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DL – Tagesticker 08.04.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 8. April 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Ist in der Politik nicht vieles eine Clan Taktik der Machtinnehabenden Parteien ? Je länger sich eine Planung hinzieht – umso höher fallen die Gewinne für die Beteiligten aus ? Eine Mafia spielt hier vielleicht die Bälle sogar niedriger als die Politiker-Innen ? In Köln gab es ähnliche Spielchen über welche sogar die Presse berichtete – doch letztendlich versank alles im CDU-Clan-Klüngel!

Was Flüchtlingsheime kosten, weiß im Berliner Senat niemand – oder doch?

1.) Im Millionen-Nebel

Ein Bauprogramm an der Milliardengrenze ist sicher nicht leicht zu verstecken. Doch das versucht Berlin scheinbar gerade im Falle von Flüchtlingsheimen: Gesamtkosten, Belegung und sogar Bedarf der sogenannten MUF werden nur nebulös vermittelt. Eine Informationspolitik mit der Nebelkanone. Berlin ist für seinen Hochnebel bekannt. Ein Phänomen, bei dem am Boden alles sichtbar bleibt, ab einer gewissen Höhe verhindert jedoch dichtes Kondenswasser die Sicht. Dabei kann sogar die obere Hälfte des Fernsehturms im Nebel verschwinden, der Betonstiel bleibt noch zu sehen. Die oberen Etagen des benachbarten Rathauses werden selten von Nebel verhangen. Dennoch gibt es ein Naheverhältnis zwischen dem Senat von Berlin und Nebel, zumindest atmosphärisch. Und beim Bauprogramm der Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF), die Stadt baut derzeit rund 50 davon, ist Nebel mit Beton eng verwoben, oder Intransparenz mit einem Bauprojekt der Stadt. Das MUF-Programm ist ein Geheimnis im Scheinwerferlicht. Man weiß, es existiert, große Plattenbauten sind auch schwer zu verbergen, aber lückenlose Angaben von offizieller Seite gibt es dazu nicht. Im Gegenteil: Der Senat informiert fragmentarisch, wechselhaft – Angaben schwanken im Laufe der Zeit –, wer es genau wissen will, muss sich durch den Nebel selbst einen Weg finden. Und die vorhandenen Puzzlestücken zu einem Bild fügen, so gut es geht.

Focus-online

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Der Klabautermann erklärt. So schreit ein politischer Influencer ganz laut nach einen Arzt ! Leute kauft Kämme – Wir haben eine lausende Regierung! Eine Halde der Unfähigkeit wird nun noch mit Plastikplanen abgedeckt, um den verursachten Schaden an der Gesellschaft klein zuhalten. Niemand hatte doch bislang gesagt, das wir uns politisch Impfen lassen müssten !

SPD-Gesundheitspolitiker will Strategiewechsel:

2.) Lauterbach erklärt, wie der Impf-Turbo funktionieren kann

60 Millionen Erstimpfungen sind bis Juli möglich, sagt der SPD-Experte. Ein Beschluss der Impfkommission, der das ermöglicht, müsse jetzt schnell fallen. Angesichts der dritten Welle in der Coronavirus-Pandemie, der nach wie vor knappen Vakzine und der Einschränkungen beim Mittel von Astrazeneca wird die Frage immer drängender, wie mehr Tempo in die Impfkampagne gebracht werden kann. „Entscheidend ist, jetzt so vielen Menschen so schnell wie möglich die Erstimpfung zu geben“, sagt der SPD-Gesundheitsexperte und Arzt, Karl Lauterbach, dem Tagesspiegel. Dazu müsse die Impfstrategie geändert und der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung auf zwölf Wochen deutlich ausgeweitet werden. Lauterbach erneuert damit eine Forderung, die er zuvor Ende März im Interview mit dem Tagesspiegel erhoben hatte. Eine entscheidende Rolle käme hierbei der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu. „Der Ball liegt jetzt bei der Stiko. Ohne ihre Hilfe ginge das nicht“, sagte Lauterbach. Er regte eine schnelle Entscheidung der Kommission in dieser Frage an. „Ein solcher Strategiewechsel wäre wenn dann jetzt notwendig“, sagte Lauterbach.

Tagesspiegel-online

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Ja hoffen wir einmal alle,  das dieses kein böses erwachen gibt! Wer hat denn nicht erlebt, das vor einer Wahl ganz anders argumentiert  nach einer gewonnenen ? Das wäre die politische Normalität ! Politiker-Innen sind das Vertrauen nicht Wert – welches Ihnen in einer Wahl entgegen gebracht wird. 

Sieg der SozialistInnen in der Arktis

3.) Klimawandel in Grönland

Bei der Wahl hat die Opposition gewonnen. Es zeigt: Die GrönländerInnen wollen keinen großflächigen Abbau ihrer Rohstoffe durch internationale Konzerne. Die GrönländerInnen haben eine gute Entscheidung getroffen: Bei der Parlamentswahl haben sie sich dagegen ausgesprochen, Teile ihres Landes von einem Grubenkonzern und chinesischen Wirtschaftsinteressen zerstören zu lassen. Die bisherige Oppositionspartei, die sozialistische Inuit Ataqatigiit (IA), wurde mit Abstand stärkste Kraft. Die Verlockung, sich anders zu entscheiden, war durchaus groß. Die volle Selbstständigkeit des Landes von Dänemark ist das zentrale Ziel aller Parlamentsparteien und der großen Mehrheit der Bevölkerung. Aber auf eigenen Beinen kann man nur stehen, wenn dafür das wirtschaftliche Fundament vorhanden ist; bislang hängt man noch am Tropf Kopenhagens. Warum also nicht auf einen Schlag fast die Hälfte des bisherigen Haushaltsdefizits mit Steuern und Abgaben aus einem einzigen Grubenprojekt stopfen? Und würde die Genehmigung einer solchen Grube unter einem globalen Blickwinkel nicht sogar sehr verantwortungsvoll sein? Braucht die Welt nicht die Seltenen Erden für die Energiewende, für E-Autos, Windkraftwerke und Solarzellen

