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DIE – WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 3. September 2018

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Merkels Abwesenheit in Chemnitz hat ­deeskaliert. Kubicki performt den Jammerhammer. Verfassungsschutz-Chef Maaßen sollte zurücktreten.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Mehrheit der Bürger sieht Rechtsradikalismus als Ostproblem.

Und was wird besser in dieser?

Macht diese Umfrage nicht immer nur in Aachen!

„Die Wurzeln für die Ausschreitungen liegen im ‚Wir schaffen das‘ von Kanzlerin Angela Merkel“, sagte Bundestagsvizepräsident und FDP-Vize Wolfgang Kubicki in einem seitdem viel diskutierten Interview zu den Vorgängen in Chemnitz. Hätte Kubicki sich diese Äußerung in einem seiner Ämter besser sparen sollen?

Der Prickel an der Nummer ist eben nicht, ob Kubicki recht hat oder unrecht, sondern es ist die Debatte darüber: zugleich beides. Bild dröhnt „Warum Kubicki recht hat“ und „Warum Kubicki unrecht hat“ – der alte Fuchs macht ein Häkchen in der ­Rubrik „Nachname korrekt geschrieben“ und eilt zu „Markus Lanz“.

Dort performt er noch den Jammerhammer: „So schnell geht das, mit einem Satz wird man Rechtspopulist“, und spontanverpfafft sich zu einem salbadernden „Wenn wir anfangen, einander zu denunzieren, ist diese Gesellschaft bald am Ende.“ Sprach der Denunziant und lässt seinen Pressestab die Mediareichweite bilanzieren. Prösterchen!

Die Ämter, die Kubickis Äußerungen Gewicht verleihen, hat er bekommen, nachdem die FDP im Angesicht Merkels bei Jamaika zugab: Wir schaffen das nicht.

Vor zehn Jahren, am 31. August 2008, wurde die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank verkündet. Ein teurer Spaß – denn dafür musste der deutsche Staat einspringen, und er hält noch heute 15 Prozent an der Commerzbank. Sind Privatbanken überhaupt noch zeitgemäß?

Zum Jubiläum könnte auch die Deutsche Bank fällig sein, marode und völlig desinteressiert am mühseligen Geschäft mit Privat- und kleinen Geschäftskunden. Die haben in Deutschland eine gute Alter­native mit den öffentlich-rechtlichen Sparkassen, die die Hälfte des Marktes beherrschen. Anstatt auf dieses solide ­Kontoführungsgedöns mit kleinen Margen zu setzen, suchten die Privatbanken die dicken Renditen bei Wertpapieren, Fonds und ins Esoterische ­lappenden „Finanzprodukten“. Das mag der deutsche Sparstrumpf­bewohner aber nicht, und so traten die ­Institute auf dem ­Weltmarkt als Loser auf und ab.

Die Commerzbank versucht, mit knauserig gestrafftem Filialnetz und Service den verhassten Kleinsparer zu bedienen. Die Deutsche Bank, ehedem too big to fail, ist inzwischen too small to be systemrelevant.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz wollte offenbar verschleiern, dass es einen V-Mann im Umfeld des Islamisten Amri gab. Zeit für den Rücktritt von Behördenchef Hans-Georg Maaßen?

Quelle    :      TAZ          >>>>>         weiterlesen

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