DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 7. Januar 2019

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Goldene Worte von Franck Ribéry, unbelehrbare Internetnutzer, die Funkstille im Mondschatten und die gewaltige Bescheidenheit der taz.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Hunderte pilgern in der Silvesternacht auf die völlig zu Recht so gehießene Dortmunder „Blickstraße“: Feuerwerkspanorama. Doch dann: Nebel.

Und was wird besser in dieser?Ausweislich der Müll-Lawine hat Feuerwerk stattgefunden.

PolitikerInnen und JournalistInnen sind Opfer eines Datendiebstahls geworden. Was lernen wir daraus?

Wieder nichts. Dass man sich bei Netzwerken nicht mit der Mailadresse, Mobtelnummer oder WhatsApp-Kennung anmelden soll, ist so dermaßen Verbandskasten der Neuzeit, wie „Du sollst kein doofes Passwort verwenden“ bereits im Diensthandy von Moses stand. Google sabbert Nutzer seiner Tochter YouTube mit Anfragen voll, AOL wird ohne Telefonnummer ganz traurig, WhatsApp und Facebook sind zwei Gullydeckel in dieselbe Unterwelt. Will nicht sagen: „Selber schuld“, sondern: Alle weichen Hinweise halfen nichts. Der noch nicht enttarnte Hackbraten „Orbit“ konnte alle diese Daten „rückwärts“ verwenden und beweist so, dass den großen Datenhandelsunternehmen Sicherheitsrisiken wumpe sind. Nun wird das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ gescholten, und Sozialdemokraten fordern gut staatsbesoffen, das BSI müsse „zentrales Cyberabwehrzentrum Deutschlands“ werden. Statt für eine digitale Gruselbehörde argumentiert Justizministerin Barley präziser: „Sicherheitsvorgaben für Softwarehersteller und Internetplattformen“ seien nötig. Und in der Tat: Wenn „Wachturm“-Missionare Traktätchen feilbieten, in denen Lamm und Löwe gottgefällig kuscheln, mag das glauben, wer will. Wenn Datenkonzerne uns das Gleiche über unsere Daten und ihre Habsucht erzählen, nicken wir’s ab und gründen eine neue Behörde. ARD-Chef Wilhelm liked seit Monaten „ein europäisches YouTube mit Elementen von Facebook“, aber aufbauend „auf europäischen Idealen von Vielfalt, Qualität und Offenheit“. Der Mann war Merkels Regierungssprecher, leitet nun den BR und, ok, so sehen also heute Linksradikale aus.

Apropos Lernen: Die CSU gibt sich auf ihrer Klausurtagung im Kloster Seeon recht zurückhaltend. Keine neue grundsätzliche Asyldebatte, kaum scharfe Töne, man wolle die Große Koalition in Berlin stärken. Was ist da los?

Quelle         :       TAZ       >>>>>          weiterlesen

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