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RENTENANGST

Die Linke Trotzkopf

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 18. Juni 2014

Die Rechte Rotzkopp

[….] „Faust“ konnte ich als Teenager auswendig.“ Teil eins und zwei. […..]„ Gegen Dummheit bin ich gefeit“ […..] es freut mich, wenn ich Menschen treffe, denen ich mit meiner Biografie und meinen Gedanken Mut mache [….] Als Kind wollte ich nicht in den Kindergarten, weil es mir zu blöd war, einfach nur im Sandkasten zu spielen […..] Da meine Großmutter Halbtags arbeitete, habe ich mir mit vier Jahren das Lesen selbst beigebracht […..] Habe die Liebe meines Lebens gefunden […]

Das alles sind, natürlich aus dem Zusammenhang gerissen, Sätze einer „LINKEN Politikerin“ welche wir in einer Illustrierten gelesen haben. Nein dieses mal nicht in der Gala sondern der „Super Illu“.  Sätze aber welche im gleichen Duktus ebenfalls von jeder anderen Politikerin aus jeder beliebigen Partei herunter geleiert werden könnten.

Es ist in der Gesellschaft ja auch vollkommen normal im zarten Teenager Alter von sechzehn Jahren für Goethe zu schwärmen und sowohl den ersten als auch den zweiten Teil des Faust auswendig herunter rasseln zu können. Dabei, es ist noch gar nicht allzu lange her, als sich die Linken über eine spätere Familienministerin lustig machten, welche gestand mit fünfzehn für Helmut Kohl geschwärmt zu haben. Wobei darin dann noch ein großer Unterschied zu sehen ist, – Helmut hat die Schwärmereien überlebt, vielleicht weil er absolut nicht in die Linke Lade einzuordnen war!

Überhaupt, Marx und Goethe auf eine Linie zu bringen, das schafft auch nicht Jede. Obwohl, persönliche Ansichten schlagen schon manchmal tolle Kapriolen. Das erinnert mich persönlich an einen Menschen welchen ich in Indien kennenlernte. Einen Anwalt, welcher Gandhi und Hitler gleichzeitig verehrte. Auch noch nachdem wir uns über die Beiden ausgetauscht hatten.

“Goethe und Marx. [….]  „Es gibt nicht Höheres, als die Gedanken des Friedens und der Gerechtigkeit:“ Von Goethe aus Weimar zu Marx aus Trier – was für eine Metamorphose![….] Und wie kommt Karl Marx ins Spiel? [….] „Nehmen wir nur Mephisto, der das Papiergeld erfindet, das nicht mehr durch Gold, sondern die Unzahl vergrabenen Guts des Landes gedeckt ist. Die dümmlich höfische Gesellschaft ist begeistert, weil sie glaubt mit bedrucktem Papier alles bezahlen zu können. Ein Desaster – alles zerfällt, nicht mehr wird produziert, jeder betrügt und kämpft gegen jeden – klingt das nicht bekannt?“ [….]

Und die höfische Gesellschaft, die Eliten. Diesen Platz haben heute die Politiker eingenommen, welche sich nicht nur untereinander, sondern auch gegen alles kämpfen was Ihnen den Platz an den Futterkrippen des Staates streitig und so mit das Volk wieder einmal zum Verlierer macht. Ganz egal wer auch immer Regierung oder Opposition ist.

Wobei der Artikel im Ganzen schon sehr arrogant und überheblich herüberkommt. Dieses typische Gehabe welches wir bei vielen PolitikerInnen sehen. „Wenn ihr mich nicht versteht, seit ihr eben dumm“.

Wenn wir uns dann das Ergebnis einer solchen Erscheinung vorstellen. Eine Person ohne Kindheit, ohne Jugend, ohne Gesellschaftserfahrung, man könnte auch sagen – hinter dem Mond, weit außerhalb der Gesellschaft lebend -,  möchte die Menschen nicht nur positiv verändern, nein, eventuell sogar anführen? Nicht mit eigenen Lösungen, sondern mit denen von Marx, Goethe oder wen auch immer. Eine absurde Vorstellung.