TAZ-online

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Sollte sie froh sein, nicht unter das Sofa geschoben worden zu sein. Gibt es für die EU nicht nur eine Maxime: „Wie schaffen wir es, die Flüchtlinge außerhalb zu binden, um Orban und der PIS  bei Laune zu halten ? Vielleicht geht es  ja auch nur darum eine bessere Tänzerin zu schicken ?

Von der Leyen muss bei Erdogan aufs Sofa

4.) Kritik wegen Sitzordnung

Die EU-Kommission hat sich empört über die Sitzordnung beim EU-Türkei-Treffen in Ankara gezeigt. Ein Sprecher machte am Mittwoch deutlich, dass Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aus ihrer Sicht auf Augenhöhe mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dem EU-Ratspräsidenten Charles Michel hätte platziert werden müssen. „Die Präsidentin war ganz klar überrascht“, sagte er. Sie habe es aber vorgezogen, über substanzielle Fragen zu reden. Treffen mit Erdogan: Für Michel Platz neben Erdogan, von der Leyen auf dem Sofa Bei dem Treffen mit Erdogan im türkischen Präsidentenpalast war am Dienstag für Michel ein großer Stuhl neben dem türkischen Staatschef reserviert gewesen. Von der Leyen bekam hingegen einen Platz auf einem Sofa in einiger Entfernung der beiden zugewiesen. Dort saß sie dem türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu gegenüber, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm. Unter anderem auf Twitter wurde danach daran erinnert, dass der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei Treffen mit Erdogan auf Augenhöhe sitzen durfte. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir kommentierte: „Solche Zeichen setzen autoritäre Unterdrücker & Machos wie #Putin, #Erdogan & Co bewusst. (…) Kann man sich gefallen lassen, muss man nicht. Respekt bekommt man so jedenfalls nicht bei den Herren!“

Kölner-Stadt-Anzeiger-online

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Diese Aussagen kann wird sicher  Unterstützer finden, sind doch viel schon lange der Meinung, dass Kinder in diesem Land in den Schulen vollkommen desorientiert werden. Niemand stellt doch die Frage über das warum ! Warum entwickelte sich aus der CDU heraus eine AfD ? Nur die echten Erzkonservativen sitzen immer noch fest im CDU-Clan. Selbst ein Mann wie Heiner Geissler korrigierte erst im reifen Alter seinen Spruch: „Lieber Tod – als Rot“,  und trat Attac bei. Dort hieß es dann: „Der größte Lump im ganzen Land – das ist und bleibt der Denunziant“.

NS-Erbe – Zwei Menschen mit Migrationshintergrund haben die Debatte um die deutsche Schuld neu lanciert. Einigen passt das nicht

5.) Das Schweigen der Nazi-Enkel

Um der Transparenz willen vorweg: Ich bin eine Deutsche mit Nazihintergrund. Mein Coming-out als Enkelin eines als Naziverbrecher hingerichteten Großvaters hatte ich 2007 mit meinem Buch Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte. Ich habe mich freiwillig zur Aufklärung entschieden, weil ich es für richtig hielt; niemand hat mich von außen dazu gedrängt, ganz im Gegenteil. In meinem Buch schildere ich die transgenerationellen, emotionalen Folgen von NS-Täterschaft, beschreibe aber auch die Seilschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg nahtlos weiter funktionierten. Die Karrieren der einstigen Täter, vor allem aus großbürgerlichen Kreisen, waren durch den Nazihintergrund selten behindert, oft war dieser geradezu förderlich. Ich nenne in meinem Buch einige namhafte Familien im unmittelbaren Umfeld meiner Verwandten, deren Beteiligung am NS-System ihnen nicht zum materiellen oder beruflichen Schaden gedieh. Deren Nachkommen standen oder stehen einflussreich in der Öffentlichkeit, ohne jemals die Schuld ihrer Angehörigen erkennbar thematisiert zu haben, darunter die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin oder der Publizist und Politiker Jürgen Todenhöfer (der sehr kurz Mitherausgeber dieser Zeitung war). Dessen Onkel Kreuzwendedich Todenhöfer war stellvertretender Leiter der Abteilung DIII für „Judenangelegenheiten“ im Auswärtigen Amt. 1950 fuhr er meine jugendliche Mutter in seinem Mercedes zu einem ehemaligen „Kameraden“ ihres Vaters zur Ausbildung. Die bildende Künstlerin Moshtari Hilal und der Schriftsteller Sinthujan Varatharajah liegen also durchaus richtig, wenn sie neulich in einem zweistündigen, viel diskutierten Instagram-Talk über „Nazi-Erbe – Kapital und Rassismus bei Menschen mit Nazihintergrund“ auf NS-Kontinuitäten in der BRD aufmerksam machen. Diese Kontinuitäten bestehen allerdings nicht nur in den materiellen Nachlässen der NS-Generation und der damit einhergehenden gesellschaftlichen Macht, auf die die beiden sich in ihrem Gespräch konzentrieren, sondern auch in der Weitergabe von Denk-, Gefühls- und Handlungsmustern über die Generationen hinweg.

Der Freitag-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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