitung

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Das Deutsche Musterpack zeigt, was es wirklich kann – keine diplomatische Politik !!

Kommentar Verzicht von Martin Schulz

3.) Drama ersten Ranges

Kann das sein? Kann es sein, dass man Erleichterung verspürt, wenn Martin Schulz seinen Verzicht aufs Außenamt bekannt gibt? Falls, kippt dieses Gefühl umgehend in Ratlosigkeit um. Denn der Rückzug des Ex-EU-Parlamentspräsidenten, Ex-SPD-Spitzenkandidaten, Bald-Ex-Parteivorsitzenden Schulz ist ein Drama ersten Ranges. Für ihn, für seine Partei. Aber auch für dieses Land.

TAZ

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Von Berlin bis Saarbrücken: Politische Fürsten zeigen die wahren Gesichter.

Fall Klaus Meiser

4.) Die Furcht der Saar-CDU vor einem Schrecken ohne Ende

Bis in die hinterste Reihe der Abgeordnetenbänke gehen die Mitglieder des Saar-Landtags davon aus, dass die Tage ihres Präsidenten Klaus Meiser gezählt sind. Zwar hat bislang erst eine Fraktion, nämlich die Linke, den CDU-Politiker offiziell aufgefordert, sein Amt als Konsequenz aus der Affäre beim Landessportverband (LSVS) und den daraus folgenden Ermittlungen niederzulegen. Doch mittlerweile wird die Sache bei CDU und SPD ähnlich gesehen.

Saarbrücker-Zeitung

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Die Nullen finden immer zusammen. Auch bei Prof. rechter Holzkopf. Möchte er später auch  von CDU – Wählern zum Kanzeler gewählt werden, reicht die persönliche Null nicht aus.

Große Koalition

5.) Scholz will die schwarze Null

Im Wahlkampf hatten sich viele Sozialdemokraten noch von der Sparpolitik des langjährigen CDU-Finanzministers Wolfgang Schäuble abgegrenzt. Nun aber bekräftigt SPD-Vizechef Olaf Scholz, der in der nächsten Regierung als Schäubles Amtsnachfolger gesetzt ist: „Die Sozialdemokraten stehen für solide Finanzen.“ Auch die SPD wolle an der schwarzen Null festhalten: „Ja, das gilt auch für uns.“ Im SPIEGEL rechnet der Hamburger Bürgermeister vor, dass der neuen Bundesregierung in den nächsten vier Jahren insgesamt 1,4 Billionen Euro zur Verfügung stünden. Das sei der Rahmen, aus dem alle Ausgaben finanziert werden müssten. „Ansonsten sind wir auf zusätzliches Wachstum und daraus entspringende Steuermehreinnahmen angewiesen“, sagte Scholz. „Bei allen zusätzlichen Wünschen müssen wir genau schauen, was wir uns leisten können und was nicht.“ (Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Olaf Scholz im neuen SPIEGEL.)

Spiegel-online

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Aus einem Lager Deutscher Landbesetzer – dieses mal aus Asien wo sie nur ausbilden!  Auf dass die Leute lernen wie mit Waffen umgegangen wird.

Besuch in Bagdad

6.) Von der Leyen lotet Anti-IS-Strategie für Bundeswehr aus

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist zu einem Besuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingetroffen. Die CDU-Politikerin will mit der irakischen Führung über den weiteren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sprechen. Geplant sind am Samstag unter anderem Treffen mit dem irakischen Präsidenten Fuad Massum und Premierminister Haider al-Abadi. Die Bundeswehr lieferte über lange Zeit Waffen an die Kurden im Nordirak und bildet sie seit Januar 2015 auch im Kampf gegen den IS aus. 150 deutsche Soldaten sind noch in der kurdischen Provinzmetropole Erbil stationiert. Im Kampf gegen die Terrormiliz unterstützt Deutschland zudem von Jordanien aus Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak mit Aufklärungstornados.

