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RENTENANGST

DL – Tagesticker 05.09.19

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 5. September 2019

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Wir sollten weiter schlafen. Ist es nicht herrlich mitansehen zu dürfen, wie die politischen Dilettanten der Welt sich in trauter Gegenseitigkeit ihre Grenzen aufzeigen? Schämt euch – alle miteinander.

Großbritannien:

1.) Das Unterhaus zeigt Johnson seine Grenzen auf

Am Mittwochabend hat das britische Unterhaus mit 327 zu 299 Stimmen ein Anti-No-Deal-Gesetz angenommen, um einen Brexit ohne Austrittsvertrag zu verhindern. Das Unterhaus macht damit den Plänen von Premierminister Johnson einen Strich durch die Rechnung. In zwei Abstimmungsrunden erhielt der Entwurf eine Mehrheit der Abgeordneten, auch mit Hilfe einiger bislang konservativer Parlamentarier. Ein Antrag Johnsons, das Parlament am 15. Oktober neu wählen zu lassen, verfehlte am Mittwoch die nötige Zweidrittelmehrheit.

Sueddeutsche-Zeitung

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Kommt es nicht schon einer Tragödie gleich, an sehen zu müssen, das der größte aller Luftverwirbeler in den USA immer noch unter den Lebenden weilt.

Bahamas:

2.)  Zahl der Hurrikanopfer erhöht sich auf 20

Hurrikan Dorian hat von den Bahamas abgelassen, nach und nach wird das Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Mindestens 20 Menschen starben.  Hurrikan Dorian hat schwere Schäden auf den Bahamas verursacht. Die Zahl der Toten ist nach offiziellen Angaben auf 20 gestiegen. Mindestens 17 Menschen seien auf der Insel Abaco gestorben, drei auf Grand Bahama, sagte Gesundheitsminister Duane Sands. Die Rettungseinsätze sowie die Suche nach möglichen weiteren Opfern in überschwemmten Häusern habe gerade erste begonnen, fügte er hinzu.

Zeit-online

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Wurde es nicht die allerhöchste Zeit den Pleiteführern ihre Grenzen aufzuzeigen ? Sind die Anderen zu schwach – wird die Eine so stark ! Auch Hitler ist vom Volk „Demokratisch“ gewählt worden. Der Stil rechtfertigt scheinbar jedes Mittel in einen Land, in dem die Mutti ihre „Muster ohne Werte“ in einer Einkaufstasche unter ihrer Kellertreppe versteckte,  oder schon lange nach China verkauft hat!“

Wählerwanderung

3.) Diese Grafik zeigt den Magneteffekt der AfD

Nach den Landtagswahlen mehren sich die Rufe danach, AfD-Wähler zurückzugewinnen. Wie schwer das werden könnte, legen die Zahlen zur Wählerwanderung nahe. Bei der AfD zeigt sich im Vergleich zu 2014 ein erstaunlicher Effekt. „Wähler zurückgewinnen“ – fast gebetsmühlenartig wiederholen Politiker von CDU und SPD bis FDP und Grüne in den Tagen nach den Wahlen im Osten dieses Ziel für die kommenden Jahre. Alle, inklusive Linkspartei, haben in Sachsen und Brandenburg kräftig Wähler an die AfD verloren. Deren Anhängerschaft zeigt sich hingegen wenig volatil, wie die Zahlen zur Wählerwanderung zeigen, die das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap für die ARD erhoben hat. Und genau das stellt die etablierten Parteien nun vor eine Herausforderung.

Welt

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Nach einer solchen Neuwahl benötigt die EU doch eine ganze Klinik, wenn von der Leyen während einer Plenarsitzung nach einer Ärztin ausruft.  

