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DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 7. Oktober 2019

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Einheitsfeierei, Wahlen und Brexit. Probleme und Lösungen in Europa Über keine Koalition unter Kurz, den Brexit und verschenkte Feiertage in Deutschland. Wenigstens wird die CDU jetzt queer und Barbies geschlechtsneutral.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Trump stand noch nie so schlecht da.

Und was wird besser in dieser?

Schlecht dastehen kann er gut.

Am 3. Oktober war der Tag der Deutschen Einheit. Haben Sie gefeiert?

Gartenarbeit, Radsport, Home Office. Und an den verschenkten 9. 11. denken, den deutschen Multifunktionsgedenktag. Kanzler Kohl wollte damals einen eigenen Feiertag, und um der Wirtschaft zu schmeicheln nahm er einen Sonntag. Nachfolger Schröder erwog, ihn immer sonntags abzuhalten, um mit den Steuermehreinnahmen Haushaltslöcher zu füllen. Das misslang, doch einen beliebigeren Feiertag findet man kaum.

Nach seinem Wahlsieg in Österreich begibt sich Sebastian Kurz in die Koalitionsverhandlungen. Bekommt Österreich dasselbe in Grün – oder in Blau?

Mehrheitlich wünschen sie sich eine Koalition mit den Grünen, gern auch den liberalen Neos als Drittem im Bunde. Weniger angesehen ist die Groko und am wenigsten noch mal rechts-rechts. Nachdem Kanzlerin Merkel in Italien vermonstert wurde, weil sie versucht haben soll, eine proeuropäische Regierung herbeizutelefonieren, schweigt Berlin diesmal dröhnend. Maut, Verkehrsstruktur, vor allem europäische Migrations- und Finanzpolitik: Eine Umfrage unter deutschen Bundeskanzlern ergäbe ein ähnliches Ergebnis.

Der ehemalige österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat derweil seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Auf nach Ibiza?

Das Beunruhigende an Straches abschließendem Festival des Selbstmitleids: Der wirksamste Hebel gegen Rechtsextremisten scheint, sie an der Regierung zu beteiligen. So zerlegten sich FPÖ und Haider unter zwei Schüssel-Koalitionen, diesmal FPÖ und Strache. Was aus dem österreichischen Beispiel zu lernen ist, möchte man lieber nicht lernen.

Der britische Premier Johnson sagt über den Brexit, die Briten fühlten sich, „als ob sie zum Narren gehalten werden“. Er hat’s also bemerkt. Was jetzt?

Johnson rührt ein Gebräu aus „Wir sind das Volk“ und „Basta“. Darin Trump folgend, der gegen alle Checks und Balances eine Karte seiner Wahlerfolge postet. Problem: das funktioniert.

Das wiedervereinigte Deutschland ist 29 geworden. Jetzt kann es noch ein Jahr richtig auf den Putz hauen, dann muss es langsam mal an Unfallversicherung und Reihenhaus denken. Ihre Tipps?

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