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Die Presse zu Göttingen

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 6. Juni 2012

Die Presse über den Bundes Parteitagder Linken

DIE LINKE Bundesparteitag 10-11 Mai 2014 -119.jpg

Hier einmal eine kleine Zusammenfassung von Pressemeldungen über den Bundes Parteitag der LINKEN in Göttingen. Gemeinsam mit den bereits in Artikeln und Auszügen erwähnten Zeitungen der Deutschen Presselandschaft das erschütterndes Spiegelbild einer LINKEN „Noch“ Partei.

Frankfurter Rundschau:

„Die Linkspartei benennt die richtigen Themen, aber sie hat die Sprache des 21. Jahrhunderts nicht gefunden. Die Streitenden ähneln einander frappierend in ihrem Bezug auf Denkfiguren der alten Arbeiterbewegung. Alle – die einen sozialisiert in Gewerkschaftsversammlungen, andere aufgewachsen in der DDR – sind geprägt von Bildern und Worten, die den Geist des frühen 20. Jahrhunderts atmen.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung:

„Im Osten wird sich nun mancher überlegen, ob es 2007 wirklich eine gute Idee war, gemeinsam mit Oskar Lafontaine eine neue Linkspartei zu gründen. Mancher, vielleicht auch Gysi, dürfte diesen Schritt inzwischen bereut haben.“

Hessische/Niedersächsische Allgemeine:

„Seit Wochen sprechen die Linken über Personalien, nicht über Inhalte. Und sie sprechen mit sich selbst, nicht mit den Wählern und nicht mit der politischen Konkurrenz. Das macht sie als Partei überflüssig. Kaum zu glauben, dass Lafontaine-Freund Riexinger nach dem knappen Wahlausgang genug Rückhalt genießt, um zusammenzuführen, was gar nicht zusammen sein will.“

Leipziger Volkszeitung:

„Die Linke in Deutschland, das ist ein pathologischer Fall. Wo Gysi recht hat, hat er recht. Nicht der politische Gegner, nicht die Verhältnisse machen diesen gesamtdeutschen Parteiversuch kaputt, sondern eitle Selbstdarsteller. Die SPD darf sich freuen.“

Mannheimer Morgen:

„Lafontaines Plan, die Partei auf strammem Linkskurs zu halten, ist aufgegangen. Die Linke wird noch immer aus dem Saarland gesteuert. Und genau deshalb konnte es auch in Göttingen keinen Neuanfang der auf Führungsebene heillos zerstrittenen Partei geben. Die Zukunft der Linkspartei ist erst sicher, wenn es Kipping und Riexinger gelingt, die klar auf Opposition ausgerichtete Strategie zu beenden.“

Mitteldeutsche Zeitung:

„Die Linke gehört auf die Couch und dort gründlich therapiert. Denn ihre kommunikativen Probleme sind noch größer als die politischen. Nichts ist hier zusammengewachsen.“

Nürnberger Nachrichten:

„Man darf davon ausgehen, dass man sich die Namen dieser beiden Linken-Vorsitzenden allein aus protokollarischen Gründen merken muss. Die letzten vor der Spaltung in Ost und West. In den alten Bundesländern wird eine Linke nicht mehr gebraucht, die sich unter Lafontaines Regie allein über ihre Gegnerschaft zur SPD definiert. In den neuen Bundesländern könnte sie sich unbelastet als soziales Gewissen oder als Regierungspartner profilieren.“

Rheinische Post:

„Der Linken-Parteitag in Göttingen hat noch einmal sichtbar gemacht, wie tief die Gräben sind zwischen den pragmatischen Ostdeutschen und den radikalen Westlinken. Es ist genau das eingetreten, wovor Fraktionschef Gregor Gysi gewarnt hatte: Ein Parteiflügel hat in einer Schmierenkomödie über den anderen gesiegt.“

Süddeutsche Zeitung:

„Das paradoxe Ergebnis von Göttingen lautet mithin auch, dass der Ostteil, der nach Lage der Dinge 2013 entscheidend für den Wiedereinzug in den Bundestag sorgen dürfte, im Gesamtbild der Führung zumindest qualitativ an Bedeutung verloren hat. Lafontaines Truppen bleiben stark, wenn auch nicht dominant. Für den nächsten Bundestag könnte das bedeuten, dass gleich zwei Parteien, Linke und Piraten, dabei sind, die nicht regieren wollen oder können oder beides.“

Tagesspiegel:

„Fakt ist, dass es die gesamtdeutsche Linke auch in friedlicheren Phasen nie gegeben hat. Im Osten ist sie die Partei der Einheitsverlierer, die gestalten will. Im Westen die der Radikalgewerkschafter und Sektierer, die sich im Fundamentalwiderstand gefallen. Der Spalt war nur übertüncht – auch unter den Parteichefs Lothar Bisky und Lafontaine. Die Wählerklientel passt so wenig zusammen wie das Politpersonal.“

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Grafikquelle   :  Grafikquelle :  Bundesparteitag DIE LINKE Mai 2014 in Berlin, Velodrom:

4 Kommentare zu “Die Presse zu Göttingen”

  1. AntiSpeichellecker sagt:

    Was hat der ach so kluge Kopf OLAF als OB und Ministerpräsident oder „Gründer“ der Linken denn bewiesen? Welche Erfolge hat er denn in „seinem“ Oskar-Ländle vorzuweisen? Was er wirklich schon immer konnte ist denunzieren. Das Saarland hatte das schärfste Pressegesetz, und wenn OLAF könnte wie er wollte, hätte er dies gern für die gesamte Republik umgesetzt (vielleicht ist er deshalb so scharf darauf gewesen, 2009 nochmals MP zu werden…)
    OLAF sieht Die Linke er nach wie vor als seine Kampfmaschine gegen die SPD.

  2. Gilbert Kallenborn sagt:

    Die Ost-Linken werden zur Kampfmaschine gegen Lafontaine.
    Das haben sie bisher vermieden. Jetzt ist Bürgerkrieg, von wegen „Zusammenfinden“,dies ist wie eine Ehe mit permanent vom besoffenen, vom ego-besoffenen Ehemann die Frau geschlagen wird und diese sich nicht vor die Türe traut, damit die Nachbarn die blau-grünen Flecke nicht sehen, der Schreie waren ja genug zu hören. Am 2-3 Juni in Göttingen erklärte die Ehefrau, ich lasse mich nicht weiter wehrlos schlagen sie schlug zurück.
    Und das ist erst der Anfang der Abrechnung.

  3. ichbins sagt:

    der Herr Riexinger meldet sich zu Wort
    http://www.stern.de/politik/deutschland/sternde-interview-mit-bernd-riexinger-wie-der-neue-chef-die-linke-retten-will-1837244.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=politik&utm_content=snippet-links

  4. Gilbert Kallenborn sagt:

    Riexinger ist nicht der neue Chef der Linken und darf es nie sein.
    Der neue Chef ist sein Puppenspieler Lafontaine.
    Und wenn man genau hinschaut, hat Bartsch erklärt, daß da gewählt wurde von
    DELEGIERTEN OHNE STIMMBERECHTIGUNG !!!!“

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