Eine Vorstellung welche auch der Autor des Artikel, Hannes Hofmann, unseres Erachtens zum Ausdruck bringt wenn er anmerkt, vor der Büste Goethes stehend: „Lösungen bot er nicht an“. Er war Dichter und kein Ökonom. Wobei dann Goethe in diesen einen Punkt vielleicht doch ein Linker war? Da diese Partei bislang auch keine Lösungen anbietet, sondern überwiegend versucht mit Forderungen auf sich aufmerksam zu machen.

Um mit der Hilfe von Bücher die Zukunft zu verbessern, da gäbe es doch weitaus ältere und aussagekräftigere Schriften welche wir dann empfehlen könnten. Wer es Religiös möchte nehme die Bibel und der Atheist möge das Gilgameschepos lesen. Wer dort keine Sätze findet mit denen sich auf die Zukunft hinweisen lassen könnte, dem bliebe ja letztendlich immer noch die Glaskugel als Geistesstütze.

Eine Person welche als Kind den Sandkasten ablehnt und sich als Teeny mit Marx und Goethe liiert, findet natürlich auch eine plausible Erklärung im März 1989 noch in die SED eingetreten zu sein. Schuld tragen daran dann diejenigen welche ihre Parteibücher flugs wegschmissen und die Seiten wechselten. Also genau diejenigen welche sie daran gehindert haben ein Studium aufzunehmen. Diese waren sicher auch Schuld an der später mit ihr erfolgten Gründung der Kommunistischen Plattform in der LINKEN.

So bekennt Sie sich dann doch noch dazu, eine Gewinnerin der Wende gewesen zu sein welche nun endlich ein Studium aufnehmen konnte.  [….] „So gesehen schon. Ich bin mir und meinen Überzeugungen treu geblieben, muss mich nicht verbiegen, habe Erfolg mit meinen Publikationen, kann als Politikerin meine Kraft für jene einsetzen, die in dieser Gesellschaft weniger Chancen haben, bin privat sehr glücklich, habe die Liebe meines Lebens gefunden“. [….]

Ja, eine tolle Story, sogar mit einem gelungenen happy end. Fast schon reif für einen Film. Und alles passt so gut in diese Partei hinein, ist so Links, oder zumindest das was man dem Bürger als links verkaufen will. Man möchte schon von einer echten Linken Idylle schreiben. Aber seien wir doch wenigstens hier ehrlich: Ist nicht die letzte Liebe immer die Beste? Wie anders könnte man sich denn seinen/r Partner/in erklären wenn alle Liebschaften zuvor die Besseren waren? So warten wir nun einmal in Ruhe ab. Die nächste Verarsche folgt bestimmt. Demnächst im linken Theater, auf dieser Bühne.

Quelle: SuperIllu >>>>> lesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Blömke/Kosinsky/Tschöpe

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ lizenziert.

8 Kommentare zu “Die Linke Trotzkopf”

  1. Didi sagt:

    Ernst nehmen kann ich die Linke seid langen nicht mehr.
    Deshalb nehme ich die Linke einfach mit ein wenig Humor.

    Wenn man mal ein bischen Zeit hat, dann kann man zufällig bei den Linken (in Bottrop) watt wirklich intellijentes entdecken.
    Zu dem heute zufällig entdeckten sag ich nur. Mann, oh, Mann bei uns inner Ecke iss man ja so einiges gewöhnt, aber da kannste nur sagen, watt ät nicht alles geben tut.

    Da muss doch tatsächlich ne Partei für die Leute sagen: Hört mal, wir haben sogar einen richtig gewählten, aktuellen Vorstand. Ährlich.
    Von den Blocks hörste seid der Rathauswahl zwar nix mehr, aber der Chefe vom Ganzen ist der Blocks wohl immer noch. Oder nich?
    Ist datt nicht schön?

    Fehlt sich nur noch datt Verfalldatum.

