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Die Linke in NRW

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 12. Februar 2021

Wut auf Wagenknecht

Sahra Wagenknecht. Leipziger Parteitag der Linkspartei 2018.jpg

Von Timo Lehmann und Marc Röhlig

Ende Februar will sich die Linke auf ihrem Parteitag neu aufstellen – und alte Konflikte hinter sich lassen. Doch in NRW gibt es Ärger um eine prominente Genossin: Sahra Wagenknecht.

Die Genossen in Köln haben Druck abgelassen: Sahra Wagenknecht durchkreuze mit ihrem medienwirksamen Auftreten »inhaltlich unser Profil als Partei der sozial-ökologischen Transformation, um das sich die scheidende Parteispitze seit Jahren bemüht«, heißt es im Beschluss des Linken-Kreisvorstands aus der vergangenen Woche. Sie habe den Linken »durch die Gründung der Sammlungsbewegung Aufstehen geschadet, sie ist als Vorsitzende der Bundestagsfraktion gescheitert und polarisiert in unserer Partei ebenso wie in unserer Wähler*innenschaft.«

Ein kritisches Gespräch mit Wagenknecht habe »leider keine Früchte« getragen. »Es ist nun an der Zeit, dass unser Kreisverband Konsequenzen zieht und Sahra die Unterstützung für die erneute Spitzenkandidatur entzieht.«

Es kracht mal wieder in der Linken. Und einmal mehr steht die noch immer prominenteste Vertreterin der Partei im Zentrum des Streits: Sahra Wagenknecht.

Es geht um den Listenparteitag des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, der im April stattfinden soll. Die im Saarland lebende Wagenknecht will erneut auf Platz eins der NRW-Liste für den Bundestag kandidieren. Doch dagegen gibt es Widerstand. Drei von gut 50 Kreisverbänden haben sich per Beschluss gegen diesen Plan ausgesprochen. Zehn weitere könnten dazu kommen, heißt es aus der Partei. Eine Gegenkandidatin hat sich ebenso gemeldet. Wagenknecht spaltet auch 15 Monate nach ihrem Rückzug vom Vorsitz der Bundestagsfraktion die Genossen.

Fischt Wagenknecht im Verschwörungsmilieu?

Seit 2009 vertritt Wagenknecht im Parlament Deutschlands größtes Bundesland, ohne je dort gelebt zu haben. Vor zwölf Jahren war es der Wunsch der Genossen vor Ort, Wagenknecht als prominentes Zugpferd zu gewinnen. Noch immer geht es um Wagenknechts Positionen zur Aufnahme von Flüchtlingen und ihre Thesen zur Ausrichtung der Partei.

Doch auch beim Thema Corona wächst inzwischen der Unmut. Während sich die Parteispitze überlegte, ob man sich der »No Covid«-Forderung anschließen sollte und die Linke in den drei Landesregierungen die Shutdown-Politik mitverantwortet, fährt Wagenknecht einen anderen Kurs – und fische damit im Verschwörungsmilieu, so werfen es ihr zumindest die Kritiker vor.

Quelle       :       Der Spiegel-online         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen      :

Oben      —       Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei Sahra Wagenknecht. Leipziger Parteitag der Linkspartei 2018. 1. Tagung des 6. Parteitages der Partei DIE LINKE. Vom 8. bis 10. Juni 2018. Tagungsort: Leipziger Messe, Congress Center Leipzig.

10 Kommentare zu “Die Linke in NRW”

  1. Bremer der Zweite sagt:

    Mensch kann erkennen, welche großartige politische Arbeit die beiden Vorsitzenden Kipping-Riexinger und ihre Anhänger in den vergangenen
    8 1/2 Jahren geleiset haben (Die beiden LINKEN sind ja auch als „Schwergewichte Deutscher Politik“ Mitglieder des Bundestages MdB).
    Die LINKE – Mitgliedschaft etwa zur Hälfte ausgetauscht (Austritte nachdem diese den Durchblick erworben hatten, wie das in der LINKEN so läuft), viele neue, junge Mitglieder geworben (Die naturgemäß einige Jahre brauchen um zu erfahren wie das in der LINKEN so läuft), aber auch eine nicht zu verkennende Stagnation bei der Mitgliederanzahl. Der Fisch stinkt vom Kopfe her, heißt es doch? Also, nur weiter so, nur weiter so!!!

  2. Wolfgang Hemmerling sagt:

    Ist es nicht hinlänglich bekannt, dass Frau Dr. W. auf die Basis pfeift?

  3. AlternativerLinker sagt:

    #1
    Ein weiter so darf es nicht geben!

    Die Basis in NRW hat wahrscheinlich die Wankelmütigkeit und ihre spärlichen Auftritte von 2017 nicht vergessen.

    Ein Zugpferd ist Sahra nicht, leider.

  4. Stubenhocker sagt:

    Wut auf Wagenknecht ist verständlich, in Teilbereichen übertrieben wie z.B. als Vorsitzende der Bundestagsfraktion gescheitert.

    Zitat aus dem Spiegel-Artikel:
    Die Genossen in Köln haben Druck abgelassen: Sahra Wagenknecht durchkreuze mit ihrem medienwirksamen Auftreten »inhaltlich unser Profil als Partei der sozial-ökologischen Transformation, um das sich die scheidende Parteispitze seit Jahren bemüht«, heißt es im Beschluss des Linken-Kreisvorstands aus der vergangenen Woche. Sie habe den Linken »durch die Gründung der Sammlungsbewegung Aufstehen geschadet, sie ist als Vorsitzende der Bundestagsfraktion gescheitert und polarisiert in unserer Partei ebenso wie in unserer Wähler*innenschaft.«

  5. hans kiechle sagt:

    Ich denke mit dem Weggang von Frau Kipping und Herrn Rixienger an der Parteispitze eröffnen sich neue Perspektiven.
    Wenn das DUO Janine Wissler und Susanne Hennig gewählt wird, erfährt die Linke eine Wiedergeburt und da beide noch
    relativ jung sind, wird das über Jahre einen Schub bringen bei den Mitgliedern alten und neuen.

    Auch die Wähler werden sich für die neuen Leute interessieren und wenn, was ich fest glaube, die beiden gut ankommen,
    geht es mit der Partei DIE LINKE wieder aufwärts.

    Bestes Beispiel sind die Grünen Saar. Das Bundeshoch bringt den Grünen Saar in Umfragen über 10 %, dabei sind die hier außerparlamentarisch tätig.

    Was dann mit Sahra wird, sehe ich entspannt. Frau Wissler wurde schon in Silwingen gesehen, d.h. die stimmen sich ab,
    und jetzt wo Kipping weg ist, wird es für alle etwas leichter. Glückauf

  6. Speedy sagt:

    @ Kiechle

    … und jetzt wo Kipping weg ist. Sie schreiben Käse.
    Noch ist Kipping da

  7. stefan j. sagt:

    im saarland: wut auf kaiser napoleon von silwingen

  8. Waldschrat sagt:

    Frage an NRWler: Wie weit ist Fr. W. von der Basis entfernt?

  9. Initiative Demokratie und Transparenz sagt:

    Kandidatur von Wagenknecht im Saarland?

    Das lassen wir uns nicht bieten!

  10. Götz G. sagt:

    Linken-Politiker Korte: „Wagenknecht muss im Wahlkampf eine Rolle spielen“

    Hat Wagenknecht 2017 in NRW oder in ihrer neuen Heimat eine große Rolle gespielt?

    NEIN !!!

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