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„DIE LINKE“ und Israel

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 27. Mai 2011

„DIE LINKE“ und Israel

Lage

Laut Israel schafft die Morgen stattfindende Öffnung der Grenze zwischen den Gazastreifen und Ägypten eine sehr problematische Situation. Damit erhalten die Palästinenser von Gaza nach vier Jahren erstmals wieder die Möglichkeit nach Ägypten zu reisen. Diese Maßnahme kam nach dem Mubarak Sturz nicht unerwartet. Hierzu eine Presseerklärung der LINKEN:

Endlich gute Nachrichten aus dem Nahen Osten.

„Diese Entscheidung kann in der Tat dazu beitragen, den Menschen in Gaza die Chance zu geben, der Einschnürung ihrer Lebensmöglichkeiten zu entgehen“ so Wolfgang Gehrcke zur Ankündigung Ägyptens, den Grenzübergang zum Gazastreifen zu öffnen. Das Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE weiter:

„In der Logik der ägyptischen Entscheidung läge es, wenn auch die israelische Regierung ihre Grenzübergänge nach Gaza für eine geregelte Ein- und Ausreise öffnen würde. Mit der Öffnung der Grenzübergänge verlieren die Tunnelsysteme und die darauf aufbauenden Bereicherungsmöglichkeiten ihre Wirkung. Auch das wäre positiv.

Die ägyptische Entscheidung unterstreicht deutlich, dass mit den Umwälzungen in der arabischen Welt sich auch die Lebens- und Handlungsbedingungen Israels grundlegend verändern. Der israelische Regierungschef Netanjahu hat diese Wirklichkeit in seiner Washingtoner Rede ausgeblendet.

DIE LINKE wird den Aufruf prominenter öffentlicher Vertreter und Intellektueller aus Israel, sich für die Anerkennung Palästinas einzusetzen, mit einer eigenen Initiative im Bundestag aufgreifen. Ich freue mich darüber, dass der Gedanke einer geregelten Zweistaatlichkeit in Israel Unterstützung und so wichtige Fürsprecher gefunden hat.“ Wolfgang Gehrcke

Heute konnten wir auch ein sehr interessantes Interview mit dem Landesvorsitzenden der Berliner Linkspartei Klaus Lederer lesen. Er kritisiert darin antiisraelische Neigungen in den eigenen Reihen. Hält aber die Vorwürfe der Union, seine Partei sei antisemitisch, für eine gezielte Attacke.

Zu Inge Höger lesen wir folgendes, Zitat:

„Aber wenn Bundestagsabgeordnete einen Schal tragen der den Nahen Osten ohne Israel zeigt, oder kritiklos Organisationen wie die Hamas loben, dann muss die Partei die Linke klar sagen: „Das geht so nicht““

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„Israel-Kritik ist für manche eine Obsession“

taz: Herr Lederer, ist die Linkspartei auf dem Weg, eine antisemitische Partei zu werden, wie es die Autoren Samuel Salzborn und Sebastian Voigt in einem Thesenpapier behaupten?

Klaus Lederer: Das ist Quatsch. Antisemitismus ist ein Problem der gesamten Gesellschaft – kein besonderes der Linken.

Die Union hält diese Thesen für so bedeutend, dass sie im Bundestag darüber debattiert hat.

Das soll die Partei Die Linke als Ganzes treffen. Ich halte nichts davon, Antisemitismus für Parteienstreit zu instrumentalisieren. Es bringt auch nichts, wie es die Union tut, das Verhältnis zu Israel und Antisemitismus in einen Topf zu werfen. Und ich denke, viele Mitglieder jüdischer Gemeinden in Deutschland wissen, auf wen sie sich verlassen können, wenn es darum geht, Nazis oder Geschichtsrelativismus entgegenzutreten – auf uns.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :   Lencerown work, used: UNOSAT, Situation Map-Gaza Crisis UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, Gaza-Strip Overview Map Spiegel Online, Bastionen Israels im Gazastreifen Minimap made with Israel location map.svg by User:NordNordWest

