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Die Niedersachsen Wahl

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 4. Januar 2013

Die Linken werden nur mit drei Prozent gehandelt

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Die Wahlentscheidung in Niedersachsen wird noch einmal ein Stück spannender. Die politischen Lager sind etwas dichter aneinandergerückt. Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl behaupten SPD und Grüne in Niedersachsen einen knappen Vorsprung. Gemeinsam hätten sie zurzeit die Mehrheit und könnten einen Regierungswechsel herbeiführen. Für die derzeitige Regierungskoalition zeichnet sich aber ein Hoffnungsschimmer ab: die CDU bleibt stärkste Partei, die FDP ist im Aufwind. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks.

Wenn schon am kommenden Sonntag gewählt würde, läge die CDU in Niedersachsen weiter auf dem Spitzenplatz. Sie erreicht erneut 40 Prozent, wie bereits im Dezember. Verbessern können sich die Sozialdemokraten. Sie kommen jetzt auf 34 Prozent (plus ein Prozentpunkt im Vergleich zum Dezember). Dagegen ist der Aufwärtstrend der Grünen vorläufig gestoppt: 13 Prozent (minus zwei Prozentpunkte im Vergleich zu Dezember).

Wie schon bei der letzten Umfrage wären im Landtag von Niedersachsen nur drei Parteien vertreten. Die FDP legt einen Prozentpunkt zu und kommt mit vier Prozent dem Wiedereinzug in das Parlament einen Schritt näher. Die Linke würde diesen weiterhin verfehlen, sie verharrt bei drei Prozent. Auch die Piraten-Partei kann ihr Ergebnis nicht verbessern, sie liegt in Niedersachsen weiterhin nur bei drei Prozent.

Bei der Frage, ob die FDP in den Landtag einziehen sollte, fällt das Ergebnis überraschend aus. 42 Prozent der Bürger fänden es gut, wenn die Liberalen wieder im Landtag vertreten wären. Das sind noch einmal zwei Prozentpunkte mehr als im Dezember.

Wie schon im Dezember könnten auch nach dieser Umfrage SPD und Grüne die Mehrheit der Mandate erringen. Eine ausdrückliche Wechselstimmung kommt aber weiterhin nicht auf. Zwar bevorzugen 43 Prozent der Befragten eine SPD-geführte Landesregierung, dieser Wert hat aber im Vergleich zur letzten NDR Umfrage wieder etwas abgenommen (minus sechs Prozentpunkte). Für ein CDU-geführtes Kabinett sprechen sich unverändert 42 Prozent aus. Rot-Grün bleibt die bevorzugte Regierungskonstellation (52 Prozent), hat aber an Zustimmung verloren (minus vier Prozentpunkte im Vergleich zu Dezember). Die schwarz-gelbe Koalition, wie sie zurzeit regiert, liegt mit 32 Prozent weiter deutlich zurück. Sie hat sich im Ansehen der Bürger aber verbessert (plus vier Prozentpunkte im Vergleich zu Dezember).

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist weiterhin hoch. Die Arbeit des schwarz-gelben Kabinetts wird von den Bürgern sogar noch besser bewertet als im Dezember (58 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden). Vor allem Ministerpräsident David McAllister (CDU) kann nach wie vor auf einen starken Rückhalt in der Bevölkerung zählen. Die Zufriedenheit mit seiner Arbeit liegt zur Zeit bei 64 Prozent (minus vier Prozentpunkte im Vergleich zu Dezember). Mit der Arbeit des SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil sind dagegen aktuell nur 34 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden (minus ein Prozentpunkt im Vergleich zu Dezember). Auch wenn die Bürger den Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, läge David McAllister unverändert vorn (49 Prozent). Stephan Weil kann sich hier allerdings verbessern, kommt jetzt auf 34 Prozent (plus vier Prozentpunkte).

Der Ausgang der Landtagswahl scheint offener denn je, da erst gut die Hälfte der Bürger sich der persönlichen Wahlentscheidung sicher ist (56 Prozent). 16 Prozent wollen sich noch nicht festlegen, und 28 Prozent sind noch unentschlossen, ob sie zur Wahl gehen sollen, oder sind bekennende Nichtwähler.

Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 28. Dezember 2012 bis 2. Januar 2013 per Telefon 1000 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Niedersachsen. Die Fehlertoleranz beträgt 1,4 Prozentpunkte (bei 5 Prozent Anteilswert) bis 3,1 Prozentpunkte (bei 50 Prozent Anteilswert).

