DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Die Positionierung der DKP

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 26. Oktober 2013

Die neue Positionierung der DKP

Das wurde aber auch die allerhöchste Zeit. Die DKP hat beschlossen zur Europawahl an zu treten und wird dafür eine eigene Liste aufstellen. Eine sehr gute Idee, weiß doch der Wähler schon mit Lesen des Parteinahmen woran er ist und das wird ihm seine Entscheidung erleichtern.

Beginnt aufgrund dieses Beschlusses jetzt auch das große Stühle rücken in der Linken? Wird es die Trittbrettfahrer in der Demokratie nun wieder zurück in ihre heimatlichen Gefilde ziehen? Die Bundesländer NRW und Niedersachsen werden damit sicher bald zu einer „Linken freien Zone“ erklärt werden können.

Was ja auch bedeuten könnte, dass sich die kommunistische Plattform bald wieder ihrer eigentlichen Wurzeln besinnen würde ?

Hier das Abschneiden der KP in Luxemburg als Vergleich?

Die KP Luxemburgs erhielt 1,6 %. Das sind 0,17 % mehr im Vergleich mit den Wahlen von 2009. Für einen Parlamentssitz reichte das Ergebnis nicht, weil in das Wahlrecht faktisch eine Sperrklausel eingebaut ist. Am besten organisiert ist die KPL im Süden des Landes. Im Wahlkreis Süd erhielt sie 2,4 % der Stimmen, in den übrigen drei Wahlkreisen unter 1 %.

Interessant die folgende Erklärung:

Das Ergebnis zeigt, dass die eigenständige Kandidatur der KPL dem Ergebnis der Linkspartei nicht geschadet hat. Diese erzielte 4,94 % und damit 1,65 % mehr als 2009. Im Wahlkreis Süd erhielt sie 5,7 % der Stimmen.

Was bedeutet: Die Linke wird nach verlassen der platten Form erheblich an Stimmen gewinnen, da ein Teil der Mogelpackung nicht mehr vorhanden wäre. Die Akzeptanz in der Bevölkerung würde steigen.

Quelle: DKP >>>>> weiterlesen

Ein internationalistisches Nein

DKP beschließt Kandidatur bei Wahlen zum Europaparlament 2014. Positionierung gegen Banken und Konzerne

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) hat am Sonntag auf einer Wahlversammlung in Hannover ihren Antritt zur Europawahl am 25. Mai 2014 mit der Aufstellung einer Kandidatenliste beschlossen. Damit folgten die etwa 100 Teilnehmer dem Parteivorstand, der die Kandidatur im Juni beschlossen hatte.

Quelle: Junge Welt: >>>>> weiterlesen

[youtube cnWO9y42HS0]

———————————————————————————————————————————–

Fotoquelle: Wikipedia

This image only consists of simple geometric shapes and/or text. It does not meet the threshold of originality needed for copyright protection, and is therefore in the public domain. Although it is free of copyright restrictions.

11 Kommentare zu “Die Positionierung der DKP”

  1. [bremer] sagt:

    Wem „gehört“ jetzt eigentlich der Wahlslogan: Menschen vor Profite ?
    Der Linken, DKP, KPL oder gar der CPUSA* ?

    * People before profits (1976)

  2. RedAdair sagt:

    Wie soll man nun diesen Artikel interpretieren? Als antikommunistisches Pamphlet, lediglich mit Bezug auf den „Nahmen“ dieser Partei? Wo bleibt die inhaltliche Auseinandersetzung mit der DKP? Hat der Autor schon einmal nur eine Zeile aus der Programmatik gelesen? Das würde mich mal sehr interessieren.