11 Kommentare zu “„DIE LINKE“ und Israel”

  1. Margret Lorenz sagt:

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,
    es fällt mir schwer mich zum Thema äußern. Ist dieser Aufruf der LINKEN,von Gehrke, nun obsessive Israelkritik oder berechtigt? Niemand wünscht sich, dass mehr als 1 Million Menschen in einem kleinen Streifen Land eingeschlossen sind. Es fehlt jedoch bei Gehrke die Betrachtung der Gegenseite und deren Befürchtungen. Bei Ausrufung des Staates Palästina wäre die Hamas mit im Boot, die das Existenzrecht Israels nach wie vor verneint. Die Terrorismusproblematik wird ausgeblendet. Ein Rückkehrrecht von mehreren Millionen Palästinensern dürfte unrealistisch sein. Eine Teilung Jerusalems kann man von deutscher Seite schlecht befürworten in Erinnerung an Berlin.
    Warum muss sich DIE LINKE überhaupt äußern ? Kann sie nicht mal schweigen ? Die Sache wird doch in deer UNO entschieden.
    Es gibt einen linken Antisemitismus, das ist kein bürgerliches Hirngespinst. Ich habe es erlebt in der LINKEN und bei linken Menschen, hauptsächlich bei einfachen Mitgliedern und Sympathisanten. Ich selbst hatte in jüngeren Jahren die Einstellung: Warum stellt sich Israel so an ? Warum gibt es nicht ein Stück Land an die Palästinenser ab, hat doch genug Land ? Die Israelis müssten doch aus ihrem eigenen Schicksal gelernt haben und dürften andere Menschen nicht so unterdrücken. Mit andern Worten sie müssten geläuterte und bessere Menschen sein. Sie sollten mit den Pälästinensern einen gemeinsamen Staat gründen. Heute finde ich dererlei Einstellungen nur noch arrogant. Eine eigentlich simple Tatsache hat mich zum Umdenken bewogen. Während eines Israelbesuchs 1988 realisierte ich erstmal richtig , wie klein das Land tatsächlich ist und wie es beschaffen ist, in weiten Teilen wüstenartig , wasserarm. Die Möglichkeiten, sich goßzügig zu verhalten , sind begrenzt. Jede Nation dieser Erde würde sich schwer tun und sich wahrscheinlich ähnlich verhalten. Das sind eben die doppelten Standars , die in diesem Thesenpapier von Salzborn und Voigt angesprochen werden. Die gesamte LINKE als antisemitisch zu bezeichnen , scheint mir übertrieben. Aber man muss aufpassen. Der Antisemitimus ist tief in der Gesellschaft verwurzelt und eine schleichende Pest. Jeden kann es erwischen.
    Grüße Margret Lorenz

  2. Ingo Engbert sagt:

    Vielen Dank für den sehr sachlichen Kommentar. Auch wir von DL sehen die Brisanz, welche dieses Thema beinhaltet. Wir glauben vor allen Dingen, dass die vorhandenen Probleme nur zwischen den Kontrahenten vor Ort gelöst werden können. Es kann darum hier nur darum gehen, allen Seiten das Wort zu geben, wenn diese sich denn äußern möchten. Das ist auch der Grund, warum wir immer gerne die Artikel von Uri Avnery aus Tel Aviv veröffentlichen, welcher aufzeigt, dass es auch in Israel unterschiedliche Standpunkte gibt.
    Eine einseitige Parteinahme, welche LINKE teilweise vertreten, lehnen wir ab. Die Aufgabe von Außenstehenden sollte sich darauf beschränken, die verschiedenen Seiten zu Gesprächen zu animieren.
    In der LINKEN ist übrigens nicht nur der Antisemitismus, sondern auch der Rassismus sehr stark vertreten. Wir hier vor Ort haben damit so unsere Erfahrungen gemacht und sind in der Lage, jederzeit schriftliche Äußerungen nachzuweisen.
    Unter der Zuhilfenahme von Vorwürfen dieser Art ist es Personen gelungen, sich in Positionen zu hieven, welche den Zustand der heutigen Partei sehr gut aufzeigt.

