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RENTENANGST

DL – Tagesticker 01.05.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 30. April 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Die erste Frage geht an Radio Eriwan. Die Zweite an Markus Söder. Ja und die Dritte an die Regierungszuchtmeister der Nation. Alle haben hier keine Erfahrungen aus Zeiten des allgemeinen Chaos gesammelt. Es sei denn sie haben die Erfahrungen aus SED-Zeiten und Stasi hier hereingetragen, in etwa wie das Virus heute? Zumindest in Sachen einsperren und abfüttern ist dann doch alles sehre nahe beieinander. Hier im Land hat ein jeder die Geschichten der Seuchen wie Pest und Cholera aus den Mittelalter gleichsam vergessen, wie die Toten aus allen Kriegen der Menschheit- versuchen wir es uns doch nur einmal vorzustellen was wäre wenn aus Afghanistan und Mali heute die gleiche Menge an Särgen zurück in die Heimat gekommen wären? Würden dann keine Waffen mehr in aller Welt verkauft werden?

Wann bekommen wir unsere Freiheiten zurück?

1.) Ende des Lockdowns

Wir brauchen eine Perspektive, sagen die einen. Die anderen mahnen, die Geduld zu behalten. Wie Deutschland um eine Corona-Strategie ringt und was Österreich tut. Es soll das letzte Mal sein. Das letzte Mal, dass die Menschen um kurz vor 22 Uhr nervös auf die Uhr schauen und sich Argumente für die Polizei überlegen, warum sie wirklich nur dieses eine Mal die Ausgangssperre brechen mussten. Das letzte Mal, dass Gastronomen im leeren Wirtsraum stehen und ihre Angestellten auf bessere Zeiten vertrösten. Das letzte Mal, dass Schüler vor dem Laptop sitzen und versuchen, die Erklärungen der Lehrerin zur Matheaufgabe zu verstehen, während hinten der kleine Bruder plärrt. Das letzte Mal, dass ein Virus das ganze Land lahmlegt. Doch Deutschland hat schon so einige „letzte“ Male erlebt. Lockdown, Lockdown light, Notbremse. Die dritte Corona-Welle hält sich trotz leichter Rückgänge zäh und liegt bleischwer auf der Republik. 460 Tage nachdem der erste Covid-Fall in Deutschland gemeldet worden war, scheint die Geduld aufgebraucht. Die Politik hangelt sich von Woche zu Woche und verliert sich zunehmend in Phrasen, die Mahnungen der Wissenschaft sind zum Hintergrundgeräusch verkommen, die Menschen sind pandemiemüde und ermattet.

Augsburger-Allgemeine-online

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Ach nee ? Folgen jetzt die Einsichten des nächsten Lobbyisten aus der Wirtschafft ? Jemand, welcher den großen Masken- und Impf-deal verpasst hat ? Oder wird hier Wartezeiten zu lang, bevor er vielleicht im Haifischbecken ganz nach Oben kommt? Aber es ist natürlich wie immer schon, in der Politik erfolgt einer jeden Aktion einen ganz bestimmten, vorgezeichneten Kreislauf. War es nicht reines Kalkül, sich mit Merkel genau die beliebige Person aus den Becken herausgefischt zu haben, welche in einem ganz anderen System aufgezogen wurde, um sodann hier das berühmte X für ein A verkaufen zu können ? Alles reine Zufälle – welche es,  wie immer in der Politik nie zuvor gegeben hat ?

Wird das Kanzleramt zum Bunker, leidet das Land

2.) Nie wieder 16 Jahre

Die Corona-Pandemie deckt schonungslos auf: Deutschland ist satt und behäbig. Wir ruhen uns auf alten Erfolgen aus, zehren von der Substanz. Statt uns zu reformieren, haben wir es uns in der Komfortzone eingerichtet. Ein Neuanfang für Deutschland sollte auch eine Amtszeitbegrenzung beinhalten – für Ministerpräsidenten und Kanzler. „Ihr seid doch seit 16 Jahren an der Macht! Wieso habt ihr das nicht schon längst umgesetzt?“ So oder so ähnlich lautet der spontane, fraglos verständliche Reflex vieler Bürger, egal welchen Reformvorschlag ich unterbreite. Eine ehrliche Antwort auf diese Frage ist für uns in der CDU nicht leicht, ja sogar schmerzhaft. Aber wir sind sie den Menschen schuldig, wenn wir um deren Stimmen bei der anstehenden Bundestagswahl werben. Zunächst müssen wir die Strukturen in Frage stellen, die zum Reformstau in Deutschland geführt haben. Dazu müssen wir ganz oben im Kanzleramt anfangen, denn auf die Kanzlerin sind die Strukturen in Partei, Fraktion und Regierung zugeschnitten. Eine solche kritische Analyse der Strukturen stellt nicht die Verdienste von Angela Merkel oder auch Helmut Kohl in Frage. Beide sind oder waren nach 16 Jahren Kanzlerschaft hoch angesehen. Beiden hat die CDU viele Wahlerfolge zu verdanken.