Hinweis an die Redaktionen: Alle Ergebnisse der Umfrage sind bei Nennung der „Quelle: Infratest dimap im Auftrag des NDR“ zur Veröffentlichung freigegeben und im Internet unter www.NDR.de/wahl abrufbar. Eine Wahlprognose vom Presseportal ots

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Grafikquelle   :  Diether Dehm

7 Kommentare zu “Die Niedersachsen Wahl”

  1. Bremer sagt:

    In den letzten 6 Landtagswahlen hat die Linke ungefähr 380.000 Wähler_innen bei Landtagswahlen verloren.

    Warten wir einmal ab, ob die „500.000er Marke“ überschritten wird.

  2. Wackes sagt:

    alles deutet daraufhin, dass die Linkspartei in Niedersachsen scheitert. Gleiches passiert in Bayern.
    Die „500.000er Marke“ wird geknackt.

  3. Mann-in-de-Tünn sagt:

    http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/niedersachsen.htm
    Die jüngste Umfrage durch Infratest dimap im Auftrag NDR bei 1000 Teilnehmern in der Zeit 28.12.-02.01. ergab
    40% CDU
    34% SPD
    13% Grüne
    4% FDP
    3% Linke
    3% Piraten
    3% Sonstige
    Die 3 kleinen Parteien (inkl Sonstige) haben sich seit Anfang Dezember von 4% auf 3% verschlechtert. Das bedeutet auf diesem Niveau eine Abnahme um rund ein Viertel.
    Einzig die FDP hat Niveau von 4% halten können.
    Dies gilt auch für die Grünen:
    Grüne: 13% – 12,5% – 13%
    Einzig die beiden großen Parteien haben ihr Ergebnis seit Anfang Dezember noch verbessern können.
    CDU: 39% – 38,5% – 40%
    SPD: 32% – 33% – 34%
    Es sieht also ganz danach aus, dass LINKE und Piraten nicht in den Landtag kommen, die FDP vielleicht aber doch.

    Soillte sich diese Situation so – ohne FDP – stabilisieren, kämen folgende Koalitionen in Frage:
    – schwarz-rot mit 78,5% der Wählerstimmen (eher unwahrscheinlich)
    – schwarz-grün mit 53% der Wählerstimmen (nicht ausgeschlossen)
    – rot-grün mit 47% der Wählerstimmen (eigentlich wahrscheinlich)

    Für die LINKE wird sich der Abstieg West wahrscheinlich stabilsieren. Auch in Niedersachsen keine Vertretung im Landtag. Wohlverdiente Bedeutungslosigkeit West auf absehbare Zeit, wie auf DL schon so häufig festgestellt.

  4. Gilbert Kallenborn sagt:

    Ich denke, es werden mehr als 500.000 Stimmen verloren

    gehen und die Schuld liegt bei Postengeiern,Selbstbereicherern,

    die „Die Linke“ zur Polit-Mafia gemacht haben,zielstrebig geldgeil

    mit Wahlfälschungen,Finanzmissbrauch,Verweigerung der Einsicht sogar

    der Mitglieder in die tatsächliche Verwendung ihrer Beiträge.

    All das klappt nur eine gewisse Zeit,solange,bis der letzte Wähler

    merkt :

    daß hier nicht nur schlimme Einzelverschulden vorliegen,

    sondern ein ganzes System:

    Mitmachen,Maul halten,Abkassieren,Kritiker weg.

  5. Bremer sagt:

    den meisten ist vermutlich nicht klar, das das 2014 auch Konsequenzen für die jährlichen Abschlagszahlungen der Wahlkampfkostenerstattung hat.

    Da wird „der „Apparat wackeln“ (und u.U. einstürzen). Ich weiss nicht, ob das Konkursausfallgeld (der Mitarbeiter_innen) auch für Parteien gilt.

  6. Frühspätaufsteher sagt:

    Wagenknecht soll mögliche Koalitionsgespräche in Hannover leiten…

    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regiolinegeo/niedersachsen/article112551514/Wagenknecht-soll-moegliche-Koalitionsgespraeche-in-Hannover-leiten.html

    Wovon träumen die denn, wenn sie gesund sind?

  7. frans wagenseil sagt:

    Welche Funktion hat Saara in Niedersachsen?
    Habe ich da was verpasst?

    Ich dachte bisher, sie hätte ihre Pferde in WAF untergebracht.

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