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DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 15. Juni 2020

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Kolumne von Friedrich Küppersbusch.

Polizei, Saskia Esken und Lufthansa: Rassismusdebatte oder MalleDeutschland diskutiert darüber, ob es Rassismus bei der Polizei gibt. Diejenigen Deutschen, die keine Lust darauf haben, können nach Malle flüchten.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: „Rasse“ steht immer noch im Art. 3 des Grundgesetzes.

Und was wird besser in dieser?

Mehr Klasse als Rasse. Nächstes Thema. Marx … fass!

Im Zuge der Proteste gegen rassistische Polizeigewalt wurden in den USA, Großbritannien und Belgien Statuen von Sklavenhaltern und Kolonialherren gestürzt. Welches Denkmal sollte noch fallen?

Richtig staatsdement wäre ja, wenn ein Land – sagen wir mal die drittgrößte Kolonialmacht ihrer Zeit – ein Gebäude wieder aufbauen ließe, in dem auch ein zünftiger Weltkrieg losgetreten wurde. Nennen wir es Witzbold-Forum.

SPD-Chefin Saskia Esken hat der Polizei in Deutschland einen „latenten Rassismus“ diagnostiziert. Dafür erntete sie Kritik – auch aus der eigenen Partei. Jetzt planen die Ministerien eine Studie dazu. Ist diese nötig, um den „Einzelfälle“-Mythos endlich zu überwinden?

Esken sprach weiter gefasst von „Rassismus bei den Sicherheitskräften“ aus Mangel an „innerer Führung“. Das könnte auch die Bundeswehr betreffen, wenn die nicht gerade ein Problem mit Rassismus mangels innerer Führung hätte. Im Hintergrund ein Paradoxon: Man kann sich jederzeit bei der Polizei über die Polizei beschweren. „Ich? Zu schnell gefahren? Ihr Kollege hat doch ’n Rad ab!“, und ab da wird das Gesprächsklima aufgeschlossen. Solidarität oder Korpsgeist sind ohne Radarfoto kaum zu unterscheiden, und prompt fordert Esken eine „unabhängige Beschwedestelle“ außerhalb. Muss was dran sein, nachdem die beiden konkurrierenden Polizeigewerkschaften das einmütig seit Jahren ablehnen. Die Studie, die das Bundesinnenmysterium nun auflegt, erfasst die Länderpolizeien nicht. Und fragt nach „racial profiling“. Studiendesign also: dümmer, als die Polizei erlaubt.

Reisen in 160 Länder der Welt bleiben aus Sicht der Bundesregierung immer noch riskant. Eine der Ausnahmen ist – klar – Malle. Ab Montag dürfen rund 11.000 Deutsche testweise auf die Insel. Fair?

Aleman an Bord! Mögen wir rätseln, ob der Spanier uns für a. zahlungskräftig, b. besonders nett oder c. komplett bescheuert hält. Es klingt nach einem guten Kompromiss aus allem.

Die mit Staatsgeldern gerettete Lufthansa will über 20.000 Arbeitsplätze streichen. Wie kann das sein? Hätte die Bundesregierung besser verhandeln sollen?

Quelle       :         TAZ       >>>>>        weiterlesen

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