Focus-online

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„Was bringt die Aktion“ – so lautet die Frage? Müsste denn nicht zuerst nach den Aktionen der Regierung gefragt werden, welche für ihre Arbeit mehr als Fürstlich bezahlt werden ? Für Widersprüche gegen ein permanentes Nichtwissen ist jede Kritik in diesen System nicht nur erlaubt, sondern unbedingt Notwendig, ganz besonders dann, wenn die Opposition im Parlament sich selber vom Acker gemacht hat – aus Angst gleichsam gebrandmarkt zu werden. Wer kann hier im Land denn etwas zerstören was nicht einmal mehr in Ansätzen vorhanden ist – zumindest weder Hör- noch Sicht-bar. Gleichwohl ihre Meinung gelesen wird sollten auch andere Meinungen gehört werden. Ganz besonders hier, wo wir aus der schweigenden Vergangenheit unserer Väter und Vormütter gelernt haben sollten. Sooooo lange ist das doch wirklich nicht her ? Oder ?

Aktion #allesdichtmachen

3.) Unklares Motiv

Was bringt die Aktion außer Spaltung? Das scheinen die Beteiligten bei teilweise berechtigter Kritik an der Coronapolitik selbst nicht zu wissen. Ob es ein bisschen um Zerstörung geht? Um „I bring you fire / I’ll take you to burn“, um Zündeln, um „Hurra Hurra, die Schule brennt“ – und damit um die Idee, aus Chaos könne etwas Besseres erwachsen? Vielleicht verspüren einige, vielleicht sogar die etwaigen Initiatoren des #allesdichtmachen, zu denen sich bislang offiziell niemand erklärte (man sei einfach eine Gruppe, heißt es aus den Reihen derer, die zu ihren Videos stehen) tatsächlich Lust am Spalten der Gesellschaft. Denn das tut die Aktion: Durch die Aufmerksamkeit, die sie qua Bekanntheit ihrer Mitglieder und deren professionelle Performancekraft erreicht, zwingt sie die Öffentlichkeit dazu, sich zu stellen. Sogar das Kollegium, jene Tausende, die nicht mitgemacht haben – weil sie entweder nicht gefragt wurden oder ablehnten – sind mitgemeint. Schließlich begrüßt sich die Branche überall gerade mit: „Und wie findest du das?“ Nun ist „Haltung“ wichtig und richtig. Doch wozu stellt man sich: Kritisiert man, wie wahrscheinlich viele der 53 annahmen, tatsächlich „nur“ die Regierung und deren als unangemessenen empfundenen Maßnahmen? Gibt man tatsächlich denen (Künstler:innen, Kritiker:innen) eine Stimme, die zu wenig zu hören sind? Oder klagt man, wenn man – entgegen der Erfahrung mit deutlicher Kritik in sämtlichen Medien – die Unabhängigkeit der Presse anzweifelt, und wenn man sich über Sicherheitsverhalten lustig macht, indem man es satirisch überhöht, auch die Gesellschaft an? Eine Gesellschaft, die anscheinend nicht mal merkt, dass und wie sie von „denen da oben“ verarscht wird?

TAZ-online

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Ich persönlich habe von einen Schauspieler mit Namen Jan-Josef Liefers noch nie etwas gehört oder gesehen, da ich mir Grundsätzlich keine der ewigen Tatorte ansehe. Aber warum sollten Schauspieler nicht ihre Kritiken äußern und dafür entsprechend respektiert werden? Bietet nicht die Arrogante Art der politischen Laiendarsteller  nicht genügend Ansätze ?