  3. RedAdair sagt:

    Nachtrag: Ich erinnere an die KPD der Weimarer Republik, die auch noch im Untergrund nach der „Machtergreifung“ weiterwirkte im Kampf gegen den Faschismus. Ich erinnere an die vielen Genossen, die wegen ihrer politischen Einstellung in den Arbeitslagern Hitlers verreckt sind. Sie hatten aber den Mumm, trotz der lebensgefährlichen Umstände weiterzukämpfen, im Gegensatz zu den vielen pseudodemokratischen Mitläufern. Sie wurden bar jeder Logik in den 50ern sodann von den Antikommunisten und Erzkonservativen unter Adenauer verboten und dieser latente Antikommunismus blieb in Deutschland leider bis heute in den Köpfen haften. Aber ich stelle wieder die Frage nach dem Warum? Ist es ein Verbrechen, sich eine gerechtere Welt ohne Kapitalismus und Kriegstreiber, ohne Klassengegensätze zu wünschen? Ich denke nicht. Und die DKP agiert in Tradition der einst so großen KPD, im Strom gegen die vielen BILD-verseuchten, angepassten und hirnlosen Daily-Soap-Junkies. Ich persönlich finde es gut, dass sich die DKP wieder aufmacht, denn leider ist DIE LINKE keine wirkliche sozialistische Alternative, wie die vergangenen Jahre ja eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben.

  4. Ingo Engbert sagt:

    An dem Artikel ist praktisch gar nichts zu interpretieren, lies doch einfach was dort geschrieben steht. Ich versuche Nachrichten zu übermitteln und geben meine persönliche Meinung zum Besten, oder für einige auch zum Schlechten.

    Mich stören Mogelpackungen, soll ein jeder das verkaufen was in seinen Namen geschrieben steht. Mir passt das C in der -DU genauso wenig wie das S in der -PD. Wenn hier eine DKP zu den Wahlen antritt befürworte ich das genauso wie ich es verurteile wenn eine NPD verboten wird. Ich möchte einfach nur Klarheit und Offenheit. Mehr nicht.

    Ich habe im übrigen nicht nur ein kommunistisches Programm gelesen sondern bin auch schon in einigen dieser Staaten gewesen und das muss ich fairerweise auch sagen, habe dort teilweise eine größere Freiheit und Offenheit erlebt als hier. Und dieses vor allen Dingen innerhalb der Bevölkerung. Dort auf den Marktplätzen große Reden zu schwingen oder Zeitungsartikel zu schreiben, stand mir nicht im Sinn.

    Ein freies Land für freie Bürger, genau das war immer meine Vorstellung. Und dort möge jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Wenn sich in freien Wahlen die Mehrzahl der BürgerInnen für eine DKP entscheidet habe ich das zu akzeptieren.

    Und da habe ich innerhalb der Linken genau das Gegenteil erlebt. Mit Gründung der ASG wurde ich von Leuten in Münster gebeten in meinem Kreis politisch etwas aufzubauen.

    Wohlgemerkt ich habe mich nie aufgedrängt. Vom Verein ASG (musste umbenannt werden da aus Düsseldorf Proteste eines anderen Vereins wegen Namensgleichheit aufkamen) in den Verein WASG, die Parteigründung und dann der Zusammenschluss habe ich all die Jahre als Kreisvorsitzender den KV aufgebaut. Erst mit Anstehen der Landtagswahlen in NRW war ich einigen Leuten im Weg, obwohl ich von vorneherein jegliche Kandidaturen für ein Mandat öffentlich abgelehnt hatte. Ich würde mich einfach nicht Fraktionsbeschlüssen beugen sondern immer im eigenen Ermessen handeln.

    Das ging dann über Rufmord in der Tagespresse, Verleumdung, Denunziation usw. alles durch die Presse. Eine solche Form von Mobbing war mir bis dahin vollkommen unbekannt, hatte ich nie erlebt. Ich habe diese Artikel heute noch und bin jederzeit in der Lage diese einem Gericht vorzulegen. Da waren einige andere und auch ich plötzlich Antikommunisten. Eine Keule wurde gesucht und gefunden. Ich hatte mir erlaubt eine private Webseite zu eröffnen welche dann auch noch DL genannt wurde.

    Das alles ist auf dieser Seite nachlesbar, in über 4000 Artikel und über 76.000 Kommentare.

    Ich möchte für dieses Land eine Demokratie, natürlich nicht die welche heute aktuell ist, und keinen Kommunismus. Eine grenzenlose Freiheit über die gesamte Welt. Das wäre mein unerfüllbarer Traum.

    Du siehst also auch, mit fast 70 Jahren habe ich noch Träume welche aber nicht Wirklichkeit werden. Die Linke hatte bei Gründung ein Motto: Wir wollen eine andere Gesellschaft formen!! Mit dieser Linken nie!! Sie schafft es noch nicht einmal eine Bindung mit der Gesellschaft herzustellen. Und alle welche einmal abgewiesen wurden, wären schlecht beraten sich noch einmal zur Verfügung zu stellen.

