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DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 25. Oktober 2021

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Tipps zu „Bild“ und anderen Quälereien: Döpfner enteignen, Rechte rauswerfen, Wehrpflicht wieder einführen, Union schockieren. Und nach der „Bild“ könnte sich die US-Presse als Nächstes der katholischen Kirche widmen.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Alles bis MHD 25.10.

Und was wird besser in dieser?

EU sieht das nicht mehr so eng.

SPD, FDP und Grüne haben mit den Koalitionsverhandlungen begonnen und versprechen eine Regierungsbildung bis Nikolaus. Was wird im Stiefel stecken?

Der Rekord für Merkel. Adenauer übertraf sie bereits, am 17. Dezember hätte sie Kohls 5.869 Tage im Amt eingeholt. Da die Ampelnden noch Mitglieder oder Parteitage befragen werden, kann’s klappen. Sonst: Neujahrsansprache erstmals in Doppelmoderation.

Julian Reichelts „Fördern, Vögeln, Feuern“-Herrschaft bei der Bild ist vorbei. Dank der Recherchen eines Investigativ-Teams – deren Veröffentlichung zunächst vom Verleger Dirk Ippen gekippt wurde. Wie steht es denn nun um die Pressefreiheit in Deutschland?

Ein Geniestreich des hippen Ippen. Hätte er’s in seiner Leine-Deister-Zeitung oder auch Frankfurter Rundschau veröffentlicht: schön, aber – who cares? Erst durch die Omerta unter Paten irrlichterte die Story weiter in die New York Times. Dort droht maximaler Radau etwa auch bei US-Investoren und Politico-Publikum. Offenbar wusste Chef Ippen ein halbes Jahr lang nicht, was seine Rechercheurinnen da trieben – so geht Pressefreiheit. Apropos Helden: Jürgen Habermas antwortete auf die Frage, was „68“ denn gebracht habe: „Rita Süßmuth“. Heute wissen wir: Der Einzige, der je „Springer enteignet“ hat, ist Matthias Döpfner. Bisher 22 Prozent und die Stimmrechte von Friede Springer obendrauf. Enkeltrick oder: Dutschke, nimm dies! Und bei Bild geht’s zu, wie sich kleine Bild-Redakteure die Kommune1 immer zusammenfantasiert haben. An der Spitze all dessen vertritt Döpfner Auffassungen, die aus anderem Munde als extrem bis extremistisch gälten. Die Antwort: „Pressefreiheit existiert, ab 1 Mrd. € Privatvermögen“ ist unbefriedigend.

Welchen deutschen Problemen sollte in den USA noch nachgegangen werden, damit sich hierzulande was ändert?

Springer reagiert ja nicht auf das Thema Machtmissbrauch, sonst wäre alles schon im März passiert. Sie reagieren auf die Bedrohung von wirtschaftlichen Interessen. Dafür ist „Dieselgate“ ein schönes Beispiel, die Nummer begann schließlich in den USA. Und „Diözese Köln“ ein abschreckendes, das interessiert drüben kein Schwein.

Zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten wurden wegen Terrorverdachts festgenommen. Mutmaßlich wollten sie eine Söldnertruppe aufbauen, um in den Krieg im Jemen einzugreifen. Was geht in solchen Menschen vor?

Quelle       :          TAZ-online        >>>>>         weiterlesen

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