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RENTENANGST

DIE LINKE bekommt Angst

Erstellt von IE am Samstag 9. Februar 2013

Linke fürchten die Fünfprozenthürde

Mit einer zerbrochenen Scheibe beginnt es

„Angst essen Seele auf“, so lautet der Titel des im Jahre 1974 erschienen Film von Rainer Werner Fassbinder. Damit ließe sich der im Berliner Tagesspiegel erschienene Artikel über die LINKE deuten, wenn denn die dort gemachten Aussagen der in diesen Bericht erwähnten Personen ihre Richtigkeit haben.

Diesen Bericht folgend wächst unter den GenossenInnen der Partei die Furcht, nach der Niederlage bei den letzten Landtagswahlen auch bei der im Herbst dieses Jahres anstehenden Bundestagswahl an der fünf Prozent Hürde zu scheitern. Die SPD wolle die LINKE nicht nur isolieren, sondern eliminieren, ist hier nur eine Aussage, welche den Angstschweiß tropfen lässt.

Dergleichen Aussagen spiegeln wunderbar das in der Partei fehlende politische Verständnis wieder. Denn solange es Parteien gibt und auch noch geben wird, geht es in einen jeden Wahlkampf um die Vorherrschaft des Einen über den Anderen. Das ist nun einmal in einer Demokratie so, das ist gut und auch gewollt. Allerdings, viele Lautsprecher aus der Partei die LINKE wollen und können diesen Zustand nichts Abgewinnen, da ihre Gedanken sich mehr mit Sozialismus, Kommunismus also Diktaturen von Oben befassen, wie es der Zeitgeist lehrt. Verweilend bei den Seelen, zeigen die erzielten Wahlerfolge von unter drei Prozent nur auf, dass die Seele der Partei mit den Seelen der Bevölkerung nicht im Gleichklang stehen.

Schon in gewissen Schwachsinn hinein gipfelt die Aussage des Wahlverlierers Manfred Sohn, die „Fünfprozentklausel“ als undemokratisch zu bezeichnen. In einer Demokratie stehen ihm alle Möglichkeiten offen, für entsprechende Mehrheiten Sorge zu tragen, um eine solche Klausel abzuschaffen. Seiner eigenen Ideologie folgend, werden Andersdenkenden dergleichen Möglichkeiten eher nicht mehr geboten.

Dabei ist es durchaus richtig, über die getroffene Entscheidung der LINKEN in Sachsen auch anderer Meinung zu sein. Doch, unseren Grundgesetz folgend liegt die Verantwortung innerhalb einer Abstimmung immer auf der Schulter des einzelnen Mandatsträger und nicht innerhalb eines von oben angeordneten Fraktionszwang. Leider genießt die blinde Hörigkeit zu einer Partei immer noch die absolute Priorität und unterdrückt so die Freiheit des Einzelnen.

Hat denn schon einmal jemand daran gedacht die Abstimmung in Sachsen auch als eine Entscheidung gegen die westdeutschen Landesverbände zu sehen? Wäre es so ausgeschlossen hier die Lunte für eine Sprengung der Partei nach den Bundestagswahlen zu sehen? Als indirekte Aufforderung an die Fanatiker und Sektierer zurück in ihre alte Heimat zu ziehen? Zurück in die entsprechenden K.- Gruppen?

Das dieses Projekt der Partei DIE LINKE in der heute vorliegenden Form gescheitert ist, darüber wird sich wohl kaum ein realistisch Denkender noch irgendwelchen Illusionen hingeben. Es wurde in den vergangenen Jahren einfach versäumt entsprechende Strukturen zu schaffen. Das Gegenteil ist der Fall, der Partei ist es gelungen bald mehr Widersacher als Mitglieder zu haben. Wäre die allgemeine Presse nicht mit Blindheit geschlagen, sähe es für die restliche Wählervereinigung noch viel dunkler aus.

So ließen sich mit absoluter Sicherheit im Westen viele Interessenten finden, welche nach einer Teilung der Partei zusammen mit den Ostdemokraten bereit wären eine schlagkräftige Partei zu bilden. Eine Partei welche jegliche Ideologien endgültig ad acta legt und nicht versucht die Politik als Krückstock einer Ersatzreligion zu sehen. Links eben, ganz frei von allen Gedankenbarrieren. Dieser Möglichkeit wäre eher Erfolg beschieden als eine weitere Suche nach verschlungenen Wegen mit Gruppen, welche sich schon immer an den Rändern der Gesellschaft aufgehalten haben und auch weiterhin dort aufhalten werden. Mit Gruppen denen es nur darum geht auch einmal an den Fleischtöpfen des Staates satt zu werden.