    Und so ist es nun einmal. Für Veränderungen brauche ich Wähler, ein Volk und keine Randgruppe. Aber ich bin sicher und du wirst es verstehen. Nach den gemachten Erfahrungen nehme ich diese Partei schon lange nicht mehr ernst, sondern freue mich köstlich über diese Unmenge an peinlichen Dümmlichkeiten vieler Interpreten, welche man schon vor mehr als 300 Jahren bestensfalls als Hofnarren respektiert hätte.

  5. Müller Walther sagt:

    Mal ganz einfach: Für eine Gesellschaft, die nur dem Menschen dient, sozial und gerecht in allen Richtungen arbeitet, den Frieden in der Welt erhalten will, eine gute und moderne Wirtschaft betreibt, wo keiner Hunger leiden wird, wo niemand arbeitslos bleibt und jeder genug zum Leben hat… usw., werden Menschen gebraucht, die dies auch wollen, die dies anwenden, die es propagieren, die sozial und gerecht agieren, die ein hohen Wissen von wirtschaftlichen Belangen im eigenen Bereich besitzen, die über eine hohe soziale Kompetenz verfügen und nur ein Ziel verfolgen, die „Supergesellschaftsordnung“ zu erhalten, zum Wohle aller Menschen.
    Es ist wunderbar von dieser Gesellschaftsordnung zu träumen.

    Es ist aber immer wieder am Menschen gescheitert, wenn versucht wurde, die Welt in diese Richtung zu verändern.
    Es wird auch immer wieder am Menschen scheitern, diese Welt so zu verändern.

    In einer Linken dürfte es zum Beispiel niemals diese Auswüchse geben, die wir erlebt haben. Warum gab es sie, weil der Mensch sie wollte und das eigene Hemd näher ist, als alles Andere.

    Noch einfacher: bringen wir drei Menschen zusammen, die eine gleiche Idee haben und lassen sie praktisch diese umsetzen. Nach drei Tagen sind diese so zerstritten, dass keiner mehr mit dem Anderen redet. Warum? – Weil zum Einen jeder besser sein will als der Andere und zum Anderen, weil sie die Probleme, die auf sie zukommen werden, niemals bewältigen werden. Dann kommt noch der Einfluss von Aussen und finale.

    Die Menschheit scheitert an sich selbst und die Namen „Kommunismus“, „Sozialismus“ und wie sie ale heißen, sind so abgedroschen, dass sie keiner mehr will und die negativen Erfahrungen mit diesen sitzen so tief, dass man stöhnt, wenn man eine DKP oder eine Linke, SPD wählen sollte. Das Vertrauen ist für alle Zeit zerstört, auch wenn früher die ehrlichen Kämpfer für ihre Idee das Leben verloren.

    Fontane: „Es ist ein zu weites Feld“- für viele Bürger, denn die Vorzüge des Kapitalismus sind für viel ein Genuß.

  6. Kegelschnecke sagt:

    Schönes Video ……

  7. Kegelschnecke sagt:

    Leider laufen da draußen noch viel zu viele Schlafmützen herum oder Menschen die kleinkariert gestrickt sind. Sorry tut mir leid, aber jeder Mensch sollte doch einen logischen Verstand besitzen, solange er nicht geistig behindert ist.
    Es gibt eine Vielzahl linker Politiker, die in der DKP besser aufgehoben wären.

  8. Bernhard Diener sagt:

    Dieser Hummerknechtmist ist mir eh egal..

  9. bremer sagt:

    @7 Kugelschnecke
    „Es gibt eine Vielzahl linker Politiker, die in der DKP besser aufgehoben wären.“ Das stimmt sicherlich. Mindestens 20 von den 64 MdBs waren in DKP (+ Umfeld) oder SED, aber da gibt es keine „Fleischtöpfe“ mehr. Und so sind die jetzt eben in der Linken.

  10. Schichtwechsler sagt:

    # 8
    Lady Hummers Mitgliedschaft in der Linke hat finanzielle Gründe.

  11. Himmelsgucker sagt:

    Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, man müsste dringend für die DKP beten 😉

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>