    Zitat:
    Kreisverbandsvorstand DIE LINKE. Bottrop
    Der aktuelle gewählte Vorstand DIE LINKE. Bottrop
    Günter Blocks
    Siegrid Ehlers
    Angela Brüggemann
    Dieter Polz
    Ismail Günes
    Nicolas Polz

    Kreissprecher:  Günter Blocks
    Schatzmeisterin:  Siegrid Ehlers
    Beisitzerin: Angela Brüggemann
    Beisitzer:     Dieter Polz 
    Beisitzer:  Ismail Günes
    Beisitzer:  Nicolas Polz
    Zitat Ende:

    Quelle:
    http://www.dielinke-bottrop.de/ueber_uns/vorstand/

  2. Käte Waldmeister sagt:

    Als Teenager von Goethes Faust schwärmen? Da schwärmte ich von meiner ersten Liebe, ein knackiger Typ mit Moped :-). Im Kindergarten war das Größte, wenn wir uns im Sandkasten mit Sand beschmissen und gemeinsam Burgen bauten. Das Lesen brachte mir mein Vater im Vorschulalter bei und mehr wie „MAMA“, „OMA“ oder „PAPA“ war nicht in den kindlichen Struwelkopf zu bringen. In dieser Zeit wollten wir die Welt entdecken, spielen mit Freunden und viel zu spät, wie erlaubt, nach Hause kommen.
    Mmmh, meine Biografie würde heute niemanden interessieren, obwohl meine Freunde der Meinung sind, dass sie höchst interessant wäre.
    Nun ja, ich habe eben keinerlei Interesse, mich zu vermarkten, wie die meisten Menschen, deren Leben sicher auch turbulent war und ist.
    Ich habe Kinder geboren, sie zu vernünftigen Menschen erzogen. Brachte Familie und Beruf stets unter einen Hut, wie viele andere Frauen in Deutschland und anderswo auch.

    Einfach gesagt, mich regen diese Artikel auf, maßlos. Nur weil sie es geschafft hat, durch diese Linke bekannt zu werden, solle man glauben, sie ist besonders.
    Für mich ist dies nichts besonderes. Es gibt Menschen, die mehr leisten und darüber schweigen. Das ist für mich Größe und sollte absolute Anerkennung finden, jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde, jeden Tag und immer.

    Kasperletheater.

  3. Kegelschnecke sagt:

    Neben einem großen Mann muss sie ja durch irgendwas glänzen…

  4. primavera sagt:

    Ich gebe doch kein Geld aus, um ein Interview mit Frau Sarah zu lesen. Bitte in Zukunft keine kostenpflichtigen Artikel zu Links“größen“ verlinken.
    Goethe und Marx in einem Atemzug? Marx ist im Gegensatz zu Goethe ein kaum lesbarer Wirrkopp, dessen Sprache für jeden halbwegs intelligenten Menschen eine einzige Zumutung darstellt. Dass sich veritable Blutsäufer und Unterdrücker bis heute in ihrem Tun und Lassen sich auf den Herren aus Trier berufen, scheint mir auch nicht wirklich ein Gütesiegel zu sein.
    Auch Frau Sarah scheint mir in diesem Zusammenhang keine allzu überzeugendes Fürsprecherin für den langweilenden Rauschebart zu sein. Hummer und Marx, Toskana und Kommunismus? Nun ja, wem`s gefällt, bitteschön, mir gefällts`s nicht so richtig, scheint mir irgendwie unehrlich zu sein.

  5. ichbins sagt:

    http://www.lokalkompass.de/essen-west/leute/linke-parteiaustritte-das-sind-sektenmethoden-d446212.html

  6. Anna Rita sagt:

    Ein großer starker Mann läuft nicht davon 😀

  7. ex commandante OWL sagt:

    #5 so sind diese Linken. Ein aufschlussreicher Link. Ungeheuer treffend. Könnte auch aus OWL stammen.

  8. ichbins sagt:

    es ist pathologisch für die Partei, nicht nur mehr symptomatisch

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