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RENTENANGST

DL – Tagesticker 07.11.2020

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 7. November 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Noch lebt der König und schon beginnt die Siegesfeier – zumindest in der Presse : Ganz Neben-bei-den ! Niemand hatte doch jemals gesagt das ein Schwein selber die Leiter besteigen müsse um sich bei den eigenen Worten vermessen zu lassen !

„Wir können in den kommenden Monaten viele Leben retten“

1.) JOE BIDEN

Joe Biden erklärt sich in einer neuen Rede noch nicht zum Wahlsieger, tritt aber bereits wie ein künftiger Präsident auf. Biden kündigt an, ab seinem ersten Amtstag einen Plan zur Kontrolle der Coronavirus-Epidemie umsetzen zu wollen. Angesichts seines Vorsprungs in wichtigen Bundesstaaten bei der Wahl in den USA hat sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden siegessicher gezeigt. „Wir werden dieses Rennen mit einer klaren Mehrheit und der Nation hinter uns gewinnen“, sagte Biden am späten Freitagabend (Ortszeit) in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Er betonte zugleich, es sei noch kein Gewinner ausgerufen worden. Biden liegt bei der laufenden Stimmenauszählung deutlich vor dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump. Trump hatte den Sieg bereits in der Wahlnacht für sich reklamiert. Der Präsident führt Bidens Vorsprung auf Wahlbetrug zurück, wofür es keine Belege gibt. Biden sagte, werde die Wahl in Pennsylvania, Georgia und Arizona gewinnen und sei auf dem Weg, mehr als 300 Wahlleute zugesprochen zu bekommen. Zusammen mit seiner Vize-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris habe er bislang mehr als 74 Millionen Stimmen bekommen – mehr als jedes andere Wahl-Team in der Geschichte des Landes.

Welt-online

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Ein Cleverle ist der Kurze immer wohl gewesen, ansonsten wären wohl die Stufen zu steil für ihn gewesen. Er packt sich wohl  keinen Verschnitt -ähnlich Seehofer- auf den Buckel, um diesen durch die Politik  zu schleppen!

Wäre der Anschlag von Wien vermeidbar gewesen?

2.)  Erste Rücktritte bei Österreichs Behörden

Nachrichtendienst und Justizbehörden merkten nicht, dass der spätere Täter versuchte, Munition zu kaufen und die Bewährungshelfer täuschte. Für die Koalition birgt das Dilemma zwischen Freiheitsrechten und Terrorbekämpfung Konfliktpotenzial. Die Stimmungen in der Wiener Innenstadt könnten kaum disparater sein: An den Tatorten haben die Menschen am Donnerstag Tausende von Kerzen entzündet und stehen still vor den improvisierten Gedenkstätten. Überall am Boden sind die Markierungen der Spurensicherung zu sehen, auch am Morzinplatz, wo die Polizei am Montagabend den Attentäter erschoss, der zuvor vier Menschen ermordet und 22 verletzt hatte. Eine einzige Kerze brennt für ihn, und einige Jugendliche haben sich dort versammelt, misstrauisch beobachtet von einem halben Dutzend Beamten. Innenminister gegen Innenminister. Nur einige hundert Meter weiter tagt das Parlament in einer Sondersitzung, und die Politiker liefern sich einen heftigen Schlagabtausch. Den Burgfrieden gekündigt hatte die oppositionelle Freiheitliche Partei (FPÖ), als Herbert Kickl, ihr ehemaliger Innenminister, mit happigen Vorwürfen an die Öffentlichkeit ging: Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorabwehr (BVT), das Innenminister Karl Nehammer untersteht, habe trotz eindeutigen Hinweisen auf eine unmittelbare Gefährdung durch den Täter nicht gehandelt. Kickls Forderung nach dem Rücktritt von Nehammer schlossen sich auch Politiker anderer Parteien an.

Neue Zürcher Zeitung-online

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Noch scheint Schland nicht so ganz verloren zu sein wenn selbst  der „Linken-Verkehrsexperte Jörg Cezanne“ ( noch nie von gehört) jetzt den Mut aufbringt einen auf  Opposition zu machen.  Ganz im Gegensatz zu den Platzhirschen aus dem Saarland wo ein Professor in die Spuren von ehemaligen DR. Titel Trägern tritt. Merke : Nicht jeder DR muss ein fähiger Arzt sein, und viele Professoren tragen in der Politik diesen Titel nur, da sie ihr Denken in einer Schublade versteckt halten. Oder – auf dem Land heißt es : Überlasst das Denken den Pferden – die haben die größeren Köpfe ! Wir berichteten gestern darüber.

