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Die PDS war toleranter

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 22. August 2013

„Die PDS war toleranter“

Ja, das waren noch Zeiten hört man aus der Ost-Linken heute immer öfter klagen da der jetzige Zustand der Partei nicht gerade zuversichtlich stimmt. Nur das Klagen nützt jetzt alles nichts mehr, der Parteienzusammenschluss schien im beiderseitigem Interesse. Die Einen wollten das Geld und die Anderen die Bindung zu den Gewerkschaften.

Und was bleibt als Zwischenbilanz unter dem Strich: Der Westen ist Pleite und die Gewerkschaften haben vor wenigen Wochen ihre alten Bindungen in weiten Teilen bekräftigt. Nun nachdem die gegenseitig ausgetauschten Geschenkmogelpackungen bis in den letzten Winkel durchforstet sind, kommt die große Ernüchterung. Fusion misslungen, Patient Scheintod.

Es ist schon so, dass sowohl Gysi als auch Bisky sich mehrfach äußerten, dem Westen fehlt es in der Partei nicht nur an Geld sondern auch an jeglicher Kultur. Dieses bestätigt in den folgenden Interview auch Bodo Ramelow auf indirekte Weise sehr eindrucksvoll wenn er sich beschwert dass die Religionen in der Partei ignoriert werden.

Wobei Linke es eigentlich besser wissen müsste! Sprach doch das Links sein früher einmal mehr die  intellektuellen Kreise darunter auch die Künstler, Kabarettisten  usw. an. Gerade diese wissen, dass alles was im Land um Goethe und Schiller an Kultur existiert seine Wurzeln in den Religionen findet. Wohlgemerkt ich schreibe nicht von einem Glauben!

Folgen wir der Erkenntnis von Bodo brauchen wir uns die Frage warum diese Partei im Westen von der Bevölkerung nicht angenommen wird, nicht mehr zu stellen, sondern sollten fragen wo sie denn geblieben sind,  als bekennende Parteimitglieder, in der Linken und warum? Die nächste Frage wäre dann folgerichtig was denn in Berlin gegen diese Zustände unternommen wird oder wurde, um ein  Vorhandensein von Vorständen zu rechtfertigen. Nichts !!

„Die PDS war toleranter“

Bodo Ramelow findet, seine Partei sei gegenüber Gläubigen zu intolerant. Deshalb hat der frühere religionspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion gegen das Bundestagswahlprogramm der Linken gestimmt

taz: Herr Ramelow, Sie haben auf dem Bundesparteitag im Juni gegen das Wahlprogramm Ihrer Partei gestimmt, weil Ihnen im Wahlprogramm eine Passage zur Religion missfiel.

Bodo Ramelow: Religion ist kein Thema, über das man nachts auf einem Parteitag spricht. Das Thema muss so gründlich behandelt werden wie unsere sozialen Stammthemen.

 Was folgt für Sie daraus?

 Das war ein Betriebsunfall, der bedauerlich ist. Als ich am nächsten Tag in einer Erklärung meine Entscheidung für mein Nein begründet hatte, bekam ich viel Applaus. Seitdem gibt es in der Linken eine Diskussion, bei der mein Werben für die Bedeutung der Religion auf viel Zustimmung stößt.

 Was bedeutet für Sie Religion?

Ich entstamme einer christlichen Familie, evangelische Traditionen sind bei uns zu Hause gelebt worden. Die zweite Ebene ist der öffentliche Raum. Da sage ich: Religion gehört zu Spiritualität, zum geistigen Wesen der Menschheit dazu.

Quelle: TAZ >>>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia

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2 Kommentare zu “Die PDS war toleranter”

  1. roskar sagt:

    Zum evangelischen Aberglauben gehören Ketzer- und Hexenverbrennung, extremer Judenhass, von dem bis heute verehrten Martin L., der deshalb auch von einem Herrn aus Braunau als großer Deutscher in MEIN KAMPF Erwähnung fand. Wobei der Antisemitismus des „Bruder Martin“ nicht im Rassenwahn wurzelte, sondern in der Tatsache , dass die Juden nicht wie von ihm erwartet, zu seinem Aberglauben wechselten. Dass sowohl bei Katholen, als auch bei Evangelikalen, die Juden bis heute als diejenigen gelten, die „unseren Herrn Jesus ermordet haben“, und die deshalb zu bekämpfen sind, hat nichts mit Spiritualität zu tun, sondern mit abgrundtiefer Dummheit. Auf der einen Seite ist „unser Herr Jesus“ nach dem Willen seines Vater für unsere Sünden gestorben, die von Gott ausgewählten „Werkzeuge“ aber werden seitdem von nicht wenigen unnachsichtig verfolgt. Ich weiß nicht, Spiritualität stelle ich mir irgendwie anders vor. Im übrigen verweise ich auf die durchaus rigiden Missionierungsvorschriften in den christlichen und muslimisch-islamistischen Aberglaubensgemeinschaften hin .Wenn Spiritualität, dann bitte ohne Aberglauben!! Amen

  2. UP. sagt:

    Und ohne Gewalt!

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