271 Millionen Euro :

4.) Bund gibt trotz Leerstand deutlich mehr Geld für Büroflächen aus

Trotz enormen eigenen Leerstands haben sich die Mietausgaben des Bundes innerhalb von vier Jahren um über 100 Millionen Euro gesteigert. Die FDP kritisiert das als „Missmanagement“. Der Bund mietet immer mehr Büroflächen von Dritten an. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Demnach hat die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) im Jahr 2018 insgesamt 271 Millionen Euro für die Anmietung von Büroflächen ausgegeben. 2014 waren es noch 167 Millionen Euro. Ein Anstieg von mehr als 100 Millionen Euro.

RP-online

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Nach Rücktritt des ersten Bewerber – Duo,  warten wir einmal die kommenden Wochen ab. Wer glaubt sie nicht im Saal gesehen zu haben ? Sahra und Oskar auf die Suche nach einer neuen Heimat ?

SPD-Auftakt in Saarbrücken :

5.)  Eine alte Partei fasst neuen Mut

Es ist wie beim Kartenspiel Memory. Viele Paare zur Auswahl und diese eine Frage: Was passt und gehört zusammen? Wer überzeugt, wer kann die Basis mitreißen? Schon kompliziert genug, wenn es nur wenige Paare sind. An diesem Mittwoch sind es gleich acht – und ein Einzelkämpfer, der trotzdem mitspielen darf. Ergibt 17 Bewerber. Die SPD-Mitglieder müssen sich an diesem heißen Nachmittag also ganz schön konzentrieren, um auf ihrem Kandidatentableau nicht den Überblick zu verlieren. Wer ist wer? Und wer steht für was?

Saarbrücker-Zeitung

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Jetzt macht mal nicht in Panik ! Starten Raketen nicht schon immer in drei Stufen ? Zumindest im Karneval ist es schon Tradition !

„Ab Freitag beginnt Stufe drei“

6.) Iran setzt Rückzug aus Atomdeal fort

Die Eskalation zwischen USA und dem Iran geht in die nächste Runde: Präsident Ruhani teilt mit, dass Iran wieder in die Atom-Forschung einsteigen will. Das hatte der von US-Präsident Trump gekündigte Vertrag dem Land verboten. Derweil verhängt Washington weitere Sanktionen gegen die Revolutionsgarden. Der Iran hebt nach Angaben von Präsident Hassan Ruhani sämtliche Beschränkungen für Forschung und Entwicklung aus dem internationalen Atomabkommen auf. Ruhani gab in einer Fernsehansprache den „dritten Schritt“ zum Rückzug aus dem Abkommen bekannt. Ruhani sagte, die iranische Atomenergiebehörde solle „umgehend“ alle erforderlichen Maßnahmen im Forschungs- und Entwicklungsbereich ergreifen und sich an „alle Verpflichtungen in dem Bereich“ nicht mehr halten.

ntv

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7.) Die verschiedenen Koalitionsmöglichkeiten in Brandenburg und Sachsen

Brandenburg: Das charismatische Schweden Ostdeutschlands („Die Zeit“) hat das Unmögliche geschafft: Die AfD liegt nur auf Platz zwei. Und die SPD ist wieder stärkste Kraft. Doch welche Koalitionen lassen sich bei diesen „radikal verschobenen drastischen Kräfteverhältnissen“ (Tina Hassel) jetzt bilden? Titanic gibt den Überblick:

Linke – SPD – Grüne: Rot-rot-grün – möglich wäre es. Daran ist Berlin aber gescheitert und nun ziehen sich da alle gegenseitig vor Gericht, um Mieten zu deckeln oder eben nicht, und niemand bekommt seine Sterbeurkunden ausgestellt. Zusatzproblem: Wie sollen sich Linke und SPD farblich auseinanderhalten? Beobachter warnen vor Annäherungen, die die SPD nicht überleben wird.

SPD – AfD: Beide schauen auf die Arbeiter in der Lausitz, über das vorgetäuschte Interesse am Prekariat könnte man sich eigentlich näherkommen. Allerdings hat die Brandenburger SPD angekündigt, nicht mit der AfD zu koalieren, und wenn, dann nur unter falschem Namen.

Titanic

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen      :     DL / privat – Wikimedia  Commons – cc-by-sa-3-0

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