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DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 29. April 2019

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch

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Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Über PolitikerInnen mit Querulanzhintergrund, akademische Raucherbanden und eine moralisierende Merkel. Außerdem: Mel Gibson.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Beinahe dröhnende Abwesenheit Kanzlerin Merkels von der politischen Bühne.

Und was wird besser in dieser?

Wer vor der Europawahl nicht da ist, kann hinterher nicht schuld sein.

Heiko Maas kämpft an der Seite von Angelina Jolie gegen sexuelle Gewalt, bei ihrer UN-Resolution mussten die beiden dann aber den Christen-Fundis entgegenkommen. Hätte Mel Gibson mitmachen müssen?

Bei Gibson steht, um im Genre zu bleiben, eine Latte homophober, fremdenfeindlicher und antisemitischer Schübe zu Buche. Der hätte der gerechten Sache noch mehr schaden können als der diplomatische Tarnkappensatz, es gehe hier auch um die „sexuelle und reproduktive Gesundheit“ der vergewaltigten Opfer. Maas opferte diese Anspielung auf die Frage, was mit Schwangerschaften sei, die aus Kriegsverbrechen entstehen. Nachdem US-Diplomaten mit Veto gedroht hatten, sich für eine ältere, schwammige Resolution gefeiert und den Internationalen Strafgerichtshof weiterhin nicht anerkennen. Maas’ Allstar-Team erlitt eine kleidsame Niederlage, man kann auch weniger aus einem Vorsitz im Sicherheitsrat machen.

Boris Palmer hat sich auf Facebook über zu viele DB-Testimonials mit Migrationshintergrund beschwert. Nach dem obligatorischen Shitstorm hat er seinen Facebook-Account nun vorerst stillgelegt. Wer tritt an seine Stelle?

Vielleicht ist das erblich. Palmer hat einen deftigen Querulanzhintergrund, Vater Helmut trat erfolglos bei gut 250 Bürgermeisterwahlen in Baden-Württemberg an und erwarb sich den Ruch eines „Rebell vom Remstal“. Oft mit dem offenbar dynastischen Claim „Palmer statt Parteien“. Sohn Boris scheiterte in Stuttgart, reüssierte in Tübingen und dengelt mit dem Dienstfahrrad gegen jede Leitplanke, die er sich selbst vorher hinstellt: „Der shitstorm wird nicht vermeidbar sein“, hoffte sein Post im ersten Satz. Palmer jun. war produktiv für die Grünen, solange er seinen Stattfinderismus für ihre politischen Ziele einsetzte und nachwies, dass Volkstribun auch auf Öko geht. Inzwischen erringt seine Lust am Heldentum auch in dieser Höhe verdiente Siege gegen seine Vernunft. Zu ihrer Frage: Es gibt einen Enkel.

Raucher bekommen an japanischen Unis in Zukunft keine Jobs mehr. Die Dänen wollen Raucherpausen sogar im Homeoffice verbieten. In welchem Land können wir in Zukunft noch in Ruhe rauchen?

Quelle           :        TAZ         >>>>>           weiterlesen

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