Verkehrsminister will Flughäfen helfen

3.) Der Retter der Zombie-Airports

Die Infrastruktur solle trotz Coronakrise erhalten bleiben, fordert Minister Scheuer. Unrentable Kleinflughäfen müssten schließen, betonen Kritiker. Trotz Kritik hält Verkehrsminister Andreas Scheuer an seinem Plan fest, alle von der Coronakrise bedrohten Flughäfen in Deutschland zu retten. „Es geht darum, die Infrastruktur in Deutschland zu erhalten“, sagte Scheuer bei einem digitalen „Luftverkehrsgipfel“ am Freitag. Die Passagierzahlen seien pandemiebedingt derzeit um 80 Prozent geringer als im vergangenen Jahr, etwa 25 bis 30 Prozent der 180.000 Arbeitsplätze in der Branche seien in Gefahr, so der CSU-Politiker. Die Deutschen seien „Reiseweltmeister“, deshalb schätze „jeder einen Flughafen in seiner Nähe“.Bund und Länder mit Airports sollten sich je zur Hälfte an den Hilfen beteiligen. Bislang war von 1 Milliarde Euro die Rede. In zwei Wochen sollen konkrete Pläne vorliegen. Ob es – wie von der Branche und Scheuer gefordert – zu einem Rettungspaket kommt, ist noch offen. „Da sind wir jetzt am Arbeiten“, sagte Scheuer. Das Bundesfinanzministerium äußerte sich skeptisch. Dafür seien keine Mittel im Etat vorgesehen, sagte ein Sprecher. Flughäfen und Airlines ringen nach dem Teillockdown im Frühjahr und den Reiseeinschränkungen in der Virus-Pandemie mit der Existenz. Die Lufthansa muss mit neun Milliarden Euro Steuergeldern gerettet werden, der weltgrößte Tourismuskonzern TUI bekommt drei Milliarden Euro Staatshilfe. „Der Branche und vor allem den Flughäfen geht es katastrophal“, sagte der Präsident des Airportverbands ADV, Stefan Schulte. Subventionen nur für nicht defizitäre Airports

TAZ-online

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Wenn sich ein/e  jede/r Politiker für so Dumm verkaufte, wie er es von Natur aus müsste, wäre die Erde zwar noch nicht vom Abfall gerettet – aber die Boulevard-Presse brauchte nur halb so viel über  Verschwörungstheorien aus der Politik und ihre Trüffelschweine zu vermelden.

Ein Debakel für Berlin – und die SPD

4.) Plagiatsfall Giffey wird neu aufgerollt

Alles auf Anfang im Plagiatsfall Giffey: Das ist eine größtmögliche Peinlichkeit und eine schwere Belastung für Politik. Vor allem in Berlin. Es ist ein Debakel. Ausgelöst von der Freien Universität, als die am Freitagnachmittag ankündigte, dass sie neu über die Plagiatsvorwürfe gegen die Doktorarbeit von Franziska Giffey entscheiden will. Die Rüge, mit der Giffey im vergangenen Jahr trotz festgestellter „objektiver Täuschung“ davonkam, wurde zurückgezogen, der Fall ist wieder offen. Giffey, die bis heute gerne ihre offiziellen Dokumente mit „Dr. Giffey“ handschriftlich unterzeichnet, muss also wieder um ihren Titel bangen. Wobei Bangen ein Understatement ist. In ihrer dürren Pressemitteilung lässt die FU bereits durchblicken, dass ihr Präsidium die Plagiate Giffeys für schwerwiegend hält. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass sie der Ministerin und Berliner SPD-Vorsitzenden in spe den Titel aberkennen muss. Eine Rüge, wie sie die FU 2019 erteilte, ist nur in minderschweren Fällen möglich, wie gerade ein Gutachter bestätigte. Die Rüge ist à la Fußball die gelbe Karte für nicht so grobe Fouls. Egal, wie die FU am Ende entscheidet: Die Neubefassung stellt für alle Beteiligten nicht nur die größtmögliche Peinlichkeit dar, sie ist auch eine schwere Belastung für Politik – vor allem in Berlin. Was wollte die FU mit ihrer Rüge erreichen?

