DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Dioxin Eier zum Tafeln?

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 19. Januar 2011

Der NDR berichtet folgendes:

File:Huehnereier 2989.jpg

Gestern: Ein sehr kleiner, unauffälliger Artikel in der Presse, nur eine Randnotiz. Titel:

Mehr Eier-Spenden für die Tafeln. Natürlich hiess es im nächsten Satz das diese Lebensmittel unbedenklich sind. So wie alles andere auch in diesem Land. Alles nur vom Feinsten als da wären Atomkraftwerke, Politiker, die Erzeugung von Kriegsmaterialien usw..

Es ist doch immer wieder rührend zu lesen wie sehr unsere Gutmenschen bemüht sind auch die von der Politik abgehangenen Schichten der Gesellschaft zu umsorgen. Ist es zynisch festzustellen das auf Grund des Dioxin Skandal viele Eier in den Lebensmittelgeschäften des Einzelhandels nun nicht mehr verkauft werden können und so an Wert verlieren? Vielleicht räumen ja nun auch die Futtermittelhersteller ihre Kühlschränke und erfüllen so durch ihre Mildtätigkeit noch einen guten Zweck? Eine Mitteilung  in den nächsten Wochen  über einen enormen Rückgang der Hartz IV Empfänger nach dem Dioxin Skandal käme doch mit Sicherheit manchem Haushaltsexperten nicht ungelegen.

Wird der Norddeutsche Eispickel, unsere Mehrfachmillionärin mit ihren sieben Kindern jetzt auch ihren Kühlschrank leeren? Das wäre doch ein Verhandlungsvorschlag für die Vermittlungskommission: Ich gebe euch fünf Euro und zusätzlich fünf schöne Eier mit Langzeitwirkung.

Der NDR berichtet folgendes:

Tafeln „profitieren“ vom Dioxin-Skandal

Sie kümmern sich um das, was woanders übrig bleibt oder was niemand haben will: Die Tafeln für bedürftige Menschen verteilen überschüssige Lebensmittel aus dem Einzelhandel – und profitieren in Niedersachsen offenbar ausgerechnet vom Dioxin-Skandal: „In etlichen Tafeln bekommen wir von den Geschäften erheblich mehr Eier und abgepackte Wurstwaren gespendet als sonst“, sagte die Vorsitzende des niedersächsischen Landesverbandes, Edeltraut Graeßner. Eine Tafel habe berichtet, dass sie in der vergangenen Woche sogar die 15-fache Menge an Eiern erhalten habe als sonst üblich.

Gespendete Lebensmittel offenbar unbedenklich

Die gespendeten Waren seien nach menschlichem Ermessen unbedenklich, sagte Graeßner. Der Landesverband stehe in Kontakt mit der Lebensmittelkontrolle. Viele der spendenden Geschäfte hätten der Ware auch Unbedenklichkeits-Zertifikate beigelegt. „Aber gegen kriminelle Machenschaften sind wir genauso hilflos wie die Bauern, die im guten Glauben Futter eingekauft haben.“ Allerdings erhielten nicht alle Tafeln mehr Lebensmittel. Bei rund der Hälfte habe es keine Veränderungen gegeben, so das Ergebnis einer Umfrage.

Immer mehr Menschen wenden sich an Tafeln …

Quelle : NDR >>>>> weiterlesen

IE

——————————————————————————————

Grafikquelle  :

attribution share alike This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license.
Source photo taken by Rüdiger Wölk, Münster, Germany
Author Rüdiger Wölk /  Münster

Ein Kommentar zu “Dioxin Eier zum Tafeln?”

  1. Bundesdemokrat sagt:

    In diesem Zusammenhang kann man auch die Aussagen der „Politprominenz“ einfügen. Wir müssten nur bereit sein mehr Geld für Lebensmittel auszugeben und das Problem wäre gelöst. Das zeugt ebenfalls von dem Schwachsinn was im Moment aus dieser Richtung alles so zu vernehmen ist. Diese kriminellen Machenschaften haben doch nichts mit den Preisen zu tun. Die Gier verantwortungsloser Manager und Geschäftsführer würde dann nur dafür genutzt das die Profitspanne durch geringere Herstellungskosten noch größer wird. Und was die freiwillige Selbstkontrolle betrifft, diese Schweinerei ist genau so ein Beispiel das sich die Wirtschaft und Industrie NIE daran hält.
    Das ist das gleiche Lügengebäude. Da wird den Bürgern auch nur Sand in die Augen gestreut.

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>