Augsburger-Allgemeine

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Gabriel zum Blasen eingeladen

7.) Feuer bei Olympia-Eröffnungszeremonie ausgebrochen

Pyeongchang (dpo) – Ein schwarzer Tag für den Sport: Wie soeben bekannt wurde, ist bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele ein Feuer ausgebrochen. Im Moment wütet es auf einer weißen Skulptur in gefährlicher Nähe zu den Zuschauerrängen des Stadions.

Der Postillon

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquelle: DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

Ein Kommentar zu “DL – Tagesticker 10.02.18”

  1. Stefan Weinert sagt:

    zu 1)

    Offener Brief

    Herrn
    Rudolf Bindig, MdB a.D.
    Wahlkreis 294
    Ravensburg/Weingarten

    Betreff: Bericht der „Schwäbischen“ zu deiner Email an Martin Schulz, 10.02.18

    Lieber Rudolf,

    als ehemaliger Genosse, dann Mitglied der LINKEN und zuletzt unabhängiger Einzelkandidat bei der BTW 2017 hier im WK 294, bin auch ich mehr und mehr in einen falschen Film geraten, angesichts des Verhaltens von Genosse Martin. Nachdem er im März 2017 seine „100-Prozent-Rede“ gehalten hatte, schrieb ich Martin Schulzt auf seine Facebookseite, wie begeistert auch ich von seinen Worten bin und war und er hat sich auch dafür bei mir bedankt. Ich schrieb damals: „Bleib auf Kurs“ – als wenn ich geahnt hätte … Doch was dann kam – nämlich gar nichts – hat mich sehr geärgert, denn ich hatte auf eine Reinkarnation der SPD der Jahre 1960 – 1980 Jahre (Bad Godesberger Programm) nicht nur gehofft, sondern auch gebaut.

    Nun ist alles ganz anders gekommen, bis hin zu dem irritierenden und schwindelig machenden Hin und Her von Martin Schulz, aber auch des gesamten Parteivorstandes (siehe unten, Andrea Nahles). Von daher war es dringend not-wendig (im wahrsten Sinne des Wortes), dass du dich als Mitgenosse mit deutlichen Worten an den Noch-Parteivorsitzenden gewendet hast. auch dein Plädoyer für Sigmar Gabriel kann ich voll unterstützen. Sicher warst du nicht der Einzige, der hier interveniert hat – und so ist der rote „politische Blutdruck“ für Herrn Schulz allzu groß geworden.

    Ich wünsche Doris und dir ein gutes und schönes Wochenende und hoffe, dass die SPD der Politik dessen, der im Foyer der Parteizentrale der SPD in Berlin steht, gerecht wird und er aufhören darf, sich „im Grabe umzudrehen“. Willy Brandt hat gesagt. „WIR WOLLEN MEHR DEMOKRATIE WAGEN.“ Zum Wagnis gehört aber auch das Loslassen und bisher nicht Dagewesenes zu probieren.

    Euch alles Gute,

    Euer Exgenosse, Stefan Weinert

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    Guten Tag und ein gutes Wochenende,

    nachdem Andrea Nahles in der ZDF-Sendung „Was nun?“ vor wenigen Tagen zugab, dass der Entschluss vom Wahlabend, auf keinen Fall in die GroKo zu gehen, nicht nur von Martin Schulz getragen wurde, sondern von vornherein von der gesamten SPD-Spitze, reicht es nicht, wenn Schulz allein die Verantwortung übernimmt. Der gesamte SPD-Vorstand muss als dieser zurücktreten und die entsprechenden Ministerämter aufgeben. Wer sich an die Macht lügt, hat in Berlin nichts zu suchen.

    Deshalb unterschreiben Sie bitte diese Petition und verbreiten Sie diese unter Freunden und Bekannten, Arbeitskollegen … Nur Mut!! Danke!

    SO NICHT, GENOSSEN !!

    Gesamter SPD-Bundesvorstand: ZURÜCKTRETEN !!

    Mit demokratischen Grüßen aus Oberschwaben!

    Stefan Weinert

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