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Die SPD Angst vor August

Erstellt von IE am Freitag 4. Oktober 2013

Die SPD Angst vor August

Beim Lesen des folgenden Kommentar kommt mir ein Satz des Oskar Lafontaine aus der Linken in Erinnerung. Dieser sagte einmal, nachdem der Ausgang von Wahlen angezweifelt wurde: „Das haben wir in der SPD immer so gemacht“. Diesen Satz zugrunde legend sollte dann allerdings in der SPD und auch in der Linken nicht mehr von August sondern nur noch von den „Dummen August“ gesprochen werden.

Denn von Heute an greifen sie wieder nach der Macht, in der SPD, allen Argumentationen zum Trotz, geht es letztendlich nur um Macht. Fette Ministergehälter für die Führungsriege und da hat der erwähnte August den Dummen zu machen. Aber und auch das zeigt die Erfahrung. Die Geilheit nach der Macht, die Gier nach Geld und Geltung wird letztendlich obsiegen.

Das zeigt die Erfahrung, auch in der Linken welche ja eigentlich ein Ableger ist, von der SPD. Blicken wir zurück auf die Abstimmung zur Parteienvereinigung oder viele andere Wahlen, die Deutschen haben für alles ihre Meister gehabt, immer schon. So auch die zum Zählen, in der Linken.

Unter anderen wurde auch der Familienbetrieb der SPD kopiert und die Partei-Soldaten lassen sich nach gerade erforderlichen Bedarf ankarren und dann entsprechend platzieren, schon für Bratwurst und Bier. So werden Menschen vereinamt. Sehr schön zu beobachten zur Zeit auf DL, wo scheinbar Kommentatoren versuchen ihre demnächst benötigten Seilschaften zu verstärken. Wobei noch nicht einmal die Anzahl der um die Macht im Saarland gierenden Gruppierungen offen sind.

Nur alle eventuellen Gruppierungen haben diesen Verband zuvor in einträchtiger Gemeinsamkeit mit ihren Fäkalien abgefüllt und suchen nun nach Klo-ReinigerInnen? Sind sie nicht in der Lage ihren eigenen Gestank zu beseitigen und für Sauberkeit zu sorgen? Das sind zum Beispiel Arbeiten für welche sich Linke nie zuständig gefühlt haben. Das zerschlagene Porzellan mussten immer wieder andere zusammenfügen.

So werden nach der neuen Welle von Ausschlüsse wieder neue Gruppierungen auftauchen, gerade so wie jetzt, nach dem die Zeit der ersten Generation vorüber ist. In der Partei laufen ganz einfach zu viele Dirigenten herum welche noch nicht einmal ihre eigenen Noten lesen können und dann aufgrund ihres Unvermögens ausfällig werden. Dabei, wer ist eigentlich so vermessen zu glauben das ein in Aussicht gestellter Aufstieg zur Macht in der Linken anders ablaufen würde als in der SPD, zur Zeit?

Die Angst vor August

Was würde August jetzt eigentlich machen? August, der hessische Drucker, im Glasschrank die Ehrenurkunde für 40 Jahre SPD-Mitgliedschaft, ewig changierend zwischen Aufsässigkeit und Stolz, wenn ihn nur einer von oben zu würdigen weiß. Der Arbeiter ist vielleicht die am genauesten gezeichnete Figur des Kabarettisten Georg Schramm. August hat bei den Sitzungen seines Ortsvereins immer denselben Platz, den „Juso-Bub“ neben sich. Zu seinem 40-jährigen SPD-Jubiläum sangen die Genossen natürlich „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“.

Jetzt, vor den heute beginnenden Sondierungsgesprächen mit der Union, bestimmt die Angst vor August das Handeln der SPD-Führung; die Furcht, dass der Ärger unter einfachen Mitgliedern, kleinen und mittleren Funktionären eine Große Koalition unmöglich machen könnte.

Noch immer haben die Sozialdemokraten ein schwieriges, erratisches Verhältnis zur innerparteilichen Demokratie. Nach der Wahl 2009 versprach Parteichef Sigmar Gabriel eine größere Beteiligung der Mitglieder. Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wurde 2012 dennoch von oben nominiert; wie üblich mussten die unteren Gremien anschließend zustimmen, um die Parteispitze nicht zu beschädigen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :  Wahlkundgebung in Dessau, 25. Oktober 1990

Ein Kommentar zu “Die SPD Angst vor August”

  1. Tomacina sagt:

    „Mit den Arschlöchern von der CDU koaliere ich nicht.“
    „Ein Alltag ohne soziale Demütigung – das ist das Grundrecht aller, ausnahmslos.“
    „Politik geschieht schon gar nicht dort, wo man sich den Hintern plattsitzt.“
    Regine Hildebrandt

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