Linke fürchten die Fünfprozenthürde

 In der Linkspartei wachsen nach dem Debakel bei der Niedersachsen-Wahl vor zweieinhalb Wochen die Ängste vor einem Scheitern auch bei der Bundestagswahl im Herbst. Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen sagte am Dienstagabend auf einer Diskussionsveranstaltung der linksradikalen Zeitung „Junge Welt“, ob die Linke im Herbst 2013 in den Bundestag komme, hänge „wesentlich davon ab, wie in Nordrhein-Westfalen entschieden wird“ – dem größten Bundesland also. Die Politikerin aus Bochum warnte davor, die Linke im Wahlkampf als Vertreterin ostdeutscher Interessen zu profilieren oder mit einem „Erfahrungsvorsprung Ost“ hausieren zu gehen. Es bestehe sonst die Gefahr, dass „die Linke als gesamtdeutsche Partei kaputtgeht“. Als Ost-Partei werde sie keine Zukunft haben. Die Lage im Ruhrgebiet sei prekärer als etwa in Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: Die Tageszeitung >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Fotoquelle: Saarlouis / Ahlen – privat / Fotomontage: DL/UP

7 Kommentare zu “DIE LINKE bekommt Angst”

  1. Saarpfälzer sagt:

    Die Westlinke hat keine Zukunft mehr.

    Das Sozialismus-geschwafel von Lafontaine kann fast niemand mehr hören. Das Scheitern der Linken im Westen hat viel mehr mit Lafontaine zu tun als die Parteispitze zugeben würde.

  2. HenningM sagt:

    Zitat: „Eine Partei welche jegliche Ideologien endgültig ad acta legt und nicht versucht die Politik als Krückstock einer Ersatzreligion zu sehen.“ Gibt’s doch schon, hört auf den Namen SPD. Seit E.Bernstein und Co., spätestens seit 1959, Godesberg.
    Zitat: „Links eben, ganz frei von allen Gedankenbarrieren.“ Gibt’s doch auch schon: siehe ASten und anarcho-spontanistische Student*innen-„Projekte“. Und prompt hätten wir sie wieder, die „Fanatiker und Sektierer“ …

  3. Helmut Leih sagt:

    Die Linke zerstört sich selbst! Grund ist der Versuch den Kommonismus in Westdeutschland zu etablieren.Deshalb kann auch nicht Lafontaine schuld daran sein.Ich selber war Mitglied der WASG-NRW und weis genau wovon ich spreche,bei den Angleichungsversuch der doch sehr ungleichen Programme von PDS und WASG, brachten doch die PDS Mitglieder Rote-Fahnen mit.

    Wer aber Interesse zeigt, und in einer neuen Partei mitmachen möchte,der kann sich ja mal das Programm von Bündnis21/RRP ansehen.Bündnis21/RRP ist schon zur Bundestagswahl 2013 angemeldet.In dieser Partei trefft ihr viele ehemalige WASG Mitglieder aus dem Westen-Deutschlands wieder.
    MfG Helmut Leih

  4. frans wagenseil sagt:

    IM Erika erteilt jedem ihren Resepkt.
    Mir erscheint, dass dies schon irgendwie an Respektlosigkeit grenzt.

  5. Zeitzeuge sagt:

    @ 3 Helmut Leih

    Die Linke hat sich schon selbst zerstört.
    Wie sollte denn dies gehen, den Kommunismus in Westdeutschland zu etablieren? Hatten dies nicht die K- Gruppen aus dem Westen, besonders in NRW vor, wie Antikapitalistische Linke oder Sozialistische Linke und wer wurde von denen gefördert??? Ist in DL alles nachzulesen.

    Mal zur Aufklärung, lieber Helmut,
    Im Saarland waren sehr wenige in der PDS im Vergleich zur WASG. Ein kleines Häuflein PDS/Linkspartei fusionierte mit einer Risenmasse WASG- Mitglieder.
    Als Gnade wurden in einigen Kreisverbänden einige ehemalige Linkspartei/PDS- Mitglieder gewählt. Die große Masse in den Ämtern wurde wieder von der WASG besetzt.
    In NRW war doch eine ganz andere Konstellation und in jedem Bundesland sah dies verschieden aus. Den Osten kann man mit dem Westen nicht, ich betone NICHT vergleichen. Dort wurden viele WASG – Mitglieder vernünftig in die Parteiarbeit mit einbezogen, was sie mir immer wieder bestätigen.
    Ich hasse dies, wenn ich es erwähnen muss, aber im Saarland waren an der Zerlegung der Partei ehemalige Grüne, ehemalige WASG- ler voll beteiligt. Dies steht alles in DL. Viele vernünftige WASG- verließen, wegen ihrer eigenen „Kampfgenossen“ die Partei, nicht wegen der paar „Hansel“ aus Linkspartei/PDS.
    Wenn Ihr schon Werbung für Eure neue „Organisation“ macht, dann bitte mit Weitblick und sachlicher Aufklärung. Von Thesen schmettern und Hetzparolen gegenüber Andersdenkender und Andershandelnder haben hier viele die Nase gestrichen voll und von einer Ausdrucksweise, die schon wieder Streß und Streit, den man so gut kennt, vermuten läßt. Deshalb werde ich mich Euch niemals anschließen.

  6. AntiSpeichellecker sagt:

    # 5
    Die Gewerkschaftsseilschaften haben ihren Teil auch dazu beigetragen.
    Die paar „Hansel“ aus der Linkspartei/PDS hatten gegen die „mafiaähnlichen“ Strukturen in der WASG und dem Geschacher auf Bundesvorstandsebene nicht die geringste Chance.

  7. Jacob sagt:

    Toller Artikel. LG

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