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Die Spur des Organhandel-

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 30. Juli 2012

-führt bis nach Deutschland !

Wie der Spiegel in seiner heutigen Druckausgabe berichtet, sprechen wir heute nicht nur über den Göttinger Skandal welcher  laut letzten Meldungen bis in die 90 ger Jahre zurückreichen soll, sondern machen eine internationale Verbreitung des Skandals im Handel mit Organen bis in den Kosovo aus.

So sollen von der Medicus-Klinik in Pristina zwei Spuren bis nach Deutschland führen. Der Sonderermittler der europäischen Mission Eulex, Jonathan Ratel, geht seit 2010 in der Hauptstadt des Kosovo gegen ein Netzwerk internationaler Organhändler und Ärzte vor. Sie sollen in dem Krankenhaus vor rund fünf Jahren 20 bis 30 Menschen Nieren entnommen und sie zahlungskräftigen Kranken eingepflanzt haben. Die Medicus-Klinik wurde auch von einem Berliner Urologen finanziert. Im Juli 2008 ist in der Medicus-Klinik einem deutschen Unternehmer aus Nordrhein- Westfalen eine Niere offenbar illegal verpflanzt worden.

Die Spenderin war eine nach Israel emigrierte Russin, die aus finanzieller Not ihr Organ für 8100 Euro verkauft hatte. Der Deutsche bezahlte nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft in Priština knapp 82.000 Euro für die Niere. Die Käufer der Organe in der Medicus-Klinik stammten aus aller Welt, die Verkäufer aus der Türkei, aus Moldau oder es waren Menschen, die noch nicht lange zuvor nach Israel emigriert waren.

Die späteren Spender seien mit Methoden der Organisierten Kriminalität rekrutiert worden, so Ermittler Ratel. Sie würden erst mit falschen Versprechungen geködert und später eingeschüchtert. Ratel: „Wir haben auch Fesselungen festgestellt. Das geht soweit, dass sie solange festgehalten wurden, bis die Operation stattfand.“ Die Operationen in dem privaten Krankenhaus, das als Klinika Gjermane (Deutsche Klinik) firmierte, soll der international zur Festnahme ausgeschriebene türkische Arzt Yusuf Sönmez ausgeführt haben. Der deutsche Besitzer der Klinik, der Berliner Urologe Manfred Beer, bestreitet, von den illegalen Transplantationen in dem Krankenhaus gewusst zu haben.

In mehreren Berichten hatten wir noch in jüngster Zeit auf die kommenden Probleme hingewiesen. So in den Bericht am 21. 07. 2012 „Organe zum ersten“ als wir uns näher mit Göttingen befassten.  So auch schon am 25. 05. 2012, in den Artikel „Die Fraktion passt sich an“ nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages. In diesen Bericht hatten wir auch vor einer Kapitalisierung des Organhandels mit allen seinen kriminellen Folgen hingewiesen.

[youtube 0ghPW-M3GjQ&feature=related]

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Grafikquelle   :   Kosovo: Anklage wegen Organhandels –

Körperorgane

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