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In der Angststörung gefangen

4.) #allesdichtmachen

Was ist hier zynisch? Über die Videos von Jan Josef Liefers und anderen Schauspielern zur Corona-Politik – und die Reaktionen. Angst macht ängstlich. Ich weiß, wovon ich spreche. Ich litt einmal unter einer „verallgemeinerter Angststörung“. Nun scheint halb Deutschland in dieser Angststörung gefangen. Und nein: Es geht hier nicht um Sorge. Nicht um Sorge vor der Krankheit, nicht um Sorge vor der Überlastung des Gesundheitssystems. Es geht um eine Angst, die nicht mehr klar denken lässt. Oder wie es der Schauspieler Volker Bruch sagt: „Mein Name ist Volker Bruch. Ich bin Schauspieler. Und ich habe Angst. Aber ich merke, wie meine Angst nachlässt. Und das macht mir Angst. Ein Jahr lang hatte ich durchgehend Angst. Doch diese Angst lässt jetzt nach. Und das macht mir Angst. Ich will wieder mehr Angst haben. Denn ohne Angst habe ich Angst.“ Bruch fordert deshalb die Bundesregierung auf, ihm die Angst nicht zu nehmen. Viele finden das nicht witzig. Mehr noch: Sie finden die Aktion #allesdichtmachen, in der sich Bruchs Video findet, zynisch. „Bekannte, geschätzte Schauspielerinnen und Schauspieler kämpfen mit ekliger Ironie gegen Corona-Maßnahmen. Ich kann das gar nicht glauben. Das ist grauenhaft. Nicht nur von der Zielrichtung her, sondern vor allem in der Form“, twitterte Stefan Niggemeier.

Der Freitag-online

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Die Grünen haben die Lücke gesehen, erkannt und blitzschnell zugeschlagen, wo die anderen der Oppositionsparteien noch ihren Dämmerschlaf frönten.

Die Grünen sind keine Gefahr für den Bestand der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung

5.) Extrem staatstragend

Seit Annalena Baerbocks Nominierung als Kanzlerkandidatin sind die Grünen beliebter denn je, auch bei Vertretern von Kapitalinteressen. »Totalitäres Denken, Orwell’sche Sprachzwänge, technologische Irrläufe, Wohlstandsverlust und selbstmörderischen Klimafanatismus« sieht der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen herannahen. Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alexander Gauland, befürchtet »schwerste und irreparable Schäden« für Deutschland, »noch mehr staatlichen Zwang und Unfreiheit« und eine »weitere Zerstörung von Wohlstand, innerer Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt«. Was ist geschehen? Für ein Wahljahr eigentlich nichts Ungewöhnliches: Eine Partei hat eine Kanzlerkandidatin ernannt. Allerdings gehört die frisch nominierte Annalena Baerbock aus Sicht der AfD und ihrer Anhänger nicht zu irgendeiner Partei, sondern zum Feind schlechthin: zu den Grünen, also zur »links-grün versifften« Partei der »Gutmenschen«. Dass es wie in Baden-Württemberg auch auf Bundesebene zu einer Wachablösung an der politischen Spitze der bürgerlichen Klasse kommen wird, scheint zurzeit nicht völlig abwegig. Doch nicht nur das rechtsextreme Wutbürgertum befindet sich in heller Aufregung. Ulf Poschardt, Chefredakteur von Welt/N24 und Vertreter eines deutschen Liberalismus, der sich geistig auf die drei Formeln »Freie Fahrt für freie Bürger«, »Leistung muss sich lohnen« und »Man wird doch wohl noch sagen dürfen, dass   reduziert, warnte nach Baerbocks Nominierung in der Welt: Die Grünen seien »anständig, erwachsen – aber gefährlich wie noch nie«. Die Kampagne der Partei wirke »modern und elegant«, so Poschardt. »Doch hinter der Inszenierung lauern Intoleranz und Umverteilungsphan­tasien.« Die Chefökonomin der Welt, Dorothea Siems, legte am Wochen­ende nach: »Baerbocks Migrationspolitik gefährdet unseren Sozialstaat.« Denn »Bildungsferne aus vielen Regionen« könnten, wenn die Pläne der Grünen verwirklicht würden, »als Arbeitsmigranten kommen«, um staatliche Leistungen zu beziehen, womit »der Kollaps des Sozialsystems nur eine Frage der Zeit« wäre.

Jungle-world-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten      —     Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin am 29. August 2020.

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