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Die Tafeln

Erstellt von UP. am Mittwoch 4. Juli 2012

KEIN BÜNDNIS MIT DER ARMUTSINDUSTRIE !

Datei:Die Tafeln.svg

PRESSEERKLÄRUNG vom 04. Juli 2012

Tafel-Kritik

Hartz4-Plattform steigt nach erstem Treffen aus „Retorten-Bündnis“ aus

Im Rahmen einer Initiative des „Tafel-Monitor“, eines vom Land Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekts der Hochschulen Furtwangen, Prof. Dr. Stefan Selke, und Esslingen, Prof. Dr. Katja Maar, hatte Prof. Selke zu einem ersten Treffen für ein „kritisches Aktionsbündnisses 20 Jahre Tafeln“ am 29. Juni nach Berlin eingeladen. Nachdem sich dieses Bündnistreffen – nach Einschätzung der teilnehmenden Hartz4-Plattform-Sprecherin, Brigitte Vallenthin – weniger als ergebnisoffen denn als vorgeplantes „Retorten-Bündnis“ herausstellte und zudem die Frontfrau für den prosperierenden Aufbau der Armuts-Industrie Tafeln Sabine Werth, Berliner Tafel, von den Initiatoren als Protagonistin für das sogenannte kritische Bündnis ausgeguckt war, stieg die Hartz4-Plattform bereits nach der ersten Zusammenkunft aus dem Bündnis aus.

Als Beitrag zu einer erwarteten ergebnisoffenen Diskussion um Eckpunkte und Ziele des Bündnisses, hatte Brigitte Vallenthin einen Katalog für die von der Hartz4-Plattform bereits 2010 geforderte Umwandlung der Tafeln in existenzsichernde Unternehmen für Arbeitslose mitgebracht. Unter dem Motto „Privatisierung der Tafeln in Arbeitslosen-Hand“ wurden darin von den am Tafelsystem Beteiligten die folgenden ersten Schritte zur Entwicklung umsetzbarer Konzepte gefordert:

1. -von der Industrie, sich materiell und logistisch zu beteiligen – und sich von vordergründigen Profit- und Werbeinteressen auf dem Rücken armer Menschen zu trennen,

2. -von Wohlfahrtsverbänden und Kirchen, aus diesem System der Stabilisierung von Armut auszusteigen,

3. -vom Bundesverband der Tafeln sowie den nicht organisierten Tafeln, alle ihre Erfahrungen und Möglichkeiten zu nutzen, um die „Geschäfte“ schrittweise in die Hände vormals Arbeitsloser, ihrer „Kunden“ zu übergeben,

4. -von der Politik, gesetzliche Regelungen zu treffen, um die Steuergeschenke an die beteiligten „Lieferanten“ zu unterbinden – und sich von der Eigenwerbung im Zusammenhang mit den Tafeln zu verabschieden und

5. -von der Wissenschaft, die Hartz4-Plattform und andere, die diese Ideen teilen, bei der Entwicklung realisierbarer Umwandlungskonzepte zu unterstützen.

Zur Diskussion dieser Ideen kam es erst gar nicht, da die Initiatoren Prof. Dr. Stefan Selke und Prof. Peter Grottian bereits ein fertig entwickeltes Konzept für die Zeit der „Jubelfeierlichkeiten“ um 20 Jahre Tafeln im April 2013 präsentierten, das „nicht gegen die Tafeln“ seien sondern „Brücken bauen“ solle – nach Einschätzung der Hartz4-Plattform dem Tafelsystem die Absolution erteilen würde.

Die Hartz4-Plattform wird in Kürze ausführlich über den Verlauf des Treffens in Berlin, ihre Einschätzung für Hartz IV-Betroffene und die Hintergründe berichten.

Wiesbaden, 04. Juli 2012

Brigitte Vallenthin
Presse
Hartz4-Plattform
die Hartz IV-Lobby
Fon 0611-1721221
Mobil 01525-3520721
info@hartz4-plattform.de
www.hartz4-plattform.de
www.hartz4-beratung.de

Der „Hartz4-Klingelbeutel“ für Ihre Hilfe bei der Verfassungsbeschwerde gegen das Bildungspaket, Spendenkonto:
Kto-Nr: 6040683600, BLZ 500 909 00, PSD Bank Hessen-Thüringen, Verwendungszweck: H4P-Spende/BVerfG, Empfänger: Brigitte Vallenthin

Anmerkung
Wir können die Reaktion der HARTZ IV – Plattform nachvollziehen und unterstreichen die Argumentation in allen Punkten.
Von Anbeginn war es sehr seltsam, dass ausgerechnet Sabine Werth bei dieser Kampagne gallionsfigürlich wirken soll. Eigentlich schwant einem nichts Gutes dabei, „wenn der Teufel mit dem Beelzebub“ ausgetrieben werden soll. Grottian ent-täuscht dabei; er ist doch sonst so diskussionsfreudig. Immer wenn etwas FERTIG präsentiert wird, sollte man achtsam sein: So etwas stinkt nach Kungelei! Wir sind auf den Hauptbericht gespannt.
Red.DL/UP.

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Ein Kommentar zu “Die Tafeln”

  1. Ichbins sagt:

    bin auch sehr gespannt… es darf nicht einmal mehr zu Lippenbekenntnissen werden… Und vom Saulus zum Paulus gelingt nicht Vielen

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