  3. Dirk Scholl sagt:

    Aus sozialistischer Sichtweise heraus betrachte ich es als müßig, sich auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Da der Sozialismus notwendigerweise per se internationalistisch ausgerichtet sein muss, stellt sich für uns nicht die Frage, ob ein palistinänsischer und/oder israelischer Staat seine Existenzberechtigung hat, genauso wenig ob dem so sei bezüglich eines flämischen, baskischen oder sonstigen flächenmäßig lächerlichen Landstriches. Insofern glaube ich, dass es unsere Aufgabe ist, derart nationalistisch-chauvinistische Bestrebungen bzw. Erhaltungsansprüche ad absurdum zu führen. Wir sollten uns unserer originären Aufgabe bewusst sein: „Brüder hört die Signale, auf zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!“ Nationalstaatliches Denken – ganz gleich in welche Richtung – ist ein Grundübel, deren Auswirkungen nur Krieg, Gewalt, Hass und Tod sein können. Wer möchte das als Pazifist?

  4. Ingo Engbert sagt:

    Ja Dirk für nationalistisch-chauvinistische Erhaltungsansprüche habe ich auch kein Verständnis. Aber bevor ich als Bruder die Signale erhöre, lausche ich den Glocken der Freiheit.

  5. Gilbert Kallenborn sagt:

    Jeder,der hier den Mund auftut, und ISRAEL nur von Postkarten her kennt, Hamas für eine Klostereschule anstelle […] Frauenhasser, Männermörder – vor kurzen noch legten sie ihre Kumpels von der „Fatah“ (Die Opferbereiten) zu hunderten um, […] , der sollte besser diesen Mund halten. Und im Land selber eigene Meinung wachsen lassen. Hingehen,schauen.
    Bei Arabern wie Israelis. Und nicht nur Al-Jazeera oder CCN oder die blöden Privatsender.

    Aber der blinde Israel-Hasser der „Neuen Linken“ übersieht die Wurzeln dieser Lobby,gutbezahlte Lobby ist das.Kein Geldmangel.SED-Geld,Blutgeld.

    Er macht sich zum Affen der alten DDR-SED-Anti-Israel Politik und der pro-Palästinensischen Augenzuschmierer.

    Diese Linken tuten dasselbe Horn wie unter Mielke,Stasi.-Chef,die dortige Abteilung DESINFORMATION und „Aufklärung West“ hat ihre Leute
    gezielt die den Westen geschickt,Stasi-erfahrene Maulwürfe,Stasi-Methodenanwender

    -wie Lafontaines 2ter Mann(nur Blinde meinen,das sei Linsler!)

    MdB Thomas Lutze
    ===================
    aus Elsterwerda,dann Leipzig ,mit Stasi-Papa,hauptamtlich,verfügen diese Neostalinisten über Geld aus dunklen SED-Kanälen

    -wäre interessant die einmal zur Offenlegung der Finanzdaten zu zwingen,wo die SED-Kohle hin ist und WELCHE HÖHE !!-

    und die alte Stasi ist nicht tot.Sie haben ihre Ableger geschickt und deren Arbeit ist der Väter Arbeit.

    Stasi-Erprobt.Es ist für Linke schon Pflicht,gegen Bibi (Netanjahu) zu sein ;oder die israelische Rechte,aber dabei ganz Israel anzugreifen
    heisst die alte DDR-Schiene zu fahren.Die brauchen wir nicht.
    .Es gibt bessere,in Israel selber -wie

    „Schalom Achshav“ -Peace Now,Israel.Seit 30 Jahrenj FÜR einen Palästinenserstaat.Für Frieden.

    „Hashomer Hatzair“ linksgerichtete israelische Kibbutzbewegung,72 Kibbutzzim in Israel und in der Knesset aktiv.

    Doch die Linke konnte sich ebensowenig durchsetzen wie bei uns.Noch nicht.So kann es nicht weitergehen ,die Menschenwürde wird mit Füßen getreten,in Israel,in Gaza und in den „Schtachim“.Jeder Mensch muss in Würde sei eigenes Schiksal bestimmen,sei er Jude,sei er Moslem .

    Sei er ungläubig und….ganz einfach Mensch!!!