Tagesspiegel

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Ein Jeder kann auch seinen eigenen Gedanken seinen freien Lauf lassen – was aber vielfach dann  mit Beschimpfungen von ganz „Oben“ dementsprechend honoriert wird. Dazu braucht es keine Demo – Masse! Da kann man dann nur hoffen das solche Gratwanderer in ihrer Eitelkeit einmal ganz derbe auf die eigene Fresse fallen.

Fabian Hillebrand über die Querdenker-Proteste

5.) Kein Recht auf Ansteckung

Sie demonstrieren für ihr Recht, sich anstecken zu dürfen – in Leipzig werden an diesem Samstag 20 000 Menschen erwartet. Sie protestieren gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einem haben die selbst ernannten Querdenker recht: Die Coronakrise ist eine Gefahr für die Demokratie. Der Staat hat enorm an Macht gewonnen. Er könnte versuchen, diese neuen Kompetenzen nach dem Abflauen der Pandemie zu verstetigen. Politische und administrative Institutionen haben kein demokratisches Gedächtnis, sie sind auf den Erhalt erlangter Herrschaftsgewalt angelegt. Ein warnendes Beispiel dafür sind Gesetze, die im Kampf gegen den Terrorismus eingeführt worden sind. Angesichts dieser Bedrohungslagen ist das Recht zu demonstrieren unbedingt zu verteidigen.

ND-online

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Das was ein großer Teil der Presse zur Zeit aus den USA berichtet, haben wir bereits in vielfacher Wiederholung aus fast allen Ländern dieser Erde gehört und gesehen. Der eigene Dreck ist immer sauberer als in anderen Ländern. Den Parteien einzige Aufgabe ist es, die Menschen zu fanatisieren, um in Blindheit für sich Stimmen mehren zu können. Das alles könnten wir sehr gut erkennen , würden wir uns einmal die Parteitage der heimischen Clans genauer ansehen.

Wahlergebnisse in den USA

6.) Geduld, Geduld, Geduld

Noch immer ist unklar, wer der nächste US-Präsident wird. Joe Biden rief in einer Rede erneut dazu auf, dem Prozess zu vertrauen. Dass dieser dauert, hat etwas Gutes. Am Mittwoch löste jeder key race alert bei CNN noch eine Pulsbeschleunigung aus, verbunden mit der Hoffnung, dass Wolf Blitzer oder Anderson Cooper eine entscheidende Stimmauszählung in einem der entscheidenden Staaten verkünden würden. Am späten Freitagabend, vier Tage nach der Wahl, waren die key race alerts so eingeübt, dass der Puls im Normalbereich blieb. Das Warten geht weiter, noch immer weiß die Welt nicht, ob der nächste Präsident der USA Joe Biden oder Donald Trump sein wird. Dass es lange dauern würde, war spätestens nach der Wahlnacht und Präsident Trumps für viele überraschend starkem Abschneiden klar. Doch dass es zu solch einer Geduldsprobe werden würde, hat wohl selbst das Wahlkampfteam von Joe Biden überrascht. In Wilmington in Delaware hatten Bidens Mitarbeiter einen Auftritt von Biden und seiner Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris zur Primetime angekündigt. Doch die beste Sendezeit am frühen Abend kam und ging, ohne dass die beiden vor die Kameras getreten waren.  In den vergangenen Tagen hatte Biden in kurzen Statements immer wieder Geduld angemahnt und sich zuversichtlich gezeigt, der Gewinner dieser Wahl zu sein, sobald jede Stimme ausgezählt sei. Die Rede am Freitag war ganz offensichtlich geplant worden, weil Biden und sein Team darauf gesetzt hatten, die Grenze der 270 Wahlleute bis dahin überschritten zu haben. Auch wenn es noch immer nicht die Siegesrede werden konnte, traten Biden und Harris am späten Freitagabend dann trotzdem noch auf. Anders als geplant stellte Harris jedoch nicht Biden vor und es wurde noch einmal die kleine Statement-Lösung.

Zeit-online

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heute-show vom 6. November 2020

7.) Nachrichtensatire mit Oliver Welke

Oliver Welke berichtet über den Wahlkrimi in den USA und die hiesigen Reaktionen, das Leben mit und nach dem Lockdown, Proteste in Polen und Neuigkeiten in Sachen Frauenquote.  Heute in Welkes Team: Valerie Niehaus, Friedrich Küppersbusch, Sebastian Pufpaff und Alexander Wipprecht.

ZDF-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

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