  6. Dirk Scholl sagt:

    Also, wenn ich Euch richtig verstehe, hält man als „Ahnungsloser“ besser sein Maul und wartet ab, bis die Glocken der Freiheit erklingen? Wie man da allerdings den Bogen zu Thomas Lutzes Papa und linken Kibbutzbewegungen spannen kann – tja, da fehlt mir scheinbar tatsächlich der israelisch-palästinensiche Input!?

  7. UP. sagt:

    …nun muss ich aber auch mal fragen, wer mit EUCH gemeint ist? Ich stelle freundlich fest, dass ich nicht unbedingt der gleichen Meinung wie Ingo bin, und Ingo nicht unbedingt der Meinung wie Genosse Kallenborn oder ich.
    Also – „Euch“ ist hier sicher nicht angebracht. Und ich will nicht immer mit anderen in einen Topf geworfen werden [fg] 😉

    Ich zum Beispiel mag die INTERNATIONALE und die Marseillaise,,,

    „Allons enfants de la Patrie …“ – si – allons, mes entfants! Ils avons dit.
    Denn das Volk wollte nicht nur immer Kuchen essen!

  8. Moses sagt:

    Das sollte nicht vergessen werden: Israels Geschick wird/wurde durch die eigenen Propheten vorausgesagt und ist tlw. auch schon eingetreten:

    Der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum anderen; da wirst du anderen Göttern dienen, die dir und deinen Vätern unbekannt waren, Holz und Steinen. Dazu wirst du unter diesen Völkern keine Ruhe haben und keine Rast finden für deine Fußsohlen; sondern der HERR wird dir daselbst ein friedloses Herz geben, daß du dir die Augen ausweinen möchtest und daß deine Seele verschmachten muß.
    Dein Leben wird vor dir an einem Faden hängen; Tag und Nacht wirst du dich fürchten und deines Lebens nicht sicher sein. Am Morgen wirst du sagen:
    `Ach, daß es schon Abend wäre!‘
    Und am Abend wirst du sagen: `Ach, daß es schon Morgen wäre!‘ – um deswillen, was dein Herz erschreckt und was deine Augen sehen müssen

    5 Mose 28,64-67

    Die Geschicke Israels gehen weiter, auch wenn dieses Volk tlw. verstockt war und ist.

  9. Die Mumie sagt:

    Die Geschicke Israels werden sein die Summe der Geschicke in der Schnittmenge der Zionisten und der radikalen kriminellen Rabbi auf dem Golan, die mit der Uzi predigen, vergleicbar mit dem bescheuerten irischen protestantischen Pastor.
    Das zu beurteilen, muss ich das Land nicht bereisen; und der Mythos ‚Kibbuz‘ ist längst tot.

    Wer den Orkan sät, wird das Desaster ernten. Obama hat Recht: Zurück in die 1967 – Grenzen!

  10. Gilbert Kallenborn sagt:

    Hey Mumie, wie willst du einen Mythos beurteilen, den du nie erlebt hast? Kibbutz ist nicht tot, nur anders, nicht mehr Insel-Sozialismus.

    Ist wie Lady-Gaga Dumpfbackenfans versuchen,die Ärea der Beatles oder Rolling Stones zu vermitteln,geht nicht.

    Reisen bildet. Oder bleib in den Mumien-Binden stecken.Für Obama: Dann gib New York an die Indianer zurück und Texas nachj Mexiko,Alaska an die Russen,die Südstaaten kriegen wieder die halbe USA (Slavery Incliusive???)-Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen nach Bedarf;

    und schon ist alles klar. Hinter Grenzen zurück. Oh-das Saarland dann „zurück“ an die Franzosen? Ups.
    Eine faszinierende Idee. Hätte ich gestern haben sollen, als Oskar sich nach 1 Jahr Verschleppung wieder 1 Delegiertenwahl gönnte.Und erneut – manipuliert, als sei das System. Nur keine Satzungen beachten -schon gar keine Bundessatzungen.

    Schon ist das Problem Saar-Linke gelöst.

  11. Psychiater sagt:

    Hallo Gilbert,
    kann das sein, das das auch an dir liegen kann ?? für mich hört sich das mittlerweile so an, die können so oft wählen wie sie wollen, wenn das ergebnis dem Herr G.Kallenborn nicht paßt, ist die Wahl manipuliert worden.

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